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	<title>Flaschenzug - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T23:28:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Flaschenzug&amp;diff=62517&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Coronium: /* Reversion der Flaschenzüge */ Ersetze WO-Patentanmeldung durch EP-Patent, nutze Vorlage Patent</title>
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		<updated>2026-03-09T20:38:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Reversion der Flaschenzüge: &lt;/span&gt; Ersetze WO-Patentanmeldung durch EP-Patent, nutze Vorlage Patent&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Palans.jpg|mini|Flaschenzug]]&lt;br /&gt;
[[Datei:動滑車と仕事の原理.svg|mini|Flaschenzug mit einer losen Rolle und zwei tragende Seilstücke: Jedes Seilstück trägt die Hälfte der Gesamtlast. Zum Heben der Last muss jedoch der doppelte Weg zurückgelegt werden. Die Hubarbeit &amp;lt;math&amp;gt;W_\text{Hub}&amp;lt;/math&amp;gt; bleibt dabei unverändert: &amp;lt;math&amp;gt;W_\text{Hub}=F\cdot h=\tfrac{1}{2}\cdot m \cdot g  \cdot 2 \cdot h=m \cdot g \cdot h&amp;lt;/math&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flaschenzug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Maschine]], die den Betrag der aufzubringenden [[Kraft]] z.&amp;amp;nbsp;B. zum Bewegen von [[Belastung (Physik)|Lasten]] verringert. Der Flaschenzug besteht aus festen und losen [[Rolle (Physik)|Rollen]] und einem [[Seil]]. Bei komplizierten Flaschenzügen sind die Rollen mittels „[[Einscherung|Scheren]]“ zum [[Block (Schifffahrt)|Block]] zusammengefasst. Flaschenzüge werden dabei oft als Teil eines größeren Mechanismus eingesetzt, beispielsweise bei einem [[Kran]], wie etwa einem [[Fahrzeugkran]] oder einem [[Turmkran]] oder in einem [[Elektroseilzug]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trispastos scheme.svg|mini|hochkant=1.4|Griechisch-römischer &amp;#039;&amp;#039;Trispastos&amp;#039;&amp;#039; („3-Rollen-Zug“), der einfachste antike Krantyp (1800 N Last bei 150 N Hebelkraft)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1586 Rome obelisk erection.jpg|mini|links|Aufrichtung des Obelisken auf dem Petersplatz mit Hilfe von 50 Flaschenzügen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap&amp;quot;&amp;gt;Bereits in der [[Antike]] war die Kraftminderung durch&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;!-- Mindestbreite der Textspalte wegen dreispaltigem Layout --&amp;gt; Anwendung der [[Hebelgesetz]]e bekannt. Der Erfinder des Flaschenzugs ist nicht bekannt (evtl. [[Archytas von Tarent|Archytas]]), aber die Erfindung des zusammengesetzten Flaschenzuges&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsches-museum.de/assets/Verlag/Download/Kultur_und_Technik/1977/Kultur_Technik_1977_Sonderheft.pdf Die einfachen Maschinen (Deutsches Museum)] (PDF; 29&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; wird [[Archimedes]] zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plutarch]]: Bíoi parálleloi, Marcellus 14,8 ([http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Plutarch/Lives/Marcellus*.html engl. Übers. Thayer, Loeb 1917]); vgl. [[Polybios]], Historíai 8, 5-7 ([http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Polybius/8*.html engl. Übers. Thayer, Loeb 1922ff]). berichtete, dass Archimedes ein beladenes Kriegsschiff mittels Flaschenzügen und seiner eigenen Körperkraft aus dem Arsenal des Königs gezogen haben soll.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine erste bildliche Darstellung der Kombination von Seil und einfacher Rolle befindet sich jedoch schon auf einem [[Assyrer|assyrischen]] Relief um 970 v. Chr. Mit Seilen verspannte Einbaumkräne, die über drei („Trispastos“) oder fünf Rollen („Pentaspastos“) liefen, sind seit 750 v. Chr. bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Krans siehe [[Kran#Geschichte der Krane|Geschichte der Krane]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vitruv]], ein [[Römisches Reich|römischer]] Architekt, Ingenieur und [[Architekturtheorie|Architekturtheoretiker]] des [[1. Jahrhundert v. Chr.|1. Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr.]], beschrieb in seinem 10. Buch über den Maschinenbau ausführlich den Trispastos, Pentaspastos und Polyspastos. Zu jener Zeit war es aber kaum möglich, Seile für Flaschenzüge mit sehr vielen Rollen in der erforderlichen Länge und Tragfähigkeit herzustellen, oder sie waren in der benötigten Anzahl fast unbezahlbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Mathematiker und Ingenieur [[Heron von Alexandria]] lebte vermutlich im 1. Jahrhundert und befasste sich ebenfalls mit dem Flaschenzug. Unter der regen Bautätigkeit der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiser]] war der [[Kran|Baukran]] unentbehrlich zur Errichtung der [[Circus (Antike)|Arenen]]. Dank verschiedener Umlenkrollen konnten die Bedienungsmannschaften bis zu sieben Tonnen schwere Steinblöcke heben. Im 6. Jahrhundert, um das Jahr 530, wurde ein Kalksandsteinmonolith mit einem Gewicht von 230 Tonnen als Schlussstein des Kuppeldaches für das [[Mausoleum des Theoderich]] bei [[Ravenna]] mittels komplizierten Flaschenzügen von 700 Arbeitern auf 16 Meter Höhe gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;GEOEPOCHE, Nr. 76, S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Leonardo da Vinci]] machte sich in seinen Erfindungen (bspw. im [[Codex Atlanticus]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://vitruvio.imss.fi.it/foto/4612_1613_0860/4612_1613_0860-003rs.jpg Kranbild mit Flaschenzug von Leonardo] [http://vitruvio.imss.fi.it/foto/4612_1613_0860/4612_1613_0860-006rs.jpg Beweglicher Flaschenzug an Kran]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Codex Forster]] II &amp;amp; III&amp;lt;ref&amp;gt;[http://vitruvio.imss.fi.it/foto/ingrin/ingrin-62FOS7rs.jpg Flaschenzugstudie von Leonardo.] [http://vitruvio.imss.fi.it/foto/ingrin/ingrin-62FOT11rs.jpg Leonardos „Hebemaschine“.] vitruvio.imss.fi.it&amp;lt;/ref&amp;gt;) den Flaschenzug zunutze.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://lrh10.fh-bielefeld.de/projekte/leonardo/flaschen/flaschen.htm |text=Leonardos Flaschenzug (mit Bild). |wayback=20130125032741}} lrh10.fh-bielefeld.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Renaissance]] fand der Flaschenzug seine spektakulärste Anwendung beim Transport und der Aufrichtung des [[Obelisk]]en auf dem [[Petersplatz]] in [[Rom]] vom 30. April bis 16. September 1586 durch den Ingenieur [[Domenico Fontana]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.radiovaticana.org/tedesco/Vatikanlexikon/nuovi/obelisk.htm |text=Transport und Errichtung. |wayback=20100501073447}} radiovaticana.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://pruned.blogspot.de/2007/05/moving-vatican-obelisk.html Moving the Vatican Obelisk.] pruned.blogspot.de&amp;lt;/ref&amp;gt; 907 Arbeiter und 75 Pferde drehten an den 40 [[Spill]]en und zogen damit über Umlenkrollen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.pt/6256/1/res-2990-a_JPG/res-2990-a_JPG_24-C-R0090/res-2990-a_0037_grav_t24-C-R0090.jpg Anordnung der Umlenkrollen auf dem Boden.] purl.pt&amp;lt;/ref&amp;gt; an bis zu 220 Meter langen Seilen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lowtechmagazine.com/2010/03/history-of-human-powered-cranes.html The sky is the limit: human powered cranes and lifting devices.] lowtechmagazine.com (…The obelisk was raised using a wooden lifting tower 27.3 metres tall, ropes up to 220 metres long, 40 capstans, 800 men and 140 horses…) unterschiedliche Stückzahlangaben&amp;lt;/ref&amp;gt; die an einem gigantischen Holzgerüst hängenden 40 Flaschenzüge, um den 330 Tonnen schweren und 25,31 Meter langen Obelisken in die Senkrechte zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.pt/6256/1/P31.html Anordnung der 40 Spillanlagen um den Obelisken], [http://lh4.ggpht.com/_yiiPzeRfNBQ/TJaRj7jiOYI/AAAAAAAACUU/eP5MYQ8PJz8/s0/070525_vatican_obelisk_3.jpg Bild: Anordnung der Flaschenzüge]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.pt/6256/1/res-2990-a_JPG/res-2990-a_JPG_24-C-R0090/res-2990-a_0025_grav_t24-C-R0090.jpg Bild mit verschiedenen Blöcken mit bis zu je 6 Rollen (um 1600)]&amp;lt;!--[http://purl.pt/6256/1/P25.html] direkt Link --&amp;gt; [http://purl.pt/6256/1/res-2990-a_JPG/res-2990-a_JPG_24-C-R0090/res-2990-a_0057_grav_t24-C-R0090.jpg Bild: Anordnung der Blöcke am Obelisk]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1861 blieb der Flaschenzug und seine Anwendung weitgehend unverändert. Erst mit dem [[#Differenzialflaschenzug|Differenzialflaschenzug]], zum ersten Mal in London eingesetzt, konnte eine Effizienzsteigerung erreicht werden. Heute werden Flaschenzüge vor allem bei [[Kran|Kränen]] oder Spannvorrichtungen (Radspannwerke) für [[Oberleitung#Aufhängung und Führung|Fahrdrähte]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
== Funktionsprinzip und Teile des Flaschenzuges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Flaschenzug.svg|mini|Abb. 1: Erklärung des Flaschenzugs]]Ein Flaschenzug besteht aus mindestens einer losen &amp;#039;&amp;#039;Rolle&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Scheibe&amp;#039;&amp;#039;) sowie einem Seil. Das Funktionsprinzip ist in Abbildung 1 dargestellt. In A wird ein Gewicht mit der Masse m hochgezogen, wobei die obere Rolle nur die Kraft umlenkt und somit das Gewicht um genau die Strecke angehoben wird, die das Seil gezogen wird (blaue Markierung und blauer Pfeil). In B ist ein einfacher Flaschenzug dargestellt, bei dem das Seil am oberen Balken befestigt ist und das Gewicht an einer Rolle in der Seilschlaufe hängt. Wird hier das Seil um die gleiche Länge wie in A gezogen, so hebt sich das Gewicht nur um die Hälfte an. Die Seilteile links vom Seilabschnitt, an dem gezogen wird, müssen nämlich insgesamt um die Zugstrecke kürzer werden, die sich jedoch auf zwei Seilabschnitte verteilt. Die benötigte Kraft wird folglich halbiert, während das Seil doppelt so lange wie in A gezogen werden muss, um das Gewicht auf eine bestimmte Höhe anzuheben. In C ist ein Aufbau gezeigt, bei dem das Gewicht auf vier Seilabschnitte verteilt wird und folglich nur ein Viertel der Kraft benötigt wird. Die dargestellte Bauweise ist nicht platzsparend und die Rollen könnten zusammengeschoben werden (D). Eine sehr kompakte Bauweise (E) ergibt sich, wenn man die Rollen noch weiter zusammenschiebt und somit die oberen und unteren Rollen jeweils auf einer Achse liegen. Verdreht man die oberen Rollen, so ergibt sich dann die übliche Bauform (F).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Flasche}} Flaschen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:FlaschenzugBlock.JPG|mini|Der „Block“ (Flasche) eines Flaschenzuges in Metallausführung&amp;lt;br /&amp;gt; und Stahlseil (rechts im Bild)]]&amp;#039;&amp;#039;Flaschen&amp;#039;&amp;#039; wurden die Halterungen der Rollen genannt und waren ursprünglich als &amp;#039;&amp;#039;Block&amp;#039;&amp;#039; (mhd. &amp;#039;&amp;#039;plock, ploch&amp;#039;&amp;#039; „großes“ oder „zusammenhängendes Stück“) aus einem Stück Hartholz ([[Eschen (Pflanzengattung)|Esche]], [[Ulmen|Rüster]]) gearbeitet. Heute nennt man die flachen Teile beiderseitig am Rand (&amp;#039;&amp;#039;Backe&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wange&amp;#039;&amp;#039;) und zwischen den Rollen (&amp;#039;&amp;#039;Damm&amp;#039;&amp;#039;) insgesamt &amp;#039;&amp;#039;Scheren&amp;#039;&amp;#039;. In der [[Seemannssprache]] wird der Flaschenzug als &amp;#039;&amp;#039;[[Talje]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Block (Schifffahrt)}}&lt;br /&gt;
[[Jungfer (Schiffbau)|&amp;#039;&amp;#039;Jungfer&amp;#039;&amp;#039;]] werden die meist runden oder halbrunden Holzscheiben mit mehreren Löchern genannt, die der gleichen Funktion dienen, aber keine Rollen beinhalten und beispielsweise zum Spannen der [[Stehendes Gut|Wanten]] dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rollen ===&lt;br /&gt;
Die Rollen eines Flaschenzuges wurden früher ebenfalls Flaschen oder auch „Scheiben“ genannt. Der Begriff entstand etwa im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert: Bei [[Webmaschine]]n, speziell bei [[Bandwebmaschine]]n, werden die Spannrollen, welche die Kettfäden immer gespannt halten, als &amp;#039;&amp;#039;Flaschen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bevorzugt sind kugelgelagerte Rollen zu verwenden, um mit wenig Muskelkraft ein günstigeres Übersetzungsverhältnis zu erreichen. Bergsteiger benutzen bei Notlösungen ([[Spaltenbergung]]) auch einfache Karabiner, die jedoch durch die Gleitreibung die Zugarbeit erschweren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seil ===&lt;br /&gt;
Das Seil sollte ein [[Statikseil]] sein, um keine unnötigen Dehnungen bzw. Streckung zu erhalten, die den Hub verlängern würden. Für extreme Belastungen werden [[Stahlseil]]e verwendet. [[Slackline]]s, die über den Ellington-Flaschenzug gespannt werden, haben bevorzugt anstelle des Seils ein Flach- oder [[Schlauchband]]. Dieser &amp;#039;&amp;#039;Ellington-Flaschenzug&amp;#039;&amp;#039; wurde nach seinem Erfinder benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bergfreunde.de/basislager/wp-content/uploads/2011/06/Ellington-Flaschenzug.jpg |text=Ellington-Flaschenzug (Bild). |wayback=20140201212350}} bergfreunde.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Art und Weise, wie das Seil über die Rollen geführt und eingefädelt wird, bezeichnet man als [[Einscherung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauformen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faktorenflaschenzug ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Four pulleys FH.svg|hochkant=1.9|mini|Verschiedene Faktorenflaschenzüge (n&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;1, 2, 3 bzw. 4)]]Die Rollen bei einem Flaschenzug können sehr unterschiedlich angeordnet sein. Für die Zugkraft entscheidend ist aber immer die Anzahl der tragenden Seile &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;, auf die sich die Last verteilt. In der rechts abgebildeten Grundform des Flaschenzugs ist die [[Kraft]] an jeder Stelle des Seils gleich. Die Gewichtskraft &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{L}&amp;lt;/math&amp;gt; der Masse &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt; wird daher gleichmäßig auf die tragenden Seile zwischen den unteren und den oberen Rollen verteilt. Die Zugkraft berechnet sich mit der [[Gewichtskraft|Schwerebeschleunigung]] &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; zu:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{Z}=\frac{F_\mathrm{L}}{n}=\frac{m\cdot g}{n}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Nach der [[Goldene Regel der Mechanik|Goldenen Regel der Mechanik]] muss der Haken bei zunehmender Zahl der tragenden Seile eine immer längere Strecke &amp;lt;math&amp;gt;s&amp;lt;/math&amp;gt; bewegt werden, um die gleiche Höhenänderung &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; zu erreichen:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;s=n\cdot h&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Es lässt sich leicht zeigen, dass die dazu benötigte Energie &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; unabhängig ist:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;E = F_\mathrm{Z} \cdot s= \frac{F_\mathrm{L}}{n}\cdot n\cdot h = F_\mathrm{L} \cdot h=m\cdot g \cdot h&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Belastung des Deckenhakens (&amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{H}&amp;lt;/math&amp;gt;) ergibt sich aus der Summe von Zugkraft &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{Z}&amp;lt;/math&amp;gt; und Gewichtskraft &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{L}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{H}= F_\mathrm{Z} + {F_\mathrm{L}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Belastung des Deckenhakens nimmt mit jeder weiteren Rolle ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Änderung von Zugrichtung und Angriffspunkt ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Four pulleys FHZaw.svg|hochkant=1.9|mini|Die gleichen Faktorenflaschenzüge (gespiegelt vom oberen Bild)&amp;lt;br /&amp;gt; mit geänderter Zugrichtung und dadurch geändertem Verhältnis bei gleicher Gewichtskraft und gleicher Zugstrecke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wichtig auch die Anordnung der Angriffspunkte (Fixpunkt, Zugpunkt und Zugrichtung) ist, zeigt das nebenstehende Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zugrichtungsänderung&lt;br /&gt;
: Wird die Zugrichtung entgegen der Gewichtskraft gerichtet, reduziert sich die Belastung des Deckenhakens (&amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{H}&amp;lt;/math&amp;gt;) und ergibt dadurch auch ein anderes Übersetzungsverhältnis.&lt;br /&gt;
: Die entgegengesetzte (&amp;lt;u&amp;gt;a&amp;lt;/u&amp;gt;uf&amp;lt;u&amp;gt;w&amp;lt;/u&amp;gt;ärtsgerichtete) Zugkraft (&amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{ZAw}&amp;lt;/math&amp;gt;) errechnet sich aus der Gewichtskraft (&amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{L}&amp;lt;/math&amp;gt;) dividiert durch &amp;lt;u&amp;gt;die Anzahl der tragenden Seilstränge&amp;lt;/u&amp;gt;= &amp;lt;math&amp;gt;n (\text{tragend})&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:: &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{ZAw} = \frac{F_\mathrm{L}}{n (\text{tragend})}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Die Belastung des Deckenhakens (&amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{H}&amp;lt;/math&amp;gt;) ergibt sich aus Gewichtskraft minus entgegengerichteter Zugkraft (&amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{ZAw}&amp;lt;/math&amp;gt;). Mit jeder weiteren Rolle erhöht sich daher die Kraft &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{H}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:: &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{H} = F_\mathrm{L} - F_\mathrm{ZAw}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Aus der „festen Rolle“ des oberen Bildes wird (gespiegelt) eine „lose Rolle“; das Verhältnis der Zugkraft (&amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{ZAw}&amp;lt;/math&amp;gt;) zur Gewichtskraft (&amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{L}&amp;lt;/math&amp;gt;) ändert sich damit von 1:1 auf 1:2. Die Zugkraft an der Decke (bzw. Decken&amp;lt;u&amp;gt;h&amp;lt;/u&amp;gt;aken) wird halbiert, die Zugstrecke verdoppelt sich.&lt;br /&gt;
: Aus dem Verhältnis 1:2 beim einfachen Flaschenzug wird somit 1:3.&lt;br /&gt;
: Entsprechend wird das Verhältnis beim dreifachen Flaschenzug von 1:3 zu 1:4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Angriffspunktänderung&lt;br /&gt;
: Beispielsweise werden bei der [[Seilunterstützte Baumklettertechnik|seilunterstützten Baumklettertechnik]] die vorgenannten Faktorenflaschenzüge auch mit vertauschten Fixpunkten verwendet. Dadurch kann, wenn &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{H}&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{L}&amp;lt;/math&amp;gt; getauscht wird, ein anderer Angriffspunkt genommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Potenzflaschenzug ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200&amp;quot; heights=&amp;quot;250&amp;quot; perrow=&amp;quot;3&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Power pulley.svg|Potenzflaschenzug &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1:4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Pulley composite 1-16.svg|&amp;#039;&amp;#039;Vergleich zum Potenzflaschenzug:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Zwei gleiche, kombinierte Flaschenzüge &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1:16&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (F&amp;lt;sub&amp;gt;H&amp;lt;/sub&amp;gt; = Zugkraft am Haken)&lt;br /&gt;
Pulley composite 1-12.svg|Die gleichen zwei Flaschenzüge durch geänderten Einbau jetzt aber &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1:12&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; (mit &amp;lt;u&amp;gt;einer&amp;lt;/u&amp;gt; anderen Zugrichtung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Potenzflaschenzug wird die Krafteinsparung ausschließlich mittels loser Rollen erzielt: Das Seil jeder Rolle ist an der Stütze und der nächsten Rolle befestigt. Während auf die untere lose Rolle noch die volle Gewichtskraft wirkt, wird diese beim unteren Seil schon halbiert, sodass an der oberen losen Rolle nur noch die halbe Kraft angreift. An dieser Rolle wird die Kraft nochmals halbiert. Am Seil der letzten Rolle wirkt schließlich die Zugkraft, die durch eine feste Rolle nach unten umgelenkt wird. Dadurch potenziert sich die Wirkung mit der Anzahl &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; der losen Rollen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{Z} = \frac{F_\mathrm{L}}{2^n}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Differenzialflaschenzug ===&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| Bild1       = Differential pulley.svg&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Differenzialflaschenzug&lt;br /&gt;
| Bild2       = DifferentialgewindeWiki.svg&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = Differenzialwinde nach dem gleichen Prinzip&lt;br /&gt;
| Breite2     = 150&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Differenzialflaschenzug besteht aus zwei festen Rollen, die fest miteinander verbunden sind und unterschiedliche [[Durchmesser]] haben. Die Last hängt an einer losen Rolle. Bei diesem Flaschenzugtyp wird ein durchgehendes (d.&amp;amp;nbsp;h. an den Enden verbundenes) Seil verwendet, in dem die Spannung nicht überall gleich ist. Das Seil wird von der größeren Rolle zur Last und auf der anderen Seite über die kleinere Rolle zurückgeführt. Beim Hochziehen wickelt sich so das Seil auf die größere Rolle auf und von der kleineren Rolle ab. Bei einer Umdrehung wird also die Länge der Seilschlaufe, an der das Gewicht hängt, um die Differenz der beiden Rollenumfänge kürzer. Wegen der Schlaufe wird das Gewicht nach dem Prinzip des Flaschenzugs aber nur um die Hälfte dieser Strecke angehoben. Zusätzlich wird die Kraft, die für eine Umdrehung der Rollen benötigt wird, durch den Umfang der größeren Rolle bestimmt. Dieser Umfang entspricht nämlich gerade der Zugstrecke des Seils für eine Umdrehung, auf die die Arbeit dann verteilt wird. Somit ergibt sich für die Kraft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{Z} = F_\mathrm{L} \cdot \frac{2 \pi R - 2 \pi r}{2} \cdot \frac{1}{2 \pi R} = F_\mathrm{L} \cdot \frac{R - r}{2} \cdot \frac{1}{R}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
: (&amp;lt;math&amp;gt;R&amp;lt;/math&amp;gt; = Radius der großen Rolle; &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; = Radius der kleinen Rolle)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Vorteil dieses Flaschenzugtyps ist die Material- und Gewichtsersparnis. Durch das umlaufende Seil ist dessen Länge vom Übersetzungsverhältnis des Flaschenzugs fast unabhängig. Weiterhin sind immer nur drei Rollen erforderlich. Da für die Funktion ein (rutsch-)fester Kontakt zwischen Seil und Rollen erforderlich ist, wird bei einem Differenzialflaschenzug statt des Seils auch oft eine [[Kette]] und statt der Rolle ein [[Kettenrad]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird stattdessen eine Differenzialwinde mit der Kurbellänge K verwendet (siehe Abbildung, R und r sind weiterhin die Radien der Rollen), so lautet die Formel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{Z} = F_\mathrm{L} \cdot \frac{R - r}{2} \cdot \frac{1}{K}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münchhausentechnik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pulley Selflift900N.svg|mini|hochkant=0.5|[[Einfacher Flaschenzug]] als &amp;#039;&amp;#039;Selbstaufzug&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Münchhausentechnik ist zur Selbstrettung geeignet, wenn beispielsweise der vorausgehende [[Bergführer]] in eine Spalte stürzt und der Partner keine Rettungstechniken beherrscht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bergundsteigen.at/file.php/archiv/1999/3/22-24%20(die%20muenchhausentechnik).pdf Die Münchhausentechnik – Der Lügenbaron als Bergretter] (PDF; 753&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Variante der Münchhausentechnik besteht in der Verwendung eines Flaschenzugs als Selbstaufzug.&amp;lt;ref&amp;gt;Die zweite Variante besteht in der Prusiktechnik mit Steigschlinge und [[Prusikknoten]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kräfteverteilung ist hierbei anders als beim gewöhnlichen Flaschenzug zu berechnen. Der gestürzte und am Seil hängende Kletterer (F&amp;lt;sub&amp;gt;L&amp;lt;/sub&amp;gt; = Last) zieht sich über zwei Rollen (alternativ mit zwei Umlenkkarabinern) am Zugseil selbst in die Höhe. Der einfache Flaschenzug trägt nun den Kletterer mit drei Seilsträngen, wobei sich das Zuggewicht (F&amp;lt;sub&amp;gt;Z&amp;lt;/sub&amp;gt;) am Zugseil auf 1/3 der Gewichtskraft reduziert. Somit beträgt unter Vernachlässigung von Reibung das Übersetzungsverhältnis 1:3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flaschenzug ohne Flaschen oder Rollen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schweizer Flaschenzug ====&lt;br /&gt;
Ein [[Schweizer Flaschenzug]] ist ein Verfahren der [[Spaltenbergung]] bei Unfällen am [[Gletscher]] mit Hilfe eines kombinierten Potenz- und Faktorenflaschenzugs. Dabei wird das Seil direkt über die Karabiner umgelenkt, da bei einer solchen Hilfsmaßnahme meistens keine Rollen zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ellington-Flaschenzug ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ellington&amp;amp;Detail.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;Ellington-Flaschenzug&amp;#039;&amp;#039; im Detail.&amp;lt;br /&amp;gt; Links oben das Kettenglied mit dem eingeschlauften Band, welches das Auge für den Karabiner bildet. Das Band zwischen den Karabinern wird von außen nach innen eingefädelt.]]&lt;br /&gt;
Der Ellington-Flaschenzug (nach seinem Erfinder benannt) besteht üblicherweise aus zwei Karabinern, durch die ein Band mehrfach geschlauft wird. Das Band wird durch die sich überlagernden Umwicklungen zu „Ersatzrollen“. Beim Spannen wird an der untersten (inneren) Bandlage gezogen und die darüberliegenden bewegen sich parallel dazu mit. Die große Reibung des Bandes auf dem Karabiner ergibt jedoch nur einen schlechten Wirkungsgrad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schnürungen ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schnürung}}&lt;br /&gt;
Schnürungen, beispielsweise an [[Korsett]]s oder Schuhen verwenden ebenfalls eine rollenlose Zugtechnik. Hierbei ersetzen die Ösen, Haken oder Löcher die Stelle der Rollen. Die Vielzahl der Durchführungen erhöht die Reibung und verschlechtert den Wirkungsgrad, jedoch kann immer noch eine verstärkende Zug- bzw. Spannwirkung auf einer breiten Basis erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.orthopaedie-feuerabend.de/images/stories/V2/ergoflex.jpg |text=„Einseitiger Flaschenzug“ (Schnürung) an einem orthopädischen Korsett. |wayback=20140221182343}} orthopaedie-feuerabend.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Flaschenzug ohne Rollen; Prinzipien, Modelle etc. [[Ashley-Buch der Knoten|ABoK]] #3118 – 3121, dito #3260 – 3266&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fuhrmannsknoten ====&lt;br /&gt;
Der [[Fuhrmannsknoten]] (auch: Trucker’s Hitch) stellt einen Flaschenzug dar, der zur Erhöhung der Spannkraft beim Festzurren der Ladung angewandt wird. Der Verstärkungsfaktor entspricht hier 1:2 (ohne Berücksichtigung der hohen Reibung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reversion der Flaschenzüge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:20Pulley-Da Vinci.JPG|mini|Zeichnung von [[Leonardo Da Vinci]] mit 20 Rollen]]&lt;br /&gt;
Spezialisierte Flaschenzüge nutzen auch eine Umkehrung der Zugfunktion eines Flaschenzuges.&lt;br /&gt;
* Bei Uhren mit Gewichtsantrieb hängt das Antriebsgewicht meist an einer losen Rolle; gelegentlich auch an der Unterflasche eines Rollenzugs, um die Laufzeit der Uhr zu erhöhen.&lt;br /&gt;
* Der Flugzeugträger &amp;#039;&amp;#039;[[Hornet (Schiff, 1943)|Hornet]]&amp;#039;&amp;#039; (1943–1970) benutzte ein dampfbetriebenes [[Katapult]], das durch einen Druckzylinder ein Faktoren-Flaschenzugsystem auseinanderdrückte. Über Umlenkrollen zog das so angetriebene Zugseil einen Schlitten, der das Flugzeug beschleunigte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://memory.loc.gov/pnp/habshaer/wa/wa0300/wa0343/data/wa0343data.pdf |text=Historic American Engineering Record, U.S.S. Hornet (CVS 12). |format=PDF |wayback=20140222052725}} loc.gov&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://memory.loc.gov/pnp/habshaer/wa/wa0300/wa0343/data/026.gif Skizze mit Beschreibung des Katapults unter Deck.] loc.gov&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.dwinfocus.com/Travelscapes/San-Francisco-June-08/11380147_2gGkjq/799584527_J9p8P |text=Foto der „Katapultseile“. |wayback=20140222040006}} dwinfocus.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Aufzugsanlage|Aufzüge]] mit indirekt wirkendem hydraulischen Aufzug benutzen die gleiche Funktion, um mit kurzem Hub einen Aufzug zu bewegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Aufzüge |Band=2 |Seite=102 |SeiteBis=104 |Kommentar=Indirekt wirkender hydraulischer Aufzug |zenoID=20006269036}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ein umgekehrter Potenzflaschenzug beschleunigt das Zugseil.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wasserschöpfen vermittelst einer Flaschenzug-Einrichtung&amp;#039;&amp;#039; {{cite web&lt;br /&gt;
 | title       = Schöpfwerk&lt;br /&gt;
 | url         = http://www.estelzer.de/DreamS/Ph8/schoepfwerk.htm&lt;br /&gt;
 | date        = 2013-04-12&lt;br /&gt;
 | archiveurl  = https://archive.today/20130412075701/http://www.estelzer.de/DreamS/Ph8/schoepfwerk.htm&lt;br /&gt;
 | archivedate = 2013-04-12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mechatronische Pressen verwenden vorteilhaft das Flaschenzugprinzip, angelehnt an Leonardo Da Vincis Zeichnung vor 500 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=EP| V-Nr=2143553| Code=B1| Titel=Antriebsmittel und -vorrichtung zur Bearbeitung eines blechähnlichen Materials| A-Datum=2008-07-07| V-Datum=2013-10-16| Anmelder=Nivora IP B.V.| Erfinder=Ronald Bruntink| Kommentar=Presse mit Flaschenzugprinzip}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hubhöhe unterschiedlicher Bauformen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pulleys67Elli.JPG|mini|L. 6 (je 3) Rollen übereinander&amp;lt;br /&amp;gt; M. 4 + 3 Rollen nebeneinander&amp;lt;br /&amp;gt; R. „Ellington-Flaschenzug“]]&lt;br /&gt;
Die Anordnung der Rollen, bzw. der Flaschenzug-Bauart spielt auch eine entscheidende Rolle bei der maximal erreichbaren Hubposition. Während die übereinander angeordneten Rollen die längste Bauart (Eigenlänge) darstellt, kann die Anordnung auf einer Achse nebeneinander die Baulänge verkürzen. Eine der kürzesten Versionen eines Flaschenzuges stellt der Ellington-Flaschenzug dar. &amp;lt;!--Die Länge (Höhe) zwischen den Innenseiten der endständigen Haken … Tote Höhe oder Eigenlänge des Flaschenzugs ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücklaufsicherung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bachmannlift.JPG|mini|links|150px|Abb. 2: Rücklaufsicherung mit Karabinerklemmknoten. Der (gelbe) „Prusiklift“ führt den Karabiner nach, sobald das „Lastzugseil“ (rot) darunter angezogen wird.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RuecklaufsperreRevisibelFlaschenzugText.JPG|mini|Abb. 3: Nachführen des Blake-Klemmknotens mittels zweier Kettenglieder, alternativ Prusiklift. Lockern zum Absenken durch die fernbedienbare „Reißleine“]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap&amp;quot;&amp;gt;Beim Bewegen von Lasten kann es notwendig werden,&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;!-- Mindestbreite der Textspalte wegen dreispaltigem Layout --&amp;gt; die Last auf einer Höhe kurzfristig zu sichern bzw. zu fixieren. Die dafür notwendige Rücklaufsicherung gibt es mit verschiedenen Hilfsmitteln. Zum einen gibt es bei einigen Flaschenzügen schon angebaute Rücklaufsicherungen, welche mit Exzenterklemmen das Seil blockieren. Des Weiteren sind an- oder einzubauende Zusatzteile nützlich und werden entweder von Hand oder automatisch nachgeschoben. Beispiele: [[Gardaklemme]], [[Kara-Acht-Schlinge]], [[Prusikschlinge]], [[Steigklemme]], [[Tibloc]] und [[Tube (Klettern)|Tube]] um nur einige zu nennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige dieser Klemmvorrichtungen wirken in eine Richtung blockierend und können sich nicht selbsttätig lockern, um beispielsweise ein Absenken der Last zu ermöglichen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch verschiedene Kombinationen kann dies jedoch erreicht werden. Der [[Karabinerklemmknoten|Bachmannklemmknoten]] kann am gezogenen Karabiner (in Abbildung 2: durch die blaue „Reißleine“) gelockert werden. Der [[Blake-Knoten]] lässt sich mit einer durchgeschlauften „Reißleine“ (Abbildung 3: blaue Leine → nach rechts unten) ebenfalls lockern. Somit lässt sich auch aus einiger Entfernung (z.&amp;amp;nbsp;B. von einem Standplatz am Boden) ein Flaschenzug fixieren, lockern und dadurch nochmals absenkend bedienen. &amp;lt;!--Beispiel: Beladen eines Fahrzeugs, abgesägter Ast/Baumstamm über einem im Weg stehenden Ast heben etc.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Prohaska: [http://www.baumkletterschule.de/kletterblatt/archiv/2008/clever-gelost Clever gelöst.] baumkletterschule.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bereits 1862 wurde ein Absenken/Bremsen von Lasten an Flaschenzügen vorgestellt. Bremsbarer Flaschenzug von Meunier in Paris. Peter Rittinger: &amp;#039;&amp;#039;Die allgemeine Industrieausstellung zu London im Jahre 1862&amp;#039;&amp;#039;. Hof und Staatsdruckerei, Wien 1862. S. 14; [http://books.google.de/books?id=tiZDAAAAIAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA14&amp;amp;dq=bremsbarer+flaschenzug&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Z8ChTZOON4meOsCBkTU&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=5&amp;amp;ved=0CE8Q6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=bremsbarer%20flaschenzug&amp;amp;f=false books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
== Reibungsverlust und Wirkungsgrad ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Crane Pulley.jpg|mini|Flaschenzug an einem Baukran]]&lt;br /&gt;
Alle oben genannten Gleichungen gelten nur unter der Voraussetzung, dass keine Verluste durch Reibung auftreten. In der Praxis jedoch sind die Reibungsverluste der [[Umlenkrolle]]n selbst sowie des Seils an den Umlenkrollen nicht zu unterschätzen. Auch besitzen das Seil, die beweglichen Umlenkrollen und die untere Aufhängung eine nicht unerhebliche Masse, die sich mit jeder neuen Rolle weiter erhöht. Die Zugkraft ist in der Praxis deshalb in jedem Fall größer als theoretisch errechnet:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;F_\mathrm{Z} &amp;gt; \frac{F_\mathrm{L}}{n}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Für den [[Wirkungsgrad]] eines Flaschenzuges gilt:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\eta = \frac{W_\text{nutz}}{W_\text{zu}} = \frac{F_\mathrm{L} \cdot h}{F_\mathrm{Z} \cdot s}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. Oppolzer, T. Wahls: &amp;#039;&amp;#039;I Like To Move It. Flaschenzüge in der Seiltechnik.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2019, ISBN 978-3-9820618-0-1.&lt;br /&gt;
* Rescue Technician: &amp;#039;&amp;#039;Operational Readiness for Rescue Providers.&amp;#039;&amp;#039; St. Louis MI 1998, ISBN 0-8151-8390-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Pulley|Flaschenzug}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pulley force diagrams|Flaschenzug Kräftediagramme}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leifiphysik.de/mechanik/einfache-maschinen/flaschenzug Materialsammlung und Aufgaben.] LEIFIphysik.&lt;br /&gt;
* [https://baumkletterschule.de/kletterblatt/archiv/2006/entspannt-auf-spannung Entspannt auf Spannung.] baumkletterschule.de – Flaschenzüge in der Baumpflege&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fachbereich_physik/didaktik_physik/publikationen/flaschenzug.pdf Flaschenzug ohne Flaschen.] (PDF) Uni Münster.&lt;br /&gt;
* [https://www.diomedia.com/public/en/10524084/imageDetails.html Leonardos Flaschenzugstudie mit 20 Rollen.] (Codex Forster III) diomedia.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4154573-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krantechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flaschenzug| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Förderanlage]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerät zur Technischen Hilfeleistung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Coronium</name></author>
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