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	<title>Finsterrot - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Finsterrot&amp;diff=2117779&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;OS86 am 18. Dezember 2025 um 21:45 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-18T21:45:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|1= beschreibt den Ort Finsterrot im Mainhardter Wald. Das ähnlich benannte Gewässer im Welzheimer Wald heißt dagegen [[Finstere Rot]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = &lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Wüstenrot&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Finsterrot.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 49.089571&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 9.493825&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 491&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 1.91&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 450&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2022&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://citypopulation.de/en/germany/settlements/badenwurttemberg |titel=Citypopulation |abruf=2025-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-01-01&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 07945&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Wuestenrot Ortsteile.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Finsterrot in der Gemeinde Wüstenrot&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Finsterrot 20101023.jpg|mini|270px|Finsterrot von Südosten]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finsterrot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ort und eine ehemals selbstständige Gemeinde, die 1974 zusammen mit den benachbarten Gemeinden [[Maienfels]], [[Neuhütten (Wüstenrot)|Neuhütten]] und Wüstenrot zur neuen Einheitsgemeinde [[Wüstenrot]] im [[Landkreis Heilbronn]] im nordöstlichen [[Baden-Württemberg]] zusammengeschlossen wurde. Der Ort entstand vermutlich um 1500 als [[Rodungssiedlung]] bei einer [[Glashütte]] und hat heute rund 500 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Finsterrot, der östlichste der fünf Wüstenroter Ortsteile, liegt im Naturraum [[Schwäbisch-Fränkische Waldberge]] auf etwa {{Höhe|491|DE-NN}}, etwa 1 km nördlich der Einmündung des &amp;#039;&amp;#039;Dachsbaches&amp;#039;&amp;#039; in den wenige Kilometer westlich entspringenden [[Kocher (Fluss)|Kocher]]-Zufluss [[Rot (Kocher)|Rot]]. Die in mehrere Höhenrücken und Taleinschnitte gegliederte Gemarkung ließ eine geschlossene Bebauung nicht zu, sodass Finsterrot aus mehreren nahe beieinander liegenden Wohnplätzen besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort liegt am westlichen Hang des Dachsbachtales und zum kleineren Teil auf der anschließenden Hochfläche. Weiter nördlich liegt der ursprünglich im Dachsbachtal als [[Mühlenteich|Mühlsee]] aufgestaute und heute als Bade- und Angelsee genutzte [[Finsterroter See]], einer von mehreren Seen auf Finsterroter Gebiet. Südlich des Hauptortes fließen zwei kleinere Bäche dem Dachsbach von Westen zu und trennen zwei Höhenrücken ab. Auf dem südlichen, im Süden vom Rottal begrenzten dieser beiden Höhenrücken liegt der Wohnplatz &amp;#039;&amp;#039;Binsenhöfle&amp;#039;&amp;#039;, auf dem nördlichen der Wohnplatz &amp;#039;&amp;#039;Berg&amp;#039;&amp;#039;. Ein weiterer Wohnplatz namens &amp;#039;&amp;#039;Dörfle&amp;#039;&amp;#039; liegt weiter westlich an der Stelle, an der sich beide Höhenrücken vereinigen und in einer Ebene auslaufen. &amp;#039;&amp;#039;Berg&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dörfle&amp;#039;&amp;#039; wurden nach dem Zweiten Weltkrieg durch ein Neubaugebiet verbunden. Zwei Einzelgehöfte auf dem südlichen Höhenrücken und eine ehemalige Mahlmühle im unteren Dachsbachtal, südlich des Hauptortes, gehören ebenfalls zu Finsterrot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Finsterroter See Panorama 20101018.jpg|mini|Der Finsterroter See]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Finsterrot Muehlsee 20101013.jpg|mini|Mühlsee im Dachsbachtal südlich der Bundesstraße 39]]&lt;br /&gt;
Die Täler der Rot sowie des unteren Dachsbaches auf Finsterroter Gebiet sind seit 1991 ein [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]].&amp;lt;ref&amp;gt;Naturschutzgebiet Nr. 1.178, &amp;#039;&amp;#039;Wiesen im Rot- und Dachsbachtal bei Finsterrot&amp;#039;&amp;#039;, geschützt seit 16. April 1991, [https://rips-dienste.lubw.baden-wuerttemberg.de/rips/ripsservices/apps/naturschutz/schutzgebiete/steckbrief.aspx?id=929001000201 Steckbrief] bei der Landesanstalt für Umweltschutz, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine ungefähr 1,5 ha große Schilffläche nördlich des Finsterroter Sees ist zudem seit 1986 als flächenhaftes [[Naturdenkmal]] geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Flächenhaftes Naturdenkmal Nr. 81251070007, &amp;#039;&amp;#039;Feuchtgebiet beim Finsterroter See&amp;#039;&amp;#039;, geschützt seit 18. Juli 1986; [https://rips-dienste.lubw.baden-wuerttemberg.de/rips/ripsservices/apps/naturschutz/schutzgebiete/steckbrief.aspx?id=1259002000060 Steckbrief] bei der Landesanstalt für Umweltschutz, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde ist mit einer Fläche von 191 [[Hektar|ha]] relativ klein. Der Wald, der das Gebiet früher bedeckte, wurde im Lauf der Jahrhunderte bis auf wenige Reste gerodet. [[Ackerbau]] spielt wegen des kargen Bodens eine untergeordnete Rolle, sodass die Gemarkung heute größtenteils aus [[Grünland]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finsterrot liegt an der [[Bundesstraße 39]], die in West-Ost-Richtung [[Heilbronn]] mit [[Schwäbisch Hall]] verbindet. Die Straße führte früher direkt durch den Hauptort, wurde aber 1853 auf eine etwas weniger steile Trasse an dessen Westseite verlegt. Die benachbarten Orte an der B 39 sind im Osten das zur Gemeinde [[Mainhardt]] im [[Landkreis Schwäbisch Hall]] gehörende Dorf [[Ammertsweiler]], im Westen der zu Wüstenrot gehörende Weiler &amp;#039;&amp;#039;Weihenbronn&amp;#039;&amp;#039;. In Weihenbronn kreuzt die &amp;#039;&amp;#039;Landesstraße 1090&amp;#039;&amp;#039; die B 39 und führt im Süden zum für die Gemeinde namengebenden Hauptort Wüstenrot, im Norden nach [[Neuhütten (Wüstenrot)|Neuhütten]], beide ebenfalls Nachbarorte Finsterrots. Im Südosten grenzt die Finsterroter Gemarkung im Tal der Rot zudem an den zur Gemeinde [[Großerlach]] im [[Rems-Murr-Kreis]] gehörenden Weiler &amp;#039;&amp;#039;Hals&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Topographische Karte 1:25 000. Blatt 6922 Wüstenrot.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2001, ISBN 3-89021-071-6 und &amp;#039;&amp;#039;Topographische Karte 1:25 000. Blatt 6923 Sulzbach an der Murr.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2006, ISBN 3-89021-072-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden.&amp;#039;&amp;#039; Band II: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinden vor und nach der Gebietsreform. Landeskundlich-statistische Grunddaten.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1975, ISBN 3-17-002349-7, S. 135.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden.&amp;#039;&amp;#039; Band IV: &amp;#039;&amp;#039;Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 150–153.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Wüstenrot COA.svg|mini|120px|Wappen Wüstenrots mit dem Glastopf aus Finsterrot]]&lt;br /&gt;
Finsterrot wurde vermutlich um 1500 von dem hohenlohischen Sekretär [[Wendel Hipler]] als [[Rodungssiedlung]] bei einer [[Glashütte]] angelegt. Es gab vermutlich zwei Glashütten, eine im unteren Dachsbachtal zwischen der Mühle und der Mündung des Dachsbaches in die Rot, wo Flurnamen wie &amp;#039;&amp;#039;Glasklinge&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Glaswald&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Aschenbühl&amp;#039;&amp;#039; noch heute auf die ehemals hier angesiedelte Hütte hinweisen, und eine andere weiter oben im Dachsbachtal, im heutigen unteren Ortsteil von Finsterrot, auf die 1935 und 1963 bei Bauarbeiten gemachte Glasfunde hinweisen. Ein dort gefundener Glastopf schmückt das 1975 verliehene neue Wappen der Gemeinde Wüstenrot. Hipler hatte den Ort als Lehen der [[Hohenlohe (Adelsgeschlecht)|Grafen von Hohenlohe]] inne und nannte ihn &amp;#039;&amp;#039;Fischbach&amp;#039;&amp;#039;, wie sein Siegel von 1507 mit zwei Fischen im Bach und der Inschrift &amp;#039;&amp;#039;Wendel Hipler von Fischbach 1507&amp;#039;&amp;#039; zeigt. 1511 ist in einer Urkunde der Grafen Georg und Albrecht von Hohenlohe erstmals von der Siedlung „an der vinstern Rodt“ die Rede, 1512 von der „Vinsterrot“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem langjährigen Rechtsstreit Hiplers mit den Grafen von Hohenlohe und einer Auseinandersetzung mit dem Glashüttenmeister Ulrich Greiner aus dem benachbarten Stangenbach, dessen Haus Hipler 1519 überfallen hatte, verlor Hipler die Ortsherrschaft über Finsterrot an Greiner, der 1523 den Ort an sich brachte und 1528 von den Hohenloher Grafen in gleicher Weise wie zuvor Hipler mit den um Finsterrot gelegenen Gütern belehnt wurde. 1559 schließlich verkaufte Greiner alle seine Güter und Rechte im Ort für 3500 Gulden an den Grafen Ludwig Casimir von Hohenlohe-Neuenstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Finsterrot um 1500.jpg|mini|Finsterrot um 1500 auf einer Karte]]&lt;br /&gt;
Bis 1806 blieb Finsterrot hohenlohisch und ein Teil des [[Fränkischer Reichskreis|Fränkischen Reichskreises]], dann fiel es an das [[Königreich Württemberg]], wo es bis 1808 dem Oberamt Neuenstein, dann bis 1810 dem [[Oberamt Öhringen]] und schließlich bis zu dessen Auflösung 1926 dem [[Oberamt Weinsberg]] zugeordnet wurde. Spätestens 1809 wurden mehrere umliegende Siedlungen, darunter Hals, Hasenhof, [[Laukenmühle (Mainhardt)|Laukenmühle]], Ammertsweiler, Kutzenweiler und Weihenbronn, einer Schultheißerei mit Sitz in Finsterrot zugeordnet, aber schon vor 1828 wurden sie alle wieder abgetrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut und ein durch Auswanderung vor allem in die [[Vereinigte Staaten|USA]] verursachter Bevölkerungsrückgang prägten das 19. Jahrhundert in Finsterrot. 1856 kam Finsterrot, wie auch die anderen Vorgängergemeinden der heutigen Gemeinde Wüstenrot, auf Grundlage des &amp;#039;&amp;#039;Gesetzes über die Handhabung der Staatsaufsicht über verwahrloste Gemeinden&amp;#039;&amp;#039; unter direkte staatliche Verwaltung, die bis 1873 andauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auflösung des Oberamtes Weinsberg im Jahr 1926 kam Finsterrot, seit 1806 im Grenzgebiet mehrerer Verwaltungseinheiten gelegen, wieder zum Oberamt Öhringen, bei einer erneuten Kreisreform 1938 schließlich zum [[Landkreis Schwäbisch Hall]]. Gefechte zwischen deutschen und amerikanischen Einheiten um die Reichsstraße (heute [[Bundesstraße 39]]) forderten gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] fünf Todesopfer und zerstörten 19 Wohngebäude und 21 Scheunen, bis nach dem Rückzug der deutschen Einheiten amerikanische Truppen den Ort am 18. April 1945 besetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beseitigung der Kriegsschäden bis zum Beginn der 1950er-Jahre setzte eine rege Bautätigkeit ein, die Infrastruktur wie Straßen, Wasserversorgung und Kanalisation wurde verbessert und erweitert. Neubaugebiete sorgten für einen Anstieg der Bevölkerungszahl und eine Verbindung der Wohnplätze &amp;#039;&amp;#039;Berg&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dörfle&amp;#039;&amp;#039;. Die [[Kreisreform Baden-Württemberg 1973|Kreisreform von 1973]] ordnete Finsterrot im Vorgriff auf den am 1. Januar 1974 im Rahmen der [[Gebietsreform in Baden-Württemberg|baden-württembergischen Kommunalreform]] erfolgten Zusammenschluss mit den Nachbargemeinden zur neuen Gemeinde Wüstenrot&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=451}}&amp;lt;/ref&amp;gt; schließlich dem [[Landkreis Heilbronn]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Finsterrot Evangelische Kirche 20100402-A.jpg|mini|hochkant|Evangelische Kirche Finsterrots]]&lt;br /&gt;
Finsterrot gehörte kirchlich anfangs zu Mainhardt. Wie der Rest [[Hohenlohe]]s wurde Finsterrot mit der Einführung der [[Reformation]] im 16. Jahrhundert [[Evangelische Kirche|evangelisch]]. Spätestens seit 1567 war es dann bis 1851 Filial von Wüstenrot. In diesem Jahr wurde es von Wüstenrot gelöst und zusammen mit Neuhütten, das bis dahin Filial von Maienfels gewesen war, zu einem eigenen Pfarrbezirk erhoben. Der erste Geistliche nahm seinen Wohnsitz 1851 in Finsterrot. Da es im Ort keine Kirche gab, hielt man die Gottesdienste im Schulhaus ab. Nach langen Streitereien zwischen Finsterrot und Neuhütten um Kirche, Pfarrsitz und Pfarrerswohnung ordnete ein ministerieller Erlass vom 11. November 1856 die Verlegung des Pfarrsitzes ins größere Neuhütten an. Das 1831 erbaute Finsterroter Schulhaus wurde mit Staatshilfe zu einem Betsaal umgebaut und am 15. November 1857 als evangelische Kirche geweiht. Eine gründliche Renovierung 1957 konnte den Zerfall des Gebäudes nicht verhindern; es wurde 1980 abgebrochen und 1981 durch einen Neubau ersetzt. Die evangelische Kirche ist außerdem durch ein vor allem im Sommer genutztes [[Kinderfreizeit|Jugendfreizeitheim]] präsent, das das Evangelische Jugendwerk Weinsberg in der Nähe des Finsterroter Sees betreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Finsterrot ansässigen Katholiken gehören seit 1990 zur Kirchengemeinde ([[Obersulm]]-) Affaltrach, die in Neuhütten über die [[St. Barbara (Neuhütten)|St.-Barbara-Kirche]] verfügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortschaftsrat und Ortsvorsteher ==&lt;br /&gt;
Finsterrot ist im rechtlichen Sinne eine [[Ortschaft]] innerhalb Wüstenrots mit einem [[Ortsbeirat|Ortschaftsrat]], der sechs Mitglieder hat. Auf den Vorschlag des Ortschaftsrates hin wählt der Wüstenroter Gemeinderat einen ehrenamtlichen [[Ortsvorsteher]] Finsterrots. Diese Gremien sind zu wichtigen die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Finsterrot.svg|rahmenlos|75px|links|Wappen Finsterrots]]&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Finsterroter Wappens lautet: {{&amp;quot; |Text=In Rot ein silberner (weißer) Wellenschrägbalken, belegt mit zwei blauen Fischen.}} Die Flagge Finsterrots war weiß-rot. Das Wappen und die Flagge wurden am 7. Dezember 1961 genehmigt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsames Amtsblatt des Landes Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; 10.1962, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen geht auf ein Siegel Wendel Hiplers mit zwei Fischen im Bach zurück, das dieser nach seinem von ihm &amp;#039;&amp;#039;Fischbach&amp;#039;&amp;#039; genannten Besitz im heutigen Finsterrot 1507 führte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
Wichtigstes Baudenkmal Finsterrots ist das &amp;#039;&amp;#039;Gasthaus zum Waldhorn&amp;#039;&amp;#039;, ein im 17. Jahrhundert als hohenlohisches [[Zollhaus (Gebäude)|Zollhaus]] erbauter zweigeschossiger [[Fachwerkhaus|Zierfachwerkbau]] mit gemauertem [[Sockelgeschoss]]. Mit der Verlegung der Durchgangsstraße durch Finsterrot im Jahr 1853 wurde auch der Haupteingang des Gasthauses von der Nord- auf die Südseite an die neue Straßentrasse verlegt. Der ursprüngliche Haupteingang mit einem auf Holzsäulen gestützten Vorbau über einer doppelarmigen [[Freitreppe]] befindet sich seitdem auf der Gebäuderückseite an der &amp;#039;&amp;#039;Alten Straße&amp;#039;&amp;#039;. Schräg gegenüber vom &amp;#039;&amp;#039;Waldhorn&amp;#039;&amp;#039; befindet sich an der Alten Straße noch ein steinerner Galgenbrunnen von 1731 mit aufgesetztem Wappen der Familie von Olnhausen über einem runden Steintrog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Finsterroter &amp;#039;&amp;#039;Friedhof&amp;#039;&amp;#039; liegt auf dem südlichen Höhenrücken zum Rottal hin, zwischen dem Wohnplatz Binsenhof im Westen und einem Einzelgehöft im Osten. Er wurde 1676 angelegt und wird im Norden und Osten teilweise noch von einer alten Sandsteinquader-Mauer begrenzt. Der alte Eingang im Osten besteht aus einem hohen Segmentbogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelische Kirche mit einem auffälligen, separat stehenden kleinen Glockenturm aus Holz wurde 1981 an Stelle eines 1980 abgebrochenen Bethauses von 1831/1857 (1831 als Schul- und Rathaus erbaut, 1857 zum Bethaus umgebaut) errichtet. Vom Vorgängerbau wurden zwei Glasfenster von 1957 und eine 1783 von Johann Georg Lösch aus [[Morsbach (Künzelsau)|Morsbach]] gefertigte Glocke übernommen. Ein Brand zerstörte am 18. April 2002 den Glockenturm, der 2003 originalgetreu wiederhergestellt wurde. Die beim Brand beschädigte Glocke von 1783 steht seitdem neben dem Turm.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Seeger: &amp;#039;&amp;#039;Katalog der Baudenkmale in Wüstenrot.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot. Geschichte einer Gemeinde im Schwäbisch-Fränkischen Wald.&amp;#039;&amp;#039; (s. Literatur), S. 231–244.&amp;lt;br /&amp;gt;Peter Hecht: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche von Finsterrot.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Kirchen im Dekanat Weinsberg.&amp;#039;&amp;#039; Evangelisches Dekanatamt Weinsberg, Weinsberg 2003, S. 16–17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Finsterrot Gasthaus Waldhorn 20120514.jpg|Gasthaus Waldhorn (Nordseite)&lt;br /&gt;
Finsterrot Gasthaus Waldhorn 20101014.jpg|Gasthaus Waldhorn (Südseite)&lt;br /&gt;
Finsterrot Brunnen 1731 20101014.jpg|Brunnen von 1731&lt;br /&gt;
Finsterrot Friedhof 20101013.jpg|Friedhof&lt;br /&gt;
Finsterrot Glocke von 1783 20101018.jpg|Beschädigte Glocke von 1783&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Hermann (Heimatforscher)|Karl Hermann]] (* 21. Juni 1888 in Finsterrot; † 25. Dezember 1961 in Möckmühl), Pädagoge und Heimatforscher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Weinsberg |Titel=Finsterroth |Seite=231–235 |Wikisource=Kapitel B 11}}&lt;br /&gt;
* Karl Siller: &amp;#039;&amp;#039;Finsterrot.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenroter Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; Gemeindeverwaltung Wüstenrot, Wüstenrot 1979, S. 9–28.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot. Geschichte einer Gemeinde im Schwäbisch-Fränkischen Wald&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde im Wandel.&amp;#039;&amp;#039; Band 8). Gemeinde Wüstenrot, Wüstenrot 1999, ISBN 3-00-005408-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Wüstenrot}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Wüstenrot)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Heilbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Heilbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;OS86</name></author>
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