<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=First-Pass-Effekt</id>
	<title>First-Pass-Effekt - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=First-Pass-Effekt"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=First-Pass-Effekt&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T09:44:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=First-Pass-Effekt&amp;diff=428210&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rainald62: /* Bedeutung */ indiv. Unterschiede</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=First-Pass-Effekt&amp;diff=428210&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2021-11-19T23:44:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bedeutung: &lt;/span&gt; indiv. Unterschiede&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;First-Pass-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt die Umwandlung eines [[Arzneistoff]]es während dessen erster Passage (engl. &amp;#039;&amp;#039;first pass&amp;#039;&amp;#039;) durch die [[Leber]]. Durch die dabei stattfindende [[Biotransformation|biochemische Umwandlung]] (Metabolisierung) kann ein wirksamer oder unwirksamer [[Metabolit]] entstehen. Manche Wirkstoffe erhalten erst durch die Leberpassage ihre Wirksamkeit, andere werden zu einem gewissen Grad dadurch inaktiviert. Von Relevanz ist dieser Effekt für die betreffenden Arzneistoffe, wenn sie in sogenannten [[peroral]]en Arzneiformen verabreicht werden. Dies sind alle Arzneiformen, die geschluckt werden, beispielsweise [[Tablette]]n, [[Kapsel (Medikament)|Kapseln]], [[Dragée]]s und zum Trinken vorgesehene [[Lösung (Chemie)|Lösungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Phänomen mit gegenteiliger Wirkung auf die Bioverfügbarkeit ist der [[Enterohepatischer Kreislauf|enterohepatische Kreislauf]] bestimmter Arzneistoffe und anderer Substanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
Arzneistoffe, die peroral eingenommen werden, gelangen nach der Einnahme zunächst in den [[Magen]] und anschließend in den [[Dünndarm]]. In beiden Organen können sie [[Resorption|resorbiert]] werden und so in den [[Blutkreislauf]] gelangen. Da Magen und Dünndarm an das [[Pfortader]]system (&amp;#039;&amp;#039;Vena portae hepatis&amp;#039;&amp;#039;) angeschlossen sind, kommen sie zunächst in die [[Leber]], bevor sie nach der Leberpassage mit dem Blutstrom im weiteren Körper verteilt werden und so ihre Wirkorte erreichen können. In den Zellen des [[Darm]]es und der Leber unterliegen diese Stoffe biochemischen Reaktionen, bei denen sie durch [[Enzym]]e sowohl gespalten als auch mit bestimmten [[Funktionelle Gruppe|chemischen Gruppen]] versehen werden können. Diese Reaktionen werden auch als [[Stoffwechsel|Metabolisierung]] bezeichnet, die Reaktionsprodukte heißen Metabolite. Ziel dieser Reaktionen ist es, die Arzneistoffe, die für den Körper Fremdstoffe sind, zu inaktivieren und ihre Wasserlöslichkeit ([[Hydrophilie]]) zu erhöhen, um ihre Ausscheidung zu verbessern und zu beschleunigen. Ein ausgeprägter First-Pass-Effekt führt also dazu, dass ein betroffener Arzneistoff noch vor Erreichen seines Wirkorts zu einem großen Teil metabolisiert oder ausgeschieden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Rektum]] ist dagegen nicht gänzlich an das Pfortadersystem angeschlossen. Es ist von einem als &amp;#039;&amp;#039;Plexus venosus rectalis&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Venengeflecht umgeben, das Abflüsse sowohl in das Pfortader- als auch in das [[Hohlvene]]nsystem besitzt. Bei einer rektalen Wirkstoffgabe, beispielsweise über ein [[Suppositorium]] (Zäpfchen), kann der First-Pass-Effekt somit teilweise umgangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-n1nZrXp0iE4C-15&amp;quot;&amp;gt;Eduard Burgis: &amp;#039;&amp;#039;Intensivkurs: Allgemeine und spezielle Pharmakologie.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier, Urban &amp;amp; Fischer Verlag, 2008, ISBN 978-3-437-42613-1, S.&amp;amp;nbsp;15 ({{Google Buch |BuchID=n1nZrXp0iE4C |Seite=15}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Arzneistoffen mit einem ausgeprägten First-Pass-Effekt sinkt ihre [[Bioverfügbarkeit]] und damit meist ihre Wirkung, da durch die Metabolisierung und Ausscheidung ein großer Teil des aufgenommenen Wirkstoffes den Wirkort nicht erreicht. Möglich ist allerdings auch, dass die bei der Leberpassage entstehenden Metabolite ebenfalls eine Wirkung im Körper aufweisen. Wenn dieser Effekt gewünscht wird, so spricht man beim eigentlichen Arzneistoff von einem sogenannten [[Prodrug]], also einer Vorstufe zum eigentlich wirksamen Metaboliten. Häufiger sind allerdings unerwünschte Wirkungen durch die Metabolite eines Arzneistoffes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der First-Pass-Effekt kann zu individuellen Unterschieden der Bioverfügbarkeit beitragen, abhängig vom Wirkstoff, oder erst nach längerer regelmäßiger Einnahme auftreten. Letzteres ist der Fall, wenn durch die regelmäßige Einnahme eine verstärkte Bildung der entsprechenden Enzyme in der Leber angeregt wird. Dies wird als [[Enzyminduktion]] bezeichnet. Dadurch sinkt die Wirkung des betreffenden Arzneistoffes bei längerfristiger Einnahme. Der First-Pass-Effekt kann auch erwünscht sein, wenn bei örtlicher Anwendung eines Arzneimittels nach dessen Resorption Wirkung und Nebenwirkungen auf den Gesamtorganismus stark vermindert werden. Ein typisches Beispiel dafür ist die [[Inhalation]] des [[Glukokortikoid]]s [[Budesonid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapeutische Aspekte ==&lt;br /&gt;
Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, den First-Pass-Effekt im Rahmen der therapeutischen Anwendung eines Medikaments zu berücksichtigen, wenn er für die Wirkung negative Folgen hat. Falls es durch den First-Pass-Effekt lediglich zu einer Inaktivierung und Ausscheidung des betreffenden Arzneistoffs kommt, kann dies durch eine Erhöhung der Dosierung ausgeglichen werden. Dies ist möglich, da enzymatische Prozesse und proteinvermittelte Transportvorgänge absättigbar sind. Das bedeutet, dass der First-Pass-Effekt meist dosisabhängig ist. Sind ab einer bestimmten Konzentration alle wirkstoffeliminierenden Systeme abgesättigt, so kommt es zu einem deutlichen Anstieg der systemisch zur Verfügung stehenden Wirkstoffmenge. Die Dosis, bei der dies der Fall ist, wird als &amp;#039;&amp;#039;Durchbruchdosis&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-2rb5hcG91LgC-PT24&amp;quot;&amp;gt;Peter Langguth: &amp;#039;&amp;#039;Biopharmazie.&amp;#039;&amp;#039; John Wiley &amp;amp; Sons, 2012, ISBN 978-3-527-66263-0 ({{Google Buch |BuchID=2rb5hcG91LgC |SeitenID=PT24}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Überschreitung der Metabolisierungskapazität der Leber kann allerdings negative Wirkungen im Körper zur Folge haben, so dass einer Erhöhung der Dosis Grenzen gesetzt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist eine Dosiserhöhung nicht möglich bei Substanzen, bei denen der First-Pass-Effekt zu unerwünschten Nebenwirkungen durch die entstehenden Metabolite führt. In diesen Fällen besteht unter Umständen die Möglichkeit, für den gleichen Arzneistoff eine Arzneiform ohne Magen-Darm-Passage, das heißt eine [[parenteral]]e Administration zu wählen, beispielsweise eine [[Sublingual]]tablette, ein [[Suppositorium]] (Zäpfchen), ein [[transdermales Pflaster]] oder eine [[intravenös]]e, [[intraperitoneal]]e, [[subkutan]]e oder [[intramuskulär]]e [[Injektion (Medizin)|Injektion]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-zjTZ9SjbIqIC-268&amp;quot;&amp;gt;Andreas Hummel: &amp;#039;&amp;#039;Arzneimittellehre.&amp;#039;&amp;#039; Vincentz Network GmbH &amp;amp; Co KG, 2004, ISBN 978-3-878-70482-9, S.&amp;amp;nbsp;268 ({{Google Buch |BuchID=zjTZ9SjbIqIC |Seite=268}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ernst Mutschler, Gerd Geisslinger, Heyo K. Kroemer, Monika Schäfer-Korting: &amp;#039;&amp;#039;Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2001, ISBN 3-8047-1763-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rainald62</name></author>
	</entry>
</feed>