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	<title>Finanzwirtschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Finanzwirtschaft&amp;diff=347294&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mielas: fehlendes Leerzeichen ergänzt</title>
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		<updated>2025-07-31T19:00:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fehlendes Leerzeichen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Finanzsektor&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|financial sector}}) oder der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzbereich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Volkswirtschaftslehre]] ein [[Wirtschaftszweig]], der alle [[Unternehmen]] umfasst, bei denen [[Finanzen]] oder [[Finanzierung]] das [[Kerngeschäft]] darstellen. Das volkswirtschaftliche Pendant ist die [[Realwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Wichtigster Teilsektor der Finanzwirtschaft ist das [[Finanzwesen]]. Zum Finanzwesen gehören die [[Finanzmarkt|Finanzmärkte]] und deren [[Marktteilnehmer]], nämlich [[Finanzdienstleistungsinstitut]]e, [[Kreditinstitut]]e und [[Wertpapierdienstleistungsunternehmen]] ([[Bankwesen]]), [[Versicherer|Versicherungen]] ([[Versicherungswesen]]), [[Investmentfonds]], [[Pensionsfonds (Deutschland)|Pensionsfonds]] und andere [[Institutioneller Anleger|institutionelle Anleger]]. Die Finanzmärkte setzen sich zusammen aus [[Börse]]n, [[Geldmarkt|Geld-]], [[Devisenmarkt|Devisen-]], [[Interbankenmarkt|Interbanken-]], [[Kreditmarkt|Kredit-]] und [[Kapitalmarkt]]. Nicht zum Finanzwesen, aber zur Finanzwirtschaft gehören die [[Finanzkonglomerat]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Gütermarkt]] zur Realwirtschaft zählt, sind die Finanzmärkte Teil der Finanzwirtschaft. Auch deren [[Handelsobjekt]]e unterscheiden sich voneinander: [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] können nur auf dem Gütermarkt, [[Finanzprodukt]]e/[[Finanzinstrument]]e/[[Finanzierungsinstrument]]e nur auf den Finanzmärkten gehandelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=bi9FDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA210&amp;amp;dq=finanzwirtschaft+realwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjz2PSxnbzlAhUSyKQKHYk9CAwQ6AEIMzAB#v=onepage&amp;amp;q=finanzwirtschaft%20realwirtschaft&amp;amp;f=false Jörg-Christian Nissen, &amp;#039;&amp;#039;Zukunft Europa: Kompass für ein wirtschaftlich nachhaltiges Europa&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 210]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung des Begriffs Finanzwirtschaft ist in der [[Fachliteratur]] nicht einheitlich. Zuweilen wird er in der [[Betriebswirtschaftslehre]] auch für die [[betriebliche Funktion]] der [[Finanzierung]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=baHxAAAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=finanzwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwih-Kr5jLzlAhVDDOwKHdqRBBwQ6AEIMjAB#v=onepage&amp;amp;q=finanzwirtschaft&amp;amp;f=false Martin Bösch, &amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft: Investition, Finanzierung, Finanzmärkte und Steuerung&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 4 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erfasst der Begriff Finanzwirtschaft [[Investition]], Finanzierung und [[Liquidität]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=9gYmBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA24&amp;amp;dq=finanzwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwih-Kr5jLzlAhVDDOwKHdqRBBwQ6AEIQjAD#v=onepage&amp;amp;q=finanzwirtschaft&amp;amp;f=false Matthias Lehmann, &amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft: Eine marktorientierte Einführung für Ökonomen und Juristen&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 8]&amp;lt;/ref&amp;gt; also alle monetär-realen Vorgänge wie [[Zahlung]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Lehmann, &amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft: Eine marktorientierte Einführung für Ökonomen und Juristen&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Um sie von der volkswirtschaftlichen Finanzwirtschaft unterscheiden zu können, wird von „betrieblicher Finanzwirtschaft“ gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=elrpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA199&amp;amp;dq=finanzwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwih-Kr5jLzlAhVDDOwKHdqRBBwQ6AEIZTAH#v=onepage&amp;amp;q=finanzwirtschaft&amp;amp;f=false Edwin O. Fischer, &amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft für Fortgeschrittene&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 199]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Die volkswirtschaftliche Finanzwirtschaft besteht aus den [[Wirtschaftssubjekt]]en [[Unternehmen]], [[Privathaushalt]]e und [[Staat]] mit seinen Untergliederungen (&amp;#039;&amp;#039;öffentliche Finanzwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;). Im [[Wirtschaftskreislauf]] gehören die [[Geldstrom|Geld-]] und [[Zahlungsstrom|Zahlungsströme]] zur Finanzwirtschaft und die [[Güterstrom|Güterströme]] zur Realwirtschaft; beide Ströme werden als [[Wirtschaftsobjekt]]e zusammengefasst. Kauft beispielsweise ein Privathaushalt ein Automobil, so ist die [[Kaufpreis]]zahlung ein [[Zahlungsvorgang]] in der Finanzwirtschaft, während die [[Lieferung]] des Fahrzeugs durch ein Autohaus zur Realwirtschaft gehört. Deshalb sind Finanz- und Realwirtschaft miteinander verzahnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5xCbDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA85&amp;amp;dq=finanzwirtschaft+realwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjz2PSxnbzlAhUSyKQKHYk9CAwQ6AEIKTAA Klaus Spremann/Pascal Gantenbein, &amp;#039;&amp;#039;Finanzmärkte: Grundlagen, Instrumente, Zusammenhänge&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 85]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Öffentliche Finanzen|öffentliche Finanzwirtschaft]] umfasst sämtliche finanzwirksamen Aktivitäten des [[öffentlicher Sektor|öffentlichen Sektors]], welche die [[Staatseinnahmen]] und [[Staatsausgaben]] betreffen. [[Beschaffung]], [[Verwaltung]] und [[Verwendungszweck|Verwendung]] der zur Erfüllung der [[Öffentliche Aufgaben|öffentlichen Aufgaben]] erforderlichen Finanzmittel sind Regelungsgegenstand der öffentlichen Finanzwirtschaft. Die finanzwirtschaftliche Seite der staatlichen Aufgabenerfüllung ist eine umfassende [[Querschnittsaufgabe]], weil jegliche staatliche Maßnahme zwangsläufig finanzielle Auswirkungen mit sich bringt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Ys7YAgAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=%C3%B6ffentliche+finanzwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj_4cztt7zlAhVl5KYKHUQfDGsQ6AEIKTAA#v=onepage&amp;amp;q=%C3%B6ffentliche%20finanzwirtschaft&amp;amp;f=false Bodo Leibinger/Reinhard Müller/Herbert Wiesner, &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Finanzwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 1]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bedeutung der öffentlichen Finanzwirtschaft für die [[Gesamtwirtschaft]] kann an der [[Staatsquote]] abgelesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Finanzökonomik}}&lt;br /&gt;
=== Kapitalbeschaffung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Finanzierung}}&lt;br /&gt;
Getroffene Investitionsentscheidungen haben als [[Aktionsparameter]] unter anderem Finanzierungsentscheidungen zur Folge. Es muss entschieden werden, wie die vorgesehene Investition zu finanzieren ist. Zur Verfügung stehen die [[Eigenfinanzierung|Eigen-]] und [[Fremdfinanzierung]]. Bei der Eigenfinanzierung ist die Beschaffung oder Erhöhung des [[Eigenkapital]]s im Rahmen der [[Außenfinanzierung]] oder die [[Gewinnthesaurierung]] möglich, letztere gehört zur [[Innenfinanzierung]]. Die Fremdfinanzierung ist stets Außenfinanzierung und findet über eine Beschaffung oder Erhöhung des [[Fremdkapital]]s statt. Zu den Kapitalgebern gehören [[Gesellschafter]] ([[Gesellschafterdarlehen]]), [[Kreditinstitut]]e ([[Bankkredit]]e) oder [[Lieferant]]en ([[Lieferantenkredit]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Kapitalbeschaffungsmaßnahmen müssen die [[Finanzierungskosten]] und die [[Knappheit]]/[[Verfügbarkeit]] berücksichtigen. Die Finanzierungskosten bestehen aus den Eigenkapital- oder Fremdkapitalkosten. Die [[Eigenkapitalkosten]] der Gesellschafter setzen sich aus einem risikofreien [[Zins]] (Opportunitätszins für eine risikofreie, entgangene alternative [[Finanzprodukt|Geldanlage]]) und einer [[Risikoprämie]] zusammen. Die Risikoprämie stellt den Teil der [[Rendite]]erwartung des Gesellschafters dar, den er über den risikofreien Zins hinaus für das [[Unternehmerrisiko]] als Kompensation verlangt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=a_8oBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA169&amp;amp;dq=eigenkapitalkosten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=risikopr%C3%A4mie&amp;amp;f=false Johanna Souad Qandil, &amp;#039;&amp;#039;Wahrnehmung der Qualität der Abschlussprüfung&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 57]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Kosten der Fremdfinanzierung gehören insbesondere die vom herrschenden [[Zinsniveau]] abhängigen [[Zinsaufwand|Zinsaufwendungen]]. Verfügbarkeitsfragen werden durch das Angebot auf dem [[Geldmarkt|Geld-]] und [[Kapitalmarkt]] entschieden. Zinsniveau und Verfügbarkeit sind durch das Unternehmen – zumindest kurzfristig – nicht beeinflussbar und stellen [[Datenparameter]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Investition ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Investition}}&lt;br /&gt;
Betriebliche Investitionen sind nach dem Investitionsobjekt in [[Sachinvestition|Sach]]-, [[Immaterielle Investition|immaterielle]] und [[Finanzanlage|Finanzinvestitionen]] aufzuteilen. Nach der Bedeutung der Investition für das Unternehmen können einfache &amp;#039;&amp;#039;operative Investitionen&amp;#039;&amp;#039; (etwa Anschaffung eines [[Lieferwagen]]s in einem [[Großunternehmen]]) oder komplexe &amp;#039;&amp;#039;strategische Investitionen&amp;#039;&amp;#039; (etwa der [[Unternehmenskauf]] eines gleich großen Unternehmens) unterschieden werden. Im Rahmen der [[Fristenkongruenz]] sind die Laufzeit der gewählten [[Finanzierungsinstrument]]e und die Auswirkungen auf [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]]en (zur [[Kapitalstruktur]] und [[Schuldenkennzahl]]en) zu beachten ([[Reaktionsparameter]]). Die optimale Kapitalstruktur ist aus Sicht der Finanzierungskosten erreicht, wenn quantitative und qualitative Finanzierungskosten ein Minimum bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Jz2QlQYLK7EC&amp;amp;pg=PA90&amp;amp;dq=Finanzierungskosten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Finanzierungskosten&amp;amp;f=false Johannes Frerich, &amp;#039;&amp;#039;Ursachen und wirkungen der regionalen Differenzierung der privaten Spartätigkeit in Industrieländern&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 90]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kennzahl der &amp;#039;&amp;#039;Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals&amp;#039;&amp;#039; bildet die eigentliche Grundlage von Investitionsentscheidungen. Als Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals bezeichnet man jenen [[Zinssatz]], bei dem die [[Anschaffungskosten]] der Investition mit dem [[Gegenwartswert]] der Investition (=Barwert der Nettoerlöse der Investition) übereinstimmen. Das Unternehmen wird nur dann investieren, wenn die Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals den aktuellen [[Marktzins]] übersteigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Felderer/[[Stefan Homburg]]: [https://books.google.de/books?id=XEWVBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA111&amp;amp;dq=grenzleistungsf%C3%A4higkeit+des+kapitals&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=grenzleistungsf%C3%A4higkeit%20des%20kapitals&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik und neue Makroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 110 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Erzielt eine Investition eine höhere Rendite als eine alternative Geldanlage, wird investiert und umgekehrt. Bei erwarteter [[Lebensdauer (Technik)|Lebensdauer]] einer zu erwerbenden [[Maschine]] von 2 Jahren ergibt sich folgende Formel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;AK = Q_1 + \frac{Q_2}{1+R}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierin sind&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;AK&amp;lt;/math&amp;gt; Anschaffungskosten der Investition&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;Q_1&amp;lt;/math&amp;gt; Nettoeinnahmen der Investition im ersten Jahr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;Q_2&amp;lt;/math&amp;gt; Nettoeinnahmen der Investition im zweiten Jahr&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;R&amp;lt;/math&amp;gt; Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals (Investitionsrendite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kostet beispielsweise eine Maschine 1.000 Euro bei zwei Jahren Lebensdauer und erwartet der Unternehmer im ersten Jahr 500 Euro und im zweiten Jahr 540 Euro Nettoeinnahmen durch die Maschine, so ergibt sich eine Grenzleistungsfähigkeit von 8 %. Liegt der Marktzins bei 7 %, wird investiert, liegt er über 8 %, unterbleibt die Investition. Diese Grenzleistungsfähigkeit wurde von [[John Maynard Keynes]] erstmals im Februar 1936 in seiner [[Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes|Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes]] vorgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=2gGQ7osT6BwC&amp;amp;pg=PA115&amp;amp;dq=grenzleistungsf%C3%A4higkeit+des+kapitals&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=grenzleistungsf%C3%A4higkeit%20des%20kapitals&amp;amp;f=false John Maynard Keynes, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes&amp;#039;&amp;#039;, 1936, S. 115]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich ist auch der [[Grenzertrag]] der getätigten Investition wie auch der [[Financial leverage]] von Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Risikomanagement ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Risikomanagement}}&lt;br /&gt;
Das [[Risikomanagement]] hat in den vergangenen Jahrzehnten eine weite Verbreitung erfahren. Dazu beigetragen haben die erheblichen [[Wechselkurs]]- und [[Zins]]schwankungen und zahlreiche [[Finanzkrise]]n, die auch die Realwirtschaft bei [[Nichtbank]]en erfassten. Das strategische Risikomanagement befasst sich mit richtungweisenden Fragen der [[Unternehmenspolitik]] und ist entsprechend auf der obersten Leitungsebene ([[Vorstand]]) angesiedelt. Das operative Risikomanagement ist auf der mittleren und unteren Leitungsebene mit der [[Risikoidentifikation]], [[Risikoquantifizierung]], [[Risikoaggregation]], [[Risikobewältigung]] und [[Risikoüberwachung]] befasst. Es stellt Risikoinformationen für finanzwirtschaftliche Aufgaben bereit (z.&amp;amp;nbsp;B. über den aggregierten Gesamtrisikoumfang, um daraus [[Kapitalkosten]]sätze abzuleiten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahlungsverkehr ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zahlungsverkehr}}&lt;br /&gt;
Der [[Zahlungsverkehr]] wickelt die unternehmensinternen und insbesondere die externen Zahlungsströme in Verbindung mit [[Kreditinstitut]]en ab. Diese übernehmen den Inlands- und [[Auslandszahlungsverkehr]] unter Verwendung aller erforderlichen [[Zahlungsmittel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftliche Forschung ==&lt;br /&gt;
In der Betriebswirtschaftslehre unterscheidet man zwischen der &amp;#039;&amp;#039;klassischen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;neoklassischen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;neoinstitutionalistischen Finanzierungstheorie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Die klassische Finanzierungstheorie stellt zunächst eine auf die rechtlichen Wirkungen institutioneller Finanzierungs- und [[Rechtsform]]entscheidungen ausgerichtete Forschung dar. Sie umfasst insbesondere eine beschreibende Typologie finanzwirtschaftlicher Institutionen und trennt die Finanzierungsvorgänge von den Investitionsentscheidungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;perridon&amp;quot;&amp;gt;[[Louis Perridon]]/[[Manfred Steiner (Wirtschaftswissenschaftler)|Manfred Steiner]], &amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 15f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie betrachtet die finanzwirtschaftlichen Prozesse lediglich als Hilfsfunktion: Für ein vorgegebenes Produktions- und Absatzprogramm sind bestimmte Produktionskapazitäten notwendig, die gegebenenfalls durch Investitionen aufgebaut werden müssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;perridon&amp;quot; /&amp;gt; Die klassische Finanzierungstheorie brachte entscheidungsorientierte Aspekte in die Forschung zur betrieblichen Finanzwirtschaft ein, wobei sie einer zukunftsorientierten Funktion folgt. Sie teilt sich insbesondere in vier Teilbereich auf:&lt;br /&gt;
** Die &amp;#039;&amp;#039;Formenlehre&amp;#039;&amp;#039; versucht, für eine geplante Investition die jeweils günstigste Form der Finanzierung zu finden. Sie beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung, wie etwa Kreditaufnahme oder Veräußerung von Vermögensgegenständen, die alle spezifische Vor- und Nachteile haben.&lt;br /&gt;
** Die [[Finanzanalyse]] ermittelt aus den Daten der Unternehmensbilanz im Rahmen der internen [[Bilanzanalyse]] betriebswirtschaftliche Kennzahlen, um daraus Erkenntnisse über die finanzwirtschaftliche Stabilität zu gewinnen.&lt;br /&gt;
** Ein &amp;#039;&amp;#039;projektorientierter Ansatz&amp;#039;&amp;#039; befasst sich mit außergewöhnlichen finanzwirtschaftlichen Maßnahmen wie Änderung der [[Rechtsform]], [[Mergers &amp;amp; Acquisitions]], [[Kapitalmaßnahme]]n oder [[Liquidation]].&lt;br /&gt;
** Der modernste Teilbereich ist die [[Finanzplanung]], deren Hauptaufgaben in der [[Kapitalbedarfsplan]]ung und Sicherung der permanenten [[Zahlungsfähigkeit]] bestehen ([[Liquiditätsplanung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Mittelpunkt der neoklassischen [[Finanzierungstheorien]] stehen die wirtschaftlichen [[Entscheidung]]en von Individuen und deren Optimierung, wobei erst die Ausdehnung auf den Investitions- und Finanzierungssektor zur Entstehung der neoklassischen Finanzierungstheorien beigetragen hat. Sie trennen strikt zwischen Investitions- und Finanzierungsentscheidungen und fassen die Finanzierung als [[Ressourcenallokation|Allokation]] der durch die gegebene Investition ausgelösten Zahlungsströme auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=eLS9MSp_ypoC&amp;amp;pg=PA85&amp;amp;dq=Neoklassische+Finanzierungstheorie&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Neoklassische%20Finanzierungstheorie&amp;amp;f=false Carl Christian Kauffmann, &amp;#039;&amp;#039;Führung von Minderheitsbeteiligungen in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 85]&amp;lt;/ref&amp;gt; Neoklassische Finanzierungstheorien bauen auf der 1952 von [[Harry Markowitz]] entwickelten [[Portfoliotheorie]] auf. Auch das 1961 entwickelte [[Capital Asset Pricing Model]] und die 1973 entstandene [[Optionspreistheorie]] gehören als [[Kapitalmarkttheorie]]n in den Forschungsbereich der Neoklassik. Weitere Meilensteine in der Entwicklung der neoklassischen Finanzwirtschaft sind das [[Fisher-Separationstheorem]], welches besagt, dass Investitionsentscheidungen allein durch den Kapitalwert bestimmt und Sparentscheidungen allein durch die subjektiven Präferenzen des Sparenden bestimmt werden; das [[Dean-Modell]], das sich mit dem optimalen Investitions- und Finanzierungsprogramm befasst; die [[Modigliani-Miller-Theorem|Irrelevanzthesen von Modigliani und Miller]], die den Einfluss des Verschuldungsgrades eines Unternehmens auf dessen Kapitalkosten beleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die neoinstitutionalistische Finanzierungstheorie ([[Neue Institutionenökonomik]]) befasst sich mit [[Transaktionskosten]], der [[Theorie der Verfügungsrechte]] und der [[Prinzipal-Agent-Theorie]]. Es geht dabei um [[Marktteilnehmer]] und Institutionen auf dem [[Vollkommener Kapitalmarkt|vollkommenen Kapitalmarkt]], auf dem [[Information]]en kostenlos und sofort zugänglich sind und weder [[Steuer]]n noch Transaktionskosten vorhanden sind. Da aber realiter Störfaktoren wie die [[Asymmetrische Information|asymmetrische Informationsverteilung]] wirken, befasst sich die Prinzipal-Agent-Theorie mit Hilfe von zwei Teilsektoren ausführlich mit Informationsasymmetrien, nämlich mit der [[Adverse Selektion]] und dem [[Moral Hazard]], die alle Gegenstand neoinstitutionalistischer Forschung darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
In der Volkswirtschaftslehre bildet die Finanzwirtschaft („monetärer Sektor“) das Pendant zur Realwirtschaft, bei deren Zusammenspiel der [[Zeitintervall|Zeithorizont]] eine wichtige Rolle spielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=zuDwL1lcNMwC&amp;amp;pg=PA74&amp;amp;dq=realwirtschaft+finanzwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=realwirtschaft%20finanzwirtschaft&amp;amp;f=false Klaus Spremann/Pascal Gantenbein, &amp;#039;&amp;#039;Finanzmärkte: Grundlagen, Instrumente, Zusammenhänge&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 74]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sektor der Finanzwirtschaft sind alle Wirtschaftssubjekte vertreten, die Finanzleistungen erbringen wie Banken, Versicherungen, institutionelle Anleger und Finanzmärkte. Die Volkswirtschaftslehre [[Aggregation (Wirtschaft)|aggregiert]] also alle Wirtschaftssubjekte, deren Hauptaufgabe mit finanziellen Tätigkeiten in Verbindung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Finanzwirtschaft eine höhere [[Reagibilitätsgrad|Reaktionsgeschwindigkeit]] und höhere [[Volatilität]]en von [[Börsenkurs|Kursen]] oder [[Rendite]]n als die [[Preis (Wirtschaft)|Preise]]/[[Arbeitsentgelt|Löhne]] an den [[Gütermarkt|Güter-]] und [[Arbeitsmarkt|Arbeitsmärkten]] aufweist, können die [[Finanzmarkt|Finanzmärkte]] neue [[Information]]en schneller verarbeiten als die Realwirtschaft. Dies verdeutlicht [[Joseph Schumpeter]] in seiner Metapher über einen Hund (der die Finanzwirtschaft symbolisiert), der auf einem gemeinsamen Spazierweg seinem behäbigen Herrn (Realwirtschaft) folgt – auch wenn der Hund einmal voraus läuft und dann wieder etwas zurückbleibt: Am Ende des Spazierwegs sind beide wieder zusammen. „Die (Staats-)Finanzen sind einer der besten Angriffspunkte der Untersuchung des sozialen Getriebes … als auch in der symptomatischen Bedeutung – insofern als alles, was geschieht, sich in der Finanzwirtschaft ausdrückt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Schumpeter, &amp;#039;&amp;#039;Die Krise des Steuerstaats&amp;#039;&amp;#039;, in: Rudolf Hickel, &amp;#039;&amp;#039;Die Finanzkrise des Steuerstaats&amp;#039;&amp;#039;, 1918, S. 329 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzwirtschaft ist Komplementor der Realwirtschaft, weil sie [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfungsinfrastruktur]] bereitstellt. Die komplementäre [[Interdependenz]] zwischen Finanz- und Realwirtschaft wird häufig zur Erklärung von [[Finanzkrise]]n herangezogen. Einer Idealvorstellung zufolge sollen sich Real- und Finanzwirtschaft parallel entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Ix7nBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA95&amp;amp;dq=finanzwirtschaft+realwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjz2PSxnbzlAhUSyKQKHYk9CAwQ6AEIRDAD#v=onepage&amp;amp;q=finanzwirtschaft%20realwirtschaft&amp;amp;f=false Klaus Spremann/Patrick Scheurle, &amp;#039;&amp;#039;Finanzanalyse&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 95]&amp;lt;/ref&amp;gt; Maßstab kann beispielsweise die [[Aktienrendite]] sein, deren realwirtschaftliche Aktienrendite als [[Dividendenrendite]] bezeichnet wird. Die finanzwirtschaftliche Aktienrendite setzt sich aus dieser Dividendenrendite und der prozentualen jährlichen [[Börsenkurs|Kurssteigerung]] zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Spremann/Patrick Scheurle, &amp;#039;&amp;#039;Finanzanalyse&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 96&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu einer realwirtschaftlichen Dividendenrendite von 3 % addiert sich eine angenommene jährliche Kurssteigerung von 7 %, so dass die finanzwirtschaftliche Aktienrendite 10 % beträgt. Eine parallele Entwicklung zwischen Real- und Finanzwirtschaft ist bereits deshalb nicht wahrscheinlich, weil das [[Gewinnmaximierung|erwerbswirtschaftliche Prinzip]] zu einer [[Spezialisierung]] auf entweder realwirtschaftliche oder finanzwirtschaftliche Aktivitäten führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=f0PpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA53&amp;amp;dq=finanzwirtschaft+realwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjz2PSxnbzlAhUSyKQKHYk9CAwQ6AEIVjAF#v=onepage&amp;amp;q=finanzwirtschaft%20realwirtschaft&amp;amp;f=false Klaus Spremann, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Finanzen: Einführung in die BWL und VWL&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 62]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wird etwa in einem Staat die Finanzwirtschaft durch [[Finanzmarktaufsicht]], [[Marktregulierung]], [[Staatsinterventionismus]] oder gar [[Zinsverbot]] eingeschränkt und die Realwirtschaft allgemein dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip überlassen, dürfte die Realwirtschaft schneller wachsen als die Finanzwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Spremann, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Finanzen: Einführung in die BWL und VWL&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt; Umgekehrt konzentriert sich beispielsweise [[Monaco]] auf Aktivitäten, die den [[Stadtstaat]] als [[Finanzplatz]] weiter attraktiv machen; die Realwirtschaft spielt dort kaum eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzwirtschaft wirkt ebenso auf die Realwirtschaft und umgekehrt, es bestehen zwischen ihnen Interdependenzen. Auch empirisch gibt es zwischen beiden keinen parallelen Verlauf. Geht man von den historischen [[Rendite]]n an den Kapitalmärkten aus, ergibt sich zwischen 1872 und 2000 in den [[USA]] eine [[Risikoprämie]] von 5,57 %. Schätzt man die Risikoprämie aufgrund des Verlaufs der Realwirtschaft, beträgt sie für denselben Zeitraum lediglich 3,54 %, was eine nicht parallele Entwicklung von 2 Prozentpunkten bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eugene Fama]]/[[Kenneth French]], &amp;#039;&amp;#039;The Equity Premium&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Finance vol. 57, 2002, S. 637 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei zeigt sich, dass eine Entkoppelung erst ab 1951 stattgefunden hat, denn seitdem ist bis 2000 die Risikoprämie der Realwirtschaft von 2,55 % hinter der der Finanzwirtschaft von 7,43 % deutlich zurückgeblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugene Fama/Kenneth French, &amp;#039;&amp;#039;The Equity Premium&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Finance vol. 57, 2002, S. 637 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Finanzkrise ab 2007]] ist hauptsächlich durch fehlendes oder fehlerhaftes [[Risikomanagement]] innerhalb der Finanzwirtschaft entstanden. Diese Krise wirkte sich durch ein [[Spillover]] auf die Realwirtschaft aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=qEImBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA146&amp;amp;dq=Finanzwirtschaft+Realwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Finanzwirtschaft%20Realwirtschaft&amp;amp;f=false Armin Günther, &amp;#039;&amp;#039;Complementor Relationship Management&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 146 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird in der Volkswirtschaftslehre auf die Ungleichgewichte von Real- und Finanzwirtschaft hingewiesen. War noch um 1980 die weltweite Realwirtschaft der Finanzwirtschaft quantitativ mit 2:1 überlegen, so ist sie heute mit 1:3,5 deutlich unterlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Pahl-Rugenstein-Verlag, &amp;#039;&amp;#039;Blätter für deutsche und internationale Politik&amp;#039;&amp;#039;, Ausgaben 1–4, 2009, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese erhebliche Disproportionalität drückt [[Risiko]]potenziale aus und zeigt, dass [[Geldkapital]] im Überfluss vorhanden ist. Dies deutet auf zunehmende Marktrisiken in der Finanzwirtschaft hin. Das [[Marktrisiko]] besteht bei diesem Ungleichgewicht vor allem in einem &amp;#039;&amp;#039;Overshooting&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|„Überschießen“}}) mit der Folge [[Spekulation (Wirtschaft)|spekulativ]] verstärkter [[Spekulationsblase]]n, die so lange andauern, bis sich in der langsameren Realwirtschaft das neue [[Gleichgewicht (Wirtschaftstheorie)|Gleichgewicht]] eingestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Die im November 1993 gegründete [[Deutsche Gesellschaft für Finanzwirtschaft]] ist im deutschsprachigen Raum die zentrale wissenschaftliche Gesellschaft auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Die Finanzwirtschaft grenzt sich vom [[Finanzwesen]] dadurch ab, dass letzteres sich operativ mit der [[Beschaffung]] und [[Investition|Verwendung]] von [[Geld]] oder [[Kapital]] sowie mit der [[Abwicklung (Finanzmanagement)|Abwicklung]] des [[Zahlungsverkehr]]s befasst. Erst die [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregation]] aller zum Finanzwesen gehörenden [[Zahlungsstrom|Zahlungsströme]] ergibt die Finanzwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Finanzwissenschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Finanzwirtschaft|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* Klaus-Dieter Däumler: &amp;#039;&amp;#039;Betriebliche Finanzwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 8. völlig neubearbeitete Auflage. Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, Herne u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, ISBN 3-482-56458-2 (&amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaft in Studium und Praxis&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Guido Eilenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Betriebliche Finanzwirtschaft. Einführung in Investition und Finanzierung, Finanzpolitik und Finanzmanagement von Unternehmungen.&amp;#039;&amp;#039; 7. vollständige überarbeitete und erweiterte Auflage. Oldenbourg, München u.&amp;amp;nbsp;a. 2003, ISBN 3-486-25535-5 (&amp;#039;&amp;#039;Lehr- und Handbücher zu Geld, Börse, Bank und Versicherung&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4017214-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4017214-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mielas</name></author>
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