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	<title>Finther Wald - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T11:04:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-12-29T14:58:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Finther Wald.png|miniatur|Der ehemalige Finther Wald und der Mönchwald, heute Flugplatz Mainz-Finthen. Die gestrichelte Linie markiert die Gemarkungsgrenze. Hellgrün: Die 1939 gerodeten Waldflächen. Dunkelgrün: Die heute noch vorhandenen Restflächen]]Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finther Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein ca. 49 ha großes, zu [[Mainz-Finthen|Finthen]] gehörendes Teilstück eines kleineren [[Mischwald | Mischwaldes]] in [[Rheinhessen]]. Er lag südwestlich des Ortes in unmittelbarer Nachbarschaft zum [[Ober-Olmer Wald]] an der [[Gemarkung]]sgrenze zu [[Wackernheim]]. Das westliche anschließende, auf Wackernheimer Gebiet gelegene, 51 ha große Teilstück wurde ursprünglich Mönchwald, bzw. [[Münchwald (Wackernheim)|Münchwald]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde das gesamte Waldstück, bis auf wenige Reste, zur Anlage des [[Fliegerhorst (Deutschland)|Fliegerhorstes]] Schafsheide [[Ober-Olm]], heute [[Flugplatz Mainz-Finthen]], gerodet. Zur Entwässerung des undurchlässigen, wasserstauenden Bodens wurde eine weitläufige [[Drainage (Boden)|Drainage]] angelegt. Dadurch wurde der ursprüngliche [[Wasserhaushalt (Hydrologie)|Wasserhaushalt]] nachhaltig gestört. Das ehemalige feuchte Waldgebiet ist deshalb heute ein Halbtrockenwiesen-[[Biotop]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name Finther Wald weist ihn als Besitz der [[Gemeinde]] Finthen, heute Mainz-Finthen, aus. Sowohl der Mönchwald, als auch der Finther Wald waren Reststücke eines einst ausgedehnten Reichsforstes, der sich ursprünglich zwischen [[Ingelheim am Rhein | Ingelheim]] und [[Mainz]] ausdehnte. Unter [[Karl der Große|Karl dem Großen]] war dieser zum königlichen [[Wildbannforst|Bannforst]] erklärt worden und gehörte zur [[Königspfalz|Pfalz]] in Ingelheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bedeutungsverlust der [[Ingelheimer Kaiserpfalz]] und Schenkungen an Klöster und Adelige setzte die Zerstückelung des Waldes ein. In Folge wurde er über die Jahrhunderte durch Rodungen erheblich dezimiert. An für die Landwirtschaft schlecht nutzbaren Stellen, blieben zunächst Waldinseln erhalten, so auch das aus Mönchwald und Finther Wald bestehende Waldstück. 1783 wurde südöstlich des Finther Waldes das Hofgut [[Mainz-Layenhof|Layenhof]] errichtet. Zur Ausweitung seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche wurde bereits zu diesem Zeitpunkt die südöstliche Ecke des Finther Waldes gerodet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 folgte schließlich die fast vollständige Rodung zu Gunsten des Fliegerhorstes. Lediglich zwei minimale Reststücke des Waldes blieben bestehen, um als Tarnung für in den Boden eingetiefte Mannschaftunterstände zu dienen. Diese Wäldchen zählen heute ebenso wie der [[Ober-Olmer Wald]] und der [[Lennebergwald]] zum Restbestand des ehemaligen königlichen Bannforstes. An den Finther Wald erinnert heute nur noch die im Mainz-Finther Ortsbezirk Layenhof gelegene Straße „Am Finther Wald“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ober-Olm Jagdschloss 20100624.jpg|miniatur|Jagdschloss der Mainzer Kurfürsten]]&lt;br /&gt;
Der Finther Wald diente gemeinsam mit den umliegenden Wäldern ursprünglich der [[Holzwirtschaft]] und zur [[Eichelmast]]. Noch im 18. Jahrhundert waren die zusammenhängenden Waldgebiete so groß, dass in ihnen gejagt werden konnte. Der Mainzer [[Erzbischof]] und Kurfürst [[Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim]] ließ sogar in der südwestlichen Ecke des Ober-Olmer Waldes 1764 ein Jagdschloss anlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der zunehmenden Reduzierung der Waldflächen insgesamt und der fast vollständigen Rodung des Finther Waldes, verloren auch die ursprünglichen Nutzungsmöglichkeiten ihre Bedeutung. Die kümmerlichen Reste des Finther Waldes wurden bis 1992 militärisch genutzt. Heute trennt es die Wohnbebauung des Layenhofs vom Betriebsgelände des Flugplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claudius Moseler: &amp;#039;&amp;#039;Der Ober-Olmer Wald – Raumnutzungsansprüche, Gefährdungspotentiale und Nutzungskonkurrenzen in einem rheinhessischen Waldareal&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit Geographie, Uni Mainz, 1992&lt;br /&gt;
* Wolfgang Ziehen: &amp;#039;&amp;#039;Wald und Steppe in Rheinhessen.&amp;#039;&amp;#039; Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung, 1970&lt;br /&gt;
* Karl Rink: &amp;#039;&amp;#039;Das Ober-Olmer-Forsthaus, der Ober-Olmer-Wald, der Layenhof in Vergangenheit und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Fink, 1927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Landesforsten Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.wald.rlp.de Landesforsten Rheinland-Pfalz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=49.968724|EW=8.153572|type=forest|region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Rheinhessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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