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	<title>Findling - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Findling&amp;diff=73814&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Kategorie hinzugefügt, deutsch</title>
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		<updated>2026-04-01T20:10:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie hinzugefügt, deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Głaz Trygław.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;Großer Stein&amp;#039;&amp;#039; von [[Tychowo (Powiat Białogardzki)]] in [[Hinterpommern]], Polen, mit 3,74&amp;amp;nbsp;m Höhe, 16,9&amp;amp;nbsp;m Länge, 11,25&amp;amp;nbsp;m Breite, einem Umfang von etwa 44&amp;amp;nbsp;m und einem geschätzten Volumen von 700&amp;amp;nbsp;m³ der drittgrößte Findling Europas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Findling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein meist einzeln liegender sehr großer [[Stein]], der während der [[Eiszeitalter|Eiszeiten]] durch [[Gletscher]] transportiert und an seinem heutigen Standort abgelegt wurde. Als das Eis schmolz und der Gletscher sich zurückzog, blieben solche [[Felsblock|Felsblöcke]] als Findlinge liegen. Findlinge sind die häufigste Form der [[Erratischer Block|erratischen Blöcke]]. Die Grenze zwischen Findlingen und den kleineren [[Geschiebe]]n ziehen die [[Geowissenschaften]] bei einem Volumen von einem Kubikmeter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Findlinge sind weltweit ein typisches [[Geologie|geologisches]] und [[Geomorphologie|geomorphologisches]] Erkennungsmerkmal für Landschaften, die von Gletschern geformt worden sind bzw. werden. In [[Geographie Europas|Europa]] sind dies insbesondere die [[Skandinavische Halbinsel]] (einschließlich nördliches Mittel- und Westeuropa) und das Vereisungsgebiet rund um die [[Alpen]].&amp;lt;!--zirkumalpine Vereisungsgebiete--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Schokland, zwerfsteen bij ingang museum-restaurant foto6 2013-04-28 13.02.jpg|Der Findling (niederl. Zwerfsteen) von [[Schokland]], Niederlande&lt;br /&gt;
 Johannesdals flyttblock mars 2020.jpg|[[Findling von Johannesdals]], Stockholm, Schweden&lt;br /&gt;
 Yeager-Rock-Erractic-PB110039.JPG|&amp;#039;&amp;#039;Yeager Rock&amp;#039;&amp;#039; im [[Douglas County (Washington)|Douglas County]], Washington, USA&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 183-S0527-0306, Neubrandenburg, Findlinge.jpg|Findlinge im Stadtteil [[Oststadt (Neubrandenburg)|Neubrandenburg-Ost]], Deutschland&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Findlinge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vom Eis geformt - Das norddeutsche Tiefland.webm|mini|Video: Transport der Findlinge (1:17 min)|thumbtime=32]]&lt;br /&gt;
Ein Gletscher als fester Körper sortiert das durch ihn beförderte Material ([[Moräne]]) nicht. Das gilt für die Aufnahme des Gesteins (durch Abtragung oder Sturz auf den Gletscher), den Transport und die Ablagerung (Sedimentation). Die Abtragung großer Gesteinsbruchstücke geschieht entweder durch die Aufnahme bereits gelockerter Steine, wenn der Gletscher sie überfährt, oder aber durch das Anfrieren und Herausbrechen von Blöcken am Gletschergrund. Letzteres geschieht vor allem an Leehängen von [[Rundhöcker]]n. Wenn Berge über die Gletscher ragen, wie etwa in den Alpen, kann auch Gestein von oben auf die Gletscher stürzen; derartige Findlinge zeigen im Allgemeinen schärfere, nicht abgerundetere Bruchkanten. Als festem Körper ist es dem Gletscher ohne weiteres möglich, Material von der minimalen [[Korngröße]] der [[Tonmineral]]e bis hin zu Brocken von über zehntausend Tonnen Masse zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ablagerungen, die direkt vom Eis abgesetzt werden, sind unsortiert und meist auch ungeschichtet. Im deutschsprachigen Raum hat sich dafür die Bezeichnung [[Geschiebemergel]] durchgesetzt. Der Geschiebemergel enthält zwar deutlich mehr Feinmaterial ([[Tonmineral|Ton]], [[Schluff]], [[Sand]] und [[Kies]]), dennoch kommen immer wieder größere und große Steine vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findlinge finden sich im skandinavischen Vereisungsgebiet meist innerhalb von [[Grundmoräne]]nlandschaften, die zum Formenschatz der [[Glaziale Serie|Glazialen Serie]] gehören. Sie können aber auch in anderen Elementen der Glazialen Serie auftreten, zum Beispiel als Erosionsrest in Schmelzwassersanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei großen Findlingen handelt es sich im nördlichen Mitteleuropa meist um [[Magmatisches Gestein|magmatische Gesteine]], wie [[Granit]], oder um [[Metamorphes Gestein|metamorphe Gesteine]]. [[Sedimentgestein]]e sind auf Grund ihrer geringeren Widerständigkeit deutlich seltener. Im Alpenbereich finden sich entsprechend dem Gesteinsvorkommen stärker Sedimentgesteine auf Kalkbasis, etwa der &amp;#039;&amp;#039;[[Dengelstein]]&amp;#039;&amp;#039;, aber auch sehr große granitische Findlinge, wie der &amp;#039;&amp;#039;[[Pierre des Marmettes]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Findlinge als Problem der Wissenschaft ==&lt;br /&gt;
Im wissenschaftlichen Weltbild des 18. Jahrhunderts, das die Erdgeschichte seit der [[Schöpfung]] als weitgehend statisch betrachtete, waren [[Gestein]]e in Gebieten, aus denen sie geologisch offensichtlich nicht stammen konnten, ein Problem. Ab der Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts beschäftigten sich [[Geologe]]n intensiv mit der Frage, durch welche Kräfte die Findlinge über so weite Strecken transportiert werden konnten, zum Beispiel von [[Skandinavien]] in die [[Norddeutsche Tiefebene]] und aus den Alpen ins [[Alpenvorland]]. [[Sage]]nhafte Erklärungen, wie [[Riese]]n, die die Steine durch die Luft geschleudert hätten, wurden im Zeitalter der [[Aufklärung]] nicht mehr akzeptiert. Stattdessen wurden vulkanische Vorgänge in Betracht gezogen, die [[Toteisloch|Toteislöcher]] wurden als [[Vulkankrater]] gedeutet. 1787 hatte zwar schon der Schweizer Politiker und Heimatkundler [[Bernhard Friedrich Kuhn]] (1762–1825) als Ursache Gletschertätigkeiten vermutet, auch der schottische Geologe [[James Hutton]] (1726–1797) hatte sich dahingehend geäußert, aber die Vorstellung von einer Vergletscherung weiter Teile Europas widersprach dem damaligen Weltbild. Daher wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Erratischer Block&amp;#039;&amp;#039; geprägt, da der Steinblock anscheinend umhergeirrt (lat. &amp;#039;&amp;#039;errare&amp;#039;&amp;#039; „umherirren, umherstreifen“) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff [[Eiszeitalter|Eiszeit]] war noch nicht geprägt. Eher konnte man sich vorstellen, dass die riesigen Gesteinsbrocken bei der [[Sintflut]] oder anderen Überschwemmungskatastrophen auf Eisschollen aus dem Norden an ihre heutigen Fundorte in Norddeutschland getragen worden seien. Dies gilt heute noch für die sogenannten [[Driftblock|Driftblöcke]]. Die Findlinge im Alpenvorland könnten ebenfalls durch große Wassermassen von den Alpengipfeln bis weit ins Vorland gelangt sein, so vermutete man. [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]], der in dieser Zeit selbst als Geologe tätig war, beschrieb in seinem Drama [[Faust. Der Tragödie zweiter Teil|Faust&amp;amp;nbsp;II]] die Probleme mit den Findlingen in Spottversen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die These, dass einstmals die Gletscher weite Teile der Alpen sowie Teile im Norden [[Europa]]s überzogen hätten, wurde 1822 von [[Ignaz Venetz]] (1788–1859) aufgestellt. Gehör fand er lediglich bei [[Johann von Charpentier|Jean de Charpentier]] (1786–1855), dem Salinendirektor in [[Bex]] ([[Kanton Waadt]]) im Schweizer Tal der [[Rhone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aargletscher.png|mini|Bildtafel mit Findlingen auf dem Aargletscher, aus dem Buch «Etudes sur les Glaciers»&amp;lt;ref name=&amp;quot;agassiz&amp;quot;&amp;gt;Louis Agassiz: &amp;#039;&amp;#039;Etudes sur les glaciers&amp;#039;&amp;#039; Neuchatel: Imprimerie de Ol. Petitpierre (aux frais de l&amp;#039;auteur); à Soleure: En commission chez Jent et Gassmann, 1840. ETH-Bibliothek Zürich, Rar 3310, [[doi:10.3931/e-rara-17034]] / Public Domain Mark.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Schweizer Forschers Louis Agassiz, worin er die Existenz von Eiszeiten auch anhand von Findlingen im Jura erklärte]]&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1835 reiste der deutsche Naturforscher, Geologe und Botaniker [[Karl Friedrich Schimper]] (1803–1867) mit Vorträgen über das Problem der Findlinge und seine Vorstellungen über einen „Weltwinter“ durch Deutschland und die Schweiz und prägte den Begriff Eiszeit. Zusammen mit Charpentier und dem Schweizer Naturforscher [[Louis Agassiz]] (1807–1873) wurde die Theorie weiterentwickelt und durch Forschungen an rezenten Gletscherlandschaften erhärtet. Das Problem des Transports der Findlinge durch das Eis der langsam fließenden Gletscher konnte als gelöst betrachtet werden. Es dauerte jedoch noch bis in die 1870er Jahre, bis sich die Theorie der Eiszeiten durchsetzte. Der Beitrag Schimpers, der keine Bücher schrieb, sondern nur mündliche Berichte oder kurze Schreiben abgegeben hatte, geriet dabei fast in Vergessenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die silikatischen Findlinge im von Kalkgestein geprägten Schweizer Mittelland und Jura sind wertvolle Lebensrauminseln für über 80 Flechtenarten, rund 30 Moosen und eine Farnart, den Nordischen Streifenfarn &amp;#039;&amp;#039;(Asplenium septentrionale)&amp;#039;&amp;#039;. Diese Arten sind in der kalkreichen Umgebung selten. Hauptbedrohungen für diese Findlingsflora sind Landnutzungsänderungen und das Entfernen von Findlingen. Schutzmaßnahmen umfassen die Erhaltung natürlicher Standorte und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mb-wsl&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dora.lib4ri.ch/wsl/islandora/object/wsl:35048/datastream/PDF/WSL-Findlingsflora.pdf |titel=Portrait, Gefährdung und Schutz der Findlingsflora |werk=Merkblatt für die Praxis |hrsg=Eidg. Forschungsanstalt WSL |datum=2023-10-30 |seiten=12 |abruf=2024-06-23 |CH=1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturhistorie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sachsenhain Halsmühlen.jpg|mini|[[Sachsenhain]]]]&lt;br /&gt;
In der [[Jungsteinzeit]] wurden Findlinge in Nord-, Mittel- und Westeuropa zum Bau von [[Nordische Megalitharchitektur|Hünengräbern]] verwendet. Die mitteleuropäische Variante der paneuropäischen [[Großsteingrab|Megalithanlagen]] ist primär im norddeutschen Raum ([[Westfalen]], [[Niedersachsen]], [[Schleswig-Holstein]], [[Mecklenburg-Vorpommern]], [[Sachsen-Anhalt]]), aber auch in [[Hessen]] ([[Wartberg-Kultur]]), in den [[Niederlande]]n, in [[Polen]], [[Dänemark]] und in [[Skandinavien|Südskandinavien]] zu finden. Die unverbaut liegengelassenen, mitunter riesigen Steinblöcke tragen (teils seltsame) Eigennamen, die meistens mit Sagen und Legenden verbunden sind. Aus unbehauenen ([[Ulanendenkmal (Demmin)|Ulanendenkmal]]) und behauenen Findlingen ([[Lindhoopdenkmal]] in [[Kirchlinteln]]) wurden neben Gebäuden auch Denkmäler gebaut. Bearbeitete Findlinge wurden als Ambossstein, [[Dengeln|Dengelstein]], Wiesen- oder Straßenwalze verwendet. Eine Walze von 1,2&amp;amp;nbsp;m Durchmesser und einem Meter Breite und drei Tonnen Gewicht liegt auf dem Hof Möhr in [[Schneverdingen]]. Findlinge werden/wurden auch als Grabsteine (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hermann Löns|Hermann-Löns]]-Grab) gebraucht. Kleine Rollsteine (von Geröll) wurden im ländlichen Brunnenbau oder gespalten für Fundamente oder Wasserführungen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heinrich Himmler]] ließ 1934/36 bei [[Verden (Aller)]] 4500 Findlinge zusammentragen für eine Gedenkstätte an die beim [[Blutgericht von Verden]] von [[Karl der Große|Karl dem Großen]] umgebrachten [[Sachsen]], den sogenannten [[Sachsenhain]]. Dabei müssen wertvolle Grabanlagen zerstört worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Findlinge mit mehr als 100 Tonnen Masse ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Findling.Alter Schwede.wmt.jpg|mini|Findling &amp;#039;&amp;#039;[[Alter Schwede (Hamburg)|Alter Schwede]]&amp;#039;&amp;#039; (217&amp;amp;nbsp;t) an der Elbe bei [[Övelgönne]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siebenschneiderstein1.jpg|mini|[[Siebenschneiderstein]] auf Rügen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20-07-05-Buskam-RalfR-DJI 0549.jpg|mini|Der Buskam an der Küste von Rügen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der [[Weiler-Simmerberg#Erratischer Block|Erratische Block]] in der Allgäuer [[Marktgemeinde]] [[Weiler-Simmerberg]] war einer der größten Findlinge Europas, wurde aber bis ins 19. Jahrhundert hinein als Steinbruch und Materialquelle [[Kalkofen|zum Kalkbrennen]] genutzt. Heute umfasst er noch etwa die Hälfte seines ursprünglich 4000&amp;amp;nbsp;m³ großen Volumens.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Dengelstein]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Kempter Wald]] (Allgäu) gilt mit circa 3000&amp;amp;nbsp;m³ Volumen und 7900&amp;amp;nbsp;t Gewicht als einer der größten Findlinge im [[Iller]]-Vorlandgletschergebiet. In seiner Umgebung liegen mit dem &amp;#039;&amp;#039;Stein&amp;#039;&amp;#039;, dem &amp;#039;&amp;#039;Beilstein&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;Baltenstein&amp;#039;&amp;#039; weitere noch größere Findlinge, die größten Findlinge in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Müller, Herbert Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Neues zum Findling-Streufeld des Kempter Waldes im Allgäu.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 115, 2011, {{ISSN|0720-3705}}, S. 95–127 ([http://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/frontdoor/index/index/docId/2401 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Etwa 300&amp;amp;nbsp;m vor der Küste von [[Rügen]] bei [[Göhren (Rügen)|Göhren]] liegt der größte Findling Norddeutschlands, der &amp;#039;&amp;#039;[[Buskam]]&amp;#039;&amp;#039;. Sein Volumen beträgt 600&amp;amp;nbsp;m³, was einer Masse von 1600&amp;amp;nbsp;t entspricht.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Markgrafensteine]]&amp;#039;&amp;#039; in den [[Rauensche Berge|Rauenschen Bergen]] bei [[Bad Saarow]], [[Brandenburg]]. Der Große Markgrafenstein war ursprünglich der mit geschätzten 700 bis 750 Tonnen größte landliegende Findling in Norddeutschland (heute zerteilt, unter anderem für die [[Granitschale im Lustgarten|größte Granitschale der Welt im Lustgarten in Berlin]]). Er war 7,8&amp;amp;nbsp;m lang, 7,5&amp;amp;nbsp;m breit, 7,5&amp;amp;nbsp;m hoch bei einem Volumen von rund 250&amp;amp;nbsp;m³. Der Kleine Markgrafenstein ist jetzt der größte Findling Brandenburgs. Beide Steine bestehen aus [[Karlshamn]]-[[Granit]], der aus Südschweden stammt.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Großer Stein (Altentreptow)|Große Stein]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Altentreptow]], [[Mecklenburg-Vorpommern]], auf dem Klosterberg; Länge 8,2&amp;amp;nbsp;m, Breite 6&amp;amp;nbsp;m, Höhe 5,2&amp;amp;nbsp;m, Volumen 153&amp;amp;nbsp;m³, Gewicht 465&amp;amp;nbsp;t (Granit).&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Großer Stein von Tonnenheide|Große Stein von Tonnenheide]]&amp;#039;&amp;#039; (Nordrhein-Westfalen) ist 10 Meter lang, 7 Meter breit, 3 Meter hoch und hat ein Gewicht von ca. 350&amp;amp;nbsp;Tonnen. Er kann als größter freiliegender, genau vermessener, landliegender Findling Norddeutschlands gelten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Giebichenstein (Stöckse)|Giebichenstein]]&amp;#039;&amp;#039; (330 t) bei [[Stöckse]], [[Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Findling Nardevitz|Große Stein bei Nardevitz]]&amp;#039;&amp;#039; (281 t) auf Rügen (einst dreimal so groß; aus ihm wurden Mitte des 19. Jahrhunderts die sogenannten [[Preußensäulen]] und Bauteile für den Ernst-Moritz-Arndt-Turm auf dem [[Rugard]] bei [[Bergen auf Rügen]] geschlagen)&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Kobbelner Stein&amp;#039;&amp;#039; (256 t) bei [[Kobbeln#Naturdenkmal Kobbelner Stein|Kobbeln]] in [[Neuzelle]], Brandenburg&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstein zur Gründung Heiligendamms&amp;#039;&amp;#039; (220&amp;amp;nbsp;t), 1843 mit Inschrift versehen und am [[Kurhaus Heiligendamm]] aufgestellt&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Alter Schwede (Hamburg)|Alte Schwede]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Övelgönne]], Hamburg; er hat einen Umfang von 19,7&amp;amp;nbsp;m bei einer Höhe von 4,5&amp;amp;nbsp;m (217&amp;amp;nbsp;t) und ist als [[Elster-Kaltzeit|elster-kaltzeitliches]] Geschiebe der älteste Großfindling Deutschlands. Er wurde 1999 bei Baggerarbeiten in der [[Elbe]] gefunden und am Elbufer aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.hamburg.de/geotourismus-geologie/144844/alter-schwede-altona.html |wayback=20201026123212 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Alte Schwede.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;hamburg.de.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 3. Januar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Düvelstein (Großkönigsförde)|Düvelstein]]&amp;#039;&amp;#039; von Großkönigsförde (Gemeinde [[Lindau (bei Kiel)|Lindau]]), Schleswig-Holstein (ca. 200&amp;amp;nbsp;t)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Siebenschneiderstein]]&amp;#039;&amp;#039; (165 t) am Gellort auf Rügen, Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Schwanenstein]]&amp;#039;&amp;#039; (162 t) von Lohme (Rügen), er gilt als einer der schönsten Findlinge&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Wandhoff-Findling]]&amp;#039;&amp;#039; (126 t) liegt im [[Findlingsgarten]] von Kreuzfeld bei [[Malente]]-Gremsmühlen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Uskam]] (Klein Helgoland)&amp;#039;&amp;#039; (110 t) an der nördlichen Strandpromenade von Sassnitz (Rügen)&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Johannissteine (Lage (Lippe))|Johannissteine]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Lage (Lippe)|Lage]]; Der größte Findling ist 6,2&amp;amp;nbsp;m lang, 5,5&amp;amp;nbsp;m breit und wiegt etwa 104 Tonnen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koloss von Hüven]]&amp;#039;&amp;#039; (102 t) wurde 2020 auf einem Acker entdeckt und in der Ortsmitte von [[Hüven]] aufgestellt.&lt;br /&gt;
* Großer Stein in &amp;#039;&amp;#039;[[Tosterglope|Ventschau]]&amp;#039;&amp;#039; (100 t), Landkreis Lüneburg, wurde vor etwa 150.000 Jahren während der [[Saale-Komplex|Saale-Eiszeit]] hierher befördert&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Findlinge um und auf Rügen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dänemark (Vandreblok) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dammestenen.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Dammestenen]]&amp;#039;&amp;#039;, der größte Findling Dänemarks]]&lt;br /&gt;
* [[Barsten]] (oder Dybbølstenen), Dybbøl, 130 t&lt;br /&gt;
* [[Dammestenen]] oder Hesselagerstenen auf [[Fünen]], der größte Findling Dänemarks; 370&amp;amp;nbsp;m³ und 1000&amp;amp;nbsp;t&lt;br /&gt;
* [[Dyrestenen]], Seeland&lt;br /&gt;
* [[Hamborggårdstenen]] in Jütland&lt;br /&gt;
* [[Høvængestenen]], Lolland&lt;br /&gt;
* [[Hvissingestenen]], Seeland&lt;br /&gt;
* [[Janum Kjøt]], auf Jütland&lt;br /&gt;
* [[Mørupstenen]], Snejbjerg&lt;br /&gt;
* [[Orestenen]] im Tybjerg Skov&lt;br /&gt;
* [[Rokkesten (Paradisbakkerne)|Rokkestenen]], [[Bornholm]]&lt;br /&gt;
* [[Tirslundstein|Tirslundstenen]], Brørup&lt;br /&gt;
* Sjælland ([[Seeland (Dänemark)|Seeland]]) und Skåne ([[Schonen]]) wurden zwei Findlinge genannt, die beim Bau der Verbindung zwischen [[Dänemark]] und [[Schweden]] vom Meeresgrund geholt und am Strand der künstlichen Insel [[Peberholm]] aufgestellt wurden. Sie wiegen 105&amp;amp;nbsp;t bzw. 75&amp;amp;nbsp;t.&lt;br /&gt;
* [[Skæringstenen]] in Jütland, 86 t&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pierre des Marmettes Charpentier.jpg|mini|Darstellung des Findlings &amp;#039;&amp;#039;[[Pierre des Marmettes]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann von Charpentier]] (1841)]]&lt;br /&gt;
* Die 1697&amp;amp;nbsp;m³ messende &amp;#039;&amp;#039;Grossi Flue&amp;#039;&amp;#039; (Große Fluh) in [[Steinhof SO|Steinhof]], Kanton Solothurn, besteht aus „Arkesingranit“ (?&amp;amp;nbsp;Granodiorit) und wurde vom [[Rhonegletscher#Der eiszeitliche Rhonegletscher|Rhonegletscher]] aus den [[Walliser Alpen]] an seine heutige Position verfrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Moser: &amp;#039;&amp;#039;Findlinge im Kanton Solothurn, Zeugen zweier Eiszeiten.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch für solothurnische Geschichte. Bd.&amp;amp;nbsp;67, 1994, S.&amp;amp;nbsp;137–151, [[doi:10.5169/seals-325145]], S.&amp;amp;nbsp;141&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der ca. 1600&amp;amp;nbsp;m³ große &amp;#039;&amp;#039;[[Pierre des Marmettes]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Monthey]], Kanton Wallis&lt;br /&gt;
* Der rund 1000&amp;amp;nbsp;m³ große &amp;#039;&amp;#039;Pflugstein&amp;#039;&amp;#039; in [[Herrliberg]], Kanton Zürich&lt;br /&gt;
* Der 175&amp;amp;nbsp;m³ Agassiz-Stein wurde vermutlich ebenfalls durch den Rhonegletscher aus der Gegend des [[Mattertal]]s zum [[Mont Vully]] im Kanton Freiburg verfrachtet.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Erdmannlistein]]&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Wohlen]] und [[Bremgarten AG|Bremgarten]]&lt;br /&gt;
* Die beiden &amp;#039;&amp;#039;Pierre du Niton&amp;#039;&amp;#039; im [[Genf]]er Hafenbecken; der größere von ihnen ist als [[Repère Pierre du Niton]] seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Referenzpunkt der Schweizer Landvermessung.&lt;br /&gt;
* Der [[Druidenstein (Morschach)|Druidenstein]] oberhalb [[Morschach]] im Kanton Schwyz&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Römersteine von Lenzburg|Grosse Römerstein]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Lenzburg]], ein Findling auf einer Endmoräne des [[Reussgletscher]]s, hat ein Volumen von etwa 120&amp;amp;nbsp;m³.&lt;br /&gt;
* Oberhalb der Stadt [[Neuenburg NE|Neuenburg]] liegt der mächtige aus dem Wallis stammende [[Pierrabot]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweden ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Flyttblock - findling.JPG|mini|links|Findling von Karlskrona]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stockholm 2009 PD 099.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Blockhusuddens Flyttblock]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* Der [[Blockhusuddens Flyttblock]] (auch Blockhusuddsblocket) ist ein Findling, der am Ufer der Ostsee auf der Halbinsel Blockhusudden im Osten von Djurgården, einem Stadtteil von Stockholm liegt.&lt;br /&gt;
* Der [[Findling Gustav III.]] (schwed. Gustav III:s flyttblock) ist ein Findling im Hagaparken in Solna nördlich von Stockholm in der Provinz Stockholms län.&lt;br /&gt;
* Der [[Klövasten von Glemminge]] misst etwa 14 × 9 Meter und ist 3 Meter hoch.&lt;br /&gt;
* Der [[Runkesten]] bei Vimmerby ist ein etwa vier Meter breiter, zehn Meter langer und fünf Meter hoher Findling. Er gilt als einer der weltweit größten [[Wackelstein]]e, der sich allein durch menschliche Kraft fünf bis zehn Zentimeter hin- und herschaukeln lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=16245 The Megalithic Portal]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.vimmerby.com/de/nationalpark-norra-kvill-384135/ |wayback=20151208060941 |text=Runkesten bei vimmerby.com }} (akt. Nov. 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der etwa 5,0&amp;amp;nbsp;m hohe [[Bastustainen]] ist der größte Findling auf [[Gotland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finnland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kukkarokivi 1.jpg|mini|Kukkarokivi in Finnland]]&lt;br /&gt;
Die Siirtolohkare oder hiidenkivi genannten Findlinge Finnlands sind seltener. Finnlands größter, der [[Kukkarokivi]], liegt nördlich in [[Ruissalo]] bei [[Turku]]. Ein anderer ist der [[Emovaha]]. Ein weiterer großer Findling wurde während des Baus eines Kraftwerks in [[Kontiolahti]], Nord[[karelien]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baltikum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Redel Majakivile.jpg|mini|Majakivi, Estland]]&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Ehalkivi]]&amp;#039;&amp;#039; genannte Findling in Estland mit 930&amp;amp;nbsp;m³ Rauminhalt und 49,6&amp;amp;nbsp;m Umfang.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://climbestonia.pbworks.com/w/page/16025695/Ehalkivi ClimbEstonia/Ehalkivi]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Matsekivi in Estland hat etwa 7,0&amp;amp;nbsp;m Höhe.&lt;br /&gt;
* Der Majakivi (siehe Bild) in Estland ist mit 584&amp;amp;nbsp;m³ Rauminhalt, etwa 7,0&amp;amp;nbsp;m Höhe und 40,9&amp;amp;nbsp;m Umfang der drittgrößte des Landes.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Puntukas]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Litauen]] wiegt 265 t und ist der zweitgrößte im Land. Auf ihm befinden sich die [[Basrelief]]s zweier berühmter Piloten, [[Darius und Girėnas]], die 1933 den Atlantik in ihrem Flugzeug „Lituanica“ überquerten, kurz vor dem Ziel aber tödlich verunglückten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Glacial Transportation and Deposition.jpg|mini|Transport von zukünftigen Findlingen auf dem [[Athabasca-Gletscher]], Kanada]]&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Big Rock]]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Kanada|kanadischen]] Provinz [[Alberta]] nahe der Stadt [[Okotoks]] gilt mit 15.000 Tonnen Gewicht, 41 Meter Länge, 18 Meter Breite und 9 Meter Höhe als einer der größten bekannten Findlinge der Welt.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Findling am [[Monte Cimino]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Soriano nel Cimino]], Provinz [[Viterbo]] ([[Italien]]), ist vulkanischen Ursprungs. Dieser Stein wurde bereits von [[Plinius der Ältere|Plinius]] beschrieben, denn der mehrere Tonnen wiegende Findling lässt sich bewegen, das heißt, er hält sich mit der Auflagefläche in der Waage.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Große Stein&amp;#039;&amp;#039; auf dem Friedhof in [[Tychowo (Powiat Białogardzki)|Groß-Tychow]] in [[Hinterpommern]]. Er war vormals der größte Findling Norddeutschlands und wird heute als der größte Felsblock Polens und der drittgrößte Europas gerühmt: ein Felsblock von 3,74&amp;amp;nbsp;m Höhe, 16,9&amp;amp;nbsp;m Länge und 11,25&amp;amp;nbsp;m Breite, bei einem Umfang von etwa 44&amp;amp;nbsp;m und einem geschätzten Rauminhalt von 700&amp;amp;nbsp;m³.&lt;br /&gt;
* Der [[Zwerfsteen von Rottum]] bei Heerenveen, in der niederländischen Provinz [[Friesland]] ist der größte der [[Niederlande]]. Es gibt mehrere Findlinge in den Niederlanden (z.&amp;amp;nbsp;B. Amersfoort, Beetsterzwaag, Emmerschans, Grolloo, Lonneker und Schokland).&lt;br /&gt;
* Der vermutlich größte Findling der Welt wird &amp;#039;&amp;#039;Skipheller&amp;#039;&amp;#039; genannt. Der 30 m hohe, 65.000 Tonnen schwere und 25.000 Kubikmeter umfassende Findling befindet sich bei [[Odda]] in Westnorwegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtslage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Alle in Deutschland gefundenen Findlinge mit einem gewissen Durchmesser, die ab dieser Größe als schützenswert gelten (z.&amp;amp;nbsp;B. zwei Meter für Niedersachsen), unterliegen nach den Naturschutzgesetzen der Bundesländer einer Meldepflicht. So schreibt z.&amp;amp;nbsp;B. das baden-württembergische Naturschutzgesetz in §&amp;amp;nbsp;71(2) vor, dass der Fund „bisher unbekannter Naturgebilde, insbesondere größerer Findlinge oder Höhlen, unverzüglich der Naturschutzbehörde unmittelbar oder über die Gemeinde anzuzeigen und diese so lange in dem bisherigen Zustand zu belassen sind, bis die Naturschutzbehörde umgehend die notwendigen Schutzmaßnahmen getroffen oder den Fund freigegeben hat“. Werden Findlinge nicht gemeldet, droht ein Bußgeld bis in fünfstellige Höhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Berlin-Kreuzberg]] werden Findlinge als Maßnahmen [[Defensive Architektur|defensiver Architektur]] genutzt, um Autos am Parken zu hindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/stonelets-statt-parklets-kreuzberg-hat-lieber-findlinge-als-autos-in-der-bergmannstrasse/25064710.html |titel=Kreuzberg hat lieber Findlinge als Autos in der Bergmannstraße |abruf=2021-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Düsseldorf]] wurden Findlinge genutzt, um Obdachlose am Aufenthalt an öffentlichen Plätzen zu hindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tobias Kaluza |url=https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/wie-in-duesseldorf-architektur-menschen-ausgrenzt-id231802871.html |titel=Wie in Düsseldorf Architektur Menschen ausgrenzt |datum=2021-03-16 |abruf=2021-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In den meisten Kantonen des Schweizer Mittellands und Juras&amp;lt;ref name=&amp;quot;agassiz&amp;quot; /&amp;gt; gelten Findlinge als «schützenswerte» oder «geschützte» Objekte. Einige Kantone haben Geotop-Inventare, die grosse Findlinge einschliessen. Terrainveränderungen bedürfen einer Bewilligung (RPG 1979&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1979/1573_1573_1573/de |titel=Bundesgesetz über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG) |abruf=2024-06-23 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), einschliesslich des Entfernens, Verschiebens oder Zerstörens von Findlingen. Findlinge mit Arten aus den Roten Listen gefährdeter Arten sind gemäß Artikel 18 NHG&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1966/1637_1694_1679/de |titel=Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) |abruf=2024-06-23 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; schützenswert. Allerdings fehlen explizite Schutzstatus für viele Flechten und Moose. Findlinge und ihre Flora werden als biologisch vielfältige Naturdenkmäler betrachtet, deren Erhalt und Pflege gefördert werden sollten (Art. 1 NHG, Art. 18 NHG).&amp;lt;ref name=&amp;quot;mb-wsl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Monolith]]&lt;br /&gt;
* [[Geröll]]&lt;br /&gt;
* [[Feldstein (Baumaterial)]]&lt;br /&gt;
* [[Chindlistein]]&lt;br /&gt;
* [[Kallmünzer (Geologie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Julius Hesemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kristalline Geschiebe der nordischen Vereisungen.&amp;#039;&amp;#039; Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Krefeld 1975.&lt;br /&gt;
* Per Smed: &amp;#039;&amp;#039;Steine aus dem Norden. Geschiebe als Zeugen der Eiszeit in Norddeutschland.&amp;#039;&amp;#039; 2., verbesserte Auflage. Deutsche Übersetzung und Bearbeitung durch [[Jürgen Ehlers (Geograph)|Jürgen Ehlers]]. Borntraeger, Stuttgart u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, ISBN 3-443-01046-6.&lt;br /&gt;
* Etta Bengen, Ulrich Brohm, Horst W. Löbert: &amp;#039;&amp;#039;Steinreiche Heide. Verwendung und Bearbeitung von Findlingen. Ausstellungsführer.&amp;#039;&amp;#039; Tourismuskreis Uelzen, Uelzen 1998, ISBN 3-933943-00-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Glacial erratics|Findling|3=S}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4212534-0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburg.de/sehenswuerdigkeiten/2858646/artikel-alter-schwede.html Webseite zum Findling &amp;#039;&amp;#039;Alter Schwede&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.westfalen-regional.de/de/findlinge/ Webseite zu Findlingen in Westfalen]&lt;br /&gt;
* [http://www.erratiker.ch/ Website zu Erratikern und Findlingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/naturschutz/artenschutz/portrait-gefaehrdung-und-schutz-der-findlingsflora Gefährdung und Schutz der Findlingsflora in der Schweiz]. In [[waldwissen]].net. Abgerufen am 23. Juni 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4212534-0|LCCN=sh85016086}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Findling| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaziale Landform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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