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	<title>Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T15:46:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Polarlys: /* Nachkriegszeit */ Links</title>
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		<updated>2025-11-11T10:55:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nachkriegszeit: &lt;/span&gt; Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fyodor Tolbukhin.jpg|mini|Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Фёдор Иванович Толбухин}}, wiss. [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru-Latn|Fëdor Ivanovič Tolbuchin}}&amp;#039;&amp;#039;; * {{JULGREGDATUM|16|6|1894|Link=1}} in [[Androniki]], [[Gouvernement Jaroslawl]], [[Russisches Kaiserreich]], heute [[Oblast Jaroslawl|Oblast]] und Rajon Jaroslawl, [[Russland]]; †&amp;amp;nbsp;[[17. Oktober]] [[1949]] in [[Moskau]]) war ein [[Sowjetunion|sowjetischer]] [[Feldherr|Heerführer]] und seit 1944 [[Marschall der Sowjetunion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolbuchin wurde als Sohn von Iwan Fjodorowitsch und Anna Grigorjewna Tolbuchin in eine Bauernfamilie mit vier Söhnen und drei Töchtern geboren. In seinem Heimatdorf Androniki besuchte er zunächst die dortige Pfarrschule und absolvierte dann im Dorf Dawydkowo die Semstwoer-Realschule. Im Alter von 13 Jahren verlor er seinen Vater und Fjodor folgte seinem älteren Bruder Alexander nach St. Petersburg, wo er die folgenden drei Jahre eine Handelsschule besuchte. Ab Januar 1911 arbeitete Fjodor als Buchhalter bei der Marjinski-Gesellschaft Chlochkow &amp;amp; Co.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde er im Dezember 1914 in die [[Kaiserlich Russische Armee|zaristische Armee]] eingezogen und nach einer Ausbildung an der Fahrerschule der Petrograder Automobilfirma, diente er als Motorradfahrer im Hauptquartier der 6. Infanteriedivision an der Nordwestfront. Im Juli 1915 absolvierte er einen beschleunigten Kurs der [[Lomonossow|Oranienbaum]]er-Offiziersschule und wurde zum [[Unteroffizier]] befördert. Er kämpfte im Sommer 1916 an der Südwestfront als [[Leutnant]] bei der [[Brussilow-Offensive]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als [[Bataillon]]skommandeur bei der 4. Zaamur-Infanteriedivision eingesetzt, nahm er im Juni 1917 an der [[Kerenski-Offensive]] teil. Im September 1917 wurde er zum [[Stabskapitän]] befördert und mit dem sibirischen 37. Reserve-Regiment nach [[Omsk]] abkommandiert, wo sich bereits die zukünftige Sowjetmacht etabliert hatte. Im Dezember 1917 wurde Fjodor wegen einer Erkrankung auf Heimaturlaub nach [[Jaroslawl]] geschickt, wo er Anfang 1918 demobilisiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Militärkarriere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieges]] trat er im Herbst 1918 der [[Rote Armee|Roten Armee]] bei, begann im Juni 1919 seine aktive Zeit und wurde in [[Smolensk]] als Adjutant an der Personalabteilung der Westfront eingeschrieben. Tolbuchin absolvierte erfolgreich eine viermonatige Stabsausbildung und wurde im Dezember 1919 zum Juniorassistenten im Hauptquartier der Westfront ernannt. 1920 wurde er als leitender Assistent des Chefs der Operationsabteilung der 56. Schützendivision bei der 7. roten Armee tätig. Mit dieser Division nahm er am [[Sowjetisch-Polnischer Krieg|Sowjetisch-Polnischen Krieg]] teil.&lt;br /&gt;
Am Ende des Krieges wurde er zum Assistenten des Chefs und ab November 1920 selbst zum Chef der Operationsabteilung des Hauptquartiers der 3. Armee an der Westfront ernannt. Im Dezember 1920 wurde er zum Stabschef der 56. Schützendivision des Militärbezirks Petrograd (seit 1924 – Militärbezirk Leningrad) ernannt. Die nächsten zehn Jahre verbrachte er im Personaldienst dieser Division, unterbrochen nur durch ein Studium an einem Fortbildungskurs für höheres Kommandopersonal. Von Februar bis September 1929 befehligte er das 167. Schützenregiment. Im November 1930 wurde er zum Stabschef des 1. Schützenkorps in Nowgorod ernannt und absolvierte dann 1934 die operative Fakultät der Frunse-Militärakademie. Im Januar 1935 wurde er zum Stabschef des in Leningrad stationierten 19. Schützenkorps und im September 1937 zum Kommandeur der 72. Schützendivision des Kiewer Militärbezirks ernannt. Letztere Division befehligte er aber nur für kurze Zeit, denn bereits im Juli 1938 wurde er Stabschef des Transkaukasischen Militärbezirks. Ende 1938 wurde Tolbuchin der Rang eines Divisionskommandanten verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Толбухин в Болгарии.jpg|mini|Marschall Tolbuchin inspiziert die Einheiten der 1. Bulgarischen Armee, Herbst 1944]]&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] blieb er als Generalmajor (seit Juni 1940) Stabschef der [[Transkaukasusfront]], von Dezember 1941 bis Januar 1942 war er Stabschef der Kaukasusfront. Er entwickelte den Plan für die Landung in der [[Kertsch-Feodossijaer Operation]]. Von Januar bis März 1942 war er Stabschef der [[Krimfront]]. Am 10. März 1942 wurde er von seinem Posten als Frontstabschef entbunden und nach Moskau gerufen. Nach einem Treffen mit dem Chef des Generalstabs, Marschall [[Boris Schaposchnikow|Boris M. Schaposchnikow]] wurde er zum stellvertretenden Kommandeur des Militärbezirks [[Stalingrad]] ernannt und Ende Juli zum Oberbefehlshaber der [[57. Armee (Rote Armee)|57. Armee]] der neu geschaffenen [[Stalingrader Front]] ernannt. Im Zuge der [[Schlacht von Stalingrad]] wurde die 57. Armee im südlichen Vorfeld der Stadt etabliert und nahm Mitte November an der [[Operation Uranus]] und der Einschließung der deutschen [[6. Armee (Wehrmacht)|6. Armee]] teil. Im März 1943 wurde er zum Kommandeur der [[Südfront (Rote Armee)|Südfront]] ernannt und am 28. April zum [[Generaloberst]] ernannt. Vom 17. Juli bis 2. August 1943 versuchte er vergeblich die deutschen feindlichen Verteidigungsanlagen am [[Mius]] zu durchbrechen. Am 21. September 1943 wurde er zum [[Armeegeneral]] befördert. Am 20. Oktober 1943 wurde die Südfront in [[4. Ukrainische Front]] umbenannt, welche die Befreiung von [[Taurien|Nordtaurien]] und bis Mai 1944 die Rückeroberung der Halbinsel [[Krim]] erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mai 1944 bis Juni 1945 war Tolbuchin Oberbefehlshaber der [[3. Ukrainische Front|3. Ukrainischen Front]], welche im August 1944 in der [[Operation Jassy-Kischinew]] in [[Bessarabien]] (heute [[Moldawien]]) die [[Heeresgruppe Süd]] zerschlug und anschließend die Besetzung [[Bulgarien]]s durchführte. Am 12. September 1944 wurde Tolbuchin für seine militärischen Erfolge auf dem Balkan zum Marschall der Sowjetunion ernannt. Am 28. September 1944 begann die 3. Ukrainische Front in Zusammenarbeit mit der [[Volksbefreiungsarmee (Jugoslawien)|Volksbefreiungsarmee Jugoslawiens]] mit der Durchführung der [[Belgrader Operation]], wobei [[Belgrad]] von der deutschen Besatzung befreit wurde. Im Januar 1945 wurden seine Armeen beim Vorstoß in [[Danubien]] anfangs bei Székesfehérvár (dt. [[Stuhlweißenburg]]) zurückgedrängt, hielten dann aber im März 1945 der deutschen [[Plattenseeoffensive]] erfolgreich stand und erreichten infolge der [[Wiener Operation]] am 13. April die Befreiung der österreichischen Hauptstadt Wien. Am 8. Mai 1945 trafen seine Truppen in [[Erlauf (Gemeinde)|Erlauf]] in [[Niederösterreich]] auf US-amerikanische Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Маршал Советского Союза Ф.И. Толбухин принимает военный парад.jpg|mini|Marschall Tolbuchin an der Militärparade, 1949]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges war Tolbuchin von Juli 1945 bis Januar 1947 [[Oberbefehlshaber]] der Südgruppe der Sowjetarmee auf dem Gebiet [[Rumänien]]s und [[Bulgarien]]s. Im Januar 1947 wurde er Kommandeur des [[Transkaukasischer Militärbezirk|Transkaukasischen Militärbezirks]] und Mitglied des [[Sowjet|Obersten Sowjet]] der [[UdSSR]]. Zu dieser Zeit war er bereits schwer krank. Er litt an [[Diabetes mellitus]] und [[Lungenkrebs]] und verstarb im Oktober 1949. Seine Urne wurde an der [[Nekropole an der Kremlmauer|Kremlmauer]] in Moskau beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tolbukhin Monument In Yaroslavl.jpg|mini|hochkant|Tolbuchin-Denkmal, 1972 in [[Jaroslawl]]]]&lt;br /&gt;
* Tolbuchin war [[Ehrenbürger]] [[Sofia]]s (1946) und [[Belgrad]]s (1947)&lt;br /&gt;
* Er wurde 1965 posthum zum [[Held der Sowjetunion|Helden der Sowjetunion]] ernannt.&lt;br /&gt;
* Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen: zweimal den [[Leninorden]], den [[Siegesorden]], dreimal den [[Rotbannerorden]], zweimal den [[Suworow-Orden]] 1. Klasse, den [[Kutusoworden]] 1. Klasse sowie den [[Orden des Roten Sterns]].&lt;br /&gt;
* Die Stadt [[Dobritsch]] in [[Volksrepublik Bulgarien|Bulgarien]] war bis 1990 nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* Ein Denkmal von ihm des Bildhauers [[Lew Jefimowitsch Kerbel|Lev Kerbel]] wurde auf dem Samotjotschni-Platz in Moskau errichtet.&lt;br /&gt;
* In [[Wien]] wurde bis 1956 die [[Laxenburger Straße]], eine Ausfallstraße im Süden der Stadt, &amp;#039;&amp;#039;Tolbuchinstraße&amp;#039;&amp;#039; benannt.&lt;br /&gt;
* Die Sowjetische Post gab 1974 anlässlich seines 80. Geburtstages eine [[Sondermarke]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Denkmäler&lt;br /&gt;
* [[Moskau]] von 1960&lt;br /&gt;
* [[Jaroslawl]] von 1972&lt;br /&gt;
* [[Sofia]] von 1990&lt;br /&gt;
* [[Donezk]] von 1995&lt;br /&gt;
* [[Petrosawodsk]] von 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1975 wurde in seinem Geburtsdorf ein Museum eröffnet. Später wurde das Museum in das Dorf Tolbuchino übersiedelt, wo sich das Museum bis heute befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* П. Г. Кузнецов: &amp;#039;&amp;#039;Маршал Толбухин (1894–1949)&amp;#039;&amp;#039;. Moskau 1966.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000001942|Fjodor Iwanowitsch Tolbukin||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 44/1949 vom 24. Oktober 1949}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fyodor Tolbukhin|Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{GSE|128153|Большая советская энциклопедия}}&lt;br /&gt;
* https://austria.mid.ru/ru/75_pobeda_1945_2020/heroes_of_victory/tolbukhin/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Marschälle der Sowjetunion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1050548884|LCCN=n85190787|VIAF=70370086}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tolbuchin, Fjodor Iwanowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marschall der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Front (Rote Armee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Russischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Moskauer Siegesparade 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Leninordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Militärordens für Tapferkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sowjetischen Siegesordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Rotbannerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Suworow-Ordens I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Kutusowordens I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Roten Sterns]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksheld Jugoslawiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Sofia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Belgrad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Jubiläumsmedaille „XX Jahre Rote Arbeiter-und-Bauern-Armee“]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Medaille „Für die Verteidigung des Kaukasus“]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sankt-Stanislausordens (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Medaille „Sieg über Deutschland“]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tolbuchin, Fjodor Iwanowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Толбухин, Фёдор Иванович (russisch); Tolbuchin, Fëdor Ivanovič&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sowjetischer Offizier; Marschall der Sowjetunion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Juni 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Androniki]], [[Gouvernement Jaroslawl]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Oktober 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Polarlys</name></author>
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