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	<title>Flexitarismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T16:51:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Flexitarismus&amp;diff=1923210&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mobil-Sockenpuppe: /* Weblinks */ Toter Link</title>
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		<updated>2025-11-13T05:33:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Toter Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Land-use-of-different-diets-Poore-Nemecek.png|mini|400px|Die weltweit benötigte landwirtschaftliche Fläche würde sich fast halbieren, wenn kein Rind- oder Hammelfleisch gegessen würde (andere Fleischsorten erlaubt).]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flexitarismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Esskultur]], welche den gelegentlichen [[Fleischkonsum]] zulässt, ihn jedoch nicht zum Mittelpunkt macht. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flexitarier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; essen selten Fleisch, ausgewähltes Fleisch oder wenig Fleisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Flexitarier&amp;#039;&amp;#039; ist die Übersetzung des englischsprachigen Worts &amp;#039;&amp;#039;flexitarian&amp;#039;&amp;#039;. [[Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary|Merriam-Websters Wörterbücher]] definieren den &amp;#039;&amp;#039;flexitarian&amp;#039;&amp;#039; als „one whose normally meatless diet occasionally includes meat or fish“ („jemanden, dessen normalerweise fleischlose Ernährung gelegentlich Fleisch oder Fisch einschließt“). Die [[Wortherkunft]] erklärt Merriam-Webster mit „flexible + vegetarian“ („flexibel + [[Vegetarismus|Vegetarier]]“). Die bekannte Erstverwendung wird auf 1998 datiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merriam-webster.com/dictionary/flexitarian &amp;#039;&amp;#039;flexitarian&amp;#039;&amp;#039;.] Merriam-Webster.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[American Dialect Society]] kürte &amp;#039;&amp;#039;flexitarian&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 2003 zum Gewinner in der Kategorie „Most Useful: word or phrase which most fills a need for a new word“ („Nützlichstes Wort oder Phrase, die am ehesten eine Lücke im Wortschatz füllt“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.americandialect.org/2003_words_of_the_year &amp;#039;&amp;#039;2003 Words of the Year&amp;#039;&amp;#039;.] American Dialect Society.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Duden]] definiert den &amp;#039;&amp;#039;Flexitarier&amp;#039;&amp;#039; als „Person, die sich überwiegend vegetarisch ernährt, aber auch gelegentlich hochwertiges, biologisch produziertes Fleisch zu sich nimmt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Flexitarier &amp;#039;&amp;#039;Flexitarier&amp;#039;&amp;#039;.] Duden.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Flexitarier bezeichnen sich auch als „Teilzeit-Vegetarier“ oder „Wochenend-Vegetarier“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsumforscher der [[Universität Wageningen]] sehen eine Entwicklung des Begriffs Flexitarismus. Anfang des 21. Jahrhunderts stand der Ausdruck demnach noch für die Bezeichnung einer vegetarischen Ernährungsweise, welche den gelegentlichen Konsum von Fleisch einschloss. Inzwischen sei der Flexitarismus ein breiter zu interpretierendes Konzept; zentral sei eine bewusste Reduktion des Fleischkonsums, ohne jedoch grundsätzlich auf den Konsum von Fleisch zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;M. C. D. Verain, H. Dagevos, G. Antonides: &amp;#039;&amp;#039;Flexitarianism: a range of sustainable food styles.&amp;#039;&amp;#039; In: L. A. Reisch, J. Thogersen, Edward Elgar (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Research on Sustainable Consumption.&amp;#039;&amp;#039; 2015, ISBN 978-1-78347-126-3, S. 209–223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einigen einschlägigen Tierrechtsorganisationen und aus vegetarischer sowie veganer Perspektive wird der Begriff des Flexitarismus als irreführend charakterisiert. Kritiker sehen in der flexitarischen Ernährungsweise ein [[Greenwashing]] von Fleischkonsum, da wie bei einer [[Karnismus|karnistisch]] fundierten Ernährungsweise alle Produkte konsumiert würden. Die reine Fokussierung auf qualitativ hochwertige tierische Produkte oder die Reduktion dieser rechtfertige noch keinen eigenen Begriff.&amp;lt;ref&amp;gt;Kilian Dreißig: [https://vegpool.de/magazin/flexitarier-fleischesser-greenwashing.html &amp;#039;&amp;#039;Phänomen Flexitarier: Greenwashing für Fleischesser?&amp;#039;&amp;#039;] vegpool.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.peta.de/themen/flexitarier/ |titel=Flexitarier: Warum es nicht reicht, weniger Fleisch zu essen |werk=peta.de |abruf=2024-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die Studie „Zukunft Gesundheit“ sah 2023 den Anteil bei 48–49 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vividabkk.de/de/presseportal/pressemitteilungen/pressedetails/gesundheitsstudie-klimaschutz-geht-bei-jungen-bundesbuergern-durch-den-magen |titel=Gesundheitsstudie: Klimaschutz geht bei jungen Bundesbürgern durch den Magen |werk=vividabkk.de |seiten=54 |format=PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2023-03-06 |kommentar=siehe Balkendiagramm in der Studie „Zukunft Gesundheit 2022 – Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt“ &amp;amp;#91;als PDF-Seite 54&amp;amp;#93;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie der [[Universität Göttingen]] und der [[Universität Hohenheim]] definierten die Flexitarier als Konsumenten, „die nur selten, nur ausgewähltes oder sehr wenig Fleisch essen“. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa aus dem Jahr 2020 konnten nach dieser Definition 44 % als Flexitarier identifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Anette Cordts, Achim Spiller, Sina Nitzko, Harald Grethe, Nuray Duman: [https://www.uni-hohenheim.de/uploads/media/Artikel_FleischWirtschaft_07_2013.pdf &amp;#039;&amp;#039;Fleischkonsum in Deutschland: Von unbekümmerten Fleischessern, Flexitariern und (Lebensabschnitts-)Vegetariern&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 0,4&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;FleischWirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 23. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmel&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ministerium/Beiraete/Agrarpolitik/GutachtenNutztierhaltung.pdf?__blob=publicationFile |text=&amp;#039;&amp;#039;Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF; 8,5&amp;amp;nbsp;MB |wayback=20160422113634}} Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Gutachten, bmel.de, Kapitel 4, S. 73 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.veganfreundlich.org/statistisch.php |titel=Deine vegane, freundliche Welt |werk=Veganfreundlich.org |sprache=de |abruf=2021-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Umfrage der [[Gesellschaft für Konsumforschung]] aus dem Oktober 2015 gaben 37 % der teilnehmenden Haushalte an, dass sie den Konsum von Fleisch bewusst reduzieren. Diese Gruppe kaufte im Jahreszeitraum 20 % weniger Fleisch und 18 % weniger Wurst, aber fast 400 % mehr [[Fleischersatz]]produkte als die Haushalte der teilnehmenden Nicht-Flexitarier. In der Umfrage [[Korrelation|korrelierte]] der Anteil der Flexitarier ab dem vierten Lebensjahrzehnt mit dem Alter der Teilnehmer: Er war bei den über 70-Jährigen fast doppelt so hoch wie bei den unter 40-Jährigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gfk.com/fileadmin/user_upload/dyna_content/DE/documents/News/Consumer_Index/CI_03_2016_oD.pdf &amp;#039;&amp;#039;Immer schön flexibel bleiben – Consumer Index 03/2016.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 0,3&amp;amp;nbsp;MB) Gesellschaft für Konsumforschung, S. 1–2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies spiegelt sich in einem Rückgang des [[Fleischkonsum|Fleischverbrauchs]] in Deutschland von 61,6 kg pro Kopf im Jahr 2014 auf 51,5 kg pro Kopf im Jahr 2023.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.statista.com/themen/1315/fleisch/ |titel=Fleischkonsum in Deutschland |werk=de.statista.com |hrsg=[[Statista]] GmbH |abruf=2024-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motivation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pig-breeding-factory.jpg|mini|Für einige Flexitarier sind die Zustände in der Massentierhaltung ein Grund für ihre Ernährungsweise.]]&lt;br /&gt;
Die GfK geht davon aus, dass die „Achtsamkeit für die Gesundheit“ in allen Altersgruppen ein wichtiger Grund für reduzierten Fleischkonsum ist. Gesundheitliche Motive seien auch der entscheidende Grund dafür, dass der Anteil der Flexitarier in den älteren Haushalten um so viel höher ausfällt. Denn „das Alter“ wisse die Gesundheit höher zu schätzen als „die Jugend“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gfk.com/fileadmin/user_upload/dyna_content/DE/documents/News/Consumer_Index/CI_03_2016_oD.pdf &amp;#039;&amp;#039;Immer schön flexibel bleiben – Consumer Index 03/2016.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 0,3&amp;amp;nbsp;MB) Gesellschaft für Konsumforschung, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flexitarismus ist auch durch den Wunsch nach einer [[Artgerechte Tierhaltung|artgerechten Tierhaltung]] und der Kritik an der [[Intensivtierhaltung]] motiviert. Der Flexitarismus ist eine Gegenbewegung zum Trend nach immer günstigeren Lebensmitteln und sogenanntem „Billigfleisch“ als Massenware.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wn.de/Freizeit/Ratgeber/Gesundheit/2498128-Gesundheit-Nur-noch-Bio-So-hat-sich-die-Ernaehrung-gewandelt &amp;#039;&amp;#039;Nur noch Bio? So hat sich die Ernährung gewandelt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, 19. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Motiv ist die Eindämmung der schädlichen [[Intensivtierhaltung#Umweltverträglichkeit|Umweltauswirkungen der Massentierhaltung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/die-richtige-ernaehrung-leitbild-flexitarier-14311668.html &amp;#039;&amp;#039;Dem Flexitarier gehört die Zukunft.&amp;#039;&amp;#039;] [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]], 29. Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche Bewertung ==&lt;br /&gt;
Helmut Heseker, Präsident der [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung|Deutschen Gesellschaft für Ernährung]] (DGE), geht davon aus, dass Flexitarier gesünder leben. Sie würden insgesamt weniger Fleisch essen und sich damit den Empfehlungen der DGE von 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche nähern. Laut Heseker sei die „flexitarische Ernährung genau das Richtige“, da alle lebenswichtigen [[Nährstoff]]e aufgenommen würden und ein Mangel an [[Mineralstoff]]en oder [[Vitamin]]en nicht drohe. Wer insgesamt weniger Fleisch und insbesondere weniger [[rotes Fleisch]] und weniger verarbeitete [[Fleischprodukte]] esse, senke sein Risiko für [[koronare Herzerkrankung]]en, [[Diabetes mellitus]] und [[Krebs (Medizin)|Krebs]].&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Ehrenstein: [https://www.welt.de/wirtschaft/article127895363/Deutschland-nimmt-Abschied-vom-Fleisch.html &amp;#039;&amp;#039;Deutschland nimmt Abschied vom Fleisch&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Welt|Welt Online]], 12. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Veganismus]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
* [[Veggieday]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url= https://www.arte.tv/de/videos/112907-050-A/arte-europa-die-woche/ |titel= Steak vs. Tofu: Wohin geht der Trend in Europa? |hrsg= [[Arte]] |datum= 2023-12-21 |archiv-url= https://web.archive.org/web/20240120034651/https://www.arte.tv/de/videos/112907-050-A/arte-europa-die-woche |archiv-datum= 2024-01-20 |abruf= 2025-11-13 |abruf-verborgen= 1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährungsweise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bioethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kofferwort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mobil-Sockenpuppe</name></author>
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