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	<title>Fisimatenten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:04:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fisimatenten&amp;diff=32897&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AsepTisch: Änderungen von ~2025-29055-68 (Diskussion) wurden auf die letzte Version von Runologe zurückgesetzt: keine Verbesserung</title>
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		<updated>2025-10-16T20:25:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-29055-68&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-29055-68&quot;&gt;~2025-29055-68&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-29055-68&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-29055-68 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) wurden auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Runologe&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Runologe (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Runologe&lt;/a&gt; zurückgesetzt: keine Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fisimatenten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[fɪzɪmaˈtɛntən]}} ist ein [[Umgangssprache|umgangssprachlicher]] Ausdruck mit der Bedeutung [[Unsinn]], Faxen oder Blödsinn, im weitesten Sinne alle Handlungen, die Umstände oder Probleme verursachen. Das Wort ist ein [[Pluraletantum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die falsche Schreibung als &amp;#039;&amp;#039;Fiesematenten&amp;#039;&amp;#039; ist verbreitet in Anlehnung an das Wort &amp;#039;&amp;#039;fies&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;zu „fies“ vgl. [[Hans-Friedrich Rosenfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Germ. „fis(t)“ in seiner Entfaltung in übertragenem Sinn; Zu ndl. „vies“, dt. „fies“ ‘Ekel erregend’, ‘Ekel empfindend’, ‘heikel’; Zu ndl. „fis“, „visse“, rhein. „fiss“, ‘Iltis’.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Band 78, (Halle) 1956, S. 357–420; Band 80, 1958, S. 424–460.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dessen Bedeutung es verwandt scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Ausdrucks ist nicht gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahrscheinlichere Herleitungsversuche ==&lt;br /&gt;
Das Wort ist tatsächlich deutlich vor der französischen Besatzung (siehe unten) erstmals belegt. Es entstammt nach älterer Ansicht der lateinischen Amtssprache des ausgehenden Mittelalters:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fisimatenten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Plur. ‚Flausen, Umständlichkeiten, Ausflüchte‘. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Visae patentes (literae)}}&amp;#039;&amp;#039; ‚ordnungsgemäß verdientes [[Patent]]‘, im 16. Jh. als &amp;#039;&amp;#039;visepatentes&amp;#039;&amp;#039; reichlich belegt, wird durch spöttische Auffassung des Bürokratischen ‚überflüssige Schwierigkeit‘. Unter Einfluß von &amp;#039;&amp;#039;visament&amp;#039;&amp;#039; ‚Zierrat‘ tritt &amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039; an die Stelle des &amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;, so schon 1499 ‚it is ein viserunge und ein visimatent‘. Alle Nachweise bei Spitzer, {{lang|la|Teuthonista}} 1, 319 und Schoppe, Mitt. d. schles. Ges. f. Volkskde. 29, 298.|Quelle=[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]] (1967)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. Hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neueren Auflagen desselben Wörterbuchs führen dagegen eine andere Etymologie an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fisimatenten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Spl&amp;#039;&amp;#039; (auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;visipatent&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;#8239;ä.) ‘Ausflüchte, Winkelzüge’ &amp;#039;&amp;#039;erw. stil.&amp;#039;&amp;#039; (16.&amp;amp;nbsp;Jh.). Vermutlich Streckform zu frühneuhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;fisiment&amp;#039;&amp;#039; ‘bedeutungsloser Zierrat (am Wappen)’, zu mhd. &amp;#039;&amp;#039;visieren&amp;#039;&amp;#039;, das u.&amp;amp;#8239;a. ‘die Wappenfiguren ordnen und beschreiben’ bedeutet. Zahlreiche andersartige Erklärungsversuche können nicht ausreichend gestützt werden. [Mit Verweis auf &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Fremdwörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039; 5 (&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;2004), 917–919].|Quelle=[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]] (2011)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 22.–25. Auflage. Bearbeitet von [[Elmar Seebold]]. De Gruyter, Berlin / New York 1989–2011, ISBN 978-3-11-022364-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere etymologische Herleitungsversuche ==&lt;br /&gt;
Der Germanist [[Karl Andresen|Karl Gustav Andresen]] vermutete hinter der Wortschöpfung die bespöttelnde Verdrehung des missliebigen &amp;#039;&amp;#039;visum authenticum&amp;#039;&amp;#039; als Formel für einen amtlich festgestellten Tatbestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Gustaf Andresen: &amp;#039;&amp;#039;Über deutsche Volksetymologie.&amp;#039;&amp;#039; 7. verbesserte Auflage. Reisland Verlag, Leipzig 1918, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Teuschl&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Teuschl |Titel=Wiener Dialekt Lexikon |Verlag=Schwarzer |Datum=1990 |ISBN=3-900392-05-6 |Seiten=79}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt das italienische Wort {{lang|it-IT|&amp;#039;&amp;#039;fisima&amp;#039;&amp;#039;}} (dt.&amp;amp;nbsp;Laune, Grille)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel={{lang|it|fisima}} |Sammelwerk={{lang|it|Dizionari Sansoni. Italiano-Tedesco}} |Auflage=8. |Verlag=Sansoni |Datum=1992}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Ursprung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort kommt häufig in der Wendung „macht keine Fisimatenten“ vor, als elterliche Warnung. Folgende [[Volksetymologie|volksetymologische]] Erklärung wird oft dafür herangezogen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Als Deutschland Anfang des 19. Jahrhunderts weitgehend unter [[Franzosenzeit|französischer Besetzung]] stand, versuchten immer wieder französische Soldaten, deutsche Mädchen zum Zeitvertreib in ihr Lager zu locken, z.&amp;amp;nbsp;B. mit der Einladung: {{&amp;quot; |lang=fr |Text=Visitez ma tente}} (dt.&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;besuchen Sie mein Zelt&amp;#039;&amp;#039;) oder auch {{&amp;quot; |lang=fr |Text=Voici ma tente}} (dt.&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;sieh dort mein Zelt&amp;#039;&amp;#039;). Stand also abendlicher Ausgang an, wurde den jungen Frauen ein &amp;#039;&amp;#039;mach’ aber keine Fisi ma tenten&amp;#039;&amp;#039; mit auf den Weg gegeben.&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Jochen A. Bär]] |url=http://www.baer-linguistik.de/beitraege/jdw/fisimatenten.htm |titel=Das Jahr der Wörter – Folge 15 – Fisimatenten |werk=baer-linguistik.de |abruf=2020-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Erklärung aus dieser Zeit liefert [[Lutz Röhrich]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ebenso wurde es volksetymologische aber auch als Ausrede verspäteter Passanten bei Kontrollen durch die Wache erklärt: {{&amp;quot; |lang=fr |Text=Je viens de visiter ma tante}} &amp;#039;&amp;#039;(Ich habe eben meine Tante besucht)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Lutz Röhrich]] |Titel=Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten |Datum= |Seiten=1793}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Worterklärung aus dem Französischen ist sehr weit verbreitet und wird gerade im [[Berlinisch|berlinischen]] und [[Rheinland|rheinischen]] Lokalpatriotismus immer wieder erzählt, da dort tatsächlich weitere französische Wörter in den Alltag Eingang fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redewendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AsepTisch</name></author>
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