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	<title>Finanzmarkt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T02:29:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Finanzmarkt&amp;diff=30706&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Itti: Spam</title>
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		<updated>2026-01-09T16:16:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Spam&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kapitalmarkt.jpg|mini|350px|Abgrenzung zwischen Geld-, Kapital- und Kreditmarkt]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzmarkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Oberbegriff für [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Märkte]], auf denen der [[Handel]] mit [[Finanzinstrument (Deutschland)|Finanzinstrumenten]] stattfindet. Komplementärbegriff ist der [[Gütermarkt]].&lt;br /&gt;
Finanzmärkte gehören der [[Finanzwirtschaft]] an, Gütermärkte der [[Realwirtschaft]]. Beide stehen in einer komplementären [[Interdependenz]] zueinander, weil die Realwirtschaft nicht ohne das vom Finanzmarkt stammende [[Geld]] existieren kann und die Finanzmärkte auch realwirtschaftliche Einflüsse aufweisen wie etwa das [[Hedging]] aufgrund zu erwartender Rohstoffpreisveränderungen. Finanzmärkte lösen [[Zahlungsstrom|Zahlungsströme]] aus, welche teilweise für die Bezahlung der [[Güterstrom|Güterströme]] auf den Gütermärkten bestimmt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Handel auf den Finanzmärkten findet durch [[Tausch]] der Finanzinstrumente gegen [[Geld]] oder durch Tausch von Finanzinstrumenten untereinander statt. [[Marktteilnehmer]] sind alle [[Wirtschaftssubjekt]]e ([[Privathaushalt]]e, [[Unternehmen]] und [[staat]]liche Stellen). Finanzmärkte bringen [[Kapitalnachfrage|Kapitalnehmer]] und [[Kapitalgeber]] direkt oder aber indirekt über [[Finanzintermediär]]e zusammen. Als [[Marktpreise]] fungieren – je nach Art des Teilmarktes – [[Börsenkurs]]e oder [[Zins]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Der Finanzmarkt ist in vier [[Teilmarkt|Teilmärkte]] gegliedert, und zwar Geldmarkt, Kapitalmarkt, Kreditmarkt und Devisenmarkt. [[Erwin von Beckerath]] führte 1916 für Geld- und Kapitalmarkt (GKM) den gemeinschaftlichen Oberbegriff des Kreditmarktes ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin von Beckerath, &amp;#039;&amp;#039;Kapitalmarkt und Geldmarkt&amp;#039;&amp;#039;, 1916, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Markt]]&lt;br /&gt;
! [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]]&lt;br /&gt;
! [[Nachfrage]]&lt;br /&gt;
! [[Preis (Wirtschaft)|Preis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geldmarkt]] &lt;br /&gt;
| [[Geldangebot]] || [[Geldnachfrage]] || [[Geldmarktzins]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kapitalmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Kapitalangebot]] || [[Kapitalnachfrage]] || [[Kapitalmarktzins]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreditmarkt]] &lt;br /&gt;
| [[Kreditangebot]] || [[Kreditnachfrage]] || [[Kreditzins]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld-, Kapital- und Kreditmarkt weisen untereinander starke [[Interdependenz]]en auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geldmarkt ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geldmarkt}}&lt;br /&gt;
Dem [[Geldangebot]] steht auf dem Geldmarkt die [[Geldnachfrage]] gegenüber. [[Handelsobjekt]]e sind [[Tages- und Termingeldhandel|Tages- und Termingelder]], [[Rückkaufvereinbarung|Repo-]] und [[Wertpapierleihe|Leihegeschäfte]], kurzfristige [[Wertpapier]]e ([[Geldmarktpapier]]e), [[Fazilität]]en der Zentralbank (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hauptrefinanzierungsinstrument]] der [[EZB]]), Geldmarktderivate ([[Forward Rate Agreement]]s, [[Overnight Index Swap]]s, Geldmarkt-[[Future]]s), Schatzanweisungen oder [[Wechsel (Wertpapier)|Wechsel]]. Der [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] auf dem Geldmarkt ist der [[Geldmarktzins]]. Der Geldmarkt unterscheidet sich vom Kapitalmarkt vor allem durch die [[Fristigkeit]] der Handelsobjekte. Diese Einteilung führte im Jahre 1909 der [[Ökonom]] [[Arthur Spiethoff]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Spiethoff, &amp;#039;&amp;#039;Die äußere Ordnung des Geld- und Kapitalmarktes&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Gustav von Schmoller (Ökonom)|Gustav von Schmoller]] (Hrsg.), Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reich, Heft 2, 1909, S. 17 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie betrifft auf dem Geldmarkt [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeiten]] oder [[Fälligkeit]]en von bis zu zwei Jahren, wobei die Abgrenzung unterschiedlich vorgenommen wird. Die [[mittlere Frist]] (2–4 Jahre) wird in der [[Fachliteratur]] teilweise noch dem Geldmarkt,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim von Spindler]], &amp;#039;&amp;#039;Geldmarkt – Kapitalmarkt – Internationale Kreditmärkte&amp;#039;&amp;#039;, 1960, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; teilweise jedoch dem Kapitalmarkt zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Friedrich Hagenmüller]], &amp;#039;&amp;#039;Kapitalmarkt&amp;#039;&amp;#039;, in: Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, Band II, 1962, Sp. 3008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitalmarkt ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kapitalmarkt}}&lt;br /&gt;
Auf dem Kapitalmarkt werden diejenigen Finanzinstrumente gehandelt, welche nicht dem Geldmarkt zuzuordnen sind. Das betrifft Finanzinstrumente mit einer Laufzeit von mindestens 2 Jahren. Betrachtet man für den Geldmarkt jedoch nur den [[Interbankenhandel]] und die [[EZB]], so wird der Handel am Kapitalmarkt noch durch mittelfristige Kredite ([[Lombardkredit|Lombard-]] und [[Kontokorrentkredit]]e) und [[Geldmarktpapier]]e ([[Commercial Paper]]s, [[Certificate of Deposit]]s) der Kreditinstitute mit [[Nichtbank]]en ergänzt. Der nationale Kreditmarkt ist kaum organisiert und besitzt dadurch wenig [[Markttransparenz]]. [[Kredit]]e sind sehr individuell und daher schwer handelbar. Der [[Kredithandel]] als Teilmarkt des Kreditmarktes versucht, durch Abtretungsklauseln bisher nicht [[Übertragbarkeit|übertragbare]] Kredite in [[Transferable Loan Facilities]] zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Devisenmarkt ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Devisenmarkt}}&lt;br /&gt;
Auf dem Devisenmarkt trifft das [[Devisenangebot]] auf die [[Devisennachfrage]] und wird zum ausgehandelten [[Devisenkurs]] getauscht. Der Tausch von [[Fremdwährung]]en in heimische Währung erfolgt ausschließlich durch [[Buchgeld]]. Hier gibt es zwei verschiedene Teilmärkte, einerseits die Ausführung des [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäftes]] am [[Kassamarkt]] im sofortigen Tausch gegen die inländische Währung oder zum anderen als [[Devisentermingeschäft]]. Händler treten durch [[Elektronisches Handelssystem|elektronische Handelssysteme]] miteinander in Kontakt, die auch eine schnelle Reaktion auf eingetretene [[Daten]]änderungen wie bei der [[Arbitrage]] ermöglichen. Devisengeschäfte werden ganz überwiegend außerbörslich ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heiko Schmolke/Anabel Ternès/Ian Towers, &amp;#039;&amp;#039;Forex-Devisenhandel&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreditmarkt ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kreditmarkt}}&lt;br /&gt;
Auf dem Kreditmarkt trifft das Kreditangebot auf die Kreditnachfrage, [[Marktpreis]] ist der [[Kreditzins]], [[Handelsobjekt]] der [[Kredit]] und [[Marktvolumen]] das [[Kreditvolumen]]. Zweck des Kreditmarktes ist die [[Finanzierung]] des [[Umsatzerlös|Umsatzbedarfs]] der [[Volkswirtschaft]], die Deckung der [[Liquidität]] anderer [[Wirtschaftssubjekt]]e ([[Unternehmen]], [[Privathaushalt]]e, [[Staat]] nebst Untergliederungen), [[Konsum]]- und [[Investition]]sfinanzierung, [[Vorfinanzierung]] oder [[Zwischenfinanzierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Xaver Florentz/Enrique Kassner, &amp;#039;&amp;#039;Geld und Kredit&amp;#039;&amp;#039;, 1975, S. 121 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht zum Kreditmarkt im engeren Sinn gehört der [[Rentenmarkt]], auf dem in [[Anleihe]]n [[Verbriefung|verbriefte]] Kredite gehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen ==&lt;br /&gt;
Der Finanzmarkt erfüllt die Losgrößen-, Fristen-, Risiko- und Publizitätstransformation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Losgrößentransformation ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Losgrößentransformation}}&lt;br /&gt;
Eine Aufgabe der Finanzmärkte ist die Losgrößentransformation. Das bedeutet, dass wenn beispielsweise ein Marktteilnehmer eine relativ große Geldmenge nachfragt, diese sich aus kleineren Geldmengen der Anbieter zusammensetzt. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Ansammlung vieler kleiner Sparbeträge, um damit große Investitionen zu finanzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Gräfer/Bettina Schiller/Sabrina Rösner, &amp;#039;&amp;#039;Finanzierung: Grundlagen, Institutionen, Instrumente und Kapitalmarkttheorie&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fristentransformation ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fristentransformation}}&lt;br /&gt;
Eine weitere Aufgabe der Finanzmärkte ist die Fristentransformation. Sie hat die Aufgabe, die Fristinteressen von Anbieter und Nachfrager aufeinander abzustimmen. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Arten von Fristentransformation:&lt;br /&gt;
* Transformation bezogen auf die Kapitalbindungsfristen (auch &amp;#039;&amp;#039;Liquiditätsfristentransformation&amp;#039;&amp;#039; genannt): Die Bindungsdauer vom möglichen Kapital zur Verwendung und investiertem Kapital unterscheiden sich.&lt;br /&gt;
* Transformation bezogen auf die Zinsbindungsfristen: Der Zeitraum, für den die Zinsen des zur Verfügung stehenden Kapitals bestimmt sind, unterscheidet sich von der Zinsbindungsdauer des investierten Kapitals. Daraus können Zinsänderungsrisiken resultieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Risikotransformation ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Risikotransformation}}&lt;br /&gt;
Ihre Aufgabe ist es, die unterschiedlichen Risikobereitschaften von Anbietern und Nachfragern auf dem Kapitalmarkt in Übereinstimmung zu bringen.&lt;br /&gt;
Möglichkeiten dieser Art der Transformation sind:&lt;br /&gt;
* Risikoreduktion: Dies geschieht dadurch, dass mehrere einzelne Kapitalnehmer zusammengefasst werden und das vorhandene Risiko auf sie, unabhängig voneinander, verteilt wird. Die Reduktion wird dadurch ermöglicht, dass der Kapitalnehmer diverse Verträge hält oder neue Verträge durch die Zusammenfassung von Zahlungsverpflichtungen erstellt.&lt;br /&gt;
* Risikoaufspaltung: Damit ist die Aufspaltung in anders aufgebaute Verträge gemeint. Die Bedürfnisse von Kapitalnehmer und den Marktteilnehmern werden dabei in Einklang gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Gräfer/Bettina Schiller/Sabrina Rösner, &amp;#039;&amp;#039;Finanzierung: Grundlagen, Institutionen, Instrumente und Kapitalmarkttheorie&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizitätstransformation ===&lt;br /&gt;
Die vierte und somit letzte Aufgabe von Finanzmärkten ist die Publizitätstransformation. Als Publizitätstransformation wird die [[Information]]sverarbeitung der Kreditinstitute bezeichnet, welche die umfangreichen Informationen über die [[Kreditwürdigkeit]] ihrer [[Kreditnehmer]] im Rahmen professioneller [[Finanzanalyse]]n verarbeiten, so dass sich der Anleger auf die [[Bonität]] des Kreditinstituts verlassen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ZfEqBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA258&amp;amp;dq=Publizit%C3%A4tstransformation&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjdoaGkhuzYAhWPy6QKHQwtDuQQ6AEILzAB#v=onepage&amp;amp;q=Publizit%C3%A4tstransformation&amp;amp;f=false Wolfgang Weber/Rüdiger Kabst/Matthias Baum, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 258]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet, dass Kapitalanbieter und -nachfrager nie in persönlichen Kontakt treten. Eine [[Offenlegungspflicht]] der Kreditnehmer besteht nur gegenüber Kreditinstituten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Marktfunktionen ===&lt;br /&gt;
Außerdem erfüllt der Finanzmarkt noch diese allgemeinen [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)#Marktfunktionen|Marktfunktionen]]:&lt;br /&gt;
* [[Allokation (Wirtschaftswissenschaft)|Allokationsfunktion]]: Darunter versteht man die Zuordnung knapper [[Ressource]]n (Zeit, Rohstoffe, Arbeit etc.) zum [[Produktionsprozess]] von Gütern, wobei die Maxime gilt, ein optimales Produkt bei minimalem Einsatz herzustellen.&lt;br /&gt;
* [[Koordination]]sfunktion: Dadurch, dass Finanzmärkte den Kapitalgebern und Kapitalnehmern ein Forum für ihre Tätigkeiten bieten, erfolgt eine zeitliche und örtliche Koordination dieser Vorgänge.&lt;br /&gt;
* Auswahlfunktion: Sie beschreibt vom Markt erlassene Zugangsbeschränkungen, sodass sich am Markt nur die richtigen Akteure treffen. Unter anderem wird in Finanzmärkten die [[Bonität]] der einzelnen Marktteilnehmer überprüft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.karteikarte.com/card/282427/funktionen-von-maerkten |titel=Funktionen von Märkten |abruf=2015-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktstrukturen ==&lt;br /&gt;
;Allgemein&lt;br /&gt;
Sämtliche klassischen volkswirtschaftlichen [[Produktionsfaktor]]en werden auf [[Faktormarkt|Faktormärkten]] gehandelt, und zwar die [[Arbeit (Volkswirtschaftslehre)|Arbeit]] auf dem [[Arbeitsmarkt]], der [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]] auf dem [[Immobilienmarkt]], [[Geld]] auf dem [[Geldmarkt]], das [[Kapital]] auf dem [[Kapitalmarkt]] und [[Kredit]]e auf dem [[Kreditmarkt]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Markt]]&lt;br /&gt;
! [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]]&lt;br /&gt;
! [[Nachfrage]]&lt;br /&gt;
! [[Preis (Wirtschaft)|Preis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Arbeitsmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Arbeitsnachfrage]] || [[Arbeitsangebot]] || [[Arbeitsentgelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gütermarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Güterangebot]] || [[Güternachfrage]] || [[Marktpreis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geldmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Geldangebot]] || [[Geldnachfrage]] || [[Geldmarktzins]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kapitalmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Kapitalangebot]] || [[Kapitalnachfrage]] || [[Kapitalmarktzins]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreditmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Kreditangebot]] || [[Kreditnachfrage]] || [[Kreditzins]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Immobilienmarkt]]&lt;br /&gt;
| Angebot an [[Wohnimmobilie|Wohn-]] und&amp;lt;br /&amp;gt;[[Gewerbeimmobilie]]n,&amp;lt;br /&amp;gt; [[Agrarfläche|Agrar-]] und [[Waldfläche]]n || [[Nachfrage]] || [[Kaufpreis]]/[[Immobiliarmiete]]/&amp;lt;br /&amp;gt; [[Bodenrente]]/[[Pachtvertrag (Deutschland)|Pacht]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Arbeits- und Bodenangebot stark von [[Natur]]einflüssen abhängen ([[Witterung]], [[Bodenbeschaffenheit]]), wird das Geld-, Kapital- und Kreditangebot ausschließlich von wirtschaftlichen Erwägungen beeinflusst.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Heller, &amp;#039;&amp;#039;Theoretische Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1927, S. 144&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein [[Marktsegment]] des Kreditmarkts bildet der [[Kredithandel]], der meist zwischen [[Kreditinstitut]]en stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen von Finanzkrisen auf die Realwirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die [[Realwirtschaft]] ist [[Komplementor]] der [[Finanzwirtschaft]], weil letztere [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfungsinfrastruktur]] bereitstellt. Allerdings stammt etwa 95 % der Wertschöpfung aus der Realwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=cxIeBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA2&amp;amp;dq=Realwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Realwirtschaft&amp;amp;f=false Horst Gischer/Bernhard Herz/Lukas Menkhoff, &amp;#039;&amp;#039;Geld, Kredit und Banken: Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 3]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die komplementäre [[Interdependenz]] zwischen Finanz- und Realwirtschaft wird häufig zur Erklärung von [[Finanzkrise]]n herangezogen. Die [[Finanzkrise ab 2007]] ist hauptsächlich durch fehlendes oder fehlerhaftes [[Risikomanagement]] innerhalb der Finanzwirtschaft entstanden. Diese Krise wirkte sich durch ein [[Spillover]] auf die Realwirtschaft aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=qEImBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA146&amp;amp;dq=Finanzwirtschaft+Realwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Finanzwirtschaft%20Realwirtschaft&amp;amp;f=false Armin Günther, &amp;#039;&amp;#039;Complementor Relationship Management&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 146 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird in der Volkswirtschaftslehre auf die Ungleichgewichte von Real- und Finanzwirtschaft hingewiesen. War noch um 1980 die weltweite Realwirtschaft der Finanzwirtschaft quantitativ mit 2:1 überlegen, so ist sie heute mit 1:3,5 deutlich unterlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Pahl-Rugenstein-Verlag, &amp;#039;&amp;#039;Blätter für deutsche und internationale Politik&amp;#039;&amp;#039;, Ausgaben 1–4, 2009, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese erhebliche Disproportionalität drückt [[Risiko]]potenziale aus und zeigt, dass [[Geldkapital]] im Überfluss vorhanden ist. Während zwischen 1872 und 1950 die [[Risikoprämie]]n in Realwirtschaft und Finanzwirtschaft annähernd übereinstimmten (4,17 % bzw. 4,40 %), drifteten sie zwischen 1951 und 2000 deutlich auseinander (2,55 % bzw. 7,43 %).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eugene Fama]]/[[Kenneth French]], &amp;#039;&amp;#039;Business Conditions and Expected Returns on Stocks and Bonds&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Financial Economics vol. 25, 1989, S. 23 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies deutet auf zunehmende Marktrisiken in der Finanzwirtschaft hin. Das [[Marktrisiko]] besteht bei diesem Ungleichgewicht vor allem in einem &amp;#039;&amp;#039;Overshooting&amp;#039;&amp;#039; (Überschießen) mit der Folge [[Spekulation (Wirtschaft)|spekulativ]] verstärkter [[Spekulationsblase]]n, die so lange andauern, bis sich in der langsameren Realwirtschaft das neue [[Gleichgewicht (Wirtschaftstheorie)|Gleichgewicht]] eingestellt hat. Um diese Risiken zu vermindern, soll eine national und supranational aufgestellte [[Finanzmarktaufsicht]] zur [[Marktregulierung]] der Finanzmärkte beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Finanzmarkttheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Finanzmarkt-Kapitalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Finanzdienstleistung]], teilweise identisch mit &amp;#039;&amp;#039;Finanzindustrie&amp;#039;&amp;#039;, in Medien häufig verwendeter Begriff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lydia Krüger, &amp;#039;&amp;#039;Finanzmärkte und Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;, in: Attac (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Crash statt Cash&amp;#039;&amp;#039;, Wien, OGBVerlag, 2008, S. 101–121 m.w.N.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Schmidt#Familie|Susanne Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Markt ohne Moral &amp;amp;nbsp;−&amp;amp;nbsp; Das Versagen der internationalen Finanzelite&amp;#039;&amp;#039;, Vlg. Droemer Knaur, München 2010, ISBN 978-3-426-27541-2&lt;br /&gt;
* Georg von Wallwitz, &amp;#039;&amp;#039;Odysseus und die Wiesel. Eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, Berenberg Verlag 2011, ISBN 978-3-937834-48-1.&lt;br /&gt;
* Gischer, Horst, Bernhard Herz und Lukas Menkhoff, &amp;#039;&amp;#039;Geld, Kredit und Banken&amp;#039;&amp;#039;, Berlin und Heidelberg, Springer-Verlag 2012, ISBN 978-3-642-23256-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Grafiken zum Thema: [http://www.bpb.de/52583 Finanzmärkte], aus: [http://www.bpb.de/wissen/Y6I2DP Zahlen und Fakten: Globalisierung], Bundeszentrale für politische Bildung/bpb&lt;br /&gt;
* [[Friederike Sattler]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://docupedia.de/zg/Geschichte_der_Banken_und_Finanzm%C3%A4rkte Geschichte der Banken und Finanzmärkte].&amp;#039;&amp;#039; Version: 1.0, in: [[Docupedia-Zeitgeschichte]], 27. Juli 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Itti</name></author>
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