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	<title>Filz-Brandlattich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:54:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Filz-Brandlattich&amp;diff=866643&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Filz-Brandlattich&amp;diff=866643&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-04-12T20:22:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Filz-Brandlattich&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Homogyne discolor&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Nikolaus Joseph von Jacquin|Jacq.]]) [[Alexandre Henri Gabriel de Cassini|Cass.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Brandlattich&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Homogyne&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Senecioneae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Asteroideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Korbblütler&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Asteraceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Asternartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Asterales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Homogyne discolor.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Filz-Brandlattich (&amp;#039;&amp;#039;Homogyne discolor&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Filz-Brandlattich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Homogyne discolor&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweifarbiger Brandlattich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Finkenzeller1996&amp;quot; /&amp;gt; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] [[Brandlattich]] (&amp;#039;&amp;#039;Homogyne&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Korbblütler]] (Asteraceae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Homogyne discolor001.jpg|mini|links|Illustration aus &amp;#039;&amp;#039;Atlas der Alpenflora&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mangart Homogyne discolor.jpg|mini|Blütenkörbe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Filz-Brandlattich wächst als [[Ausdauernde Pflanze|ausdauernde]] [[krautige Pflanze]] und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 15 Zentimetern. Der unverzweigte [[Stängel]] ist wollig behaart und hat meist zwei bis drei schuppenförmige Stängelblätter. Die grundständigen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ledrige Blattspreite ist rundlich-nierenförmig mit einem Durchmesser von 1 bis 3 Zentimetern und rundum gekerbt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1987&amp;quot; /&amp;gt; Die glänzende Blattoberseite ist fast kahl und dunkelgrün, mit eingesenkten Nerven, wodurch die Blattspreite runzelig erscheint. Die Blattunterseite ist dicht grau- bis weißfilzig. Auch der Blattstiel ist wollfilzig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1987&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Der Stängel ist unter dem Blütenkopf verdickt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1987&amp;quot; /&amp;gt; Der Kopf ist breit eiförmig und bis 15 Millimeter lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1987&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die einreihigen Hüllblätter sind breit lanzettlich, zugespitzt, kahl oder nur am Grund wollig und braunrot.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1987&amp;quot; /&amp;gt; In einem endständigen [[Korb (Blütenstand)|Körbchen]] befinden sich 30 bis 40&amp;amp;nbsp;hellpurpurfarbene bis blassrötliche [[Röhrenblüte]]n. Sie sind etwas länger als die Hülle. Die Scheibenblüten sind 7 bis 8 Millimeter lang; die Narbenlappen sind keulenförmig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1987&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Achäne]]n sind 3 bis 5 Millimeter lang mit einem 5 bis 7 Millimeter langen schmutzigweißen [[Pappus (Botanik)|Pappus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1987&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 60.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Blütenbiologie ==&lt;br /&gt;
Die stark reduzierten Randblüten haben einen stark herausragenden Narbenlappen, haben einen verkümmerten Kronsaum, sind rein weiblich und enthalten keinen [[Nektar (Botanik)|Nektar]]. Die zwittrigen Scheibenblüten sind [[Dichogamie|vormännlich]]. Da die Blütenbesucher –&amp;amp;nbsp;vor allem [[Schmetterlinge|Falter]] und [[Fliegen]], nur selten [[Hummeln]]&amp;amp;nbsp;– zuerst auf die Randblüten stoßen, ist die [[Fremdbestäubung]] weitgehend gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Der Filz-Brandlattich ist nur von den [[Ostalpen]] von Bayern über Österreich, Italien, Slowenien bis Bosnien-Herzegowina verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; In [[Deutschland]] kommt der Filz-Brandlattich nur in den [[Berchtesgadener Alpen]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] ist die Art in den Kalkalpen häufig, in den Zentralalpen sehr selten von der subalpinen bis alpinen [[Höhenstufe (Ökologie)|Höhenstufe]]. Sie fehlt im Westen ([[Vorarlberg]] und [[Tirol (Bundesland)|Tirol]]) sowie im [[Burgenland]] und [[Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Standort bevorzugt dieser [[Kalkzeiger]] steinige Rasen, [[Zwergstrauchheide]]n und [[Schneetälchen|Schneeböden]]. Der Filz-Brandlattich gedeiht in Höhenlagen von etwa 1400 bis 2400 Metern. Der Filz-Brandlattich ist eine [[Charakterart]] des Verbandes Arabidion caeruleae, kommt aber auch in [[Pflanzengesellschaft|Gesellschaft]]en des Poion alpinae vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1775 unter dem Namen ([[Basionym]]) &amp;#039;&amp;#039;Tussilago discolor&amp;#039;&amp;#039; durch [[Nikolaus Joseph von Jacquin]]. Die Neukombination zu &amp;#039;&amp;#039;Homogyne discolor&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Jacq.) Cass.}} wurde 1821 durch [[Alexandre Henri Gabriel de Cassini]] veröffentlicht. Ein weiteres Synonym für &amp;#039;&amp;#039;Homogyne discolor&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Jacq.) Cass.}} ist &amp;#039;&amp;#039;Tussilago alpina&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Scop.}} non {{Person|L.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; Der wissenschaftliche Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Homogyne&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von den griechischen Wörtern &amp;#039;&amp;#039;homos&amp;#039;&amp;#039; für ähnlich, gleich und &amp;#039;&amp;#039;gyne&amp;#039;&amp;#039; für Weib ab und bezieht sich auf die Narben der weiblichen Blüten, die die gleiche Form wie die zwittrigen Blüten haben. Das [[Epitheton#Biologie|Artepitheton]] &amp;#039;&amp;#039;discolor&amp;#039;&amp;#039; ist lateinisch für verschiedenfarbig oder bunt und verweist auf die verschiedenfarbigen Laubblätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahe verwandt ist der [[Alpen-Brandlattich]] (&amp;#039;&amp;#039;Homogyne alpina&amp;#039;&amp;#039;), der sich aber durch unterseits grüne Laubblätter auszeichnet. &amp;#039;&amp;#039;Homogyne alpina&amp;#039;&amp;#039; ist vermutlich eine [[Hybride]] aus &amp;#039;&amp;#039;Homogyne discolor&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Homogyne sylvestris&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivialnamen ==&lt;br /&gt;
Weitere Trivialnamen sind Verschiedenfarbiger oder Zweifarbiger Brandlattich. Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Homogyne&amp;#039;&amp;#039; wird auch als Alpenlattich bezeichnet und diese Art als Filziger Alpenlattich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Früher wurde angenommen, dass der Filz-Brandlattich die Milchleistung des Vieh steigere und die Milchqualität erhöhe. Darauf bezieht sich etwa auch der volkstümliche Name „Rahmplätschen“. Der Filz-Brandlattich wird jedoch als „[[Unkraut]]“ betrachtet, das durch seine kleinen ledrigen Blätter nur einen geringen Futterwert bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt; {{BibISBN|3800131315|Seite=948}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;[[Werner Greuter]] (2006+): &amp;#039;&amp;#039;Compositae (pro parte majore).&amp;#039;&amp;#039; In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Compositae.&amp;#039;&amp;#039;: [http://ww2.bgbm.org/EuroPlusMed/PTaxonDetail.asp?NameCache=Homogyne%20discolor&amp;amp;PTRefFk=7000000 Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Homogyne discolor&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Finkenzeller1996&amp;quot;&amp;gt; {{BibISBN|3800131315|Seite=242}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1987&amp;quot;&amp;gt;[[Gerhard Wagenitz]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Familie Compositae II&amp;#039;&amp;#039;. In [[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage Band VI, Teil 3, Seite 700–701. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987. ISBN 3-489-86020-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elfrune Wendelberger: &amp;#039;&amp;#039;Alpenpflanzen – Blumen, Gräser, Zwergsträucher&amp;#039;&amp;#039;, München 1984, ISBN 3-7632-2975-2.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3854741405}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Homogyne discolor|Filz-Brandlattich (&amp;#039;&amp;#039;Homogyne discolor&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|2979|Homogyne discolor (Jacq.) Cass., Filziger Alpenlattich}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|1621}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|2979}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Korbbluetler/RoteArten/alpenlattich.htm#Filziger Alpenlattich  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;).]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senecioneae (Tribus)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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