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	<title>Finanzprodukt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Finanzprodukt&amp;diff=1445966&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Itti: Spam</title>
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		<updated>2026-01-09T16:15:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Spam&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzprodukt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzanlage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|34f|GewO|juris}} Abs. 1 [[Gewerbeordnung (Deutschland)|GewO]]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Finanzinstrument]] oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anlageprodukt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) versteht man im [[Finanzwesen]] [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]], die einem [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] als Geld- oder Kapitalanlage ([[Investition]]) oder einem [[Spekulant]]en zur [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulation]] dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der [[Betriebswirt]] [[Erich Gutenberg]] lehnte die Anwendung des Produktionsbegriffs auf [[Dienstleistung]]en ab,&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Gutenberg, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre: Die Produktion&amp;#039;&amp;#039;, 1953, S. 328&amp;lt;/ref&amp;gt; wodurch sich bis 1969 die [[Lehrmeinung]] verfestigte, dass [[Sachgut|Sachgüter]] produziert und Dienstleistungen „bereitgestellt“ würden. Es ist anzunehmen, dass er hiermit sein [[Erkenntnisobjekt]] eingrenzen, nicht aber bewusst den Herstellungsprozess von Dienstleistungen verneinen wollte. [[Nassau William Senior]] sprach bereits 1854 davon, dass Produkte in Dienstleistungen und Waren unterteilt werden ({{enS|„products are devided into Services and [[Commodities]]“}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Nassau William Senior, &amp;#039;&amp;#039;Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, 1854, S. 51–53&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Bankbetriebslehre|bankbetriebliche]] [[Fachliteratur]] übertrug ersichtlich erstmals 1969 produktionswirtschaftliche Erkenntnisse auf den Bankbetrieb&amp;lt;ref&amp;gt;Eckehard Butz, &amp;#039;&amp;#039;Die Anpassung des technisch-organisatorischen Bereichs von Kreditinstituten&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; und sprach fortan von &amp;#039;&amp;#039;Bankproduktion&amp;#039;&amp;#039; und ihrem Ergebnis, den &amp;#039;&amp;#039;Bankprodukten&amp;#039;&amp;#039;. Insbesondere im [[Passivgeschäft]] der [[Kreditinstitut]]e setzte sich in der Folge zunehmend der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Finanzprodukte&amp;#039;&amp;#039; durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Ein Finanzprodukt beinhaltet die zentralen Elemente [[Zins]]/[[Gewinn]]/[[Ertrag]], [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeit]] und [[Währung]], die zunächst isoliert und anschließend so zusammengefügt werden, dass ein Finanzprodukt entsteht, welches bestimmte Leistungsmerkmale bündelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Reimnitz, &amp;#039;&amp;#039;Das Primärgeschäft im Emissionsbereich&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Hans Büschgen]]/Kurt Richolt, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des internationalen Bankgeschäfts&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 255&amp;lt;/ref&amp;gt; Finanzprodukte besitzen – in unterschiedlicher Gewichtung – die finanzwirtschaftlichen Funktionen der [[Liquidität]]s&amp;amp;shy;sicherung, [[Arbeitnehmersparzulage|Vermögensbildung]] und [[Risikobewältigung|Risikoabsicherung]]. Deren Gewichtung in einem Finanzprodukt hängt von den Liquiditäts-, Ertrags- und Risikovorstellungen des Anlegers ab. Diese Risikovorstellungen kommen in [[Risikoklasse]]n zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Finanzprodukte kommen sämtliche Anlageformen bei [[Kreditinstitut]]en, [[Versicherung (Kollektiv)|Versicherungen]], [[Bausparkasse]]n, [[Kreditkarte]]n&amp;amp;shy;unternehmen, [[Kapitalanlagegesellschaft]]en, [[Leasing]]- oder [[Factoring]]&amp;amp;shy;gesellschaften oder auch [[Schattenbank]]en in Frage. Noch 1985 hielten es Autoren für irreführend, den Versicherungsschutz als ein Produkt zu betrachten,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Möller, &amp;#039;&amp;#039;Wettbewerb auf den Versicherungsmärkten aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft]], 1985, S. 173&amp;lt;/ref&amp;gt; doch ist es heute üblich, Versicherungen als Finanzprodukte zu bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=TlbaBfjHpXEC&amp;amp;pg=PA37&amp;amp;dq=Versicherungen+Finanzprodukt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Finanzprodukt&amp;amp;f=false Michael Erdmann, &amp;#039;&amp;#039;Qualität im Versicherungsvertrieb&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 88]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Anleger kommen [[Verbraucher]], [[Unternehmen]] (insbesondere auch Kreditinstitute), [[Institutioneller Anleger|institutionelle Anleger]] sowie [[juristische Person des öffentlichen Rechts|juristische Personen des öffentlichen Rechts]] in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Finanzprodukt umfasst als rechtlich bindendes Zahlungsversprechen neben der Spezifikation von [[Zahlung]]en über einen bestimmten [[Zeitintervall|Zeitraum]] hinweg weitere [[Recht]]e und [[Pflicht]]en zur Sicherung dieser Zahlungen. Vertragsgegenstand ist der [[Austausch]] gegenwärtiger oder künftiger [[Liquidität]]. Finanzprodukte sind ein [[Nominalgut]], das Verbraucher, Unternehmen oder juristische Personen des öffentlichen Rechts von einem [[Finanzintermediär]] erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=l6fNBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA29&amp;amp;dq=Finanzprodukt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Finanzprodukt&amp;amp;f=false Mark Roemer, &amp;#039;&amp;#039;Direktvertrieb kundenindividueller Finanzdienstleistungen&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 33]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein perfektes Finanzprodukt, das die [[Bedürfnis]]se aller Anleger gleichermaßen erfüllt, gibt es nicht. Die Erwartungen der einzelnen Investoren an die Eigenschaften eines Anlageproduktes im Hinblick auf Liquidität, Laufzeit oder Risiko sind zu unterschiedlich. Finanzprodukte eignen sich – in unterschiedlichem Ausmaß – zu [[Arbitrage]], [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulation]] oder [[Hedging]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Finanzprodukt ist ein [[Rechtsbegriff]], für den es jedoch keine [[Legaldefinition]] gibt. Einer [[Bundestagsdrucksache]] vom September 2015 zufolge sind unter Finanzprodukten Anlagemöglichkeiten zur Geldanlage zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|18|5922}} vom 7. September 2015, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie&amp;#039;&amp;#039;, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt; Hiervon zu unterscheiden sind die Finanzdienstleistungen. Der letztgenannte Begriff erfasst, über Finanzprodukte hinaus, von Kreditinstituten erbrachte [[Bankgeschäft]]e im Sinne des {{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1a [[Kreditwesengesetz|KWG]], beschränkt sich jedoch nicht hierauf. Er erfasst auch Leistungen von [[Versicherer|Versicherungen]] (etwa [[Versicherungspolice]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|18|5922}} vom 7. September 2015, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie&amp;#039;&amp;#039;, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In {{§|492a|bgb|juris}} Abs. 1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] wird das Finanzprodukt zum Rechtsbegriff erhoben. Diese Rechtsnorm verbietet auf den [[Immobiliardarlehensvertrag|Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag]] bezogene [[Kopplungsvertrag|Kopplungsgeschäfte]]. Ein Kopplungsgeschäft liegt vor, wenn der Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag ausschließlich in einem Paket gemeinsam mit einem anderen gesonderten Finanzprodukt oder einer [[Finanzdienstleistung]] abgeschlossen werden kann und nicht separat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Online={{Google Buch |BuchID=1x8sDwAAQBAJ |Seite=859}} |Hrsg=Peter Derleder, Kai-Oliver Knops, Heinz Georg Bamberger |Titel=Deutsches und europäisches Bank- und Kapitalmarktrecht |Band=1 |Datum=2017 |Seiten=859}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Finanzprodukte sind als Rechtsbegriff alle „Produkte, die eine Geldanlage ermöglichen“. In {{§|504a|bgb|juris}} BGB haben Kreditinstitute bei [[Kontoüberziehung]]en unter bestimmten Voraussetzungen ein kostengünstigeres Finanzprodukt anzubieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Recht ===&lt;br /&gt;
Im [[EU-Recht]] ist sowohl von Finanzdienstleistungen als auch Finanzprodukten die Rede. {{&amp;quot;|Text=‚Finanzdienstleistung‘ [ist] jede Bankdienstleistung sowie jede Dienstleistung im Zusammenhang mit einer Kreditgewährung, Versicherung, Altersversorgung von Einzelpersonen, Geldanlage oder Zahlung}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|2002|65|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. September 2002 über den Fernabsatz von Finanzdienstleistungen an Verbraucher und zur Änderung der Richtlinie 90/619/EWG des Rates und der Richtlinien 97/7/EG und 98/27/EG}}. Artikel 2, b).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Finanzkrise ab 2007]] hat verdeutlicht, dass [[Kleinanleger]] und nicht-professionelle Anleger häufig kein ausreichendes Verständnis für die Komplexität der Finanzprodukte besaßen, in die sie investiert haben. Kleinanleger sollten die für sie notwendigen [[Information]]en erhalten, um eine fundierte Anlageentscheidung treffen und unterschiedliche Finanzprodukte vergleichen zu können. Dazu schreibt Art. 5 Abs. 1 [[Verordnung (EU) Nr. 1286/2014]] vom 26. November 2014 („[[PRIIP-Verordnung]]“) vor, dass für die meisten Finanzprodukte ein [[Basisinformationsblatt]] bereitzuhalten ist. Es muss präzise, redlich und klar sein, darf nicht irreführend sein und höchstens 3 Seiten im [[DIN A4|DIN-A4]]-Format umfassen (Art. 6 PRIIP-Verordnung). Hinter der sperrigen Abkürzung PRIIP ({{enS|Packaged Retail and Insurance-based Investment Products}}) verbergen sich Anlagen in verpackter Form, die einem Anlagerisiko unterliegen. Dazu gehören im Wesentlichen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2015/fa_bj_1508_basisinformationsblatt_priips_verordnung.html BaFin vom 17. August 2015, &amp;#039;&amp;#039;Basisinformationsblatt: PRIIPs-Verordnung – Neuer EU-weiter Standard der Produktinformationen für Verbraucher&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Strukturiertes Finanzprodukt|strukturierte Finanzprodukte]]: etwa [[Optionsschein]]e, die in [[Versicherung (Kollektiv)|Versicherungen]], [[Wertpapier]]e oder [[Bankgeschäft|Bankprodukte]] verpackt sind,&lt;br /&gt;
* Finanzprodukte, deren Wert sich von [[Bezugswert|Referenzwerten]] wie [[Aktie]]n oder [[Wechselkurs]]en ableitet ([[Derivat (Wirtschaft)|Derivate]]),&lt;br /&gt;
* geschlossene und offene Investmentfonds,&lt;br /&gt;
* Versicherungsprodukte mit Anlagecharakter, wie zum Beispiel [[Versicherungsanlageprodukt]]e oder kapitalbildende und [[fondsgebundene Lebensversicherung]]en und Hybrid-Produkte, sowie&lt;br /&gt;
* Instrumente, die von [[Zweckgesellschaft]]en oder [[Verbriefung]]szweckgesellschaften ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
Der Anwendungsbereich ist bewusst weit gefasst, um der Heterogenität der Finanzprodukte in den [[EU-Mitgliedstaaten]] gerecht zu werden. Dies verhindert, dass Anbieter die Verordnung umgehen, indem sie etwa eine bestimmte [[Rechtsform]], Bezeichnung oder Zweckbestimmung für das Finanzprodukt wählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die von [[Wertpapierdienstleistungsunternehmen]] nach einer [[Anlageberatung]] auszustellende [[Geeignetheitserklärung]] gemäß {{§|64|wphg|juris}} Abs. 4 [[WpHG]] muss über die [[Finanzrisiko|Finanzrisiken]] aus einem Finanzprodukt aufklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Die Art der Finanzprodukte lässt sich nach ihrem (typischen) Anbieter wie folgt einteilen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=rCUkBgAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=finanzprodukt+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=finanzprodukt%20%20&amp;amp;f=false Jürgen Krumnow/Ludwig Gramlich (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank-Lexikon: Bank – Börse – Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 1232]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittent]]&lt;br /&gt;
! [[Produktgruppe]]&lt;br /&gt;
! [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreditinstitut]]e/[[Bausparkasse]]n&lt;br /&gt;
| [[Sichteinlage]]n || auf [[Girokonto|Girokonten]] oder auf [[Tagesgeldkonto|Tagesgeldkonten]], [[Bausparkasse|Bausparguthaben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Termingeld]]er || [[Festgeld]]er, [[Kündigungsgeld]]er&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Spareinlage]]n || [[Banksparplan]], [[Prämiensparen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Bank]]schuldverschreibungen || [[Sparbrief|Spar(kassen)briefe]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Pfandbrief]]e || [[Pfandbrief#Arten|Hypothekenpfandbriefe]], [[Kommunalobligation]]en, [[Schiffshypothekenbank|Schiffspfandbriefe]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Derivat (Wirtschaft)|Derivate]]&lt;br /&gt;
| [[Swap (Wirtschaft)|Swaps]]: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Asset-Swap]]s, [[Credit Default Swaps]], [[Devisenswap]]s, [[Equity Swap]]s, &amp;lt;br /&amp;gt; [[Swaption]]s, [[Währungsswap]]s, [[Zinsswap]]s &amp;lt;br /&amp;gt; [[Option (Wirtschaft)|Optionen]]: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Aktienoption]]en, [[Zinsoption]]en: [[Zinscap und Zinsfloor|Caps]], [[Zinscap und Zinsfloor|Floors]], [[Collar (Finanzwesen)|Collars]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Devisenoptionsgeschäft|Devisenoptionen]], Optionen auf [[Commodities]], [[Exotische Option]]en: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Binäre Option|Digitale Optionen]], [[Barriere-Option]]en, [[Swaption]]s&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Investmentfonds]]&lt;br /&gt;
| [[Investmentzertifikat]]e || |[[Offener Investmentfonds|offene Investmentfonds]]: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Aktienfonds]], [[Geldmarktfonds]], [[Rentenfonds]], [[Mischfonds]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Geschlossener Investmentfonds|geschlossene Investmentfonds]]: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Ethikfonds]], [[Filmfonds]], [[Hedgefonds]], [[Immobilienfonds]], [[Infrastrukturfonds]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[Medienfonds]], [[Private-Equity-Fonds]], [[Schiffsfonds]], [[Waldfonds]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Alternativer Investmentfonds|alternative Investmentfonds]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Fondssparplan|Fondssparpläne]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Versicherer|Versicherungen]] mit Anlagecharakter&lt;br /&gt;
| [[Versicherungsanlageprodukt]]e || [[Kapitallebensversicherung]]en, [[fondsgebundene Lebensversicherung]]en, &amp;lt;br /&amp;gt; [[Katastrophenanleihe]]n, [[Kapitalisierungsgeschäft]]e,  [[Hybrides Leistungsbündel|Hybrid-Produkte]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nichtbank]]-Unternehmen&lt;br /&gt;
| [[Aktie]]n || [[Stammaktie]]n, [[Vorzugsaktie]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Aktienanleihe]]n, &amp;lt;br /&amp;gt; [[Unternehmensanleihe]]n || [[Wandelanleihe]]n, [[Genussschein]]e, [[Risikokapital|Wagniskapital]], [[Partiarisches Darlehen|Partiarische Darlehen]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[alternative Investments]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Staat]]en und untergeordnete [[Gebietskörperschaft]]en&lt;br /&gt;
| [[Staatsanleihe]]n, [[Staatsfonds]] || [[Bundeswertpapiere]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Kommunalanleihe]]n || von [[Gemeinde (Deutschland)|Kommunen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Landesanleihe]]n || von [[Land (Deutschland)|Ländern]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Bürgerkredit]]e || von [[Gemeinde (Deutschland)|Kommunen]] oder [[Kommunalunternehmen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zweckgesellschaft]]en &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; [[Conduit (Kapitalmarkt)|Conduits]] || [[Verbriefung]]en || [[Collateralized Bond Obligation]]s, [[Collateralized Debt Obligation]]s, &amp;lt;br /&amp;gt; [[Collateralized Loan Obligation]]s, [[Collateralized Mortgage Obligation]]s &amp;lt;br /&amp;gt; [[Besichertes Geldmarktpapier|besicherte Geldmarktpapiere]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rohstoffhandel]] || [[Rohstoff]]e ||[[Commodities]]:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Agrarprodukt]]e, [[Metall]]e, [[Energie]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Immobilienmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Immobilie]]n || [[Gewerbeimmobilie]]n, [[Wohnimmobilie]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Edelmetalle#Edelmetallhandel|Edelmetallhandel]]&lt;br /&gt;
| [[Edelmetall]]e || [[Anlagegold]] ([[Goldbarren]], [[Goldmünze]]n), [[Silber]] ([[Barren (Metall)|Silberbarren]], [[Silbermünze]]n),&amp;lt;br /&amp;gt;[[Platin]] ([[Barren (Metall)|Platinbarren]], [[Platinmünze]]n), [[Palladium]] ([[Barren (Metall)|Palladiumbarren]], [[Palladiummünze]]n)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Emittent (Finanzmarkt)|Emittent]] ist das Unternehmen, das ein Finanzprodukt auf dem [[Bankenmarkt]] oder [[Gütermarkt]] aus [[Eigenfertigung]] anbietet. Die meisten Finanzprodukte sind nicht [[lagern|lagerfähig]] und werden mit Hilfe des [[Externer Produktionsfaktor|externen Produktionsfaktors]] zum Zeitpunkt der [[Nachfrage]] produziert und vermarktet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=0A-1BgAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Externer+Produktionsfaktor+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwist9PploT0AhXdRPEDHcWbAi8Q6AF6BAgJEAE#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Rudolf Maleri, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Dienstleistungsproduktion&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 107 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind nicht (mehr) gegenständlich vorhanden, sondern existieren als [[Buchgeld]] oder [[Buchwert]]e. Die einzigen gegenständlichen Finanzprodukte sind [[Commodities]], [[Immobilie]]n und [[Edelmetalle]], wobei letztere auch nicht-physisch auf [[Metallkonto|Metallkonten]] verbucht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Finanzprodukte bieten Kreditinstitute an, wobei [[Finanzinnovation]]en ständig zu neuen Produkten oder Modifizierungen bisheriger Produkte führen. Weitere Anbieter sind [[Versicherungsunternehmen]] sowie der [[Staat]] und seine Untergliederungen; Edelmetalle können über Kreditinstitute oder den [[Fachhandel]] und Immobilien auf dem [[Immobilienmarkt]] erworben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Art stellen die [[Strukturiertes Finanzprodukt|strukturierten Finanzprodukte]] dar. Ein Finanzprodukt wird zu einem strukturierten Finanzprodukt, wenn es mit einem [[Derivat (Wirtschaft)|Derivat]] kombiniert wird. Es handelt sich bei strukturierten Finanzprodukten gemäß Art. 2 Abs. 1 Nr. 28 der {{EU-Verordnung|2014|600|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014 über Märkte für Finanzinstrumente}} um „Wertpapiere, die zur Besicherung und Übertragung des mit einem Pool an finanziellen Vermögenswerten einhergehenden [[Kreditrisiko]]s geschaffen wurden und die den Wertpapierinhaber zum [[Zahlungsempfänger|Empfang]] regelmäßiger Zahlungen berechtigen, die vom [[Cashflow]] der [[Basiswert]]e abhängen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterteilt man die Finanzprodukte nach bestimmten Anlagezielen, so kann wie folgt unterschieden werden:&lt;br /&gt;
* [[Ethische Geldanlage]]: Verantwortung, aber auch die Überzeugung, solche Anlagen seien langfristig erfolgreicher;&lt;br /&gt;
* [[Diversifikation (Wirtschaft)|Diversifikation]]: Verbesserung der Sicherheit durch Streuung (siehe [[Risikodiversifizierung]]);&lt;br /&gt;
* [[Risikoklasse]]: hohe [[Rendite]], aber gleichzeitig hohes [[Risiko]] gegenüber hoher Sicherheit aber niedriger Rendite;&lt;br /&gt;
* [[Value Investing]]: Strategie, die mittlere Rendite mit hoher [[Sicherheit]] anstrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risiko ==&lt;br /&gt;
Ein Gesamtrisikoindikator soll dem Anleger Auskunft über drei wesentliche Anlagerisiken geben:&lt;br /&gt;
* [[Marktrisiko]]: die Entwicklung des [[Kurswert]]s eines Finanzprodukts in der Zukunft,&lt;br /&gt;
* [[Kreditrisiko|Bonitätsrisiko]]: das [[Ausfallrisiko]] des Finanzprodukt-[[Emittent (Finanzmarkt)|Emittenten]] und&lt;br /&gt;
* [[Liquiditätsrisiko]]: das Risiko, dass ein Finanzprodukt nicht mehr [[Handel (Finanzwirtschaft)|handelbar]] und somit auch nicht mehr [[Liquidierbarkeit|einlösbar]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes einzelne Risiko kann zu einem [[Forderungsausfall|Totalverlust]] des eingesetzten [[Kapital]]s führen. Diese Anlagerisiken können auch kumuliert auftreten und sich gegenseitig verstärken. Auf einer Skala von 1 bis 7 (1 = niedriges Risiko, 4 = mittleres Risiko, 7 = höchstes Risiko) schlägt die [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht]] (BaFin)&amp;lt;ref&amp;gt;BaFin vom 17. August 2015, &amp;#039;&amp;#039;Basisinformationsblatt: PRIIPs-Verordnung – Neuer EU-weiter Standard der Produktinformationen für Verbraucher&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; eine einfache Abstufung dieser 3 Anlagerisiken vor. Kreditinstitute arbeiten mit abgestuften [[Anlageklasse]]n. Werden Finanzprodukte über eine [[Anlageberatung]] bei [[Kreditinstitut]]en oder [[Finanzdienstleistungsinstitut]]en gekauft oder verkauft oder eine Halteempfehlung ausgesprochen, ist gemäß {{§|64|wphg|juris}} Abs. 4 [[WpHG]] dem Anleger eine schriftliche [[Geeignetheitserklärung]] &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; Abgabe der [[Wertpapierorder]] zur Verfügung zu stellen, die sämtliche [[Finanzrisiko|Risiken]] erläutert und dem Anleger attestiert, dass seine [[Risikoeinstellung]] hierfür die richtige [[Risikoklasse]] aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sven Giegold]] initiierte im Februar 2013 eine [[Online]]-Abstimmung unter 2.000 Teilnehmern, die die gefährlichsten Finanzprodukte ermitteln sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/recht/europa-hat-gewaehlt-das-sind-die-gefaehrlichsten-finanzprodukte-/7935026.html |wayback=20240727132513 |text=Handelsblatt vom 15. März 2013, &amp;#039;&amp;#039;Das sind die gefährlichsten Finanzprodukte&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-02-04 23:11:23 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach votierten 46,8 % der Teilnehmer in der Kategorie „Produkte, die Verbraucher oder Investorinnen schädigen“ für [[Credit Default Swap]]s auf [[Staatsanleihe]]n aus [[Schwellenland|Schwellenländern]]. Es folgten mit 22,4 % der Stimmen [[Fremdwährungskredit]]e mit [[Endfälliges Darlehen|endfälligem]] [[Tilgung (Geldverkehr)|Tilgungsträger]], [[Kreditkarte]]n mit überhöhten Zinsen (21,2 %) und [[Aktienanleihe]]n (9,6 %).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sven-giegold.de/?lang=de Die Grünen, &amp;#039;&amp;#039;Die gefährlichsten Finanzprodukte Europas&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die BaFin hat im April 2016 eine Internet-Recherche zu Verstößen gegen Werbevorschriften bei Finanzprodukten veröffentlicht,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2016/fa_bj_1604_finanzprodukte.html Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 15. April 2016, &amp;#039;&amp;#039;Finanzprodukte: BaFin-Internetrecherche zu Verstößen gegen Werbevorschriften&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; wonach teilweise gegen Vorschriften des [[Vermögensanlagengesetz]]es (VermAnlG), des [[Wertpapierprospektgesetz]]es (WpPG), des [[Wertpapierhandelsgesetz]]es (WpHG) und des [[Kapitalanlagegesetzbuch]]s (KAGB) verstoßen wurde. Insgesamt ermittelte sie bei über 170 [[Werbeanzeige]]n 74 Verstöße, von denen die meisten auf nicht der [[Bankenaufsicht]] unterliegende Unternehmen entfielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Faktoren ==&lt;br /&gt;
Das [[Magisches Dreieck der Vermögensanlage|Magische Dreieck der Vermögensanlage]] nennt drei Faktoren, die sich bei Finanzprodukten zueinander konkurrierend verhalten, das heißt, sie können nicht alle zugleich erfüllt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sicherheit]]: Die Geldanlage sollte möglichst sicher sein, also Wertschwankungen ([[Wertminderung]]en) und die Wahrscheinlichkeit des (Total-)Verlustes des eingesetzten Kapitals sollten minimiert oder ausgeschlossen werden. Jede Form von [[Bankguthaben]] bei inländischen Kreditinstituten unterliegt der [[Einlagensicherung]]. Finanzprodukte von [[Nichtbank]]en tragen das [[Insolvenzrisiko]] ihres Emittenten.&lt;br /&gt;
* [[Rendite]]: Die Geldanlage sollte einen möglichst hohen [[Ertrag]] innerhalb einer bestimmten Periode abwerfen. Dabei ist zu beachten, dass ein relativ hoher Ertrag unter Umständen ein hohes Finanzrisiko bedeuten kann (siehe [[Risiko-Rendite-Paradoxon]]).&lt;br /&gt;
* [[Liquidität]]: Die Geldanlage sollte möglichst schnell wieder zu [[Geld]] gemacht (das heißt im Allgemeinen: verkauft) werden können (siehe auch [[Fungibilität]], [[Monetarisierung]]); Maßstab hierfür ist die [[Marktliquidität]]. Diese ist bei hoher [[Marktbreite]] groß und bei [[Marktenge]] gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Faktoren sind&lt;br /&gt;
* [[Verantwortungsethik|Verantwortung]]: Die Geldanlage sollte ethischen Aspekten entsprechen, z.&amp;amp;nbsp;B. soziale Ziele verfolgen ([[Sozialstandard]]s) oder zumindest keine vom Anleger abgelehnten Aktivitäten finanzieren (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kinderarbeit]], [[Kriegswaffe]]n).&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltigkeit]]: Die Geldanlage sollte nach Möglichkeit [[Umweltstandard]]s erfüllen und keine vom Anleger abgelehnten Aktivitäten finanzieren (z.&amp;amp;nbsp;B. Aktien von [[Erdölförderung|Erdölförder-]] oder [[Gold#Primäre Lagerstätten (Berggold)|Goldminengesellschaften]]).&lt;br /&gt;
* [[Besteuerung]]: Bei [[Privatanleger]]n ist die Rendite nach [[Steuer]]n ausschlaggebend, da [[Kapitalertrag|Kapitaleinkünfte]] [[einkommensteuer]]&amp;amp;shy;pflichtig sind ([[Kapitalertragsteuer]]). Bis 2009 unterlagen [[Dividende]]n zum Beispiel dem [[Halbeinkünfteverfahren]], während [[Kursgewinn]]e innerhalb der Spekulationsfrist oder [[Zinsertrag|Zinserträge]] voll steuerpflichtig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Die Begriffe [[Produktion]] und [[Produkt (Wirtschaft)|Produkt]] stammen ursprünglich aus der [[Betriebswirtschaftslehre]], wo sie für die Herstellung von [[Realgut|Realgütern]] und das Ergebnis dieser Herstellung verwendet werden. Die [[Bankbetriebslehre]] begann in den 1970er Jahren mit der Adaption des Produktions- und Produktbegriffs für die Erstellung von Bankdienstleistungen. Im Zuge der zunehmenden Verwendung kam auch der Begriff Finanzprodukt auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe Finanzprodukt und [[Finanzkontrakt]] werden in der [[Fachliteratur]] manchmal synonym verwendet; [[Klaus Spremann]] spricht technisch von Finanzkontrakten.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Spremann, &amp;#039;&amp;#039;Investition und Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff Finanzkontrakt leitet sich von der vertraglichen Beziehung ab, der Begriff Finanzprodukt dagegen vom Produkt selbst. [[Finanzinstrument]] ist der – nicht deckungsgleiche – Terminus im [[Rechnungswesen]] nach [[IFRS]] (IAS 32.11 und 39.8) und im [[Wertpapierhandelsgesetz|WpHG]]. Gemäß {{§|2|WpHG|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;4 WpHG sind Finanzinstrumente Wertpapiere, Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (hier sind [[Termingeschäft]]e gemeint), Rechte auf Zeichnung von Wertpapieren und Vermögensanlagen (mit Ausnahme von [[Genossenschaftsanteil]]en) sowie [[Namensschuldverschreibung]]en von Kreditinstituten. Ein Finanzinstrument ist nach IAS 39.8 ein Vertrag, „der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hinblick darauf, dass Finanzprodukte dem Emittenten zur [[Finanzierung]] dienen, wird auch von [[Finanzierungsinstrument]]en oder [[Finanzierungstitel]]n gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Private Finanzplanung]]&lt;br /&gt;
* [[Kapitalallokation]]&lt;br /&gt;
* [[Risikoallokation]]&lt;br /&gt;
* [[Vermögensallokation]]&lt;br /&gt;
* [[Kapitalanlagerestriktion]]&lt;br /&gt;
* [[Alternative Investments]]&lt;br /&gt;
* [[Investierendes Genossenschaftsmitglied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Geldanlage}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Geldanlage}}&lt;br /&gt;
* {{dmoz|World/Deutsch/Wirtschaft/Kapitalanlage/|Kapitalanlage}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4461672-7}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Börsenhandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzstrategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Itti</name></author>
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