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	<title>Fiscus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T13:31:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fiscus&amp;diff=933220&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lektor w: Lateinisch = Kleinschreibung, ebenso im frühen Mittelalter</title>
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		<updated>2022-08-02T06:13:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lateinisch = Kleinschreibung, ebenso im frühen Mittelalter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die historische Bedeutung des Begriffs; zu anderen Bedeutungen siehe [[Fiskus (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
Im [[Latein]]ischen bedeutete  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;fiscus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;geflochtener Korb&amp;#039;&amp;#039;. Später ging der Begriff nacheinander über auf:&lt;br /&gt;
# Geldkorb, Kasse&lt;br /&gt;
# Staatskasse&lt;br /&gt;
# kaiserliche Privatkasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzipat ==&lt;br /&gt;
Im römischen Kaiserreich war &amp;#039;&amp;#039;fiscus&amp;#039;&amp;#039; der Name für Güter, aus denen der jeweilige [[Princeps]] seinen Haushalt bestritt. Das Verständnis wird am ehesten dahin gegangen sein, dass die Güter in des jeweiligen Princeps’ privatrechtlichen Eigentum gestanden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ant. Pius-[[Gaius (Jurist)|Gai.]], [[Pandekten|Digesten]] 31,56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Regelmäßig wurden sie auf den Nachfolger übertragen, der oft auch persönlicher Erbe war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Schulz (Jurist)|Fritz Schulz]]: &amp;#039;&amp;#039;Classical Roman Law.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1951. S. 90 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichwohl wurde fiskalisches Vermögen gegenüber dem persönlichen Vermögen abgegrenzt, Letzteres wurde &amp;#039;&amp;#039;[[Patrimonium#Römisches Recht|Patrimonium]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. Insbesondere war der &amp;#039;&amp;#039;Fiscus&amp;#039;&amp;#039; jener Teil des Vermögens, der als Ertrag aus den [[Kaiserliche Provinz|kaiserlichen Provinzen]] floss und so zum Gegenstand des kaiserlichen Haushaltseinkommens wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu war das [[Aerarium]], das dem [[Römischer Senat|Senat]] zustehende Geld aus den [[Senatorische Provinz|senatorischen Provinzen]]. Der &amp;#039;&amp;#039;fiscus&amp;#039;&amp;#039; ist somit ein Hinweis auf die Trennung der Macht zwischen Kaiser und Senat im frühen Kaiserreich. In späteren Jahren, als die Macht des Kaisers wuchs, die des Senats schwand, wuchs auch der Umfang des &amp;#039;&amp;#039;Fiscus&amp;#039;&amp;#039;, denn anschwellend, flossen die Quellen des Aerarium nunmehr dahin.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Mitteis]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Privatrecht bis auf die Zeit Diokletians.&amp;#039;&amp;#039; I., Leipzig 1908. S. 352 ff. (&amp;#039;&amp;#039;[[iarchive:rmischesprivat00mitt|Römisches Privatrecht bis auf die Zeit Diokletians. 1: Grundbegriffe und Lehre von den Juristischen Personen.]]&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab der Zeit [[Diokletian]]s sollen vollends alle Gelder dem &amp;#039;&amp;#039;fiscus&amp;#039;&amp;#039; zugeflossen sein und spätestens dann wird bei der Fiskalverwaltung von Staatsverwaltung zu sprechen gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Unter den [[Severer]]n wurde Fiskalgut offiziell noch als &amp;#039;&amp;#039;res privata&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satiriker [[Juvenal]] schreibt, dass ein großer in der [[Adriatisches Meer|Adria]] gefangener [[Steinbutt]] nach Rom gesandt werden musste, um ihn dem &amp;#039;&amp;#039;fiscus&amp;#039;&amp;#039; des Kaisers [[Domitian]] einzuverleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Gebrauch im römischen Reich war der &amp;#039;&amp;#039;fiscus&amp;#039;&amp;#039; im frühen Mittelalter der Besitz des Herrschers, die kaiserliche [[Kammergut|Domäne]] bei den [[Gallorömer]]n, eine &amp;#039;&amp;#039;[[Villa]]&amp;#039;&amp;#039; auf dieser Domäne zur Zeit der [[Merowinger]] und [[Karolinger]] (&amp;#039;&amp;#039;Fisc&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige &amp;#039;&amp;#039;fisci&amp;#039;&amp;#039; dienten als Versammlungsort für die Großen des Reichs, so dass Reichsversammlungen und [[Konzil|Synoden]] nach ihnen benannt wurden (zum Beispiel [[Attigny (Ardennes)|Attigny]], [[Ponthion]], [[Quierzy]], [[Clichy]] etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im frühen Mittelalter wurde aus dem &amp;#039;&amp;#039;fiscus&amp;#039;&amp;#039; der Haushalt des Herrschers finanziert – vor allem vor dem Hintergrund der beständigen Steuerverweigerung der Untertanen und der Unfähigkeit des ungebildeten Adels, Abhilfe zu schaffen. Die Angewohnheit der Könige, immer wieder Teile des umfangreichen &amp;#039;&amp;#039;fiscus&amp;#039;&amp;#039; zur Sicherung der Loyalität des Adels wegzugeben, erforderte eine anhaltende Eroberungspolitik, um den Schwund auszugleichen. Als diese Eroberungspolitik zum Erliegen kam und gleichzeitig Erbteilungen des Besitzes üblich wurden, war das Einkommen der jeweiligen Herrscher entsprechend reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort kam außer Gebrauch. Erst von modernen Historikern wurde es wieder verwendet und auf das königliche Einkommen bezogen, vor allem auf den außerordentlichen Ertrag (also jenseits der [[Steuer]]einnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeit ==&lt;br /&gt;
In der heutigen Zeit bezeichnet man mit [[Fiskus]] den Staat als [[Wirtschaftssubjekt]], auch wenn im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff häufig auf die [[Finanzverwaltung]] beschränkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Iwan von Müller]] (Begr.), [[Walter Otto (Historiker)|Walter Otto]], [[Hermann Bengtson]] (Forts.), [[Max Kaser]] (Verf.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Altertumswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; (10,3,3,1. &amp;#039;&amp;#039;Das altrömische, das vorklassische und klassische Recht.&amp;#039;&amp;#039; 1955.) &amp;#039;&amp;#039;III. Körperschaften. § 72. Personenverbände als Träger privater Rechte.&amp;#039;&amp;#039; S. 259–266.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliche Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Wirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lektor w</name></author>
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