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	<title>Fingerplanen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fingerplanen&amp;diff=2749029&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Snoopy1964: Archivlinks überprüft; {{veraltet}}</title>
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		<updated>2025-06-21T09:14:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Wikipedia:Defekte_Weblinks&quot; title=&quot;Kategorie:Wikipedia:Defekte Weblinks&quot;&gt;Archivlinks&lt;/a&gt; überprüft; {{veraltet}}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fingerplanen.jpg|mini|Luftfoto mit einem Ausschnitt des Kopenhagener Großstadtbereiches gemäß dem Fingerplan]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fingerplanen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|Fingerplan}}) ist ein [[Regionalplanung|regionaler Entwicklungsplan]] für den Großraum von [[Kopenhagen]], der als Teil des dänischen Kulturerbes im [[Dänemarks Kulturkanon 2006|Kulturkanon von 2006]] aufgenommen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturkanon&amp;quot; /&amp;gt; Er entstand auf Initiative des privaten „Stadtplanungslabors“ (&amp;#039;&amp;#039;Dansk Byplanlaboratorium&amp;#039;&amp;#039;, DBL) und wurde 1947 unter der Leitung des Architekten [[Peter Bredsdorff]] im Raumplanungsbüro des Stadtplanungsausschusses ausgearbeitet. Der Plan sollte eine ungehemmte Ausbreitung des städtischen Wachstums verhindern, indem Wohnungsbau und Verkehr auf wenige Korridore beschränkt wurden. Das übergeordnete Prinzip wurde mit einer gespreizten Hand über der Landkarte verdeutlicht, wobei die Handfläche das Stadtzentrum, die Finger die Wachstumszonen und die Zwischenräume „zwischen den Fingern“ naturnahe Erholungsflächen abbilden sollten. Entlang der Finger sorgten [[S-tog|S-Bahn-Linien]] für ein rasches Fortkommen der Pendler, im Zeichen der [[Massenmotorisierung]] entstanden [[Autobahn]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Stadtplanungslabor DBL mit Stadtplaner und Architekt [[Steen Eiler Rasmussen]] an der Spitze, ging 1945 an die Planung einer stadtplanerischen Gesamtstrategie, da sich die bisherigen Arbeiten der Hauptstadtkommission &amp;#039;&amp;#039;(Hovedstadkommissionen)&amp;#039;&amp;#039; in die Länge zogen. Die Kommission beschäftigte sich damit, dem raschen [[Bevölkerungsentwicklung|Bevölkerungswachstum]] in Kopenhagen und seinen benachbarten [[Kommune (Dänemark)|Kommunen]] gerecht zu werden. Das DBL forderte die Koordination diesbezüglicher Initiativen und wendete sich dafür schon im März 1945 an den Raumplanungausschuss &amp;#039;&amp;#039;(Egnsplanudvalget)&amp;#039;&amp;#039;, der bereits 1928 gegründet worden war. Der Ausschuss, der sich 1936 mit einem weitreichenden „Gutachten über die Grüngebiete im Raum von Kopenhagen“ &amp;#039;&amp;#039;(Betænkningen om Københavnsegnens Grønne Områder)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturkanon&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg=[[Kulturministeriet]] |Titel=Kulturkanon |Auflage=1. |Verlag=Politikens Forlag |Ort=Kopenhagen |Datum=2006 |ISBN=87-567-8051-6 |Kapitel=Fingerplanen |Seiten=34 ff. |Sprache=da}}&amp;lt;/ref&amp;gt; befasste, wollte die Ergebnisse der Hauptstadtkommission abwarten. DBL legte seinen Plan vor, der zeigte, wie Wohnungen, Arbeitsplätzen und Erholungsgebiete bestmöglich zu platzieren und mit dem Verkehrssystem zweckmäßig zu verknüpfen seien. Sowohl das dänische Arbeitsministerium als auch die umliegenden Kommunen zeigten früh Interesse am Konzept. Vom Ministerium wurde der Plan daraufhin finanziell gefördert, auch deshalb, weil für die Nachkriegszeit ein Chaos auf dem Arbeitsmarkt befürchtet wurde. Der Raumplanungsausschuss wurde wiederbelebt, um die Umsetzbarkeit des Plans zu prüfen. Zu diesem Zweck richtete er ein Raumplanungsbüro ein, das die technischen und rechtlichen Fragen klären sollte. Büroleiter wurde Stadtplaner und Architekt Peter Bredsdorff (1913–1981). 1947 wurde vom Arbeitsausschuss der erste konkrete Planungsentwurf besprochen und im Januar 1948 konnte der &amp;#039;&amp;#039;Entwurf zur Raumplanung von Groß-Kopenhagen&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Skitseforslag til Egnsplan for Storkøbenhavn)&amp;#039;&amp;#039; der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Vorderseite des Entwurfs war mit der schematischen Hand gestaltet, woraus sich der Name &amp;#039;&amp;#039;Fingerplanen&amp;#039;&amp;#039; ableitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt des Plans ist Kopenhagen als Zentrum der Hauptstadtregion. Das Prinzip von Bredsdorff und seinen Mitarbeitern sah vor, dass überall in der Hauptstadt die Abstände zwischen Wohnung, Arbeitsplatz und Grünflächen so kurz wie möglich gehalten wurden – ganz auf Basis des [[Öffentlicher Verkehr|öffentlichen Verkehrs]]. Zwischen Wohnung und Arbeitsplätzen sollten Straßenbahnen und Busse als tragendes System dienen. Diesen Transportsystemen waren jedoch Grenzen gesetzt, was deren Reichweite betraf. Folglich sorgte der Ausbau des [[S-tog]]-Netzes dafür, geplante neue Wohnviertel, zentrale Stadtbereiche sowie Produktions- und Servicezentren zu verbinden – so wie man sich die [[Handknochen]] zwischen Fingern und Handfläche vorstellte. Eine projektierte [[Ringstraße]] sollte die Radien der S-Bahnlinien kreuzen. Örtliche Einkaufszentren sollten auch an den weiter draußen gelegenen S-Bahn-Stationen entstehen und in kurzem Abstand zu den naheliegenden mehrgeschossigen [[Wohngebäude]]n und den etwas weiter entfernten [[Offene Bauweise (Baurecht)|Einzelhäusern]] liegen. Das S-Bahn-Netz sorgte für eine grundlegende Struktur und sollte garantieren, dass die Fahrtzeit selbst von den äußersten Randgebieten bis in die Hauptstadt unter 45 Minuten betragen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am meisten beeindruckte der Fingerplan durch das Vorhaben, Grünflächen mit [[Naherholungsgebiet]]en und gärtnerisch oder landwirtschaftlich genutzten Flächen einzurichten. Auf diese Weise wurde der Versuch unternommen, Eigenschaften von [[Ländlicher Raum|Land]] und [[Stadt]] miteinander zu kombinieren. Als eines der gelungenen Resultate gilt [[Vestskoven]], ein 13 km² großes, künstlich angelegtes Waldgebiet in der [[Albertslund Kommune|Kommune Albertslund]]. In den gewonnenen Freiflächen konnten – im Gleichzug mit dem wachsenden Verkehrsaufkommen – neue Straßen angelegt werden, die in angemessenem Abstand zu den Siedlungen lagen und die die bestehenden [[Ein- und Ausfallstraße|Ausfallstraßen]] entlasteten. Die Schöpfer des Fingerplans erwarteten vorläufig kein größeres Verkehrsproblem und waren der Ansicht, dass die Bevölkerung eine hochwertigere Wohnung dem eigenen Auto vorziehen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fingerplanen in der Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Obwohl Fingerplanen nie offiziell beschlossen wurde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;1001 fortællinger om Danmark&amp;quot; /&amp;gt; erwies sich der ideelle Einfluss, den die visuelle Darstellung des Plans ausübte, als so stark, dass Entscheidungsträger lokal und zentral dessen Grundsätzen in groben Zügen folgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeregt wurde Fingerplanen von den Arbeiten des britischen Stadtplaners [[Ebenezer Howard]] und seinem Konzept der [[Gartenstadt]]. Die Idee war, dass sich Großstädte nicht konzentrisch ausbreiteten sollten, sondern das Mehrbedarf an Wohnraum und Industrieflächen in [[Satellitenstadt|Satellitenstädten]] aufgefangen würden, mit dem Großstadtzentrum durch ein wirksames Transportsystem verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Aufnahme in [[Dänemarks Kulturkanon 2006|Dänemarks Kulturkanon von 2006]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturkanon&amp;quot; /&amp;gt; und einem Eintrag auf der vier Jahre später initiierten Website &amp;#039;&amp;#039;[[1001 fortællinger om Danmark]]&amp;#039;&amp;#039; (Tausendundeine Geschichte über Dänemark)&amp;lt;ref name=&amp;quot;1001 fortællinger om Danmark&amp;quot;&amp;gt;[http://www.kulturarv.dk/1001fortaellinger/da_DK/fingerplanen-storkoebenhavn &amp;#039;&amp;#039;Fingerplanen, Storkøbenhavn&amp;#039;&amp;#039;.] In &amp;#039;&amp;#039;[[1001 fortællinger om Danmark]]&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 17. September 2012 (dänisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Fingerplanen zum Bestandteil des dänischen [[Kulturerbe]]s. Im Kulturkanon des [[Kulturministeriet|dänischen Kulturministeriums]] wird die Bedeutsamkeit folgendermaßen begründet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=En robust planlægning med en indiskutabel pædagogik, der har givet byen en opfattelig form og fortsat præger hele hovedstadsregionens udvikling.&lt;br /&gt;
 |Sprache=da&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Kulturministeriet]] (Hrsg.)&lt;br /&gt;
 |Quelle=[[Dänemarks Kulturkanon 2006|Kulturkanon]]&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Eine robuste Planung mit einer indiskutablen Pädagogik, die der Stadt eine unverkennbare Form gab und die weiterhin die gesamte Entwicklung der Hauptstadtregion prägt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturkanon&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Fortführung des Konzepts stellt der &amp;#039;&amp;#039;Fingerplan 2007&amp;#039;&amp;#039; dar, der eine vom [[Miljøministeriet|dänischen Umweltministerium]] erstellte Richtlinie &amp;#039;&amp;#039;(landsplandirektiv)&amp;#039;&amp;#039; ist und im August 2007 in Kraft trat. In ihr wird die kommunale Raumplanung im Hauptstadtgebiet übergeordnet geregelt und dessen Bereich zusammen mit einem Planungsgesetz in vier geographische Teilgebiete aufgeteilt: in den inneren Großstadtbereich als „Handfläche“, den äußeren Großstadtbereich als „Stadtfinger“, die Grünflächen und die restlichen Gebiete im Hovedstadsområdet.:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Miljøministeriet]]: {{Webarchiv |url=http://www.naturstyrelsen.dk/Planlaegning/Planlaegning_i_byer/Hovedstadsomraadet/Fingerplan_2007/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Fingerplan 2007 – Landsplandirektiv for hovedstadsområdets planlægning&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120711065659 }} (dänisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sns.dk: {{Webarchiv |url=http://www2.sns.dk/udgivelser/2007/978-87-7279-780-9/html/bred07.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Fingerplan 2007 – Figur&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20121215110433 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{veraltet|seit=2013}}&lt;br /&gt;
Eine weitere Fortschreibung erfolgte durch den „Fingerplanen 2013“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.retsinformation.dk/Forms/R0710.aspx?id=158110 Fingerplanen 2013] (dänisch), abgerufen am 27. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Hovedstadens Letbane]] wird eine Tangentialverbindung zwischen den einzelnen Fingern geschaffen, um die Fahrzeit zwischen den Fingern zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Torben Ejlersen&lt;br /&gt;
   |Titel=Kraftcenter og fristad&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Efter 1945&lt;br /&gt;
   |Reihe=Københavns Historie&lt;br /&gt;
   |BandReihe=6&lt;br /&gt;
   |Verlag=Gyldendalske Boghandel&lt;br /&gt;
   |Ort=Kopenhagen&lt;br /&gt;
   |Datum=1983&lt;br /&gt;
   |ISBN=87-01-52601-4&lt;br /&gt;
   |Sprache=da}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Københavns Kommune&lt;br /&gt;
   |Titel=Ørestad – Perspektivering, Planlægning, Realisering og Dokumentation&lt;br /&gt;
   |Ort=Kopenhagen&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |Sprache=da}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Sven Allan Jensen&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Dansk Byplanlaboratorium&lt;br /&gt;
   |Titel=FINGERPLANEN – tilblivelsen, oplevet fra gulvet. 1945-50&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Byplanhistoriske Noter 21&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Sprache=da}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.dac.dk/da/dac-learning/netundervisning/arksite-kanon/vaerker/fingerplanen/ Fingerplanen (dän.)] Dansk Arkitektur Center&lt;br /&gt;
* [http://www.naturstyrelsen.dk/Udgivelser/Aarstal/2007/Fingerplan2007.htm Fingerplan 2007 (dän.)] Richtlinie, [[Naturstyrelsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionalplanung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kopenhagen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region Hovedstaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtplanung (Dänemark)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Snoopy1964</name></author>
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