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	<title>Finken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Finken&amp;diff=43674&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Haplochromis: /* Innere Systematik */</title>
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		<updated>2025-06-29T04:45:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Innere Systematik&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Finken&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Fringillidae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[William Elford Leach|Leach]], 1820&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Passerida&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Singvögel&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Passeri&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Sperlingsvögel&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Passeriformes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Neukiefervögel&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Neognathae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Vögel&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Aves&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Fringilla coelebs chaffinch male edit2.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Buchfink]] ♂ (&amp;#039;&amp;#039;Fringilla coelebs&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
| Subtaxa_Rang     = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Subtaxa          =&lt;br /&gt;
* [[Stieglitzartige]] (Carduelinae)&lt;br /&gt;
* [[Organisten (Unterfamilie)|Organisten]] (Euphoniinae)&lt;br /&gt;
* [[Edelfinken]] (Fringillinae)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fringilla montifringilla 2 (Marek Szczepanek).jpg|mini|280px|[[Bergfink]]en (&amp;#039;&amp;#039;Fringilla montifringilla&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Fringillidae) sind eine artenreiche [[Familie (Biologie)|Familie]] aus der [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] der [[Sperlingsvögel]] (Passeriformes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Prachtfinken]] (Estrildidae) und einige Arten der [[Ammern]] (Emberizidae), [[Tangaren]] (Thraupidae), [[Kardinäle]] (Cardinalidae), [[Sperlinge]] (Passeridae) und [[Webervögel]] (Ploceidae) werden als „Finken“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einigen Wissenschaftlern werden bei weiter Fassung der Familie die [[Stärlinge]] (Icteridae), [[Waldsänger]] (Parulidae), Ammern, Tangaren, Kardinäle, [[Trugwaldsänger]] (Peudedramidae) und [[Rosenschwanz|Rosenschwänze]] (Urocynchramidae) in die Fringillidae einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie der Finken enthält 40 [[Gattung (Biologie)|Gattungen]], davon 6 [[Liste der neuzeitlich ausgestorbenen Vögel|ausgestorben]], und etwa 200 [[Art (Biologie)|Arten]], davon sind 14 ausgestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heraldisch und [[Redendes Wappen|redend]] werden sie auf dem Gemeindewappen von [[Fincken]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Finken sind kleine bis mittelgroße Vögel von 9 bis 26 cm Länge. Sie besitzen einen kräftigen, meistens kegelförmigen [[Schnabel]], der bei den [[Kernbeißer]]n sehr groß ist. Auffällig sind die Schnäbel der [[Kreuzschnäbel]] (&amp;#039;&amp;#039;Loxia&amp;#039;&amp;#039;), deren Spitzen überkreuzt sind. Alle Arten haben 12 Schwanzfedern und 9 Schwungfedern. Das Schwanzende ist meistens eingekerbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Färbung des [[Feder|Gefieders]] variiert innerhalb der Familie stark. Die Bandbreite reicht von unauffällig grauen, grünlichen oder bräunlichen Vögeln bis zu Arten mit auffällig gelben, roten oder blauen Gefiederpartien, wie etwa bei [[Gimpel (Art)|Gimpel]] (&amp;#039;&amp;#039;Pyrrhula pyrrhula&amp;#039;&amp;#039;), [[Iiwi]] (&amp;#039;&amp;#039;Vestiaria coccinea&amp;#039;&amp;#039;) oder den Arten der [[Tropen|tropischen]] Unterfamilie der [[Organisten (Unterfamilie)|Organisten]] (Euphoniinae). Bei vielen Arten sind die Männchen auffälliger gefärbt als die Weibchen. Bei einigen ist das Winterkleid schlichter als das Brutkleid, oder der Schnabel ist im Winter heller, so etwa beim [[Kernbeißer]] (&amp;#039;&amp;#039;Coccothraustes coccothraustes&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Finken sind mit natürlichen Vorkommen fast weltweit verbreitet. Sie fehlen nur in der [[Antarktis]], auf zahlreichen kleinen Ozeaninseln sowie in [[Madagaskar]], [[Neuguinea]], [[Australien (Kontinent)|Australien]] und [[Neuseeland]]. Die größte Vielfalt kommt mit 18 Gattungen und etwa 70 Arten in [[Asien]] vor. In [[Europa]] gibt es dagegen nur 20 Arten aus 8 Gattungen. [[Afrika]] besitzt etwa 50 Arten und ist mit 35 Arten das Entfaltungszentrum der [[Girlitze]] (&amp;#039;&amp;#039;Serinus&amp;#039;&amp;#039;). In [[Nordamerika|Nord-]] und [[Südamerika]] zusammen sind etwa 60 Arten aus 8 Gattungen heimisch. Die Organisten (Euphoniinae) kommen ausschließlich hier vor, und die amerikanischen [[Zeisige]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Spinus&amp;#039;&amp;#039; sind mit 19 Arten besonders reich vertreten. Auf den [[Hawaii]]-Inseln hat sich der Tribus der Kleidervögel (Drepanidini) mit ursprünglich 34 Arten sehr reich diversifiziert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Arten der Familie wurden über ihr ursprüngliches [[Verbreitungsgebiet|Areal]] hinaus eingebürgert, so etwa in Australien, Neuseeland und auf Hawaii.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Die Finken besiedeln eine Vielzahl von Waldtypen, wie [[Nadelwald|Nadelwälder]], [[Laubwald|Laubwälder]] der gemäßigten Breiten oder [[Tropen|tropische]] [[Bergregenwald|Bergregenwälder]], sowie Waldränder und -lichtungen. Arten der Organisten (Euphoniinae) kommen auch in [[Tropischer Regenwald|Tieflandregenwäldern]] vor. Zahlreiche Arten bevorzugen eine offene Landschaft mit [[Baum|Bäumen]] und [[Gebüsch]]en, wie sie in der [[Kulturlandschaft]], etwa in [[Park]]s und [[Garten|Gärten]], vorkommt. In den Tropen werden auch [[Savanne]]n sowie Gras- und Buschland besiedelt. Randbereiche des Vorkommens von Finken sind felsiges [[Wüste]]ngelände, strauchbestandene [[Tundra]] und tropische [[Echter Papyrus|Papyrussümpfe]]. Einige Arten, etwa die [[Schneegimpel]] (&amp;#039;&amp;#039;Leucosticte&amp;#039;&amp;#039;), besiedeln Felshänge und Grasland oberhalb der [[Waldgrenze]]. In den [[Anden]] erreicht der [[Schwarzzeisig]] (&amp;#039;&amp;#039;Spinus atratus&amp;#039;&amp;#039;) eine Seehöhe von 4500 m, im [[Himalaya]] der [[Mattenschneegimpel]] (&amp;#039;&amp;#039;Leucosticte brandti&amp;#039;&amp;#039;) sogar 5400 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung und Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Loxia curvirostra -Karwendel mountains, Austria.jpg|mini|[[Fichtenkreuzschnabel]] (&amp;#039;&amp;#039;Loxia curvirostra&amp;#039;&amp;#039;), Männchen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finken ernähren sich hauptsächlich von [[Same (Pflanze)|Samen]], [[Frucht (Botanik)|Früchten]] und [[Knospe]]n. Der [[Kernbeißer]] knackt mit seinem großen Schnabel sogar [[Vogel-Kirsche|Kirschkerne]] auf. Die [[Kreuzschnäbel]] sind durch die Form ihres Schnabels darauf spezialisiert, Samen aus den [[Zapfen (Botanik)|Zapfen]] von [[Kieferngewächse|Nadelbäumen]] zu holen. In der Brutzeit werden von manchen Arten auch [[Insekten]], [[Webspinnen|Spinnen]] und sogar [[Regenwürmer]] erbeutet und vor allem an die Jungvögel verfüttert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Arten sind [[Standvogel|Standvögel]] oder sie verlassen im [[Winter]] nur die nördlichsten Teile ihres Brutgebiets, nur wenige Arten ziehen aus ihrem gesamten Brutgebiet fort. Unter den Finken ist der Bergfink der Vogel mit dem ausgeprägtesten [[Vogelzug|Zugverhalten]]. Er verlässt sein Brutgebiet, das die nördliche Waldzone von [[Norwegen]] bis nach [[Kamtschatka]] umfasst, vollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der Brutzeit schließen sich viele Arten zu großen Gruppen zusammen. So führten zwei [[Mast (Wald)|Mastjahre]] von [[Rotbuche]]n in den Wintern 1946/47 und 1951/52 dazu, dass sich riesige Scharen von Bergfinken in der [[Schweiz]] sammelten. Man schätzt, dass aufgrund der damaligen günstigen Buchenmast sich bis zu 100 Millionen Bergfinken in der Schweiz konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flug ist meistens hüpfend, bei einigen Arten auch wellenförmig. Durchschnittlich werden Finken zwei bis drei Jahre alt; bei einigen Arten kann allerdings in Einzelfällen, insbesondere in Gefangenschaft, ein Alter von über 15 Jahren erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimme ==&lt;br /&gt;
Die Männchen tragen in der Brutzeit ihren zur Revierabgrenzung dienenden Gesang vor. Dabei sitzen sie meistens auf Bäumen, seltener führen sie einen kurzen [[Balz]]flug aus. Unter den Finken gibt es sehr gute Sänger, wie den [[Buchfink]]en (&amp;#039;&amp;#039;Fringilla coelebs&amp;#039;&amp;#039;) oder den [[Kanarengirlitz]] (&amp;#039;&amp;#039;Serinus canaria&amp;#039;&amp;#039;), aber auch Arten mit eintönigem Gesang, wie etwa den [[Bergfink]]en (&amp;#039;&amp;#039;Fringilla montifringilla&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
Der Name der Vogelfamilie ist vom Klang eines Rufes des Buchfinken „fink“ hergeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Die napfförmigen Nester werden vorwiegend vom Weibchen, meistens auf Bäumen oder in [[Strauch|Sträuchern]], gebaut. Das Weibchen legt meistens 3 bis 5 Eier und bebrütet sie etwa zwei Wochen lang. Die Jungvögel werden von beiden Eltern gefüttert. Die [[Stieglitzartige]]n (Unterfamilie Carduelinae) füttern die Jungvögel aus dem [[Kropf]], vorwiegend mit Samen und Früchten. Dagegen tragen die [[Edelfinken]] (Fringillinae) das Futter im Schnabel und verfüttern fast ausschließlich tierische Nahrung. Die Jungvögel verlassen nach etwa 11–28 Tagen das Nest. Meistens kommt es zu zwei Bruten im Jahr, bei tropischen Arten auch zu mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Alle bisher [[Liste der neuzeitlich ausgestorbenen Vögel|ausgestorbenen]] Arten lebten einst jeweils nur auf einer einzigen kleinen Insel, 13 davon auf einzelnen der Hawaii-Inseln, eine auf den zu [[Japan]] gehörenden [[Bonin-Inseln]]. Nach wie vor sind 11 weitere der bisher auf Hawaii überlebenden Kleidervögel (Drepanidini) vom Aussterben bedroht, die übrigen sind fast alle auf längere Sicht ebenfalls gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stark bedroht ist auch der [[Einfarbgimpel]] (&amp;#039;&amp;#039;Crithagra concolor&amp;#039;&amp;#039;) von der kleinen Insel [[São Tomé und Príncipe|São Tomé]] im [[Golf von Guinea]]. Die Art wurde erst 1991 wiederentdeckt, nachdem sie lange als ausgestorben gegolten hatte; der heutige Bestand wird auf weniger als 50 Individuen geschätzt. Vom Aussterben bedroht sind weiters auch die auf der Insel [[Hispaniola]] beheimatete [[Kreuzschnäbel|Kreuzschnabelart]] &amp;#039;&amp;#039;Loxia megaplaga&amp;#039;&amp;#039;, der [[Azorengimpel]] (&amp;#039;&amp;#039;Pyrrhula murina&amp;#039;&amp;#039;), der im Norden von [[Venezuela]] lebende [[Kapuzenzeisig]] (&amp;#039;&amp;#039;Spinus cucullatus&amp;#039;&amp;#039;), der [[Somalihänfling]] (&amp;#039;&amp;#039;Linaria johannis&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Ankobergirlitz]] (&amp;#039;&amp;#039;Crithagra ankoberensis&amp;#039;&amp;#039;) aus [[Äthiopien]]. Drei weitere Arten der [[Stieglitzartige]]n (Carduelinae) gelten als gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Gefährdungsursachen liegen oft im kleinen Verbreitungsgebiet der betroffenen Arten und den dadurch bedingten kleinen Populationen, was zur Folge hat, dass sich sowohl die Zerstörung ihres Lebensraums – durch direkte menschliche Eingriffe oder indirekt durch fremde Pflanzen- und Tierarten – als auch die Einschleppung von Tieren wie etwa verwilderter [[Hauskatze]]n oder [[Ratten]], die entweder die Vögel selbst erbeuten oder deren Gelege plündern, besonders stark auswirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall der hawaiischen Kleidervögel (Drepanidini) spielen zusätzlich noch eingeschleppte Krankheiten, nämlich [[Vogelpocken]] und [[Vogelmalaria]], eine wichtige Rolle. Die meisten Arten kommen nur in höheren Lagen – oberhalb 1250 bis 1500 m Seehöhe – in ausreichenden Populationendichten vor, da in diesen Höhenlagen die [[Stechmücken|Stechmücke]] &amp;#039;&amp;#039;[[Culex quinquefasciatus]]&amp;#039;&amp;#039; selten ist, die die Malaria überträgt. Besonders problematisch ist damit das Überleben der Kleidervögel auf den Inseln [[Kauaʻi]], [[Oʻahu]], [[Molokaʻi]] und [[Lanai]], die diese Höhe nicht erreichen oder nur wenig überragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bedrohung des Kapuzenzeisigs (&amp;#039;&amp;#039;Spinus cucullatus&amp;#039;&amp;#039;) ist in erster Linie der illegale Fang und Handel verantwortlich. Ebenso hatte beim Aussterben des [[Mamo (Vogel)|Mamo]] (&amp;#039;&amp;#039;Drepanis pacifica&amp;#039;&amp;#039;) von [[Hawaii (Insel)|Hawaii]] die Bejagung durch die [[Polynesier|polynesischen]] Ureinwohner eine gewisse Bedeutung. Seine gelben Federn von den Unterschwanzdecken und vom Bürzel wurden in großer Zahl für zeremonielle Kleidungsstücke, etwa Federmäntel, verwendet. Daher kommt auch der Name „Kleidervögel“ für die Tribus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in [[Mitteleuropa]] vorkommenden Finkenarten sind allesamt höchstens regional gefährdet. Auf den [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Listen]] finden sich etwa der [[Bluthänfling]] (&amp;#039;&amp;#039;Linaria cannabina&amp;#039;&amp;#039;) in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] oder der [[Karmingimpel (Art)|Karmingimpel]] (&amp;#039;&amp;#039;Carpodacus erythrinus&amp;#039;&amp;#039;) mit seinen westlichsten Brutvorkommen in [[Österreich]] und in der [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die äußere und innere Systematik der Familie der Finken haben seit Mitte der 1990er Jahre durch molekulargenetische Untersuchungen einige Veränderungen erfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beresford&amp;quot;&amp;gt;P. Beresford, F. K. Barker, P. G. Ryan, T. M. Crowe: &amp;#039;&amp;#039;African endemics span the tree of songbirds (Passeri): Molecular systematics of several evolutionary &amp;quot;enigmas&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proc. R. Soc. Lond.&amp;#039;&amp;#039; B 272, 2005, S. 849–858 ([http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/royprsb/272/1565/849.full.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonsson Feldsa&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. A. Jønsson, J. Fjeldså |Titel=A phylogenetic supertree of oscine passerine birds (Aves: Passeri) |Sammelwerk=Zoologica Scripta |Band=35 |Datum=2006 |Seiten=149–186 |Online=[http://www.researchgate.net/profile/Knud_Jonsson/publication/227962180_A_phylogenetic_supertree_of_oscine_passerine_birds_%28Aves_Passeri%29/links/0deec52335de91a363000000.pdf online] |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2015-10-20 |DOI=10.1111/j.1463-6409.2006.00221.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn dadurch die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Singvögel deutlich besser verstanden wurden, bleiben dennoch auf der Ebene der Familien noch Fragen offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äußere Systematik ===&lt;br /&gt;
{{Kladogramm&lt;br /&gt;
|Titel=Kladogramm der äußeren Systematik&lt;br /&gt;
|Schriftgrad=75%&lt;br /&gt;
|Quelle= nach Oliveros et al. (2019)&amp;lt;ref name=&amp;quot;oliveros2019&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Kladogramm=&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
    |label1=←weitere&amp;amp;nbsp;[[Passerida]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
    |1={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=[[Braunellen (Vogelgattung)|Braunellen]]  (Prunellidae)&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
             |1=[[Sperlinge]] (Passeridae)&lt;br /&gt;
             |2={{Klade&lt;br /&gt;
                |1=[[Stelzen und Pieper]] (Motacillidae)&lt;br /&gt;
                |2={{Klade&lt;br /&gt;
                    |1=Finken (Fringillidae)&lt;br /&gt;
                    |label2=[[Emberizoidea]]&lt;br /&gt;
                    |2={{Klade&lt;br /&gt;
                        |1=... [[Ammern]]&lt;br /&gt;
                        |2=[[Kardinäle]], [[Tangaren]]&lt;br /&gt;
                        |3=... [[Waldsänger]]&amp;amp;nbsp;etc.&lt;br /&gt;
                        }}&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
                  }}&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
           }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Zum jetzigen Zeitpunkt (2023) geht man davon aus, dass die Familie der Finken basal in einer Klade steht, die im Englischen traditionell nach der Anzahl der Handschwingenfedern &amp;#039;&amp;#039;nine-primaried oscines&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Diese enthält als [[Schwestergruppe]] der Finken die neuweltlich verbreiteten Familien, die heute in der Überfamilie [[Emberizoidea]] zusammengefasst werden. In dieser sind unter anderem die [[Ammern]], [[Waldsänger]] und [[Kardinäle]] als nächste eurasische Verwandten der Finken zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb dieser Klade sind die nächsten Verwandten der Finken u.&amp;amp;nbsp;a. [[Stelzen und Pieper]], [[Sperlinge]] und [[Braunellen (Vogelgattung)|Braunellen]], die gemeinsam Teil der Parvordnung [[Passerida]] sind. Die Verwandtschaftsverhältnisse nach heutigem Kenntnisstand sind in nebenstehendem Kladogramm wiedergegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;oliveros2019&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. H. Oliveros et al.|Titel=Earth history and the passerine superradiation |Sammelwerk=Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States |Band=116 |Nummer=16 |Datum=2019 |Seiten=7916–7925 |DOI=10.1073/pnas.1813206116 |PMC=6475423 |PMID=30936315}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Systematik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Chlorophonia cyanea -Parque Nacional do Itatiaia, Rio de Janeiro, Brazil-8.jpg|mini|[[Grünorganist]] (&amp;#039;&amp;#039;Chlorophonia cyanea&amp;#039;&amp;#039;), Männchen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie der Finken wird traditionell in die beiden Unterfamilien der [[Edelfinken]] und der [[Stieglitzartige]]n aufgeteilt. Die Edelfinken beinhalten dabei nur eine Gattung &amp;#039;&amp;#039;Fringilla&amp;#039;&amp;#039; mit drei (bei manchen Autoren vier) Arten. Die Stieglitzartigen sind weitaus artenreicher und werden meist in fünf Triben unterteilt mit insgesamt etwa 40 Gattungen und 150 Arten. Einer der Triben, die [[Kleidervögel]] wurden früher als eigene Familie (Drapinidae) geführt, durch molekulargenetische Untersuchungen hat sich aber gezeigt, dass sie Teil der Klade sind, die die Stieglitzartigen aufspannen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zuccon2012&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. Zuccon, R. Prŷs-Jones, P.Rasmussen und P. Ericson |Titel=The phylogenetic relationships and generis Limits of finches (Fringillidae) |Sammelwerk=Molecular Phylogenetics and Evolution |Band=62 |Nummer=2 |Datum=2012-02 |Seiten=581–596 |Online=http://www.nrm.se/download/18.9ff3752132fdaeccb6800010935/Zuccon%20et%20al%202012.pdf |DOI=10.1016/j.ympev.2011.10.002}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren haben diese Untersuchungen bestätigt, dass die [[Organisten]], eine Gruppe neotropischer Singvögel, die früher den [[Tangare]]n zugerechnet wurden, als Unterfamilie zu den Finken zählen. Die Unterfamilie der Organisten besteht aus der Typusgattung &amp;#039;&amp;#039;Euphonia&amp;#039;&amp;#039; und der Gattung der [[Grünorganisten]] (&amp;#039;&amp;#039;Chlorophonia&amp;#039;&amp;#039;) und enthält insgesamt etwa 32 Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Familie der Finken nach heutigem Stand (2018) wird in folgendem Kladogramm dargestellt. Die weitere Aufschlüsselung auf Gattungs- und Artebene findet sich in den jeweils verlinkten Artikeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klade|style=font-size:80%;line-height:100%&lt;br /&gt;
  |1={{Klade&lt;br /&gt;
    |1=&amp;amp;nbsp;[[Edelfinken]] (Fringlillinae) – 8 Arten&lt;br /&gt;
    |2= {{Klade&lt;br /&gt;
              |1=&amp;amp;nbsp;[[Organisten]] (Euphoniinae) – 32 Arten&lt;br /&gt;
              |2=&amp;amp;nbsp;[[Stieglitzartige]] (Carduelinae) – 172 Arten&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Der Asteroid des äußeren Hauptgürtels [[(709) Fringilla]] ist nach den Finken benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Lutz D. Schmadel]] |Hrsg=Lutz D. Schmadel |Titel=Dictionary of Minor Planet Names |TitelErg=Fifth Revised and Enlarged Edition |Auflage=5 |Verlag=[[Springer Spektrum|Springer Verlag]] |Ort=[[Berlin]], [[Heidelberg]] |Datum=2003 |ISBN=3-540-29925-4 |Seiten=186 |Sprache=en |Originaltitel=Dictionary of Minor Planet Names |VerlagEA=Springer Verlag |OrtEA=Berlin, Heidelberg |JahrEA=1992 |DOI=10.1007/978-3-540-29925-7_710 |Umfang=992 |Zitat=Discovered 1911 Feb. 3 by J. Helffrich at Heidelberg.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Darwinfinken]] (Geospizinae)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Clement (Ornithologe)|Peter Clement]]: &amp;#039;&amp;#039;Finches and Sparrows.&amp;#039;&amp;#039; Princeton Univ. Press, Princeton NJ 1999, ISBN 0-691-03424-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fringillidae|Finken (Fringillidae)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Fink}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4154439-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finken| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vogel als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Haplochromis</name></author>
	</entry>
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