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	<title>Finanzierungsbedarf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T08:59:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Finanzierungsbedarf&amp;diff=1109392&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina am 27. Dezember 2024 um 19:56 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-27T19:56:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzierungsbedarf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im [[Finanzwesen]] der [[Bedarf]] eines [[Wirtschaftssubjekt]]s an [[Finanzinstrument|Finanzierungsmitteln]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
Als Wirtschaftssubjekte kommen [[Unternehmen]] ([[Unternehmensfinanzierung]]), [[Privathaushalt]]e ([[private Finanzplanung]]: [[Anschaffungskredit]]e, [[Baufinanzierung]]en, [[Konsumkredit]]e, [[Kundenkredit]]e) oder der [[Staat]] und [[Staatsunternehmen]] ([[Staatsfinanzierung]]) in Betracht. Finanzierungsbedarf sind sämtliche Finanzierungsmittel, die [[kurzfristig|kurz-]], [[mittelfristig|mittel-]] oder [[langfristig]] zur Durchführung des [[Geschäftsprozess]]es, der [[Hauswirtschaft]] oder der [[Staatstätigkeit]] benötigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Lexikon_Corporate_Finance/gBodBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Finanzierungsbedarf&amp;amp;pg=PA221&amp;amp;printsec=frontcover Claudia Breuer/Thilo Schweizer/Wolfgang Breuer, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Corporate Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 177]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der langfristige Finanzierungsbedarf wird auch als [[Kapitalbedarf]] gesondert untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Finanzierungsbedarfs ist in der [[Finanzierungstheorien|Finanzierungstheorie]] neutral, so dass der Finanzierungsbedarf sowohl durch [[Eigenkapital]] ([[Eigenfinanzierung]]) als auch durch [[Fremdkapital]] ([[Fremdfinanzierung]]) gedeckt werden kann. In der [[Umgangssprache]] wird unter Finanzierungsbedarf meist die Fremdfinanzierung verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Finanzierungsbedarf ergibt sich in der [[Betriebswirtschaftslehre]] aus der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzierungsbedarfsrechnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und dem [[Finanzierungsplan]] der Unternehmen und Privathaushalte und in der [[Öffentliche Betriebswirtschaftslehre|Öffentlichen Betriebswirtschaftslehre]] bzw. [[Finanzwissenschaft]] aus der [[Kreditermächtigung]], die auf der [[Mittelfristige Finanzplanung|mittelfristigen Finanzplanung]] [[öffentlicher Haushalt]]e beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Volkswirtschaftslehre]] wird der gesamtwirtschaftliche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzierungsbedarf der Unternehmen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leistungsbilanz (Zwillingsdefizit vs Nettoexport).png|miniatur|hochkant=1.8|rechts|Kompensationsmöglichkeiten des Finanzierungsbedarfs der Unternehmen]]&lt;br /&gt;
== Gesamtwirtschaftlicher Finanzierungsbedarf der Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Der Finanzierungsbedarf &amp;lt;math&amp;gt;F_U&amp;lt;/math&amp;gt; der Unternehmen ergibt sich aus dem [[Sparen]] der Unternehmen (&amp;lt;math&amp;gt;S_U&amp;lt;/math&amp;gt;) etwa durch [[Gewinnthesaurierung]] und den [[Investition]]en (&amp;lt;math&amp;gt;I_U&amp;lt;/math&amp;gt;):&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Volkswirtschaftliche_Gesamtrechnung/QLV1DQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Finanzierungsbedarf&amp;amp;pg=PA23&amp;amp;printsec=frontcover Michael Frenkel/Klaus Dieter John/Ralf Fendel, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 22]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;F_U = S_U - I_U&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Damit entspricht in einer [[geschlossene Volkswirtschaft|geschlossenen Volkswirtschaft]] (zusätzlich ohne Staat) [[ex post]] der Finanzierungsbedarf der Unternehmen genau der Höhe des Sparens der Privathaushalte.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Frenkel/Klaus Dieter John/Ralf Fendel, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Abstrahiert man von dem Sparen der Unternehmen, so ergibt sich der Finanzierungsbedarf ausschließlich durch Investitionen:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;F_U = I_U&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann bleiben die [[Umsatzerlös]]e der Unternehmen aus dem Güterverkauf hinter den [[Faktoreinkommen]] für die [[Produktion]] zurück, so dass die Differenz derjenige Teil der [[Arbeitseinkommen]] der Privathaushalte darstellt, der nicht für die [[Güternachfrage]] ausgegeben wird. Dieser Teil ist das Sparen der Privathaushalte. Durch Berücksichtigung der Gewinnthesaurierung verringert sich der Finanzierungsbedarf der Unternehmen. Der Finanzierungsbedarf erhöht sich für den komplementären Teil der Unternehmen, wenn ein anderer Teil der Unternehmen seine Einnahmen nicht unmittelbar wieder in voller Höhe investiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer [[offene Volkswirtschaft|offenen Volkswirtschaft]] wird das [[Ausland]] in Form von Exporten und [[Import]]en einbezogen. Das geschieht durch [[Saldierung]] der Exporte mit den Importen, so dass sich hieraus (einschließlich empfangener Netto-Übertragungen) der [[Leistungsbilanzsaldo]] des [[Inland]]s ergibt. Ist die Summe der [[Devisen]]einnahmen (aus Exporten) größer als die Summe der Devisenausgaben (für Importe), so ergibt sich ein [[Leistungsbilanzüberschuss]], der einen Finanzierungsbedarf des Auslands zur Folge hat und umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Frenkel/Klaus Dieter John/Ralf Fendel, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesamtwirtschaftlicher Finanzierungsbedarf des Staates ==&lt;br /&gt;
Finanzierungsbedarf des Staates &amp;lt;math&amp;gt;F_S&amp;lt;/math&amp;gt; entsteht, wenn die [[Staatseinnahmen]] &amp;lt;math&amp;gt;E_S&amp;lt;/math&amp;gt; geringer sind als die [[Staatsausgaben]] &amp;lt;math&amp;gt;A_S&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;F_S = E_S &amp;lt; A_S&amp;lt;/math&amp;gt;, wobei&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;E_S &amp;lt; A_S&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
als [[Haushaltsdefizit]] bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staatseinnahmen setzen sich insbesondere aus [[Steuer]]n sonstigen [[Abgabe]]n sowie [[Gewinn]]en der Staatsunternehmen zusammen. Die Staatsausgaben bestehen aus dem [[Staatskonsum]], zu dem der Staatskonsum im engeren Sinne (etwa [[Personalkosten]] in der [[öffentliche Verwaltung|öffentlichen Verwaltung]]), also einem echten [[Verbrauch]], und die [[Investition#Arten von Investitionen|Staatsinvestitionen]] gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Makro%C3%B6konomik/hmHdDQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=staatskonsum+privater+konsum&amp;amp;pg=PA50&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1624879140913 N. Gregory Mankiw/Klaus Dieter John, &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 32]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Falle eines Haushaltsdefizits muss der [[Öffentlicher Sektor|öffentliche Sektor]] Kredite aufnehmen, was durch [[Kommunalkredit]]e ([[Kassenkredit]]e) oder [[öffentliche Anleihe]]n geschehen kann. Die Kreditvergabe des [[Finanzsektor]]s an den Staat löst – [[ceteris paribus]] – eine [[Geldnachfrage]] der [[Kreditinstitut]]e nach [[Zentralbankgeld]] aus, dem sich eine Zentralbank kaum entziehen kann, es sei denn, sie nimmt einen steigenden [[Geldmarktzins|Geldmarkt-]] und [[Kreditzins]] und eine Verdrängung privatwirtschaftlicher [[Kreditnachfrage]] durch Kredite an den Staat in Kauf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Institutionelle_Strukturen_und_makro%C3%B6ko/WV9gup-hky4C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Finanzierungsbedarf+des+staates&amp;amp;pg=PA362&amp;amp;printsec=frontcover Paul-Günther Schmidt, &amp;#039;&amp;#039;Institutionelle Strukturen und makroökonomische Stabilität&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 351]&amp;lt;/ref&amp;gt; Steigender Finanzierungsbedarf des Staates lässt den Geldmarktzins, vor allem aber den [[Kapitalmarktzins]] steigen. Ist das (reale) [[Zinsniveau]] des Inlands höher als das des Auslands, kann ein [[Kapitalimport]] einsetzen, der die umlaufende [[Geldmenge]] erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Volkswirtschaftslehre/5ubRBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Finanzierungsbedarf+des+staates&amp;amp;pg=PA127&amp;amp;printsec=frontcover Dieter Dahl, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 127]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzierungsbedarf in der Betriebswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Unternehmen können ihren Finanzierungsbedarf durch [[Innenfinanzierung]] ([[Selbstfinanzierung]], [[Gewinnthesaurierung]]) oder [[Außenfinanzierung]] ([[Kapitalerhöhung]], [[Fremdfinanzierung]]) decken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Handbuch_Finanzierung/BnD1BQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Finanzierungsbedarf+unternehmen&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;printsec=frontcover Rolf-E. Breuer, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 11]&amp;lt;/ref&amp;gt; Finanzierungsbedarf haben Unternehmen bei der [[Finanzierung]] des [[Umlaufvermögen]]s ([[Liquiditätsmanagement]]), im [[Anlagevermögen]] bei [[Investition]]en in [[Sachanlage]]n oder in [[Kapitalbeteiligung]]en. [[Großunternehmen]] wie [[multinationales Unternehmen|multinationale Unternehmen]] können bei kleineren Kapitalmärkten an die Grenzen das [[Kapitalangebot|Kapital-]] oder [[Kreditangebot]]s stoßen, so dass sie ihren Finanzierungsbedarf auf dem internationalen Kapitalmarkt ([[internationaler Kreditverkehr]]) decken müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/International_harmonisierte_Rechnungsleg/hNl8BwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Finanzierungsbedarf+unternehmen&amp;amp;pg=PA51&amp;amp;printsec=frontcover Kurt V. Auer, &amp;#039;&amp;#039;International harmonisierte Rechnungslegungsstandards aus Sicht der Aktionäre&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 51]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt der Staat mehr aus als er einnimmt, verringert sich um den Ausgabenüberschuss (Defizit) des Staates der Finanzierungsbedarf der Unternehmen (bei unveränderter Höhe des Sparens der privaten Haushalte). Umgekehrt gilt, wenn der Staat Einnahmeüberschüsse erzielt, also mehr (aus den Abgaben inländischer Sektoren) einnimmt als er ausgibt, dass sich um genau diesen Einnahmeüberschuss (Sparen) des Staates der &amp;#039;&amp;#039;Finanzierungsbedarf der Unternehmen&amp;#039;&amp;#039; per Saldo erhöht:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Stützel]], &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftliche Saldenmechanik&amp;#039;&amp;#039;, Nachdruck der 2. Auflage, 2011, S. 80:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Unternehmergewinne bleiben stets nur genau um jenen Betrag hinter dem Unternehmeraufwand für Konsum und Investition zurück, um den die Nichtunternehmer Einnahmeüberschüsse bilden.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Lautenbach]], [https://www.saldenmechanik.info/files/saldenmechanik/Lautenbach%20(1952)%20Zins%20Kredit%20und%20Produktion.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zins, Kredit und Produktion&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB), (Hrsg. Wolfgang Stützel), 1952, S. 49: „Der Kreditbedarf der Unternehmer entsteht hier also gerade dadurch, dass Nichtunternehmer sparen, einerlei, ob es Private sind oder ob es die [[öffentliche Hand]] ist, die Überschüsse hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;I_U = S_H + S_S&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
In einer offenen Volkswirtschaft erhöht ein (eigenes) Leistungsbilanzdefizit in gleicher Höhe den Finanzierungsbedarf der inländischen Unternehmen, ein Nettoexport (&amp;lt;math&amp;gt;NX&amp;lt;/math&amp;gt;) verringert in gleicher Höhe den Finanzierungsbedarf der Unternehmen (unter sonst gleichen Bedingungen), denn  es gilt:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;I_U = S_H + S_S - NX&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Verringert ein Staat also sein Defizit (Ausgabenüberschuss), muss bei ausgeglichener Leistungsbilanz entweder der Unternehmenssektor seinen Ausgabenüberschuss ([[Verschuldung]]) erhöhen oder der Sektor der privaten Haushalte sein Geldsparbemühungen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Schneider (Ökonom)|Erich Schneider]], &amp;#039;&amp;#039;Geld, Kredit, Volkseinkommen und Beschäftigung&amp;#039;&amp;#039;, 1964, S. 129:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wenn die beabsichtigte Ersparnis aus dem Einkommen &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt; die Höhe &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; hat, so kann dieses Einkommen dann und nur dann bestehen bleiben, wenn die Unternehmer freiwillig Investitionen in einer der beabsichtigten Ersparnis gleichen Höhe durchführen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhöhen die Unternehmen ihre Investitionen nicht um die Höhe der (gewohnten)&amp;lt;ref&amp;gt;Hans J. Barth, &amp;#039;&amp;#039;Potentialorientierte Verschuldung. Das Konzept des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;, in: Staatsverschuldung Kontrovers, Köln, 1981, S. 59:&amp;lt;br&amp;gt; „Der Staat nimmt zur Erfüllung der ihm von der Gesellschaft übertragenen Aufgaben einen Teil des [[Produktionspotential]]s in Anspruch, sei es direkt, indem er selbst Güter kauft und Personal beschäftigt, sei es indirekt, indem er durch Transfer- und Subventionszahlungen Private in den Stand setzt, Nachfrage geltend zu machen. Konjunkturneutral sind die öffentlichen Haushalte dann, wenn der Staat mit seinen Ausgaben und mit seinen Einnahmeregelungen nicht von dem abweicht, woran die Privaten gewöhnt sind, wenn der Staat also für sich genommen &amp;#039;&amp;#039;keine Abweichung von der Normalauslastung des Produktionspotentials bewirkt&amp;#039;&amp;#039;. Weicht das tatsächliche Haushaltsvolumen vom konjunkturneutralen Haushalt ab, steht die Differenz für den konjunkturen Impuls.“&amp;lt;/ref&amp;gt; gesunkenen Staatsausgaben, sondern reduzieren diese ihre Investitionen sogar, sinken die Einnahmen in der Ökonomie &amp;#039;&amp;#039;nicht nur&amp;#039;&amp;#039; um die Höhe der reduzierten Ausgaben der Staatsausgaben und Unternehmensinvestitionen, da das gesamtwirtschaftliche Einkommen zu sinken beginnt und tendenziell Kaufzurückhaltung und die Bildung monetärer Reserven initiiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Schneider, &amp;#039;&amp;#039;Geld, Kredit, Volkseinkommen und Beschäftigung&amp;#039;&amp;#039;, 1964, S. 278 f:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Eine Abnahme der privaten Investitionen oder (und) der privaten Konsumneigung wird, wenn ständiger Ausgleich des Budgets gefordert wird, immer eine stärkere kontraktive Wirkung auslösen als wenn diese Forderung nicht gestellt, vielmehr ein Budgetdefizit zugelassen wird; und umgekehrt wird ein expansiver Prozess bei stets ausgeglichenem Budget zu einer stärkeren Erhöhung des Einkommens führen, als wenn ein Budgetüberschuss zugelassen wird. Der Grund für diese expansions- und kontraktionsverstärkende Wirkung eines stets ausgeglichenen Budgets ist besonders leicht einzusehen, wenn man sich die Zusammenhänge im Rahmen einer Verlaufsanalyse klarmacht. Wenn in einer Periode die privaten Nettoinvestitionen abnehmen, sinkt das Einkommen in dieser Periode um den Betrag der Abnahme der Investitionen. In der zweiten Periode sinken dann der Konsum und die Nettobezüge und mithin die Ausgaben des Staates, so dass also eine stärkere Abnahme des Einkommens eintritt, als bei unveränderten Ausgaben des Staates. In der dritten Periode sinken Konsum, Nettobezüge und Ausgaben des Staates erneut usw. bis der neue Gleichgewichtszustand erreicht ist.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzierungsbedarfsrechnung ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Finanzierungsbedarfsrechnung&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[ex ante|ex-ante]]-[[Kalkulation]] und beantwortet die Frage, welche Fremd- und Eigenmittel im Rahmen eines Investitionsvorhabens für welchen Zeitraum zur Verfügung stehen müssen. Im Rahmen eines [[Kreditantrag]]s wird eine Finanzierungsbedarfsrechnung durch Kreditinstitute im Rahmen der [[Finanzanalyse]] vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Gesamtfinanzierungsbedarf&amp;#039;&amp;#039; ist zunächst einmal die Summe aller Ausgaben, die im Rahmen eines Investitionsvorhabens anfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer [[Baufinanzierung]] sind dies beispielsweise: [[Kaufpreis]], [[Baukosten|Bau-]] oder [[Sanierung (Bauwesen)|Sanierungskosten]] und [[Anschaffungsnebenkosten]] wie  [[Grunderwerbsteuer (Deutschland)|Grunderwerbsteuer]] oder [[Notargebühr]]en. Wichtig ist die Berücksichtigung von [[Bauzeitzinsen]] und einem Puffer für Unvorhergesehenes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieht man vom Gesamtfinanzierungsbedarf das vorhandene [[Eigenkapital]] sowie die vorgesehene [[Muskelhypothek|Eigenleistung]] ab, so ergibt sich der Fremdfinanzierungsbedarf. In der Höhe dieses Fremdfinanzierungsbedarfs müssen Kredite bei Kreditinstituten, [[Bausparkasse]]n oder anderen [[Kreditgeber]]n aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bestehende Eigenkapital ist teilweise nicht stets sofort verfügbar, sondern erst nach der [[Fälligkeit]] von [[Kapitalanlage]]n, der Zuteilung von [[Bausparvertrag|Bausparverträgen]] oder dem Eingang des Verkaufserlöses bisheriger Immobilien. In diesen Fällen ist im Rahmen der Finanzierungsbedarfsrechnung eine [[Zwischenfinanzierung]] bzw. [[Vorfinanzierung]] vorzusehen. Kommt es zu unvorhergesehenem Finanzierungsbedarf (etwa durch Verlängerung der [[Bauzeit]] oder [[Nachtrag (Vertragsrecht)|Nachtragsarbeiten]]), ist eine – meist mit höheren [[Finanzierungskosten]] verbundene – [[Nachfinanzierung]] erforderlich. Ob eine Nachfinanzierung möglich ist, hängt von der [[Kreditwürdigkeit]] des [[Kreditnehmer]]s ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Finanzierungsbedarf|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konjunkturpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Makroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsverschuldung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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