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	<title>Finanzhoheit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T03:55:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Finanzhoheit&amp;diff=167213&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Bundesstaat (Föderaler Staat) → Bundesstaat (föderaler Staat)</title>
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		<updated>2022-12-06T01:06:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Bundesstaat_(F%C3%B6deraler_Staat)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Bundesstaat (Föderaler Staat) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Bundesstaat (Föderaler Staat)&lt;/a&gt; → &lt;a href=&quot;/index.php/Bundesstaat_(f%C3%B6deraler_Staat)&quot; title=&quot;Bundesstaat (föderaler Staat)&quot;&gt;Bundesstaat (föderaler Staat)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzhoheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Finanzverfassungsrecht|Finanzverfassung]] die [[Kompetenz (Organisation)|Befugnis]], die [[Finanzwirtschaft]] [[Eigenverantwortung|eigenverantwortlich]] und unbeeinflusst von [[Dritter|Dritten]] zu regeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Allgemein besitzen alle [[Wirtschaftssubjekt]]e eine eigene Finanzhoheit, Ausnahmen sind die [[Tochtergesellschaft]]en von [[Konzern]]en, in [[Insolvenz]] befindliche [[Unternehmen]]/[[Privatperson]]en und [[Entmündigung|entmündigte]] [[Person]]en. Alle übrigen Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, sonstige [[Personenvereinigung]]en oder [[Privathaushalt]]e verfügen über eine eigene Finanzhoheit. Sie treffen autonome [[Entscheidung]]en über ihre [[Finanzen]] ([[Unternehmensfinanzierung]], [[private Finanzplanung]]).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Finanzhoheit wird aber vor allem bei der Finanzwirtschaft des [[Staat]]es und seiner Untergliederungen gesprochen. Hier übt der Staat die [[Hoheit (Staatsrecht)|Hoheit]], also die [[Staatsgewalt]], über die [[Staatsfinanzen]] aus. Diese Finanzhoheit gibt es auf allen staatlichen Ebenen, in Deutschland auf [[Bundesebene (Deutschland)|Bundesebene]], bei den [[Land (Deutschland)|Ländern]] und bei den [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinden]] oder [[Gemeindeverband (Deutschland)|Gemeindeverbänden]]. Sie alle besitzen das Recht auf eigene [[Einnahme]]n (Bundesebene: [[Bundessteuer]]n, Landesebene: [[Ländersteuer]]n und Gemeindeebene: [[Gemeindesteuer (Deutschland)|Gemeindesteuern]] sowie [[Gemeinschaftsteuer (Deutschland)| Gemeinschaftsteuern]], die allen drei [[Gebietskörperschaft]]en anteilig zustehen). Außerdem besitzen sie die Befugnis, über die [[Ausgabe (Rechnungswesen)|Ausgaben]] selbst zu bestimmen und eine eigene [[Vermögensverwaltung]] zu betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Alpmann Brockhaus, &amp;#039;&amp;#039;Fachlexikon Recht&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 521&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Träger der Finanzhoheit ==&lt;br /&gt;
[[Träger (öffentliches Recht)|Träger]] der [[Öffentliche Finanzen|öffentlichen Finanzwirtschaft]] sind alle Institutionen oder [[öffentliche Einrichtung|öffentlichen Einrichtungen]], die eine eigene oder eine abgeleitete Finanzhoheit besitzen. Es gibt daher die Finanzhoheit&lt;br /&gt;
* des Bundes,  &lt;br /&gt;
* der Länder und auch  &lt;br /&gt;
* der Kommunen ([[kommunale Finanzhoheit]]).&lt;br /&gt;
Bund und Länder besitzen eine &amp;#039;&amp;#039;eigene Finanzhoheit&amp;#039;&amp;#039;, die übrigen Körperschaften dagegen lediglich eine &amp;#039;&amp;#039;abgeleitete Finanzhoheit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Ys7YAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA28&amp;amp;dq=Finanzhoheit+eu&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjszaq04OncAhUlM-wKHVLWDcUQ6AEIRDAF#v=onepage&amp;amp;q=Finanzhoheit%20eu&amp;amp;f=false Bodo Leibinger/Reinhard Müller/Herbert Wiesner, &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Finanzwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 28]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gebietskörperschaften nehmen ihre Finanzhoheit autonom wahr, denn nach {{Art.|109|gg|juris}} [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]] sind der Bund und die Länder in ihrer [[Haushaltswirtschaft]] selbständig und voneinander unabhängig (eigene Finanzhoheit). Der Bund kann gemäß {{Art.|104b|gg|juris}} GG den Ländern Finanzhilfen für besonders bedeutsame [[Investition]]en der Länder und der Gemeinden/Gemeindeverbände gewähren, die zur Abwehr einer Störung des [[Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht|gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts]] oder zum Ausgleich unterschiedlicher Wirtschaftskraft im Bundesgebiet oder zur Förderung des [[Wirtschaftswachstum]]s erforderlich sind. Das gilt auch für [[Naturkatastrophe]]n oder außergewöhnliche Notsituationen, die sich der Kontrolle des Staates entziehen und die staatliche Finanzlage erheblich beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Die Finanzhoheit besteht aus der [[Steuergesetzgebungshoheit]] ({{Art.|105|gg|juris}}) GG, der [[Steuereinnahme|Steuerertragshoheit]] ({{Art.|106|gg|juris}} GG) und der Steuerverwaltungshoheit ({{Art.|108|gg|juris}} GG).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=jPB8UzpPEdEC&amp;amp;pg=PA65&amp;amp;dq=Finanzhoheit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjN2ODm1-ncAhWyMewKHSkaCnwQ6AEIQDAE#v=onepage&amp;amp;q=Finanzhoheit&amp;amp;f=false Werner Sixt, &amp;#039;&amp;#039;Der Gemeinderat in Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 65]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Verfassungsrecht]]lich umfasst die &lt;br /&gt;
Finanzhoheit die [[Steuerhoheit|Besteuerungshoheit]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rspr|BVerfGE 55, 274}}, 301&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Gesetzgebung|Steuergesetzgebung]], [[Finanzverwaltung (Deutschland)|Finanzverwaltung]] und die [[Finanzgerichtsbarkeit]]. Während das Grundgesetz die Besteuerungshoheit des Staates im Verhältnis zum Bürger stillschweigend voraussetzt, regelt es in den {{Art.|104a|gg|juris}} GG bis {{Art.|108|gg|juris}} GG in erster Linie die Verteilung der Gesetzgebungs-, Ertrags- und Verwaltungskompetenzen in Bezug auf Steuern im Verhältnis zwischen Bund, Ländern und Gemeinden.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfGE 55, 274, 301&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret befasst sich die Finanzhoheit mit der [[Staatseinnahmen|Einnahmen-]] und [[Staatsausgaben|Ausgabenpolitik]] im Rahmen der Staatsfinanzen sowie der Vermögensverwaltung (etwa die [[Bundesvermögensverwaltung]] durch die [[Bundesanstalt für Immobilienaufgaben]]). Dazu nehmen die Träger über ihre Volksvertretung das [[Budgetrecht]] wahr, also der [[Bundestag]] beim Bund, der [[Landesparlament|Landtag]] bei den Ländern oder der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] für den Bereich der Gemeinden. Im [[Hebesatz (Steuerrecht)|Hebesatzrecht]] wird die Finanzhoheit der Gemeinden besonders deutlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=_dPPByrcOrQC&amp;amp;pg=PA184&amp;amp;dq=Finanzhoheit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjN2ODm1-ncAhWyMewKHSkaCnwQ6AEIRjAF#v=onepage&amp;amp;q=Finanzhoheit&amp;amp;f=false Uwe Brandl (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Praxiswissen für Kommunalpolitiker&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 189]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Union]] besitzt, abgesehen von einer partiellen Ertrags- und Ausgabenhoheit, keine eigenständige Finanzhoheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=JxkrAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA1002&amp;amp;dq=Finanzhoheit+eu&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjszaq04OncAhUlM-wKHVLWDcUQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Finanzhoheit%20eu&amp;amp;f=false Josef Isensee/Paul Kirchhof (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Staatsrechts: Band XI: Internationale Bezüge&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 1002]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie verfügt trotz der weitreichenden und aufwendigen Aufgaben, die der Gemeinschaft in den {{Art.|2|AEUV|dejure}} [[Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union|AEUV]] und {{Art.|3|AEUV|dejure}} AEUV übertragen wurden, über keine eigentliche Finanzhoheit. Der [[EuGH]] hat mit seinem Urteil vom Februar 1995 in die Finanzhoheit der [[EU-Mitgliedstaaten]] stark eingegriffen, indem er verlangte, dass sie ihre Befugnisse auf dem Gebiet der [[Direkte Steuer|direkten Steuern]] unter Wahrung des [[Unionsrecht]]s ausüben müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;EuGH, Urteil vom 14. Februar 1995, Az.: RS C-279/93 – Finanzamt Köln-Altstadt gegen Roland Schumacker = {{Rspr|EuGH WM 1995, 1081}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Finanzhoheit in [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaaten]] meist ähnlich wie in Deutschland geregelt ist, besitzen die [[Region]]en eines [[Zentralstaat]]s keine eigene Finanzhoheit. So kennt beispielsweise in [[Frankreich]] die Tradition des [[Zentralismus]] keine Finanzhoheit der [[Département]]s oder [[Region (Frankreich)|Regionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4366853-7}}   &lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliche Finanzen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuer- und Abgabenrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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