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	<title>Fisher-Separationstheorem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T06:03:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fisher-Separationstheorem&amp;diff=627190&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Amenemipet am 20. Februar 2024 um 10:58 Uhr</title>
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		<updated>2024-02-20T10:58:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fisher-Separationstheorem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; besagt in der [[Betriebswirtschaftslehre]] und [[Mikroökonomie]], dass unter der Voraussetzung eines [[vollkommener Kapitalmarkt|vollkommenen Kapitalmarkts]] und eines [[vollständiger Kapitalmarkt|vollständigen Kapitalmarkts]] [[Entscheidung]]en in einem [[Unternehmen]] ausschließlich durch objektive [[Marktentwicklung]]en getroffen werden und ohne Berücksichtigung der subjektiven [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenz]]en anderer [[Marktteilnehmer]] zustande kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Es ist benannt nach [[Irving Fisher]], der den Zusammenhang 1930 erstmals beschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Irving Fisher: [http://files.libertyfund.org/files/1416/0219_Bk.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Theory of Interest&amp;#039;&amp;#039;, 1930, S. 61 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach verfolgen alle [[Eigenkapital]]geber (beispielsweise [[Aktionär]]e) letztlich die gleichen [[Ziel]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Theorie]] geht unter anderem von einem [[Vollkommener Kapitalmarkt|vollkommenen Kapitalmarkt]] aus. Ihm liegen folgende [[Prämisse]]n zugrunde:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Wertorientiertes_Logistikmanagement/v2H_CgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Fisher-Separationstheorem&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;printsec=frontcover Michael Schönherr, &amp;#039;&amp;#039;Wertorientiertes Logistikmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 60]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Finanzierung]]smittel stehen jedem Marktteilnehmer unbegrenzt als [[Kapitalnachfrage]] oder [[Kapitalangebot]] zur Verfügung;&lt;br /&gt;
* es besteht ein einheitlicher [[Kapitalmarktzins]], es gibt keine [[Transaktionskosten]] und keine [[Steuer]]n;&lt;br /&gt;
* es herrscht vollkommene [[Markttransparenz]]: [[Marktdaten]] stehen allen Marktteilnehmern gleichzeitig und vollständig zur Verfügung;&lt;br /&gt;
* es besteht [[vollkommener Wettbewerb]];&lt;br /&gt;
* alle Marktteilnehmer besitzen ein [[Rationalität|rationales]] [[Marktverhalten]].&lt;br /&gt;
Auf einem solchen Markt sind [[Investition]]s-, [[Finanzierung]]s- und [[Konsum]]entscheidungen separierbar (trennbar), weil optimale Entscheidungen von bestimmten Charakteristika der Entscheidung oder bestehenden [[Umweltzustand|Umweltzuständen]] unabhängig sind. So ermöglicht der [[Kapitalwert]] eine präferenzunabhängige Beurteilung der Vorteilhaftigkeit dieser Entscheidungen. Die subjektiven Präferenzen liegen den [[Kaufentscheidung]]en anderer Marktteilnehmer zugrunde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Finanzierungstheorie_und_Unternehmenspol/R-nNQBBs6_UC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Fisher-Separationstheorem&amp;amp;pg=PA134&amp;amp;printsec=frontcover  Thomas E. Copeland/John Fred Weston/Kuldeep Shastri, &amp;#039;&amp;#039;Finanzierungstheorie und Unternehmenspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 43]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktstruktur ==&lt;br /&gt;
Zunächst ist zwischen den Kapitalmarktbedingungen eines [[vollkommener Kapitalmarkt|vollkommenen]] und eines [[unvollkommener Kapitalmarkt|unvollkommenen Kapitalmarkts]] zu unterscheiden. Hier lässt sich die Fisher-Separation wie folgt einordnen:&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Breid, &amp;#039;&amp;#039;Aussagefähigkeit agencytheoretischer Ansätze im Hinblick auf die Verhaltenssteuerung von Entscheidungsträgern&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung]] 47 (9), 1995, S. 835&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                         ┌─────────────────────────────────────────────┐&lt;br /&gt;
    [[vollkommener Kapitalmarkt]]                         [[unvollkommener Kapitalmarkt]]  &lt;br /&gt;
            ┌────────────┴────────────┐                                                                        &lt;br /&gt;
      [[Sicherheit]]              [[Unsicherheit]]             &lt;br /&gt;
         ┌──┴──┐             ┌────────┴────────┐     &lt;br /&gt;
    Fisher-Separation  vollständiger   unvollständiger&lt;br /&gt;
                        Kapitalmarkt    Kapitalmarkt&lt;br /&gt;
              &amp;lt;━━━━━━━&amp;gt;               ┌────────┴────────┐     &lt;br /&gt;
                        &amp;lt;━━━━━   Competitivity-  Spanning-        ━━━━━&amp;gt;                     &lt;br /&gt;
                        erfüllt  Bedingung       Bedingung     nicht erfüllt &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
[[Competitivity-Bedingung|Competitivity-]] und [[Spanning-Bedingung]] sind Teil eines unvollständigen Kapitalmarkts, der seinerseits einen [[Teilmarkt]] des vollkommenen Kapitalmarkt darstellt. Bei der &amp;#039;&amp;#039;Fisher-Separation&amp;#039;&amp;#039; werden [[Entscheidung unter Sicherheit|Entscheidungen unter Sicherheit]] getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modell ==&lt;br /&gt;
Das Modell Fishers gilt in strenger Form bei [[Hypothese|Annahme]] vollkommener und vollständiger [[Kapitalmarkt|Kapitalmärkte]]. Unter diesen Voraussetzungen werden beispielsweise Investitionsentscheidungen allein durch den [[Kapitalwert]] bestimmt und [[Sparen]]tscheidungen allein durch die subjektiven Präferenzen der Sparer. Die Kapitalmärkte führen diese Entscheidungen über den [[Zins]]mechanismus zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einem vollkommenen Kapitalmarkt können Entscheidungen unter Sicherheit, die den [[Aktienkurs]] des Unternehmens maximieren, gleichzeitig sowohl das [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] als auch den [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] des Aktionärs maximieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas E. Copeland/John Fred Weston/Kuldeep Shastri, &amp;#039;&amp;#039;Finanzierungstheorie und Unternehmenspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 134; ISBN 9783868940688&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Trennung von Entscheidungen im Unternehmen von den Präferenzen der Aktionäre wird &amp;#039;&amp;#039;Fisher-Separation&amp;#039;&amp;#039; genannt. Da auf einem vollkommenen Kapitalmarkt ein einheitlicher Kapitalmarktzins herrscht, wird das optimale Investitionsprogramm eindeutig für alle Marktteilnehmer auf denselben Zeitpunkt festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Finanzierung/6_N3DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Fisher-Separationstheorem&amp;amp;pg=PA56&amp;amp;printsec=frontcover Matthias Bank/Wolfgang Gerke, &amp;#039;&amp;#039;Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 56]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser ermöglicht Entscheidungen unter Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die Fisher-Separation hat zur Folge, dass der Marktteilnehmer sichere Erwartungen über die Entwicklung der Marktdaten hat und das Ziel der [[Marktwert#Marktwertmaximierung|Marktwertmaximierung]] ([[Shareholder Value]]) verfolgen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Unternehmensinvestitionen/KqUuBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Fisher-Separation+Marktwertmaximierung&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;printsec=frontcover Henry Schäfer, &amp;#039;&amp;#039;Unternehmensinvestitionen&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 202]&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden die Competitivity- und Spanning-Bedingung erfüllt, kann ebenfalls Marktwertmaximierung betrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei unsicheren Entscheidungen muss der Kapitalmarkt friktionsfrei und vollständiger Kapitalmarkt sein und [[vollkommener Wettbewerb]] vorliegen. Die Zusammensetzung des optimalen [[Portfolio]]s auf einem vollkommenen Kapitalmarkt unter Unsicherheit wird durch die [[Tobin-Separation]] beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[James Tobin]], &amp;#039;&amp;#039;Liquidity Preferences as Behavior towards Risk&amp;#039;&amp;#039;, in: Review of Economic Studies 25, 1958, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Risikobehaftete Entscheidungen werden hier unabhängig von der [[Risikoeinstellung]] des [[Entscheidungsträger]]s getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitalmarkttheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Private Finanzplanung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theoreme der Ökonomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Amenemipet</name></author>
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