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	<title>Finnische Architektur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Timk70: besseres Bild</title>
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		<updated>2026-03-07T23:12:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;besseres Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;finnische Architektur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war lange durch die nördliche Lage und spärliche Besiedlung [[Finnland]]s bestimmt. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen sich in der [[Architektur]] selbstständige Tendenzen zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten erhaltenen Bauwerke Finnlands sind mittelalterliche Steinkirchen und -burgen. Für das 17. und 18. Jahrhundert sind nach der volkstümlichen Bautradition errichtete Holzkirchen prägend. Von der traditionellen Holzarchitektur der finnischen Städte sind nur wenige Beispiele wie die Altstadt von [[Rauma]] erhalten. Im frühen 19. Jahrhundert entwarf der deutsche Architekt [[Carl Ludwig Engel]] in ganz Finnland, aber vor allem in der neuen Hauptstadt [[Helsinki]], repräsentative [[Klassizismus|klassizistische]] Bauten. Unter dem Einfluss des [[Jugendstil]]s kam gegen Ende des 19. Jahrhunderts der [[Nationalromantik|nationalromantische]] Baustil auf, dessen bedeutendster Vertreter [[Eliel Saarinen]] ist. Den [[Funktionalismus (Design)|Funktionalismus]] des 20. Jahrhunderts repräsentieren die Bauten [[Alvar Aalto]]s, des international bekanntesten finnischen Architekten. Seit der Nachkriegszeit ist der [[Moderne (Architektur)|Modernismus]] vorherrschend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkstümliche Bautradition ==&lt;br /&gt;
Die traditionellen ländlichen Wohnformen haben sich in Finnland im Laufe der Jahrhunderte nur wenig verändert. Die [[Blockhaus|Blockbauweise]] erreichte das Land im 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus [[Russland]] kommend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nikula-21&amp;quot;&amp;gt;Riitta Nikula: &amp;#039;&amp;#039;Architektur&amp;#039;&amp;#039;. In: Olli Alho (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturlexikon Finnland.&amp;#039;&amp;#039; Helsinki 1998, hier S.&amp;amp;nbsp;21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Land blieb sie bis ins 20. Jahrhundert die beinahe einzige Bautechnik. Es waren auch finnische Emigranten, die Blockhäuser in Nordamerika einführten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.cr.nps.gov/nr/twhp/wwwlps/lessons/4logcabins/4logcabins.htm |wayback=20070611021831 |text=&amp;#039;&amp;#039;Log Cabins in America: The Finnish Experience&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-12-23 12:22:45 InternetArchiveBot }} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit etwa 300 Jahren werden Holzhäuser wie in [[Schweden]] traditionell im dunklen [[Falunrot]] gestrichen. Im Osten und Norden Finnlands herrscht teils naturgrauer patinierter Baubestand vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verschiedenen Teilen des Landes entwickelten sich unterschiedliche Bauweisen: In Westfinnland gruppieren sich Wohn- und Wirtschaftsgebäude eines Bauernhofs traditionell in geschlossener Weise um einen rechteckigen Hof, in Ostfinnland dagegen sind die Gebäude eher in der Landschaft verstreut. In [[Karelien]] entwickelte sich unter russischem Einfluss ein eigenständiger Bautyp, in dem Wohnraum und Stallungen in einem großen rechteckigen Blockbau untergebracht sind. Die karelische Architektur unterscheidet sich auch durch die starke Ausschmückung mit ornamentalen Schnitzereien und Bemalungen von der finnischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seurasaari-holzhaus.jpg|Historische Hirtenhütte aus [[Malax]], heute im Freilichtmuseum [[Seurasaari]] ausgestellt&lt;br /&gt;
Pitäjäntupa Heinävesi.jpg|Rotgestrichenes Bauernhaus in [[Heinävesi]]&lt;br /&gt;
Houtskari Hyppeis.JPG|Rotgestrichene Bootshäuser im Dorf Hyppeis bei [[Houtskär]]&lt;br /&gt;
Parikkala Kagöne.jpg|Im karelischen Stil nachgebautes Haus bei [[Parikkala]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter (13. bis 16. Jahrhundert) ==&lt;br /&gt;
=== Burgen ===&lt;br /&gt;
Nachdem das heutige Finnland im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts zu einem festen Teil des schwedischen Reiches wurde, begannen die Schweden in dem neugewonnenen Gebiet Burgbauten zu errichten, um ihre Herrschaft zu festigen. Die älteste Burg Finnlands ist die wohl auf das Jahr 1280 zurückgehende [[Burg Turku]]. Sie wurde mehrmals umgebaut und erhielt im 16. Jahrhundert ihre heutige Form. Die [[Burg Häme]] in [[Hämeenlinna]] entstand Ende des 13. Jahrhunderts im Zusammenhang mit einem Feldzug des schwedischen Heeres unter [[Birger Jarl]]. Bei einem Umbau Mitte des 14. Jahrhunderts nutzte man [[Backstein]]. Dieses Baumaterial war für das mittelalterliche Finnland selten, da es aus Mangel an geeigneten Rohstoffen teuer war. Die [[Burg Raseborg]] (Raasepori) in Snappertuna bei [[Ekenäs]] wurde in den 1370er Jahren erbaut und verfiel, nachdem man sie Mitte des 16. Jahrhunderts aufgab. Auf [[Åland]] entstand gegen Ende des 14. Jahrhunderts die Burg [[Kastelholm]]. Die jüngste der mittelalterlichen Burgen Finnlands ist die [[Olavinlinna|Olafsburg]] (Olavinlinna) im ostfinnischen [[Savonlinna]]. Sie wurde 1475 gegründet, um die Ostgrenze gegen [[Republik Nowgorod|Nowgorod]] zu sichern. Ebenfalls in die Reihe dieser mittelalterlichen Reichsburgen einzureihen ist die 1293 errichtete Burg von Viipuri (heute [[Wyborg]], Russland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur noch in Ruinen erhalten ist die Bischofsburg [[Burg Kuusisto|Kuusisto]] bei [[Kaarina]]. Sie war seit 1317 die Residenz der katholischen [[Liste der Erzbischöfe von Turku|Bischöfe von Turku]] und wurde nach der [[Reformation]] abgerissen. Auch von der 1604–1619 erbauten Burg im nordfinnischen [[Kajaani]] sind nur noch wenige Ruinen übrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Turku castle.jpg|Burg Turku&lt;br /&gt;
Hameen linna ja bastioni.jpg|Burg Häme in Hämeenlinna&lt;br /&gt;
Raaseporin linna.jpg|Burg Raseborg bei Ekenäs&lt;br /&gt;
Savonlinna heinäkuu 2002 IMG 1635.JPG|Olavsburg in Savonlinna&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchen ===&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel: [[Mittelalterliche Steinkirchen in Finnland]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Nachdem bereits zwischen 1200 und 1400 die ersten, noch einschiffigen, Steinkirchen auf [[Åland]] entstanden waren, sah das späte Mittelalter zwischen dem 14. Jahrhundert und der Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts eine Blütezeit finnischer Kirchenbaukunst. Heute sind 73 Kirchenbauten jener Ära erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nikula-21&amp;quot; /&amp;gt; Ein Großteil von wurde im Süden des Landes ([[Varsinais-Suomi]], [[Uusimaa]], [[Satakunta]] und [[Häme (Landschaft)|Häme]]) gebaut. Nur sieben mittelalterliche Kirchen befinden sich in der historischen Landschaft [[Österbotten]], deren nördlichste in [[Keminmaa]]. Das bedeutendste mittelalterliche Gotteshaus Finnlands ist der [[Dom zu Turku]] (Baubeginn 1286). Als einzige mittelalterliche finnische Kirche kommt der mehrmals umgebaute dreischiffige Bau an die Proportionen mittel- und südeuropäischer Kathedralen heran. Andere nennenswerte Kirchen sind die ehemalige [[Kirche von Naantali|Klosterkirche von Naantali]], der [[Dom von Porvoo]], die [[Heiligkreuzkirche (Hattula)|Heiligkreuzkirche von Hattula]] sowie die Kirchen von [[Kirche von Hollola|Hollola]] und [[St.-Laurentiuskirche (Lohja)|Lohja]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Ausnahme sind die Kirchenbauten des Mittelalters allesamt aus [[Feldstein (Baumaterial)|Feldstein]] gebaut, einzig die Kirche von Hattula wurde in Backstein errichtet. In stilistischer Hinsicht stellen die Bauten eine periphere Form der [[Gotik]] dar. Erkennbar wird dies an den hohen Steildächern und der sparsamen Backsteindekoration. Letzteres zeigt den Einfluss der [[Backsteingotik]] Norddeutschlands, woher viele der Baumeister der Kirchen kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;Elias Härö, Gisbert Jänicke: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen.&amp;#039;&amp;#039; In: Olli Alho (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturlexikon Finnland.&amp;#039;&amp;#039; Helsinki 1998, hier S.&amp;amp;nbsp;178.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das rechteckige [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] der Steinkirchen wird in der Regel durch [[Kreuzgewölbe|Kreuz-]] oder [[Sterngewölbe]] in drei [[Kirchenschiff|Schiffe]] geteilt, an die Seiten sind [[Sakristei]] und [[Waffenhaus]] angebaut. Anstelle eines [[Kirchturm]]s verfügen die meisten Kirchen über einen freistehenden [[Glockenstapel]]. Das Innere der Kirchen war oft durch reiche Malereien verziert, von denen aber viele nicht erhalten geblieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Turku cathedral 26-Dec-2004.jpg|Dom von Turku&lt;br /&gt;
Porvoon Tuomiokirkko.jpg|Dom von Porvoo&lt;br /&gt;
Hattula Pyhän Ristin kirkko 1.jpg|Kirche von Hattula&lt;br /&gt;
Church.20051224 PM.hollola of finland.ojp.jpg|Kirche von Hollola&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwedische Großmachtszeit (17. und 18. Jahrhundert) ==&lt;br /&gt;
=== Städte- und Festungsbau ===&lt;br /&gt;
Während der Großmachtszeit Schwedens, die mit der Krönung [[Gustav II. Adolf|Gustav&amp;amp;nbsp;II. Adolf]] im Jahr 1611 begann, prosperierte auch Finnland, was sich in einer verstärkten Bautätigkeit widerspiegelte. Hatte es im Mittelalter in Finnland nur sechs Städte ([[Turku]], [[Wyborg|Viipuri]], [[Porvoo]], [[Ulvila]], [[Rauma]] und [[Naantali]]) gegeben, stieg ihre Anzahl gegen Ende des 17. Jahrhunderts schon auf 30. Die in jener Zeit gegründeten Städte waren klein und in Holz gebaut, in der Regel hatten sie einen schachbrettartigen Grundriss. Die meisten Holzstädte fielen im Laufe ihrer Geschichte entweder Feuersbrünsten oder aber dem Bauboom der 1960er Jahre zum Opfer. Ein außergewöhnlich gut erhaltenes Holzhausviertel findet sich in der Altstadt von Rauma. Dieser mit 28 Hektar größte zusammenhängende Holzhauskomplex der Nordischen Länder ist seit 1682 von Bränden verschont geblieben und gehört mittlerweile zur Liste des [[UNESCO-Welterbe|UNESCO-Weltkulturerbes]]. Weitere erwähnenswerte Holzhausviertel finden sich in Porvoo, Naantali und im Turkuer Stadtviertel Luostarimäki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem verlorenen [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieg]] (1700–1721) hatte Schweden seine Großmachtstellung verloren und musste nun mit Russland um die Vorherrschaft in der Ostseeregion ringen. Um die Ostgrenze zu sichern, errichteten die Schweden die Bastionen [[Lappeenranta]] und [[Hamina]]. Die 1723 gegründete Festungsstadt Hamina entsprach mit ihrem radialen Grundriss den stadtplanerischen Idealen der [[Barock]]zeit. Im [[Friede von Åbo|Frieden von Åbo]] musste Schweden 1743 Hamina, Lappeenranta und die Olafsburg an Russland abtreten. Um die Verteidigung Finnlands weiterhin zu gewährleisten, mussten nun neue Festungsbauten errichtet werden. Als Gegengewicht zur Festung [[Kronstadt (Russland)|Kronstadt]], die [[Peter der Große]] vor [[Sankt Petersburg]] hatte erbauen lassen, gründete man 1748 die Inselfestungen Sveaborg (heute [[Suomenlinna]]) vor [[Helsinki]] und [[Svartholm (Festung)|Svartholm]] vor [[Loviisa]]. Die monumentale Festungsinsel Suomenlinna ist heute ein beliebtes Ausflugsziel der Helsinkier und wurde 1991 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:VanhaRauma1.jpg|Holzhäuser in der Altstadt von Rauma&lt;br /&gt;
Datei:Raumahaus2.jpg|Kaufmannshaus Marela in Rauma&lt;br /&gt;
Datei:Naantali Mannerheiminkatu.JPG|Holzhaus in der Altstadt Naantalis&lt;br /&gt;
Datei:Suomenlinna.jpg|Festung Suomenlinna&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrensitze ===&lt;br /&gt;
Schon im Mittelalter hatte der [[Adel]] in Finnland [[Rittergut|Rittergüter]] besessen. Ab dem 17. Jahrhundert verteilte die schwedische Krone dann verstärkt Donationen in Finnland. So entstanden zahlreiche [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrensitze]], die wegen ihres repräsentativen Baustils für die finnische Architekturgeschichte von Interesse sind. Die ältesten erhaltenen steinernen Landgüter stammen aus der [[Haus Wasa|Wasa-Zeit]] des 16. Jahrhunderts und sind dem Renaissancestil zuzurechnen. Die [[Fleming (schwedisches Adelsgeschlecht)|Flemings]], das mächtigste Adelsgeschlecht jener Zeit, errichteten die Herrensitze [[Qvidja]] (bei [[Pargas]]), [[Sundholm]] ([[Uusikaupunki]]) und [[Svidja]] ([[Siuntio]]); auf Veranlassung des [[Horn (Adelsgeschlecht, Ranzin)|Horn]]-Geschlechts entstanden die Herrensitze [[Kankas]] ([[Masku]]) und [[Vuorentaka]] ([[Halikko]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] versiegte der Bau von Herrensitzen in Finnland. Ausnahmen sind die Schlösser [[Louhisaari]] (bei [[Askainen]], 1653–1655) und [[Sarvlax]] ([[Pernå]], 1672–1683). Beide sind in einem [[Palladianismus|palladianistischen]] Stil errichtet und verfügen über barocke Gartenanlagen. Auf den Großen Nordischen Krieg folgte in Finnland eine Blütezeit der Schlossarchitektur: Im Laufe des 18. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Herrensitze im Stil des [[Rokoko]]. Zu nennen sind die Güter [[Fagervik]] ([[Ingå]], 1762–1781), [[Lapila]] ([[Naantali]], 1763), [[Lemsjöholm]] (Askainen, 1763–1767), [[Tykö]] ([[Perniö]], 1770), [[Viksberg]] ([[Paimio]], 1770) und [[Nuhjala]] ([[Taivassalo]], 1764). Diese sind allesamt in Stein errichtet und wurden vom Architekten [[Christian Friedrich Schröder]] entworfen. Aus Holz gebaut sind dagegen die Gutshöfer [[Svartå]] ([[Karis]], 1783–1792) und [[Jokioinen]] (1794), deren Entwürfe aus der Feder des Architekten [[Erik Palmstedt]] stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 19. Jahrhunderts entwarfen [[Charles Bassi]] und [[Carl Ludwig Engel]] einige klassizistische Gutshöfe (s.&amp;amp;nbsp;u.). Von Bassi stammt das Schloss [[Åminne]] ([[Halikko]], 1811), von Engels die Gutshöfe [[Vuojoki]] ([[Eurajoki]], 1836) und [[Sannäs]] ([[Porvoo]], 1837). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahm der Bau von Herrensitzen ab. Zu den wenigen Beispielen aus dieser Zeit zählen das neogotische Gut [[Tjusterby]] (Pernå, 1859–1867) und das im Stil der Neorenaissance errichtete Schloss [[Malmgård]] (Pernå, 1882–1885). Die letzten Herrensitze sind die im frühen 20. Jahrhundert entstandenen Gutshäuser [[Vanajanlinna]] ([[Hämeenlinna]], 1924), [[Saari (Mäntsälä)|Saari]] ([[Mäntsälä]], 1929) und [[Ruhala]] ([[Ruovesi]], 1938).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kankas gård.jpg|Gut Kankas bei Masku&lt;br /&gt;
Louhisaari.JPG|Gut Louhisaari&lt;br /&gt;
Jokioistenmakasiini.jpg|Getreidespeicher des Guts Jokioinen&lt;br /&gt;
Herttoniemen kartano2.JPG|Gut [[Herttoniemi]] (1815)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzkirchen ===&lt;br /&gt;
Nach der Reformation ging man, nicht zuletzt aus finanziellen Gründen, in der Kirchenbaukunst zur Holzbauweise über.&amp;lt;ref&amp;gt;Elias Härö, Gisbert Jänicke: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen&amp;#039;&amp;#039;. In: Olli Alho (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturlexikon Finnland&amp;#039;&amp;#039;. Helsinki 1998, hier S.&amp;amp;nbsp;179.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Holzkirchen mischten sich Einflüsse internationaler Stilrichtungen ([[Renaissance]], [[Barock]], [[Klassizismus]]) und volkstümliche Bautradition. Ihre Baumeister waren meist einfache lokale Zimmerleute. Nur wenige Kirchen, etwa die von [[Kangasala]] (1767) und [[Kuopio]] (1806), wurden nach den Anweisungen der Oberintendanz ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein spezifisch finnischer Bautyp ist die entlang der Küste Österbottens vorherrschende [[Stützpfeilerkirche]].&amp;lt;ref&amp;gt;Marja Terttu Knapas: &amp;#039;&amp;#039;Tukipilarikirkko on suomalainen erikoisuus&amp;#039;&amp;#039; (finnisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei handelt es sich um einfache rechteckige, mit Stützpfeilern verstärkte Langhäuser mit einem hohen, schlanken Turm am Giebelende. Stilistisch schließen sie sich an die älteren Steinkirchen Österbottens an. Beispiele für diesen Kirchentyp finden sich unter anderem in [[Kirche von Tornio|Tornio]] (1686), [[Kempele]] (1691), [[Kirche von Vörå|Vörå]] (1627) und [[Kristinestad]] (1700). Ein ähnlicher Langhaustyp mit symmetrischen Anbauten und niedrigerem Turm findet sich in [[Mittelösterbotten]], [[Satakunta]] und Varsinais-Suomi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 17. Jahrhundert kam die Grundrissform des gleicharmigen [[Griechisches Kreuz|Griechischen Kreuzes]] mit einem dreiteiligen freistehenden Renaissance-Glockenturm auf. Die ersten Kirchen dieses Typs entstanden in [[Elimäki]] (1678) und [[Iitti]] (1693). Die [[Kreuzkirche (Architektur)|Kreuzkirche]] mit barockem Einschlag war auch die vorherrschende Bauform des 18. Jahrhunderts. Vor allem das späte 18. Jahrhundert war mit der Errichtung von 120 Holzkirchen die Zeit eines regelrechten Kirchenbaubooms.&amp;lt;ref&amp;gt;Riitta Nikula: &amp;#039;&amp;#039;Architektur&amp;#039;&amp;#039;. In: Olli Alho (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturlexikon Finnland.&amp;#039;&amp;#039; Helsinki 1998, hier S.&amp;amp;nbsp;22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als typisches Beispiel dieser Architekturtradition wurde die [[Alte Kirche von Petäjävesi]] (1765) in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Den Typ der Kreuzkirche variierte man in den verschiedenen Teilen des Landes: In Westfinnland erweiterte man den Mittelraum durch Abschrägung der inneren Ecken, in Ostfinnland schuf man durch Ausbuchtung der Ecken nach außen sogenannte [[Doppelkreuzkirche]]n. Diesen Typ repräsentiert etwa die Kirche von Lappee (1792) in [[Lappeenranta]]. Im 19. Jahrhundert begann man schließlich unter dem Einfluss des Klassizismus hölzerne [[Kreuzkuppelkirche]]n zu errichten. Ein eindrucksvolles Beispiel dieses Typs ist die [[Kirche von Kerimäki]] (1847), die als größte Holzkirche der Welt gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tornion kirkko.jpg|Kirche von Tornio (1686)&lt;br /&gt;
Sodankylä vanha kirkko.JPG|[[Alte Kirche von Sodankylä]] (1689)&lt;br /&gt;
Petäjävesi Old Church from south.JPG|Alte Kirche von Petäjävesi (1765)&lt;br /&gt;
Ylikiiminki Church, Finland.jpg|Kreuzkirche von [[Ylikiiminki]] (1786)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Russische Herrschaftszeit (1809 bis 1917) ==&lt;br /&gt;
=== Klassizismus ===&lt;br /&gt;
Schon im ausgehenden 18. Jahrhundert war in der [[Gustavianischer Stil|gustavianischen]] Zeit der auf die Antike zurückgreifende [[Klassizismus]], wie er etwa im [[Akademie zu Turku|Akademiegebäude]] von Turku (1801–1815) zum Ausdruck kommt, zum vorherrschenden Stilrichtung geworden. Nachdem Finnland dann 1809 zu einem [[Großfürstentum Finnland|Großfürstentum]] unter [[Russland|russischer]] Herrschaft geworden war, wurde ein Intendantenbüro gegründet, das für den Bau öffentlicher Gebäude zuständig war. Erster Generalintendant war der Italiener [[Charles Bassi]] (1772–1840). Sein Werk umfasst zahlreiche Kirchenbauten in verschiedenen Teilen Finnlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der russische Zar 1812 beschloss, die Hauptstadt des Großfürstentums aus Turku nach [[Helsinki]] zu verlegen, beauftragte er den deutschen Architekten [[Carl Ludwig Engel]] (1778–1840) damit, ein neues Zentrum zu planen. Unter Engels Ägide wurde das bis dahin eher unbedeutende Helsinki in eine repräsentative Hauptstadt im Stil des Klassizismus umgebaut. Berühmt ist insbesondere des Ensemble am [[Senatsplatz (Helsinki)|Senatsplatz]] mit dem [[Dom Helsinki|Dom]] (1830–1852), dem Senatsgebäude (1818–1822), dem Hauptgebäude der [[Universität Helsinki]] (1832) und der [[Finnische Nationalbibliothek|Nationalbibliothek]] (zuvor Universitätsbibliothek Helsinki, 1833–1844). Ab 1824 übernahm Engel das Amt des Generalintendanten und zeichnete in der Folgezeit für zahlreiche Kirchen und öffentliche Bauten in allen Teilen des Landes verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muonion kirkko.jpg|Kirche von [[Muonio]] (1822, Charles Bassi)&lt;br /&gt;
Helsinki Cathedral in July 2004.jpg|Dom Helsinki&lt;br /&gt;
Helsingin yliopiston päärakennus.jpg|Hauptgebäude der Universität Helsinki&lt;br /&gt;
Kansalliskirjasto.jpg|Nationalbibliothek, Helsinki&lt;br /&gt;
Eckeroe-Storby Postmuseum.jpg|Post- und Zollhaus von [[Eckerö]] (1828)&lt;br /&gt;
Pori town hall.jpg|Das Rathaus von [[Pori]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Stilrichtungen in der finnischen Architektur vielfältiger. Die [[Neugotik]] repräsentieren das von [[Georg Theodor von Chiewitz|Theodor Policron Chiewitz]] entworfene [[Ritterhaus]] in Helsinki (1862), zahlreiche Kirchenbauten sowie die Architektur der 1862 nach einem Großbrand komplett neu aufgebauten Stadt [[Vaasa]]. Der Architekt [[Theodor Höjer]] plante in Helsinki zahlreiche Wohngebäude und den Museumsbau [[Ateneum]] (1887) im Stil der [[Neorenaissance|Neurenaissance]]. Den Klassizismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts wiederum vertreten [[Gustav Nystrom]]s Entwürfe des [[Finnisches Nationalarchiv|Nationalarchivs]] (1890) und des [[Ständehaus (Helsinki)|Ständehauses]] (1891) in Helsinki. Im Zuge der im europäischen Vergleich recht spät einsetzenden Industrialisierung entstanden in Städten wie [[Tampere]] oder [[Forssa]] zahlreiche in Backstein gefertigte Industriebauten. Stellvertretend für die finnische Industriearchitektur wurde die Kartonfabrik von [[Verla]] (1885–1895) in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ritarihuone.jpg|Ritterhaus, Helsinki&lt;br /&gt;
Helsinki July 2013-26a.jpg|Ateneum, Helsinki&lt;br /&gt;
House of the Estates, Helsinki, Finland - 20061130.jpg|Ständehaus, Helsinki&lt;br /&gt;
Forssan kehräämöalue.jpg|Spinnerei von Forssa (1873)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalromantik und Jugendstil ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende kam in der finnischen Architektur wie in allen Kunstrichtungen mit der [[Nationalromantik]] eine neue Stilrichtung auf. Der Baustil wurde von der [[Arts and Crafts Movement|Arts-and-Crafts]]-Bewegung und dem [[Jugendstil]] beeinflusst und schöpfte seine Inspiration vor allem aus dem finnischen Nationalepos &amp;#039;&amp;#039;[[Kalevala]]&amp;#039;&amp;#039; und der traditionellen Architektur Finnlands und Kareliens. Die besten Beispiele für die nationalromantische Wohnhäuser finden sich in den Helsinkier Stadtteilen [[Katajanokka]] und [[Eira (Helsinki)|Eira]]. Ein bekannter nationalromantischer Kirchenbau ist der von [[Lars Sonck]] entworfene [[Dom von Tampere]] (1907).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Architekt der Nationalromantik ist [[Eliel Saarinen]] (1873–1950). Zusammen mit seinen Kollegen [[Herman Gesellius]] (1874–1916) und [[Armas Lingren]] (1874–1929) entwarf er neben zahlreichen Wohnbauten den vielbeachteten finnischen Pavillon für die [[Weltausstellung Paris 1900|Weltausstellung 1900]] in [[Paris]] sowie das Gebäude der Versicherungsgesellschaft [[Pohjola (Unternehmen)|Pohjola]] und das [[Finnisches Nationalmuseum|Finnische Nationalmuseum]] (1901–1920) in Helsinki. Für sich selbst plante das Architektentrio die Villa [[Hvitträsk]] (1903) in [[Kirkkonummi]] bei Helsinki, das als Musterbeispiel der nationalromantischen Villenarchitektur gilt. Eliel Saarinens bekanntestes Werk ist der [[Hauptbahnhof Helsinki]] (1904–1919). 1923 emigrierte Saarinen in die Vereinigten Staaten, auch sein Sohn [[Eero Saarinen]] wurde dort zu einem einflussreichen Architekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Luotsikatu 1 Katajanokka.jpg|Jugendstilbau im Helsinkier Stadtteil Katajanokka&lt;br /&gt;
Tampereen tuomiokirkko kesä 2004 IMG 2328.jpg|Dom Tampere&lt;br /&gt;
National Museum of Finland.jpg|Finnisches Nationalmuseum, Helsinki&lt;br /&gt;
Helsinki Railway Station 20050604.jpg|Hauptbahnhof Helsinki&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seit der Erlangung der Unabhängigkeit 1917 ==&lt;br /&gt;
=== Neoklassizismus und Funktionalismus ===&lt;br /&gt;
Als Gegenrichtung zum Jugendstil ist der sogenannte [[Nordischer Klassizismus|Nordische Klassizismus]], eine Form des [[Neoklassizismus (Bildende Kunst)|Neoklassizismus]], für die Architektur nach der [[Finnische Unabhängigkeitserklärung|finnischen Unabhängigkeit]] kennzeichnend. Er ersetzte die Ornamentik des Jugendstils wieder durch eine strenge Formensprache. Beispiele finden sich in der Wohnarchitektur der Helsinkier Stadtteile [[Etu-Töölö]] und der Gartenstadt [[Käpylä]]. Als Baumaterial wurde gerne, wie beim [[Stockmann Helsinki|Warenhaus Stockmann]] im Zentrum von Helsinki (1930), roter Backstein verwendet. Ihren Abschluss fand diese Stilepoche 1931 mit dem monumentalen [[Finnisches Parlament|Parlamentsgebäude]] in Helsinki. Der wohl bekannteste finnische Architekt [[Alvar Aalto]] (1898–1976) verband in seinen frühen Bauten wie dem Haus der Arbeiterschaft in [[Jyväskylä]] (1925) oder der Kirche von [[Muurame]] (1929) Elemente des Neoklassizismus und des [[Funktionalismus (Design)|Funktionalismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1930er Jahren entwickelte sich der Funktionalismus dann zur vorherrschenden Stilrichtung. Vor allem öffentliche Bauten und Krankenhäuser, wie Alvar Aaltos Sanatorium von [[Paimio]] (1933), entstanden in diesem Baustil. Weitere wichtige Werke des finnischen Funktionalismus sind das von [[Yrjö Lindegren]] entworfene [[Olympiastadion Helsinki]] (1938–1952), die Kirche von [[Kannonkoski]] (1938) von [[Pauli E. Blomstedt]] und das von Aalto entworfene Wohnhaus [[Villa Mairea]] in [[Noormarkku]] (1939).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
HelsinkiMuseokatu.jpg|Wohnbauten in Etu-Töölö&lt;br /&gt;
Parliament building Finland.jpg|Parlamentsgebäude, Helsinki&lt;br /&gt;
Tower of the Helsinki Olympic Stadium.jpg|Turm des Olympiastadions Helsinki&lt;br /&gt;
4Y1A7841 Alvar Aalto, Finland (26710745140).jpg|Villa Mairea, Noormarkku&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit und Gegenwart ===&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit erlebte Finnland einen regelrechten Bauboom: drei Viertel aller finnischen Gebäude sind nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.visitfinland.de/w5/de/index.nsf/(Pages)/Architektur?opendocument&amp;amp;np=G-20 visitfinland.de &amp;#039;&amp;#039;Architektur und Design&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1940er Jahren konzentrierte sich die Architektur auf den Wiederaufbau und, da über 400.000 Flüchtlinge aus den an die Sowjetunion abgetretenen Ostgebieten neu angesiedelt werden mussten, auf den Wohnungsbau. Eine schlichte und effiziente industrielle Bauweise wurde vorherrschend. Ein bemerkenswertes Beispiel für die Stadtplanung der 1950er Jahre ist der [[Espoo]]er Stadtteil [[Tapiola]], in dem das zeitgenössische Ideal der in die Natur eingebetteten „Waldstadt“ verwirklicht wurde. Der gesellschaftliche Wandel und die [[Industrialisierung]] führten in den 1960er Jahren zu einer starken [[Landflucht]]. Im Bereich der Wachstumszentren Südfinnlands entstanden neue [[Satellitenstadt|Satellitenstädte]] in [[Plattenbau]]weise. Indes wichen viele alte Holzviertel modernen Zweckbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alvar Aalto führte in den 1960er Jahren seinen funktionalistischen Stil fort. Bedeutende Gebäude aus dieser Zeit sind seine Kirche von Vuoksenniska in [[Imatra]], das Hauptgebäude der [[Technische Universität Helsinki|Technischen Universität Helsinki]] (1964) im Espooer Stadtteil [[Otaniemi]] und die [[Finlandia-Halle]] (1971) in Helsinki. Der bekannteste Kirchenbau der Nachkriegszeit ist die expressionistische, in den Fels hineingebaute [[Temppeliaukio-Kirche]] in Helsinki (1969). In den 1980er Jahren entstand in Nordfinnland die [[Regionalismus|regionalistische]] „Ouluer Schule“ &amp;#039;&amp;#039;(Oulun koulukunta)&amp;#039;&amp;#039;, die der [[Postmoderne Architektur|Postmoderne]] verpflichtet war. Das bekannteste Gebäude der Ouluer Schule ist das aus Rotziegel gebaute Gemeindehaus von [[Oulunsalo]] (1983). Postmoderne Architektur beherrscht auch den Helsinkiner Stadtteil [[Pikku Huopalahti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Alvar Aalto gehören zu den bekannten finnischen Architekten des 20. Jahrhunderts das Ehepaar [[Kaija und Heikki Sirén]], [[Aarne Ervi]], [[Jorma Järvi]] und [[Viljo Revell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Espoon Tapiola kesällä.jpg|Tapiola, Espoo&lt;br /&gt;
Porthania.jpg|Porthania-Gebäude der Universität Helsinki&lt;br /&gt;
Helsinki University of Technology auditorium.jpg|Hauptgebäude der Technischen Universität Helsinki&lt;br /&gt;
Finlandia Wiki.jpg|Finlandia-Halle, Helsinki&lt;br /&gt;
Oulunsalo Town Hall 2006 05 06.JPG|Gemeindehaus von Oulunsalo&lt;br /&gt;
Helsinki Pikku-Huopalahti.jpg|Wohnhäuser in Pikku Huopalahti&lt;br /&gt;
Itäkeskus6.jpg|Einkaufszentrum Itäkeskus, Helsinki (1987)&lt;br /&gt;
Helsinki Kiasma.jpg|Kunstmuseum [[Kiasma]], Helsinki (1998)&lt;br /&gt;
Niittytorni Espoo 170318 b.png|Niittyhuippu, Espoo&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Paul Bernoulli: &amp;#039;&amp;#039;Ueberblick über die Architektur in Finnland.&amp;#039;&amp;#039; in: [[Werk, Bauen + Wohnen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Werk&amp;#039;&amp;#039;. Doppelnummer Finnland, Heft 3/4, Verlag Gebr. Fretz AG., Zürich 1940. S. 75–112. ([[doi:10.5169/seals-22232]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Finnland&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Weltarchitektur&amp;#039;&amp;#039;. 3.,&amp;amp;nbsp;aktualisierte und erweiterte Ausgabe. Prestel, München 1992.&lt;br /&gt;
* Elias Härö, Gisbert Jänicke: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kulturlexikon Finnland&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;177–181.&lt;br /&gt;
* Elias Härö: &amp;#039;&amp;#039;Herrensitze&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kulturlexikon Finnland&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;140&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Gisbert Jänicke: &amp;#039;&amp;#039;Burgen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kulturlexikon Finnland&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;43–47.&lt;br /&gt;
* Henrik Lilius und Rudolf Zeitler: &amp;#039;&amp;#039;Finnland. Kunstdenkmäler und Museen&amp;#039;&amp;#039; ([[Reclams Kunstführer]]). Stuttgart 1985. ISBN 978-3-15-010334-0&lt;br /&gt;
* Riitta Nikula: &amp;#039;&amp;#039;Architektur&amp;#039;&amp;#039;. In: Olli Alho (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturlexikon Finnland&amp;#039;&amp;#039;. Finnische Literaturgesellschaft, Helsinki 1998. {{Falsche ISBN|951-717-032-5}}, S.&amp;amp;nbsp;20–25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Architecture of Finland|Finnische Architektur}}&lt;br /&gt;
* [http://www.visitfinland.de/w5/de/index.nsf/(Pages)/Architektur?opendocument&amp;amp;np=G-20 visitfinland.fi: &amp;#039;&amp;#039;Architektur und Design&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.finland.fi/netcomm/news/showarticle.asp?intNWSAID=27045&amp;amp;intSubArtID=13501 Virtual Finland: &amp;#039;&amp;#039;Das Jahrhundert der finnischen Architektur&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.rakennusperinto.fi/fi_FI/ Rakennusperinto.fi] (Website des finnischen Umweltministeriums und der Museumsverwaltung, finnisch/schwedisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Finnland)| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Timk70</name></author>
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