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	<title>Flachdach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Diopuld: /* Gefälle / Dachneigung */</title>
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		<updated>2025-09-24T03:20:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gefälle / Dachneigung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Neue Nationalgalerie Berlin - von oben.jpg|mini|Flachdach der [[Neue Nationalgalerie|Neuen Nationalgalerie]] in [[Berlin]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flachdächer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Abkürzung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;FD&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind [[Dach|Dächer]] mit einer [[Dachneigung]] von weniger als 10°.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Flachdach |Sammelwerk=Meyers Enzyklopädisches Lexikon |Herausgeber=Bibliographisches Institut |Band=11 | Ort=Mannheim/Wien/Zürich |Jahr=1973 |Seiten=848 |ISBN=978-3-411-01258-9&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;OLG München Urteil vom 8. Juni 2004, Az. 1 U 1976/04.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Es gibt verschiedene Obergrenzen, bis zu denen von Flachdach gesprochen wird:&lt;br /&gt;
* Deutschland: bis 5°&lt;br /&gt;
* Österreich: bis 5° (8,8 %)  &amp;lt;&amp;lt; Quellen ? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Manche Quellen nennen eine Obergrenze von 5° (8,8 %).&amp;lt;ref&amp;gt;In der [[Bundes-Immissionsschutzverordnung]] (1. BImSchV), der [[Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft|TA Luft]] sowie in der Richtlinie VDI 3781 wird bei der Festlegung von Mindest[[schornstein]]&amp;amp;shy;höhen zwischen Dächern mit einer Dachneigungen von bis zu 20° (Flachdach) und einer Dachneigung ab oder von mehr als 20° (Steildach) unterschieden.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[EN 1991]]-1-4 Artikel 7.2.3 wird bei einem Winkel von bis zu 5° von einem Flachdach gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deutschen [[Bauordnungen (Deutschland)|Bauordnungen]] findet sich keine eindeutige Aussage zur Dachneigung von Flachdächern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wird die [[Dachhaut]] von Flachdächern als [[Dachabdichtung]] ausgeführt. Ab einer Neigung von etwa 10° sind im Ausnahmefall auch [[Dachdeckung]]en aus [[Dachziegel]]n oder [[Betondachstein]]en möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Flachdächer waren schon in der Antike bekannt. Bereits um 3000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. benutzte man nach dem Zeugnis [[Herodot]]s [[Bitumen]] als Baustoff. Vor allem in [[Arides Klima|ariden]] Gebieten entsprach diese Bauform den klimatischen Verhältnissen. Sofern das Problem der Abdichtung befriedigend gelöst ist, ist eine Nutzung als Dachterrasse möglich. Im 6. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. entstanden in [[Babylon]] etwa die [[Hängende Gärten der Semiramis|Hängenden Gärten der Semiramis]], eines der sieben Weltwunder der Antike. Die Abdichtung bestand in diesem Fall aus Schichten von Asphaltplatten, Backsteinen und Mörtel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gartenkultur der Antike wurde zur Zeit der Renaissance in Florenz, Rom und Venedig wieder belebt. Dachflächen auf Schlössern wurden zu Dachgärten. Im Barock trat Jakob Marperger (1656–1730) für begrünte Dachflächen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der europäischen Bautradition gehören Flachdächer von Indien über die arabischen Länder bis zu den Pueblos zur traditionellen Bauweise, wobei die Dächer oft als Dachterrassen genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden Flachdächer von Architekturtheoretikern wie [[Bernhard Christoph Faust]] propagiert. Getragen von „Balken und Latten, bestehend aus zwei Schichten Fliesen, die mit schwarzem Peche aneinander gepicht sind. Vorteil dieser Dächer: Wohlgestalt der Häuser, Festigkeit, Dauer und Feuersicherheit, mehr Sicherheit vor Blitzschlag.“ Der Gewinn eines weiteren [[Geschoss|Stockwerks]], ohne die Bauhöhe zu verändern, brächte außerdem „eine gute Verzinsung“, zudem könne beim Bau von Flachdächern „viel theures &amp;lt;!--sic!--&amp;gt;Bauholz eingespart werden“. 1839 entwickelte Samuel Häusler das [[Holzzementdach]], das in Großstädten Verbreitung fand. 1867 publizierte [[Carl Rabitz]] die Broschüre „Naturdächer von vulkanischem Cement“ und verfocht darin die Idee des begrünten Flachdaches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war das Flachdach Streitobjekt zwischen den Vertretern des „Neuen Bauens“ bzw. des [[Bauhaus]]es und der konservativen [[Heimatschutzarchitektur]]. Die Letzteren, beispielsweise [[Paul Schmitthenner (Architekt)|Paul Schmitthenner]], lehnten das „bolschewistisch-jüdische“ Flachdach aus ideologischen Gründen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Ernst Piper]] |url=https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Kampfbund_f%C3%BCr_deutsche_Kultur_(KfdK),_1928-1934 |titel=Kampfbund für deutsche Kultur (KfdK), 1928–1934 |werk=[[Historisches Lexikon Bayerns]] |datum=2016-06-17 |zugriff=2016-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Flachdach-Kritiker behaupteten, das Flachdach stamme aus Nordafrika und sei zutiefst undeutsch. [[Paul Bonatz]] vertrat die Meinung, die durch flache Dächer geprägte [[Weißenhofsiedlung]] in [[Stuttgart]], erinnere „eher an eine Vorstadt Jerusalems als an Wohnungen für Stuttgart“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harald Jähner |Titel=Höhenrausch. Das kurze Leben zwischen den Kriegen. |Verlag=Rowohlt Taschenbuch Verlag |Ort=Reinbek bei Hamburg |Datum=2024-03 |ISBN=978-3-499-00880-1 |Seiten=144 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Zehlendorfer Dächerkrieg&amp;#039;&amp;#039; der 1920er Jahre wurde durch die Rivalitäten der beiden antagonistischen Lager ausgelöst: Im Widerstreit der von [[Bruno Taut]] gestalteten Flachdach-Siedlung [[Onkel Toms Hütte (Berlin)|Onkel Toms Hütte]] in Berlin-Zehlendorf entstand in unmittelbarer Nähe ein architektonisches Gegenfanal in gemäßigtem Reformstil, allerdings mit Spitzdächern: die [[Siedlung am Fischtalgrund]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Guido Brendgans, Norbert König |Titel=Architekturführer: BERLIN Architektur |Verlag=jovis Verlag |Ort=Berlin |Datum=2003 |ISBN=3-931321-46-0 |Seiten=373}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Le Corbusier]] trat mit doktrinärer Intensität für das Flachdach ein, wobei sich zunächst allerdings herausstellte, dass diese Dachform bei mitteleuropäischen Klimaverhältnissen nicht immer ideale Resultate bot (etwa im Fall von Le Corbusiers [[Villa Savoye]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Geschichte des Flachdachs vgl. https://www.baunetzwissen.de/standardartikel/Flachdach-Geschichte-des-Flachdachs_155933.html, abgerufen am 13. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1950er Jahren setzte sich das flache Dach jedoch endgültig durch. [[Datei:Deux tours au Havre.jpg|mini|Moderne Architektur mit Flachdächern in [[Le Havre]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnblocks Grünhöfe.JPG|mini|Sozialer Wohnungsbau in Grünhöfe (Bremerhaven)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flachdächer sind seither bei allen Gebäudetypen zu finden, von Einfamilienhäusern bis zu Wohnblocks, [[Plattenbau]]ten und Hochhäusern, von Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden bis zu Kirchen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.baumarkt.de/nxs/427///baumarkt/schablone1/Flachdaecher-grundsaetzlicher-Aufbau-und-Wirkungsweisen &amp;#039;&amp;#039;Aufbau und Wirkungsweise von Flachdächern&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 19. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise waren Flachdach-[[Bungalow]]s und -Wohnblocks prägende Elemente der westdeutschen Architektur der 1960er und 1970er Jahre. &amp;lt;!-- Durch die in den letzten Jahren eingeführten [[Passivhaus|Passivhäuser]] wird das Flachdach heute auch zunehmend für den Wohnhausbau eingesetzt.  &amp;lt;&amp;lt; Wirklich? Warum haben diese keine Schrägdächer? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorteile von Flachdächern mit &amp;#039;&amp;#039;[[Dachabdichtung]]&amp;#039;&amp;#039; gegenüber geneigten Dächern mit &amp;#039;&amp;#039;[[Dachdeckung]]&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* Geringes Eigengewicht der Dachhaut&lt;br /&gt;
* Erweiterte Nutzungsmöglichkeit (zum Beispiel [[Dachterrasse]]n, [[Dachbegrünung|begrünte Flächen]], Parkdecks, Aufstellung und leichte Zugänglichkeit für technische Aggregate, Solarenergienutzung)&lt;br /&gt;
* Belichtungsmöglichkeit für innenliegende Räume, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Lichtkuppeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * Gestalterische Freiheit im [[Grundriss]] (auch für spätere Erweiterungen)  &amp;lt;&amp;lt;  Warum ?  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kostengünstig (u.&amp;amp;nbsp;a. aufgrund der Einsparung des [[Dachstuhl]]s)&lt;br /&gt;
* Gegebenenfalls kann eine spätere Aufstockung des Gebäudes vorgenommen werden.&lt;br /&gt;
* Bei gleicher [[Traufhöhe]] ist insbesondere bei niedrigstehender Sonne im Winterhalbjahr ein größerer Lichteinfall auf dem Grundstück möglich.&lt;br /&gt;
* Einberechnung in die [[Abstandsfläche]]n nur bis zur Traufhöhe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flachdächer haben aber auch einige Nachteile:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.schoener-wohnen.de/bauen/dachformen/94023-flachdach.html |wayback=20120524042752 |text=&amp;#039;&amp;#039;Informationen rund ums Flachdach. Schöner Wohnen&amp;#039;&amp;#039; }}, abgerufen am 19. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sie sind in der Regel weniger haltbar und wartungsintensiver als Schrägdächer.&lt;br /&gt;
* Sie sind empfindlicher gegenüber Alterungs- und Feuchtigkeitsschäden.&lt;br /&gt;
* Abdichtungsmaterialien wie [[Bitumen]] und Kunststoffe sind problematischer in Herstellung und Entsorgung als Metalldachdeckungen, Dachziegel oder Dachsteine.&lt;br /&gt;
* In den Regionen mit großen Schneefallmengen ist aufgrund der [[Schneelast]] eine deutlich verstärkte Dachkonstruktion erforderlich oder das Dach ist regelmäßig zu beräumen.&lt;br /&gt;
* Gegenüber einem Gebäude mit ausgebautem Schrägdach, gleicher [[Standfläche]] und vergleichbarer [[Nutzfläche|Nutz-]] bzw. [[Geschossfläche]] ist der Lichteinfall auf dem Grundstück durch die höherliegende [[Traufe]] eingeschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion ==&lt;br /&gt;
=== Tragwerk ===&lt;br /&gt;
Bei Flachdächern im Geschossbau ist die oberste raumabschließende Geschossdecke im Normalfall Bestandteil der Dachkonstruktion. Meist handelt es sich dabei um Stahlbetonmassivplatten, Profilbleche oder Stahlbetontragwerke. Auf flachgeneigten Holzdachkonstruktionen sind abgedichtete Flachdachflächen auch möglich, wenngleich seltener. Dachtragwerk und Dachaufbau bedingen sich gegenseitig und müssen bei der Planung als Einheit betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
Flachdächer werden als [[Warmdach]] (nicht belüftetes Dach), als [[Kaltdach]] (belüftetes Dach) oder auch als [[Umkehrdach]] mit außenliegender Wärmedämmung ausgeführt. Bei Sanierungen kann auch das untere, alte Dach, verbleiben, darauf wird dann ein Neuaufbau hergestellt (DUO-Dach oder „PLUS-Dach“). Dieses ist kostengünstiger, gerade bei einer Sanierung, da die sehr hohen [[Abbruch (Bauwesen)|Abrisskosten]] eingespart werden können. Diese Ausführung sollte jedoch unbedingt technisch, objektbezogen, geprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefälle / Dachneigung ===&lt;br /&gt;
Die [[DIN 18531]] &amp;#039;&amp;#039;Dachabdichtungen&amp;#039;&amp;#039; unterteilt Flachdächer in die Dachneigungsgruppe I mit Neigung von bis zu 3° (5,2 %) und Dachneigungsgruppe II mit Neigung von 3° (5,2 %) bis 5° (8,8 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Flachdachrichtlinien]] empfehlen eine Neigung von mindestens 2 % (1,1°) in der Fläche und 1 % in [[Kehle (Dach)|Dachkehlen]]. Um stehendes Wasser etwa durch Anstauung durch Ansammlungen von Schnee oder Laub weitgehend zu vermeiden, sollte ein Gefälle von 5 % (2,9°) vorgesehen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ausnahmefällen wie intensiv begrünten Dächern kann Stauwasser erwünscht sein, so dass hier auf ein Gefälle verzichtet würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freies Stauwasser ist in der Regel unerwünscht, da&lt;br /&gt;
* es zusammen mit einwirkender UV-Strahlung weiche Baumaterialien wie Bitumenbahnen auf lange Sicht schädigen kann („Mudcracking“)&lt;br /&gt;
* das Wachstum von Rotalgen zu Verkrustungen führen kann&lt;br /&gt;
* es die Versprödung durch [[Weichmacher]]wanderung von Kunststoffbahnen verursachen kann&lt;br /&gt;
* bei Sonneneinstrahlung größere Temperaturunterschiede zwischen feuchten und trockenen Bereichen auftreten und zu thermischen Spannungen führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer&amp;quot;&amp;gt;Michael Schäfer: {{Webarchiv|url=https://www.derdichtebau.de/fm/7/Beitrag%20aus%20dbm%204%20-%202018.pdf |wayback=20211208190735 |text=Flachdach – Das Wasser muss weg }}, dachbaumagazin 4 | 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausreichender Tragfähigkeit des Daches können thermische Spannungen und UV-Strahlungen durch [[Kies]]-Auflage, Plattenbelag oder [[Dachbegrünung]] von der Abdichtung ferngehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdichtung ===&lt;br /&gt;
Den Schutz vor eindringendem Wasser übernimmt beim geneigten Dach die regensichere [[Dachdeckung]], beim Flachdach die wasserdichte [[Dachabdichtung]]. Neben der Dichtigkeit sind laut Landesbauordnungen umfassende Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit gegen [[Flugfeuer]] und strahlende Wärme gefordert gemäß &amp;#039;&amp;#039;DIN EN 1187 B roof t1&amp;#039;&amp;#039;. Typische Materialien zur Abdichtung von Flachdächern sind [[Bitumen-Schweißbahn]] (heute in der Regel kunststoffvergütet) und Dichtungs- und Kunststoffdachbahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Bitumendachabdichtungen&amp;#039;&amp;#039; haben sich im Markt langjährig bewährt, da die Nahtfügung einfach ist und leicht optisch kontrolliert werden kann. Hier unterscheidet man zwischen plastisch (PYP) und elastisch (PYE) modifizierten Bitumenbahnen, die unterschiedliche Werkstoffeigenschaften aufweisen: &amp;#039;&amp;#039;Plastische Bitumenbahnen&amp;#039;&amp;#039; haben eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Wärmeeinwirkung, aber Schwächen in der Beständigkeit bei kalten Temperaturen. Sie werden häufig im Mittelmeerraum eingesetzt. &amp;#039;&amp;#039;Elastische Bitumenbahnen&amp;#039;&amp;#039; haben eher Stärken im Kaltbiegeverhalten und finden überwiegende Anwendung in Zentraleuropa. Bituminöse Abdichtungen haben insbesondere den Vorteil, dass die spätere Nachbearbeitung z.&amp;amp;nbsp;B. für zusätzliche Durchdringungen für Klimaanlagen etc. unproblematisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als längerlebig und widerstandsfähiger haben sich &amp;#039;&amp;#039;[[EPDM-Dichtungsbahn]]en&amp;#039;&amp;#039; aus &amp;#039;&amp;#039;Ethylen-Propylen-Dien-Monomer&amp;#039;&amp;#039; erwiesen. Eine regelgerechte [[Verfahrenstechnik|Verarbeitung]] der Nähte durch einen Fachhandwerker wird, wie bei jeder Dachabdichtung, vorausgesetzt. Ein klarer Vorteil liegt in der weitaus geringeren Naht-Anzahl im Vergleich zu anderen Dachabdichtungsformen. Die &amp;#039;&amp;#039;EPDM-Dichtungsbahnen&amp;#039;&amp;#039; werden bis zu einer Abmessung von 15,25&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;61&amp;amp;nbsp;m produziert. Das Einsatzgebiet reicht von Skandinavien bis Australien und von Kanada bis Chile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sanierung werden mittlerweile aus Kostengründen oft gespritzte Flüssigkunststoffe eingesetzt. Der Vorteil bei Flüssigkunststoffen ist, dass sie nahtlos ohne eine Fuge aufgebracht werden, hochelastisch sind und auf allen Untergründen aufgebracht werden können. Sie werden mit einer Zweikomponenten-Heißspritz- und -Dosieranlage, mit Reaktionszeiten von 2–15 Sekunden je nach Material, aufgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunststoffdachbahnen aus PVC, PE, EVA, PIB oder Thermopolyolefinen sind teilweise eigenständig zu betrachten. Dies geht auch aus der EN 13956 hervor, die andere Prüfwerte als bei &amp;#039;&amp;#039;[[EPDM-Dichtungsbahn]]en&amp;#039;&amp;#039; vorsieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es können auch sogenannte Flachdachpfannen eingesetzt werden, für die jedoch eine [[Dachneigung#Regeldachneigung|Regeldachneigung]] von 22° gilt, so dass ein hiermit gedecktes Dach nach gängiger Definition nicht mehr zu den Flachdächern gezählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den genannten Abdichtungen sind auch Dacheindeckungen aus Metall ([[Edelstahl]], [[Zink]], [[Kupfer]], [[Blei]] u. a.) möglich. [[Doppelstehfalz]]dächer sind nach den Fachregeln für das Klempnerhandwerk mit Zusatzmaßnahmen ab 3° Dachneigung fachgerecht herstellbar. Ein rollennaht-geschweißtes Edelstahldach ist nicht nur wasserdicht, sondern gasdicht und kann sogar ganz ohne Gefälle hergestellt werden. Dieses Verfahren wird nicht nur bei Neubauten, sondern auch zur Sanierung undicht gewordener Flachdächer angewandt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://six4.bauverlag.de/arch/dbz/archiv/artikel.php?object_id=38&amp;amp;area_id=1086&amp;amp;id=146014 |archive-today=20131215103858 |text=Flachdächer in Edelstahl}}, Deutsche Bauzeitung – Bautechnik, DBZ 06/2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwässerung ===&lt;br /&gt;
Flachdächer müssen an mehreren Stellen [[Entwässerung|entwässert]] werden. Nach [[Liste der DIN-Normen|DIN EN 12056-3]] und [[VDI-Richtlinie|VDI-Richtlinie 3806]] gibt es zwei Arten der Flachdachentwässerung. Beide Arten funktionieren mittels Schwerkraftentwässerung:&lt;br /&gt;
* [[Freigefälleentwässerung]] mit im Gefälle verlegtem Rohrleitungssystem.&lt;br /&gt;
* (Unter-)[[Druckentwässerung]] mit planmäßig vorgefüllten Rohrleitungen. (Das Rohrleitungssystem benötigt bei horizontalem Verlauf kein Gefälle.)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.aco-haustechnik.de/uploads/media/4_Unterdruckentwaesserung_aus_D16.pdf |wayback=20180213195331 |text=Unterdruckentwässerung }}, Grundlagen und Planungshinweise, S. 124–126, ACO-Haustechnik.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zertifizierung ==&lt;br /&gt;
In den USA wurde 1995 die &amp;#039;&amp;#039;National Roof Certification Association&amp;#039;&amp;#039; gegründet, die sich mit Qualitätsstandards und Zertifizierung von Dächern befasst. 2002 wurde der Verband in &amp;#039;&amp;#039;National Roof Certification and Inspection Association&amp;#039;&amp;#039; (NRCIA) umbenannt, und erhielt offiziell das Recht, für Dächer die &amp;#039;&amp;#039;LeakFREE&amp;#039;&amp;#039;-Zertifizierung für Dächer zu erteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nrcia.org/about/history/ History of the NRCIA]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese dient z.&amp;amp;nbsp;B. Immobilienkäufern und finanzierenden Banken dazu, die Werthaltigkeit einer Immobilie mittels der Dichtheitsgarantie einzuschätzen. Besonders relevant ist das Zertifikat bei Flachdächern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nrcia.org/roof-certification/ Roof certification] bei der NRCIA&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde 2018 die RAL Gütegemeinschaft FLACHDACH e. V. gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ral-flachdach.de  Webseite RAL Gütegemeinschaft FLACHDACH e. V.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Vereinigung von Flachdach-Herstellern und Dienstleistern hat ein [[RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung|RAL Gütezeichen]] für Flachdachsysteme und damit verbundene Dienstleistungen (RAL-GZ 717) entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.beuth.de/de/technische-regel/ral-gz-717/344620984 &amp;#039;&amp;#039;Technisches Regelwerk RAL-GZ 717:2021-06 Flachdachsysteme und -services.&amp;#039;&amp;#039;] Erschienen im Beuth Verlag GmbH, Ausgabe Juni 2021. Abgerufen am 1. April 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezialformen ==&lt;br /&gt;
Eine spezielle Form des Flachdachs ist das &amp;#039;&amp;#039;Sargdeckeldach&amp;#039;&amp;#039;, das an den Seiten angeschrägt ist. Siehe auch [[Plattformdach]] bzw. &amp;#039;&amp;#039;Altandach&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Heute nicht mehr üblich ist das [[Nassdach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= E. Cziesielski, H. Marquardt| Titel=Lehrbuch der Hochbaukonstruktionen | Verlag=[[Teubner-Verlag|B. G. Teubner]] | Ort=Stuttgart | Auflage=3 | Jahr=1997}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Flat roofs|Flachdächer}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4017367-7}}&lt;br /&gt;
* [https://www.baunetzwissen.de/standardartikel/Flachdach-Vorschriften-fuer-eine-Dachentwaesserung-gemaess-den-Flachdachrichtlinien_156161.html Baunetzwissen.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4017367-7|LCCN=sh85049015|NDL=01124836}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dachform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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