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	<title>Fischvergiftung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:06:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fischvergiftung&amp;diff=477412&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Monow: Rechtschreibung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fischvergiftung&amp;diff=477412&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-21T23:54:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|01-CODE= T61.0&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG= Ciguatera-Fischvergiftung&lt;br /&gt;
|02-CODE= T61.1&lt;br /&gt;
|02-BEZEICHNUNG= Scombroid-Fischvergiftung&lt;br /&gt;
|03-CODE= T61.8&lt;br /&gt;
|03-BEZEICHNUNG= Sonstige Vergiftung durch Fische und Schalentiere&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fischvergiftung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Lebensmittelvergiftung]], die durch verschiedene [[Toxin]]e hervorgerufen werden kann,&amp;lt;ref&amp;gt;R. F. Clark, S. R. Williams, S. P. Nordt, A. S. Manoguerra: &amp;#039;&amp;#039;A review of selected seafood poisonings.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Undersea &amp;amp; Hyperbaric Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, Nummer 3, 1999, S.&amp;amp;nbsp;175–184, {{ISSN|1066-2936}}, PMID 10485519.&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Beispiel durch [[Histamin]],&amp;lt;ref&amp;gt;Pierina Visciano, Maria Schirone, Rosanna Tofalo, Giovanna Suzzi: &amp;#039;&amp;#039;Histamine poisoning and control measures in fish and fishery products.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frontiers in Microbiology.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, September 2014, S.&amp;amp;nbsp;500, {{ISSN|1664-302X}}, [[doi:10.3389/fmicb.2014.00500]], PMID 25295035, {{PMC|4172148}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Azaspiracid]], [[Botulinumtoxin]] und [[Okadasäure]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmte Toxine kommen auch oder ausschließlich bei [[Muschelvergiftung]]en vor und können über den Umweg über muschelfressende Tiere wie [[Fische]] und [[Krebstiere|Krebse]] auch zur Fischvergiftung führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache der [[Ciguatera]], einer speziellen Form der Fischvergiftung, liegt in einem von einer [[Alge|Meeresalge]] ([[Dinoflagellaten]]) gebildeten [[Nervengift]], das über die [[Nahrungskette]] in die Fische gelangt, bei diesen jedoch nicht wirkt. Ein [[Antidot|Gegengift]] existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tetrodotoxin]] oder [[Fugu]]-Gift (Gift des [[Igelfische|Igel-]] oder [[Kugelfische|Kugelfischs]]) gilt als eines der wirksamsten bekannten Gifte und kommt in verschiedenen Lebewesen vor, unter anderem auch in [[Blaugeringelte Kraken|Blaugeringelten Kraken]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ABC Chemie&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus ABC Chemie.&amp;#039;&amp;#039; VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S.&amp;amp;nbsp;416.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Histamin-Vergiftung ==&lt;br /&gt;
=== Sekundäre Kontamination ===&lt;br /&gt;
Fischkonserven sind üblicherweise fast keimfrei.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Tichaczek-Dischinger: [https://www.cvuas.de/pub/beitrag_printversion.asp?subid=1&amp;amp;Thema_ID=2&amp;amp;ID=1547&amp;amp;Pdf=No&amp;amp;lang=DE Bildung von Histamin in Thunfisch durch Enterobacter aerogenes.] Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA), Stuttgart, 19. April 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werden eiweißhaltige Lebensmittel jedoch nach dem Öffnen der Verpackung etwa mit [[Enterobacteriaceae]] kontaminiert, so bilden die Bakterien [[Amine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verdorbenem Thunfisch werden öfter [[Enterobacter aerogenes]] angetroffen, die bei ungekühlter Lagerung innerhalb eines Tages eine ausreichende Menge [[Histamin]] produzieren, um nach dem Verzehr eine Histaminvergiftung mit typischen Symptomen wie Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen, Kreislaufprobleme, Juckreiz und Rötung der Haut zu verursachen.&amp;lt;ref&amp;gt;CVUA Stuttgart, K. Schreihans, S. Horlacher und Dr. Petra Tichaczek-Dischinger: [https://www.cvuas.de/userfiles/file//MT_Bildung_Histamin_in_Thunfisch_2012(1).pdf &amp;#039;&amp;#039;Bildung von Histamin in Thunfisch durch Enterobacter aerogenes&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 129&amp;amp;nbsp;kB) 28. März 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Scombroid-Vergiftung ===&lt;br /&gt;
Die in der Regel gutartig verlaufende Scombroid-Vergiftung ist nach den [[Makrelenartige]]n &amp;#039;&amp;#039;(Scombroidae)&amp;#039;&amp;#039; benannt, deren eher dunkles Fleisch gewisse Mengen [[Histidin]] enthält, welches durch [[Decarboxylase]] in [[Histamin]] umgesetzt wird. Das [[Enzym]] Decarboxylase wird von gramnegativen Bakterien wie [[Proteus (Bakterien)|Proteus]] und [[Escherichia coli]] erzeugt. Die Vermehrung der Bakterien findet insbesondere bei Temperaturen ab 16&amp;amp;nbsp;°C statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Christ&amp;quot;&amp;gt;Michael Christ: [https://www.dgina.de/blog/2012/05/06/scombroid-poisoning-hatten-sie-es-gewusst/ &amp;#039;&amp;#039;Scombroid Poisoning – Hätten Sie es gewusst?&amp;#039;&amp;#039;] dgina.de/blog, 6. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ursache der Vergiftung ist häufig der Verzehr von [[Thunfisch]], [[Makrele]]n, [[Goldmakrelen]], [[Sardine]]n, [[Anchovis]], [[Heringe]]n, [[Blaubarsch]], (Japanischer) [[Seriola]] und [[Speerfische]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebensmittelsicherheit ===&lt;br /&gt;
Ein erhöhter Histamingehalt ist geschmacklich nicht feststellbar. Histamin wird durch Kochen und Einfrieren nicht reduziert. Der Fisch wird nicht als verdorben wahrgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Christ&amp;quot; /&amp;gt; Vorsorge ist alleine durch eine durchgehende Kühlung des Fischs möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ärzteblatt&amp;quot;&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=91838 Scombroid-Fischvergiftung.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Ärzteblatt]]&amp;#039;&amp;#039; 90, Heft 27, 9. Juli 1993, S. A1-1946 (42); als Quellen werden genannt: R. Maire, K. Dreiding, P. A. Wyss: &amp;#039;&amp;#039;Inzidenz und Klinik der Scombroid-Fischvergiftung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; 122, 1992, S. 1933–1935.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Recht der [[Europäische Union|EU]] gelten für Lebensmittelunternehmer, die Fischereierzeugnisse aus Fischarten herstellen, verarbeiten oder [[Inverkehrbringen von Produkten (EU-Wirtschaftsrecht)|in Verkehr bringen]], bei denen ein hoher Gehalt an Histamin vorkommt, besondere Anforderungen an ihre Hygienemaßnahmen zur Sicherstellung akzeptabler Erzeugnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;dazu und zu folgendem: Art. 3 Abs. 1 und Art. 5 der {{EU-Verordnung|2005|2073|titel=der Kommission vom 15. November 2005 über mikrobiologische Kriterien für Lebensmittel|konsolidiert=2019-02-28}}, in ihrem Anhang 1 Ziff. 1.26 und 1.27 mit Fußnote 17 zu Histamin&amp;lt;/ref&amp;gt; Als &amp;#039;&amp;#039;Lebensmittelsicherheitskriterium&amp;#039;&amp;#039; und zugleich Grenzwert für die [[Verkehrsfähigkeit]] des Lebensmittels ist dabei ein Messwert von höchstens 200&amp;amp;nbsp;mg Histamin/kg Fischfleisch bestimmt, der während der gesamten angegebenen Haltbarkeitsdauer bzw. zu erwartenden Zeit bis zum Verzehr zu gewährleisten ist. Für Fischereierzeugnisse, die einer enzymatischen Reifung in Salzlösung unterzogen wurden (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Anchose]]n, [[Matjes]]), und für durch [[Fermentierung]] hergestellte [[Fischsauce|Fischsoße]] gilt der höhere Grenzwert von 400&amp;amp;nbsp;mg/kg. Als mikrobiologisch bedenklich sind beispielhaft Arten der Fischfamilien [[Scombridae]], [[Clupeidae]], [[Engraulidae]], Coryfenidae ([[Coryphaenidae]]), [[Pomatomidae]] und Scombraesosidae (vermutlich gemeint: [[Scomberesocidae]]) aufgeführt.&lt;br /&gt;
Wer solche Lebensmittel dennoch herstellt oder in Verkehr bringt, macht sich in Deutschland auch bei Fahrlässigkeit und ohne konkret nachweisbare Vergiftungs- oder Verletzungsfolgen strafbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|58|lfgb|juris}} Abs. 2 und {{§|5|lfgb|juris}} Abs. 1 [[Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch|LFGB]] in Verbindung mit Art. 14 [[Verordnung (EG) Nr. 178/2002]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EU-Grenzwerte und die Wertung als Straftat entsprechen denen der deutschen Fischhygiene-Verordnung von 1994 und der bis 2007 gültigen von 2000, die Liste der Fischarten änderte sich jedoch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/text.xav?SID=&amp;amp;tf=xaver.component.Text_0&amp;amp;tocf=&amp;amp;qmf=&amp;amp;hlf=xaver.component.Hitlist_0&amp;amp;bk=bgbl&amp;amp;start=%2F%2F*%5B%40node_id%3D&amp;#039;560433&amp;#039;%5D&amp;amp;skin=pdf&amp;amp;tlevel=-2&amp;amp;nohist=1 §&amp;amp;nbsp;16 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Ziff. 2 der Fassung vom 31. März 1994] (PDF) bloß Herings- und Markelenfische bzw. für den höheren Grenzwert in Salz gereifte Sardellen, [https://www.buzer.de/gesetz/1697/a24263.htm §&amp;amp;nbsp;16 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Ziff. 2 der Fassung vom 8. Juni 2000] zusätzlich für den niedrigeren Grenzwert Sardellen, Coryphaenidae und [[Istiophoridae]] (Segelfische).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Symptome und ihre Behandlung ===&lt;br /&gt;
Die Reaktion ähnelt einer akuten allergischen Reaktion und kann je nach betroffener Person sehr unterschiedlich ausfallen. Innerhalb kurzer Zeit kann sich ein Brennen der Lippen bemerkbar machen. Innerhalb von bis zu drei Stunden tritt fast immer eine [[Hautrötung]] ein. Auch kommt es häufig zu Kopfschmerzen, [[Übelkeit]], [[Durchfall]], Magenkrämpfen sowie [[Nesselsucht]] oder [[Angioödem]]en, die bis zu zwei Tagen andauern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/scombroid-vergiftung-3674 &amp;#039;&amp;#039;Scombroid-Vergiftung&amp;#039;&amp;#039;.] Dermatologie.de; abgerufen im März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; In schlimmen Fällen kann Atemnot, eine Schwellung der Zunge sowie eine Beeinträchtigung des Sehens auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Behandlung können wie bei anderen [[Nahrungsmittelunverträglichkeit]]en [[Antihistaminika]] (H1 und H2 Rezeptorblocker) und in schlimmeren Fällen [[Epinephrin]] eingenommen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ärzteblatt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Willy Semmelrogge]] starb 1984 an einer Fischvergiftung&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.imdb.com/name/nm0783848/bio&amp;lt;/ref&amp;gt;.   &amp;lt;&amp;lt;  Ohne weitere Informationen finde ich diesen Hinweis weniger hilfreich. Ich fand auch keine Quellen, die nähere Angaben machen. Es ist also schwer nachvollziehbar, ob die Fischvergiftung tatsächlich ursächlich für den Tod war. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Andreas Schaper u.&amp;amp;nbsp;a.: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/31356 &amp;#039;&amp;#039;Fischvergiftung.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; 99 (17), 2002, S. A-1151 / B-958 / C-901.&lt;br /&gt;
* M. Möllers: [https://www.ua-bw.de/pub/beitrag_printversion.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=2&amp;amp;ID=2006&amp;amp;Pdf=No&amp;amp;lang=DE Überwachung gesundheitsschädlicher Histamine in Thunfisch aus der Gastronomie.] (PDF) Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA), Karlsruhe, 17. April 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4259645-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelvergiftung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fisch als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Monow</name></author>
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