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	<title>Fischunkelalm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fischunkelalm&amp;diff=1820644&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-01-03T00:06:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Alm&lt;br /&gt;
|NAME             = Fischunkelalm&lt;br /&gt;
|BILD             = Obersee 10.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Fischunkelalm am [[Obersee (Königssee)|Obersee]], im Hintergrund das [[Watzmann]]massiv&lt;br /&gt;
|LAGE             = [[Schönau am Königssee]], [[Oberbayern]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE          = [[Hagengebirge]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD      = 47.51280&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD       = 12.99647&lt;br /&gt;
|REGION-ISO       = DE-BY&lt;br /&gt;
|TOPO-KARTE       = &lt;br /&gt;
|KARTE            = &lt;br /&gt;
|POSKARTE         = &lt;br /&gt;
|TYP              = &lt;br /&gt;
|BESITZ           = &lt;br /&gt;
|HÖHE             = 620&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG       = DE-NHN&lt;br /&gt;
|LÄNGE            = &lt;br /&gt;
|FLÄCHE           =  Almlichte 20&amp;amp;nbsp;ha&amp;lt;br /&amp;gt;Waldweide 177&amp;amp;nbsp;ha&lt;br /&gt;
|GEWÄSSER         = [[Obersee (Königssee)|Obersee]], Quelle; zusätzliche Versorgung durch eine Wasserleitung&lt;br /&gt;
|KLIMA            = warm, im Herbst kalt und ohne Sonne&lt;br /&gt;
|FLORA            = Üppige Gräser, [[Wolfsmilch]], [[Attich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.agrarkulturerbe.de/organisation9_almflora.php?id=5855 Fischunkelalm – Flora] auf agrarkulturerbe.de, abgerufen am 23. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|FAUNA            = Rotwild&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.agrarkulturerbe.de/organisation10_almfauna.php?id=5855 Fischunkelalm – Fauna] auf agrarkulturerbe.de, abgerufen am 23. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NUTZUNG          = [[Viehbesatz|bestoßen]], in den Sommermonaten bewirtet&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN   = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fischunkelalm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Alm (Bergweide)|Alm]] in [[Schönau am Königssee]] im [[Nationalpark Berchtesgaden]] im Süden des [[Bayern|bayerischen]] [[Landkreis Berchtesgadener Land|Landkreises Berchtesgadener Land]]. Die Alm liegt am [[Obersee (Königssee)|Obersee]], südöstlich des [[Königssee]]s. Der bewirtschaftete [[Almhütte|Kaser]] steht unter [[Denkmalschutz]] und ist ein beliebtes Touristenziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Fischunkelalm liegt im [[Forst Sankt Bartholomä]], der südlichsten [[Gemarkung]] in der Gemeinde [[Schönau am Königssee]], einem ehemals [[Gemeindefreies Gebiet|gemeindefreien Gebiet]]. Der Kaser mit der Anschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Saletalm|Salet]] 14&amp;#039;&amp;#039; befindet sich etwa 100&amp;amp;nbsp;m vom Ufer des Obersees entfernt. Die Alm liegt auf einem Schuttkegel am Südostufer des Obersees, südöstlich des Königssees, unterhalb des [[Röthbachfall]]s, des höchsten Wasserfalls Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Kaser wurde 1840 im Stil der abgebrannten Vorgängerhütte erbaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauten&amp;quot;&amp;gt;[http://www.agrarkulturerbe.de/organisation8_almbauten.php?id=5855&amp;amp;suche=&amp;amp;trennesuchtext= Fischunkelalm – Bauten] der Initiative Agrarkulturerbe, abgerufen am 16. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hütte hat einen Grundriss von etwa 16&amp;amp;nbsp;m × 16&amp;amp;nbsp;m und ist als [[Blockhaus|Blockhütte]] gebaut und von außen [[Schindel|verschindelt]]. Der Giebel zeigt Richtung Südosten. Die im Sommer von etwa Juni bis September bewirtschaftete Almhütte wird von zahlreichen Touristen zur Einkehr genutzt, besitzt aber nur Besucherbänke im Freien und keinen Gastraum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauten&amp;quot; /&amp;gt; Die Hütte steht unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_172132.pdf Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Denkmalliste Schönau am Königssee, Forst Sankt Bartholomä, D-1-72-132-92. Eingetragen als „Kaser, Blockbau, bezogen 1840. Am Obersee, 615&amp;amp;nbsp;m Höhe.“] (PDF; 0,2&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige hundert Meter von der Almhütte entfernt befindet sich eine [[Quelle]], außerdem gibt es eine Unterwasserquelle im Obersee. Seit 1974 wird die Hütte über eine mehr als einen Kilometer lange Wasserleitung versorgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beschreibung&amp;quot; /&amp;gt; Die Fischunkelalm verfügt über eine [[Kleinkläranlage]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Vetter: [https://edoc.ub.uni-muenchen.de/1598/1/Vetter_Mark.pdf &amp;#039;&amp;#039;Landschaftsökologische Analysen im Königsseegebiet.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 5,7&amp;amp;nbsp;MB), Dissertation der Fakultät für Geowissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2003, S.&amp;amp;nbsp;23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 100&amp;amp;nbsp;m von der Almhütte entfernt befindet sich im See ein [[Bootshaus]], das über einen kurzen Steg zu erreichen ist und der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle Almen im Nationalpark ist auch die Fischunkelalm eine Berechtigungs- oder Begünstigungsalm. Der Eigentümer von Grund und Boden ist der Freistaat Bayern, der im Nationalparkgebiet von der Nationalparkverwaltung vertreten wird. Dem Berechtigten gehören nur die Bewirtschaftungsgebäude und Zäune.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nationalparkplan 8.7&amp;quot;&amp;gt;Nationalparkverwaltung Berchtesgaden: {{Webarchiv |url=http://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/medien/publikationen/nationalparkplan/doc/bestandsaufnahme_und_bewertung_der_nutzungen.pdf |text=Nationalparkplan: 8.7 Landwirtschaftliche Nutzungen und Nutzungsrechte |wayback=20210912111354}}, abgerufen am 16. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Fischunkelalm zugeordnet sind Weiderechte auf 20&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] [[Lichtweide]]flächen und 177&amp;amp;nbsp;ha [[Hutewald|Waldweideflächen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beschreibung&amp;quot;&amp;gt;[http://www.agrarkulturerbe.de/organisation7_alm.php?id=5855&amp;amp;suche=&amp;amp;trennesuchtext= Fischunkelalm – Beschreibung] der Initiative Agrarkulturerbe, abgerufen am 16.&amp;amp;nbsp;August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Almfläche liegt auf einer Höhe von 620 bis {{Höhe|720|DE-NHN}}. Flächendeckend dominierend sind [[Kammgräser|Kammgrasweiden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nationalparkplan 8.7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Blick zum Obersee von der Fischunkelalm - panoramio.jpg|Blick von Südosten über die Fischunkelalm und den Obersee&lt;br /&gt;
 Fischunkelalm 20140819.jpg|Der Kaser von Nordwesten, im Hintergrund der Röthbachfall&lt;br /&gt;
 Bootshütte Fischunkelalm Nationalpark Berchtesgaden.jpg|Bootshütte am Obersee am westlichen Rand der Almlichte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Fischunkelalm erscheint erstmals 1125 als &amp;#039;&amp;#039;Viscuncula&amp;#039;&amp;#039; in einer Grenzbeschreibung der Waldmark, welche Graf [[Berengar I. von Sulzbach]] dem Propst [[Eberwin (Berchtesgaden)|Eberwin]] der [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Klosterpropstei Berchtesgaden]] schenkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Name Fischunkel hat im Laufe vieler Jahrhunderte einige Veränderungen erfahren. Seine alte Formen lauten: 1119–1125 (Kopie Ende 12. Jh.) &amp;#039;&amp;#039;Uiscuncula&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl August Muffat]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schenkungsbuch der ehemaligen gefürsteten Probstei Berchtesgaden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Erörterungen zur Bayerischen und Deutschen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Alte Folge, Band&amp;amp;nbsp;1, München 1856 (Ndr. Aalen 1969), S.&amp;amp;nbsp;225–364 (Traditionscodex). Zitiert nach Walter Brugger, [[Heinz Dopsch]], Peter F. Kramml: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594).&amp;#039;&amp;#039; [[Plenk Verlag|Verlag Anton Plenk]], 1991, ISBN 3-922590-63-2, S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt; nach 1156 … &amp;#039;&amp;#039;ad verticem montis Viskunkel&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{MGH|DD|22|234|236}} hier Nr.&amp;amp;nbsp;140, S.&amp;amp;nbsp;235, Z.&amp;amp;nbsp;36. Zitiert nach Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594).&amp;#039;&amp;#039; [[Plenk Verlag|Verlag Anton Plenk]], 1991, ISBN 3-922590-63-2, S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt; in einer Kopie von 1706 &amp;#039;&amp;#039;Vis-chunckl&amp;#039;&amp;#039; getrennt,&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Klosterliteralien Berchtesgaden, Nr.&amp;amp;nbsp;351, S.&amp;amp;nbsp;65. Zitiert nach Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Anton Plenk, 1991, ISBN 3-922590-63-2, S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1602 … in die &amp;#039;&amp;#039;Fischsunggl&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Fürstpropstei Berchtesgaden, Nr.&amp;amp;nbsp;808, fol. 12. Zitiert nach Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Anton Plenk, 1991, ISBN 3-922590-63-2, S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1629 &amp;#039;&amp;#039;Hoch Vischunckl … Wald Vischunckl&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Faistenauer, Das Landt vnd Frl. Stifft Berchtolsgaden, mit den anstossenden Grentzen, 1628 Zitiert nach Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Anton Plenk, 1991, ISBN 3-922590-63-2, S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1706 &amp;#039;&amp;#039;Die Hochfischunkl anizo Tristelhorn&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Klosterliteralien Berchtesgaden, Nr.&amp;amp;nbsp;351, S.&amp;amp;nbsp;117. Zitiert nach Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Anton Plenk, 1991, ISBN 3-922590-63-2, S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt; … &amp;#039;&amp;#039;ober der Fischunkel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz de Paula Schrank: &amp;#039;&amp;#039;Naturhistorische Briefe über Österreich, Salzburg, Passau und Berchtesgaden.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;1, Salzburg 1785. Zitiert nach Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Anton Plenk, 1991, ISBN 3-922590-63-2, S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Almwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 1486 ist das [[Kuhrecht|Almrecht]] für das [[Lehnswesen|Grafenlehen]] am Salzberg nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: Geschichte von Berchtesgaden. 3 : Berchtesgaden im Königreich und Freistaat Bayern von 1810 bis zur Gegenwart. Politik – Wirtschaft – Gesellschaft, Plenk, 2002, S.&amp;amp;nbsp;769 &amp;lt;!--http://books.google.de/books?id=aCYFAQAAIAAJ&amp;amp;q=fischunkelalm+%22salzberg%22&amp;amp;dq=fischunkelalm+%22salzberg%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=6pfBTtXDIo20hAeTkvXEBA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfangs waren das Almrecht zweigeteilt und die Alm als Doppelalm ausgeführt. Im Jahre 1850 waren 50 [[Hausrind|Rinder]] auf die zwei Almrechte aufgeteilt. Erst 1919 wurde das zweite Almrecht vom Graflehen Salzberg aufgekauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt; Eine Besonderheit ist, dass die Fischunkelalm tiefer als der zugehörige Bergbauernhof am [[Salzberg (Berchtesgaden)|Salzberg]] liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/08_publikationen/02_faltblaetter/doc/koenigssee_und_umgebung/koenigssee_und_umgebung_deutsch.pdf |titel=Königssee und Umgebung |hrsg=Nationalpark Berchtesgaden |format=PDF 11 MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150915203549/http://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/08_publikationen/02_faltblaetter/doc/koenigssee_und_umgebung/koenigssee_und_umgebung_deutsch.pdf |archiv-datum=20150915 |abruf=2012-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.salzburgnet.com/50111194e0142d239/504766952508ea801/504766959f13b8d21.html |text=salzburgnet: Fischunkelalm |wayback=20110113141553}}, abgerufen am 14.&amp;amp;nbsp;November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis etwa 1930 erfolgte der ‚[[Almauftrieb]]‘ über die Berge. Der Auftrieb 1929 wird von Karl Ranke wie folgt beschrieben: „Unangenehm ist der Aufzug auf die Fischunkel. Das Großvieh wird um den Königssee und Obersee getrieben (7&amp;amp;nbsp;Stunden), wobei der Steig um den Obersee einmal in ca. 15&amp;amp;nbsp;Metern Höhe senkrecht über dem See geführt ist und nur 70&amp;amp;nbsp;cm breit ist; die Kälber werden mit Kähnen übergesetzt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;[http://www.agrarkulturerbe.de/organisation11_almgeschichte.php?id=5855&amp;amp;suche=&amp;amp;trennesuchtext= Fischunkelalm – Geschichte] der Initiative Agrarkulturerbe, abgerufen am 16.&amp;amp;nbsp;August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heutzutage erfolgt der Almauftrieb mit Booten über den Königssee. Im Bereich des Obersees wird das Großvieh aber weiterhin über den 1965 ausgebauten und verbreiterten Steig getrieben. Sehenswert ist der Almabtrieb Mitte Oktober, bei dem die Tiere mit aufwändigem Kopfschmuck festlich geschmückt werden, sofern im Laufe des Jahres kein Tier verunglückt oder erkrankt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berchtesgadener-land.com/de/almabtrieb/ Almabtrieb im Berchtesgadener Land], abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alm wird von Mitte Mai bis Mitte Oktober von zwei [[Senn]]erinnen bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Obersee 1.jpg|mini|Blick über den Obersee auf die Fischunkelalm und den [[Röthbachfall]] am Talschluss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Um 1850 schlugen Waldarbeiter in der südöstlich der Fischunkelalm gelegenen Waldfläche der [[Röth]] jährlich etwa 700&amp;amp;nbsp;[[Raummeter]] Brennholz (Kurzholz). Nach dem Trocknen wurde das Holz bergab gebracht und etwa 400&amp;amp;nbsp;Höhenmeter über die Felswand in die Fischunkel abgelassen. Anschließend blieb es zunächst im Bereich der oberen Fischunkel liegen, und im Winter wurde es mit Zugtieren auf Schlitten weiter bis zum Obersee gezogen. Im Frühjahr brachten Boote das Holz über den Obersee, bevor es über den Saletbach als [[Flößerei|Triftkanal]] zum Königssee weitergeschwemmt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jagd ===&lt;br /&gt;
Im [[Hagengebirge]] oberhalb des Obersees ließ [[Maximilian II. Joseph|König Maximilian II.]] auf der [[Regenalm]] die heute denkmalgeschützte königliche [[Hofjagdhütte]] errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden für die [[Königreich Bayern|königliche]] [[Hetzjagd|Treibjagd]] Hunde eingesetzt, um die [[Hirsche]] und [[Gämsen]] über die Fischunkel in Richtung Obersee zu treiben. Wegen der beidseitigen Begrenzung des Sees durch steile Bergwände geschah es gewöhnlich, dass Hirsche sich in das Wasser stürzten, um schwimmend zu entkommen. Das Wild wurde daher einfach von einem Kahn aus geschossen. So erlegte der König 1853 zwei Hirsche von zehn Enden vom Schiff aus. Andererseits war es auch möglich, die Tiere in dem Bereich abzupassen, in dem sie das Ufer erreichten. Im Jahr 1856 erlegte der König dort fünf starke Hirsche.&amp;lt;ref&amp;gt;Adolph Schaubach: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Alpen für Einheimische u. Freunde geschildert.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;3, Verlag Fr. Frommann, Jena 1865, S.&amp;amp;nbsp;263 ({{Google Buch |BuchID=Jpc9AAAAcAAJ |Seite=263 |Linktext=Onlineversion}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1936 wurden auf persönliche Anordnung des damaligen „Reichsjägermeisters“ [[Hermann Göring]] vier [[Alpensteinbock|Steinböcke]] – drei Geißen und ein Bock – in der oberhalb der Fischunkelalm gelegenen Röth angesiedelt. Die Tiere stammten vom Schweizer [[Wildpark Peter und Paul]] bei [[St. Gallen]]. Sie wurden per Ruderboot über den Königssee geschifft und anschließend in Kisten um den Obersee getragen. Von dem oberen Gelände der Fischunkel führte die extra errichtete [[Materialseilbahn Fischunkelalm–Röth]] hinauf in die in 1500&amp;amp;nbsp;Meter Höhe gelegene Röth, mit der das Material, die Tiere und im Winter das Futter transportiert wurde. Die Steinböcke lebten anfangs in einem 15&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] großen [[Gehege|Gatter]], umgeben von einem über vier Meter hohen Drahtzaun. In den folgenden Jahren kamen weitere Steinböcke aus verschiedenen zoologischen Gärten hinzu, bis im Jahre 1944 mit Öffnung des Gatters acht Böcke und fünfzehn Geißen ausgewildert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Berchtesgadener Anzeiger vom 3. Februar 2006: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.berchtesgadener-anzeiger.de/includes/mehr.php?id=3310 |text=Siebzig Jahre Steinböcke in Berchtesgaden. |archive-is=20120719085056}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hütte, die den Talpunkt der Seilbahn bildete, ist heute verfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute dient die Jagd im Bereich der Fischunkelalm – wie überall im Nationalpark – einzig der Regulation des Wildbestandes auf eine dem Lebensraum angemessene Zahl. Dieses ist notwendig, da natürliche Feinde des Rot-, Reh- und Gamswildes wie Luchs oder Bär ausgerottet sind und ein zu hoher Wildbestand vor allem in den Wintermonaten einen starken Verbiss an Jungbäumen bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/00_faq/index.htm#Anchor-Jag-65012 |titel=FAQ (Jagd im Nationalpark) |hrsg=Nationalpark Berchtesgaden |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20121230181430/http://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/00_faq/index.htm#Anchor-Jag-65012 |archiv-datum=2012-12-30 |abruf=2012-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Namens Fischunkel ==&lt;br /&gt;
Der Name Fischunkel wird von dem österreichischen Sprachwissenschaftler, Dialektologen und Namenforscher [[Eberhard Kranzmayer]] über &amp;#039;&amp;#039;Laviscuncula&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;Lascuscuncula&amp;#039;&amp;#039; (das ganz kleine Seelein) zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Kranzmayer: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ortsnamenforschung im Grenzland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Ortsnamenforschung.&amp;#039;&amp;#039; 10, 1934, S.&amp;amp;nbsp;116.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Mitteilungen des Deutschen Alpenvereins wird behauptet, der Name der Alpe Fischunkel am Obersee hänge nicht mit dem Fischreichtum des Sees zusammen, sondern sei auf das mittellateinische &amp;#039;&amp;#039;fasciunculus.&amp;#039;&amp;#039; Diminutiv von &amp;#039;&amp;#039;fascia.&amp;#039;&amp;#039; für „schmaler Wiesenstreifen“ zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Uibeleisen: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur alpinen Namenforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins.&amp;#039;&amp;#039; 27, 1901, S.&amp;amp;nbsp;167–168, hier S.&amp;amp;nbsp;167 ({{Google Buch |BuchID=nBrnAAAAMAAJ |Seite=167 |Linktext=Vorschau |Hervorhebung=fasciunculus |Land=US}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine noch andere Deutung ist in dem Buch „Festgabe für Gerold Meyer von Knonau“ aufgeführt: Fischunkel sei von dem Grundwort &amp;#039;&amp;#039;fiscus&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet und stelle als Deminutivform &amp;#039;&amp;#039;Fiscuncula&amp;#039;&amp;#039; die Bezeichnung für eine „sehr kleine Niederlassung, ein ärmliches Gütchen“ dar und würde somit zur „weltabgeschlossenen Lage“ passen. Für diese Theorie würde auch sprechen, dass die Urkunden [[Friedrich I. (HRR)|Kaiser Friedrichs&amp;amp;nbsp;I.]] und [[Heinrich VI. (HRR)|Heinrichs&amp;amp;nbsp;VI.]] von 1156 und 1194 von einem Berg &amp;#039;&amp;#039;Viskunkel (ad verticem montis Viskunkel)&amp;#039;&amp;#039; sprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sigmund von Riezler|Sigmund Riezler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Orts-, Wasser- und Bergnamen des Berchtesgadener Landes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Festgabe für Gerold Meyer von Knonau.&amp;#039;&amp;#039; Verlag d. antiquar. Ges. Zürich, 1913, S.&amp;amp;nbsp;93–163, hier S.&amp;amp;nbsp;156 ({{Google Buch |BuchID=yfhPAAAAYAAJ |Linktext=Auszug |Hervorhebung=Viscuncula}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wanderwege ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischunkelalm 1.jpg|mini|Blick vom Steig am Südwestufer des Obersees über diesen auf die Fischunkelalm]]&lt;br /&gt;
=== Königssee (Salet) – Fischunkelalm ===&lt;br /&gt;
Die meisten Besucher erreichen die Fischunkelalm per [[Bayerische Seenschifffahrt#Schifffahrt Königssee|Boot]] über den Königssee (Fahrzeit etwa eine Stunde). Von der Bootsanlegestelle Salet führt ein flacher, breit ausgebauter Wanderweg vorbei an der [[Saletalm]] bis zum Obersee. Am südwestlichen Seeufer folgt der Weg zunächst dem Ufer auf Höhe des Sees in Richtung Süden, steigt dann jedoch im Bereich der folgenden, steil aufsteigenden Felswand an. In diese ist der Weg als (gesicherter) Steig in die Felswand gesprengt worden. Auf dem höchsten Punkt hat der Besucher einen guten Blick über den See. Nach einem etwa 30-minütigen Fußmarsch erreicht man die Fischunkelalm. Der Rückweg führt über die gleiche Route zurück zum Königssee.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tourenplaner.t-online.de/Tour.pdf&amp;amp;#63;i=-8217524234672497673 &amp;#039;&amp;#039;Vom Königssee auf die Fischunkelalm.&amp;#039;&amp;#039;] Wanderbeschreibung von Outdooractive.com, abgerufen am 16. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischunkelalm – Röthbachfall – Wasseralm ===&lt;br /&gt;
Von der Fischunkelalm gelangt man über die offene Almfläche in südöstlicher Richtung hinauf in den Fischunkel-Talkessel. Nach einer kurzen Passage durch ein Waldstück hindurch und über eine Geländeschwelle hinweg führt der Weg zum höchsten Wasserfall Deutschlands, dem [[Röthbachfall]]. Dieser stürzt von einer Kuppe etwa 470&amp;amp;nbsp;Meter herab.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Kühnhauser: &amp;#039;&amp;#039;Berchtesgadener Alpen. Alpenvereinsführer alpin: Ein Führer für Täler, Hütten und Berge.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, 2009, ISBN 978-3-7633-1127-9, S.&amp;amp;nbsp;274. ([http://books.google.de/books?id=lf6FxCyc4l4C&amp;amp;pg=PA247 Onlinevorschau] auf Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aufstiege über den Landtalsteig bzw. den anspruchsvolleren Röthsteig erfordern beide gute Kondition, [[Schwindelfreiheit]] und [[Trittsicherheit]]. Auf 1423&amp;amp;nbsp;m Höhe liegt die [[Wasseralm]], die die Möglichkeit der Bewirtung und Übernachtung bietet. Von dort können weitere Touren, zum Beispiel zu den [[Teufelshörner]]n oder der [[Gotzenalm]] durchgeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Hohenester, Stefan Winter, Jörg Bodenbender: &amp;#039;&amp;#039;Bayerns Berge: 40 Traumtouren zwischen Allgäu und Berchtesgaden.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-3041-6, S.&amp;amp;nbsp;196–198. ([http://books.google.de/books?id=8Zf-GeGSpMEC&amp;amp;pg=PA196 Onlinevorschau] auf Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andrea und Andreas Strauß: &amp;#039;&amp;#039;Alm- und Hüttenwanderungen. Chiemgau – Kaiser – Berchtesgaden. 50 Touren zwischen Inn und Salzach.&amp;#039;&amp;#039; Rother Wanderbuch. 1. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-3035-5, S.&amp;amp;nbsp;157–159 ([http://books.google.de/books?id=Kt8QX2vHeicC&amp;amp;pg=PA158 Onlinevorschau] auf Google Books).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Agrarkulturerbe|5855}}&lt;br /&gt;
* Nationalparkverwaltung Berchtesgaden: {{Webarchiv |url=http://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/medien/publikationen/nationalparkplan/doc/bestandsaufnahme_und_bewertung_der_nutzungen.pdf |text=Nationalparkplan: 8.7 Landwirtschaftliche Nutzungen und Nutzungsrechte |wayback=20210912111354}}&lt;br /&gt;
* [https://dynamic-media-cdn.tripadvisor.com/media/photo-o/2a/6d/93/42/caption.jpg?w=800&amp;amp;h=-1&amp;amp;s=1 Innenaufnahme der Hütte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|18. Dezember 2011|96973767}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alpenhütte in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alm in Schönau am Königssee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Schönau am Königssee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Schönau am Königssee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berchtesgadener Alpen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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