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	<title>Flachs-Seide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T19:06:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Flachs-Seide&amp;diff=1221699&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-11-24T17:52:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Flachs-Seide&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Cuscuta epilinum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl Ernst August Weihe|Weihe]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Seide&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Seide (Gattung)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Cuscuta&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Windengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Convolvulaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Nachtschattenartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Solanales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Euasteriden I&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Asteriden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Nsr-slika-305.png&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Flachs-Seide (&amp;#039;&amp;#039;Cuscuta epilinum&amp;#039;&amp;#039;), Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flachs-Seide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Cuscuta epilinum&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flachsseide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lein-Seide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Filzkraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der [[Windengewächse]] (Convolvulaceae). Dieser blattgrünlose [[Vollschmarotzer]] parasitiert fast ausschließlich den [[Gemeiner Lein|Gemeinen Lein]], ist aber mit dem fast vollständigen Rückgang dessen Anbaus in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet Europa ausgestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cuscuta epilinum vlaswarkruid.jpg|mini|Illustration]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CuscutaEpilinumSeeds.jpg|miniatur|Samen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Bei der Flachs-Seide handelt es sich um eine einjährige, [[krautige Pflanze]]. Sie hat weder Wurzeln noch Blätter, der Stängel ist 30 bis 50 Zentimeter lang und 0,5 bis 1 Millimeter dick, un- oder schwach verzweigt und, da vollständig ohne [[Chlorophyll]], von blassgelblicher Farbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die ungestielten Blüten bilden dichte, 10 bis 12 Millimeter breite Knäuel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die relativ kleinen, zwittrigen [[Blüte]]n sind fünfzählig mit doppelter [[Blütenhülle]]. Der [[Kelchblätter|Kelch]] und die Blütenkronröhre sind von gleicher Länge, die Kelchzipfel sind breit dreieckig bis eiförmig, spitz und überlappen einander am Grunde. Die [[Kronblätter|Krone]] ist 2,5 bis 3 Millimeter lang und von grünlicher bis gelblichweißer Farbe. Die Blütenkronröhre ist annähernd doppelt so lang wie die eiförmig bis dreieckigen, spitzen und meist aufrechten Blütenkronzipfel. Die Schlundschuppen sind breit-zungenförmig, kurz gefranst, und dicht an der Kronröhre anliegend, die sie nicht verschließen. Die beiden unverwachsenen [[Griffel (Botanik)|Griffel]] sind rund ebenso lang wie die fadenförmigen, verdickten [[Narbe (Botanik)|Narben]]. Griffel und Narben gemeinsam sind kürzer als der [[Fruchtknoten]] und jeweils kürzer als die Blütenkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kapselfrucht|Kapselfrüchte]] sind abgeflacht und anderthalbmal breiter als hoch. Die Samen sind 1 bis 2 Millimeter groß und häufig paarweise vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 42.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Haustorium Cuscuta epilinum.jpg|mini|[[Haustorium]] der Flachs-Seide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Bei der Flachs-Seide handelt es sich um einen [[Therophyt]]en und [[Holoparasit]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bestäuber wirken [[Wespen]], besonders [[Grabwespen]], aber auch [[Selbstbestäubung]] ist möglich. Die [[Diaspore]]n werden häufig durch den Menschen ausgebreitet ([[Hemerochorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Heimat der Flachs-Seide soll das Gebiet zwischen [[Iran]] und [[Zentralasien]] sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flachs-Seide war eine in Europa vorkommende Pflanzenart. In Deutschland, Österreich, Schweiz, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Niederlande, Polen, Finnland, Schweden und Norwegen wird sie als verschollen oder ausgestorben geführt. Einzelmeldungen finden sich aus Dänemark, dem Baltikum oder Polen, beruhen aber auf gemeinhin als eingeschleppt betrachteten Pflanzen. Insbesondere in Nordamerika kommt die Art jedoch noch als eingeführte Art vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grund für den Rückgang ist das fast vollständige Ende des Flachsanbaus in Europa, denn Flachs-Seide parasitierte ausschließlich den [[Gemeiner Lein|Gemeinen Lein]] (&amp;#039;&amp;#039;Linum usitatissimum&amp;#039;&amp;#039;), nur selten auch den [[Leindotter]] (&amp;#039;&amp;#039;Camelina sativa&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flachs-Seide war collin bis montan verbreitet und eine [[Charakterart]] der Assoziation Sileno linicolae-Linetum aus dem Verband Lolio remotae-Linion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt; Die Art stieg in Südtirol bis 1420 Meter Meereshöhe auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Botanischen Gärten finden sich [[Erhaltungskultur]]en, die das vollständige Erlöschen der Art verhindern sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Flachs-Seide wird als Schädling des Flachses schon in einer Handschrift &amp;#039;&amp;#039;Hortus sanitatis&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Cuscuta&amp;#039;&amp;#039; abgebildet, die um 1400 bis 1430 verfasst worden sein dürfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt; Die Art wurde 1824 durch [[Carl Ernst August Weihe]] in [[Clemens Maria Franz von Bönninghausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Prodromus Florae Monasteriensis Westphalorum&amp;#039;&amp;#039; Seite 75–76 als &amp;#039;&amp;#039;Cuscuta epilinum&amp;#039;&amp;#039; erstbeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivialnamen ==&lt;br /&gt;
Für die Flachs-Seide (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;cuscuta&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;cuscutha&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;cassutha&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 138 und 140.&amp;lt;/ref&amp;gt;) bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen [[Trivialnamen]]: Chrugel ([[Schweiz]]), Cipergras ([[Siebenbürgen]] bei [[Randol]]), Deiwelszwirn (Siebenbürgen), Doter ([[mittelniederdeutsch]]), Dotter, Feldseide, Filzkraut ([[Elsass]], [[Salzburg]]), Wilder Flachs, Flachsdottern, Flachsdotterstangen, Flachsseiden, Flasssid ([[Altmark]]), Falsches Frauenhaar ([[Thüringen]]), Unser Frauen Haar, Unser lieben Frauen Blumenhaar, Grind (Schweiz), Hopfenseide ([[Schlesien]]), Künelschorft, Jungfernhaar ([[Kärnten]]), Leindotter, Leinwolle, Leithaar ([[Sachsen]]), Rang ([[Westerwald]]), Range, Ringel (Schweiz, [[Tirol]], [[Memmingen]]), Schorft, Seide (Mark), Seidenkraut (Elsass), Sid, Side, Siden ([[Unterweser]]), Sie ([[Göttingen]]), Sied ([[Mecklenburg]]), Sien (Unterweser), Siren (Unterweser), Stolzkraut (Schlesien), Teufelszwirn ([[Hessen]], [[Werra]], [[Ostpreußen]]), (große) Thymseide,&amp;lt;ref&amp;gt;B. Lagrange: &amp;#039;&amp;#039;Vollständige Apothekerwissenschaft. Zweiter Theil: Materia medica.&amp;#039;&amp;#039;  Aus dem Französischen übersetzt. Friedrich Gotthelf Baumgärtner, Leipzig 1796, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Timseiden (Siebenbürgen), Timtochter, Todter als in Flachs (bereits 1482 erwähnt), Todtern, Tother ([[althochdeutsch]]), Tottern, Viltcruyt (mittelniederdeutsch, holländisch), Vilzkraut, Vogelseide, Werbeschmaren (Siebenbürgen bei [[Țigmandru|Zuckmantel]]), Wilder Flachs, Wranghe und Zipepras (Siebenbürgen im [[Rauthal]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 122–123. ([http://archive.org/stream/diedeutschenvol00pritgoog#page/n141/mode/2up online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 176 („Cuscuta – fyltzkrut oder syde […] – Cuscute – vlaßsyde, podagra des lines […] vlassyde“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Quendel-Seide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3494013276}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot;&amp;gt;{{WCSP|Cuscuta epilinum|Zugriff=2016-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt; {{BibISBN|3800131315|Seite=774}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot;&amp;gt;[[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3. Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 2102–2104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1014120|WissName=Cuscuta epilinum Weihe|Abruf=2022-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cuscuta epilinum|Flachs-Seide (&amp;#039;&amp;#039;Cuscuta epilinum&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|1778|Cuscuta epilinum Weihe, Flachs-Seide}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|1778}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|912}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/xKleineFamilien/seidengewaechse.htm#Flachs- Seide  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;).]&lt;br /&gt;
* [http://flora.nhm-wien.ac.at/Seiten-Arten/Cuscuta-epilinum.htm Datenblatt mit Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Botanik im Bild / Flora von Österreich&amp;#039;&amp;#039;, 2006.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seide (Gattung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenparasit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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