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	<title>Filmverleih - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Filmverleih&amp;diff=215707&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: einfacher</title>
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		<updated>2026-01-10T20:13:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;einfacher&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Verleih von Filmen an Kinobetreiber. Für den Verleih von Filmen an Privatleute siehe [[Videothek]].}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Filmverleih&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|film distribution}}, „Filmvertrieb“) ist in der [[Medienwirtschaft]] ein [[Medienunternehmen]], dessen [[Betriebszweck]] in der [[Beschaffung]] und dem [[Vertrieb]] von [[Kinofilm]]en besteht.&lt;br /&gt;
Das Grundwort „Verleih“ ist juristisch falsch, weil die [[Filmkopie]]n vom Verleih nicht [[Leihvertrag|unentgeltlich verliehen]], sondern gegen [[Gebühr]] (Filmmiete) [[Mietvertrag (Deutschland)|vermietet]] werden, bei digitalen Vorführungen teils auch elektronisch übertragen werden. In der Umgangssprache hat sich jedoch der Begriff „Filmverleih“ (ähnlich wie auch [[Leihwagen]]) eingebürgert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Filmverleih nimmt teilweise die [[Funktion (Organisation)|Funktionen]] eines [[Verlag]]es wahr („Filmverlag“) und stellt die [[Handelsstufe]] zwischen [[Filmproduktion]] und [[Filmverwertung|Filmpräsentation]] dar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Lexikon_Medienwirtschaft/m00lBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=filmverleih+lexikon&amp;amp;pg=PA217&amp;amp;printsec=frontcover Insa Sjurts, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Medienwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 217]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er betreibt die [[Akquise]] und Beschaffung von Kinofilmen, deren [[Marketing]] mit [[Öffentlichkeitsarbeit]], [[Planung]] der Anzahl der [[Filmkopie]]n bis hin zur Festlegung des [[Kinostart]]s verbunden ist. Meist übernimmt der Verleih auch den [[Lizenz]]handel für die übrigen [[Absatzweg]]e der Filmverwertung wie [[Video-on-Demand]], [[DVD]] oder [[Fernsehen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
In der [[Filmwirtschaft]] werden die Verträge über die [[Filmverwertung]] in aller Regel durch den [[Filmproduzent|Filmhersteller]] geschlossen, wobei diesem durch die [[Autor|Filmurheber]] zuvor die [[Nutzungsrecht]]e eingeräumt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Urheberrecht/Wa5mDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=filmverleih+verlagsrecht&amp;amp;pg=PA2472&amp;amp;printsec=frontcover Gunda Dreyer/Jost Kotthoff/Astrid Meckel/Christian-Henner Hentsch, &amp;#039;&amp;#039;Urheberrecht: Urheberrechtsgesetz, Verwertungsgesellschaftengesetz, Kunsturhebergesetz&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 2472]&amp;lt;/ref&amp;gt; Klassische Verwertungsform bei Kinofilmen ist die [[Filmvorführung]] in einem [[Kino]]. Hierfür schließt der Filmhersteller mit einem Filmverleih einen &amp;#039;&amp;#039;Filmvorführungsvertrag&amp;#039;&amp;#039; ab, der es dem Filmverleih ermöglicht, einen bestimmten Kinofilm – mit örtlichen und zeitlichen Beschränkungen – in Kinos vorzuführen. Die Auswertung als Video erfolgt meist später und räumt einem Hersteller von [[Bildträger]]n ([[DVD]], [[Videokassette]]n) die Vervielfältigung der [[Videodatei]]en ein. Wiederum danach kann die [[Erstausstrahlung|Ausstrahlung]] im Fernsehen mittels vom Filmhersteller eingeräumten [[Senderecht]] erfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunda Dreyer/Jost Kotthoff, Astrid Meckel/Christian-Henner Hentsch, &amp;#039;&amp;#039;Urheberrecht: Urheberrechtsgesetz, Verwertungsgesellschaftengesetz, Kunsturhebergesetz&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 2473&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Filmverleih erwirbt die nationalen [[Verwertungsrecht]]e eines Kinofilms und stellt diesen in Form von Filmkopien den [[Betreiber]]n von Kinos gegen [[Entgelt]] zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Kompakt_Lexikon_Medien/T3EpBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=filmverleih+lexikon&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;printsec=frontcover Insa Sjurts, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Medien&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 78]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den [[USA]] wird ein Film oft lediglich in einer begrenzten Zahl von ausgewählten Kinos gezeigt ({{enS|limited run}}), später aufgrund der [[Nachfrage]] werden weitere Kinos eingebunden ({{enS|platforming}}), die maximale Verbreitung wird durch eine große Zahl von Kopien im Rahmen einer Werbekampagne erreicht ({{enS|general release}}). Der Verleih setzt einen Zeitpunkt fest, in dem der Film offiziell auf den Markt kommt (in [[Deutschland]]: &amp;#039;&amp;#039;Bundesstart&amp;#039;&amp;#039;). Im Rahmen von [[Filmfestival]]s oder ähnlichem sind auch offizielle [[Vorpremiere]]n oder unangekündigte [[Sneak Preview]]s möglich. Darüber hinaus gibt es [[Pressevorführung]]en. Auch die überregionale [[Werbung]] für einen Film liegt bei den Verleihern, während die regionale Werbung (außer in Großstädten) zumeist den lokalen Kinos überlassen ist. Der Verleiher unterstützt die lokalen Kinos durch [[Werberatschläge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel werden vom Hersteller der Filme (Produzent oder dem von ihm beauftragten [[Weltvertrieb]]) die Rechte für die nationale [[Filmverwertung|Verwertung]] erworben. Der Verleih kümmert sich nun um eine entsprechende marktgerechte Bearbeitung des Films ([[Synchronisation (Film)|Synchronisation]], [[Untertitel]]ung) und die [[Altersfreigabe]] (Vorlage bei der [[Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft|Freiwilligen Selbstkontrolle]] etc.). Es kann vorkommen, dass der ursprüngliche Film gekürzt wird, um eine für die Vermarktung günstigere Altersfreigabe zu erhalten. Es ist aber auch möglich, dass ein Film, der in seinem Ursprungsland aus denselben Gründen gekürzt wurde, hier in einer längeren Fassung verliehen wird. Die Verleihvorkosten für die technische [[Veröffentlichung]] und Bewerbung des Kinostarts fasst man unter dem Begriff [[Prints and Advertising]] (P&amp;amp;A) zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verleihvorgang ==&lt;br /&gt;
Der Verleih stellt nun den Kinos die heute in der Regel [[Digital Cinema Package|digitalen]] [[Filmkopie]]n sowie deren Vorführungsrecht zur Verfügung und erhält dafür in der Regel einen prozentualen Anteil der Einnahmen. Er kümmert sich um die [[Termin]]ierung (wann die Filme wo eingesetzt werden), während [[Lagerhaltung|Lagerung]] und Versand oftmals von unabhängigen regionalen [[Filmlager]]n oder zentralen Logistikfirmen erledigt werden.&lt;br /&gt;
Digitale Kopien der Filme werden in der benötigten Zahl auf Festplatten hergestellt, die an die Kinos geliefert werden. Zur Reduzierung der [[Lagerkosten]] wird nach der ersten, massiven [[Filmverwertung|Auswertung]] ein Großteil dieser Festplatten für neue Filme wiederverwendet. Zu Zeiten analoger Filmdistribution wurde ein Großteil der Kopien vernichtet bzw. das Trägermaterial ([[Polyester]]) dem [[Recycling]] zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist hat der Verleih die nationalen Rechte an der Filmauswertung nur für einen begrenzten Zeitraum erworben. Gerade im Bereich der nichtgewerblichen Filmarbeit ([[Filmclub]], [[Kommunales Kino]], [[Filmfestival]]s) kommt es daher vor, dass ein Verleih noch Kopien, aber keine Rechte mehr hat, die dann vom [[Kinobetreiber]] zusätzlich zur Gebühr an den Verleiher extra beim Weltvertrieb oder sonstigen [[Rechteinhaber]] erworben werden müssen. Ebenso kann es vorkommen, dass zwar noch Rechte für die nationale Aufführung beim Verleih liegen, der aber über keine spielbare Filmkopie mehr verfügt, die dann anderweitig ([[Kinemathek]], [[Filmsammler]], [[Archiv]]) beschafft und ebenfalls extra bezahlt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zu Beginn der 1920er Jahre von amerikanischen Filmkonzernen angewandte, illegale Methode, um Kinos zur Abnahme aller im eigenen Verleih befindlichen Filme zu nötigen, war das [[Blocksystem]]. Damit sollte der europäische Markt für eigene Produktionen gesichert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung des [[Digitales Kino|Digitalen Kinos]] haben sich auch die Abläufe im Vertrieb der Filmkopien völlig verändert: Die Verleiher versenden ihre Filme in Form kompakter Festplatten (in der Regel in stabilen Wechseleinschüben, teilweise in Form von USB-Festplatten) mit [[Digital Cinema Package]]s per Post und anderer Unternehmen. In jüngster Zeit beginnt sich auch die rein digitale Distribution per Satellit oder Breitband-Verbindungen zu etablieren, in Europa ist diese Technik (im Gegensatz z.&amp;amp;nbsp;B. zu den USA) aber noch wenig verbreitet.&lt;br /&gt;
Obwohl seit Einführung der digitalen Filmkopien die Kosten des Verleihs pro Kopie extrem gesunken sind, legt der Filmverleih in der Regel dennoch eine Startkopienzahl vorab fest. Übliche Startkopienzahlen in Deutschland liegen zwischen weniger als 10 bei sehr kleinen Filmkunstfilmen bis zu über 1000 bei Blockbustern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zeiten analoger Distribution war es entscheidend, dass eine Filmkopie, die in einer Spielwoche (also bis Mittwoch) in einem Kino eingesetzt wurde, bereits am Folgetag zur neuen Spielwoche in einem anderen Haus gespielt werden konnte. Hierfür existierte der Berufszweig des Filmspediteurs, der in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag alte Kopien abholte und neue aus dem Filmlager oder von einem Vorspieler brachte. Diese Form der Belieferung ist weitgehend weggefallen. Manche Speditionen versorgen seither die Kinos mit Produkten des gastronomischen Bereiches (Süßigkeiten, Zutaten für Popcorn etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinos führen einen Anteil der Kasseneinnahmen an die Verleiher ab. Die sogenannte „Verleihmiete“ kann bis zu 60 % der Kasseneinnahmen betragen. Üblich ist auch eine „Mindestgarantie“ (MG): Liegen die Einnahmen unter einer festgesetzten Grenze, muss das Kino statt der Verleihmiete die MG bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nichtgewerblicher Filmverleih ==&lt;br /&gt;
Es gibt auch nichtgewerbliche Filmverleihe (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Landesfilmdienst]]e / [[Landesmediendienst]]e e.&amp;amp;nbsp;V., [[Matthias-Film]] der [[Evangelische Kirche in Deutschland|Evangelischen Kirche in Deutschland]]) von denen sich aber viele, auch [[Landesbildstelle|Landes-]] und [[Kreisbildstelle]]n, auf DVDs und BluRays beschränken. Früher war auch das z.&amp;amp;nbsp;B. in Schulen und Jugendarbeit gebräuchlichere [[Schmalfilm]]format 16&amp;amp;nbsp;mm üblich. Im gewerblichen Bereich (Kino) wird fast ausschließlich mit digitalen Filmkopien sowie früher dem [[35-mm-Film|35-mm-Format]] gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der 28. Dezember 1895 gilt als die Geburtsstunde des Kinos, als die [[Brüder Lumière]] erstmals in [[Paris]] eine öffentliche Filmvorführung (mit Straßenszenen, Sportaufnahmen und Nachrichten) eines [[Stummfilm]]s anboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bertelsmann_Jugend_Lexikon/OIh2_7_qMqgC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=filmverleih+lexikon&amp;amp;pg=PA185&amp;amp;printsec=frontcover Anke Braun, &amp;#039;&amp;#039;Bertelsmann-Jugend-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 185]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Funktion des Filmverleihs entstand erst mit Beginn der kommerziellen Filmproduktion. Diese begann im Februar 1910 in [[Hollywood]] mit den Dreharbeiten von [[David Wark Griffith]] für den 17-minütigen Film „In Old California“, der innerhalb von drei Tagen gedreht wurde und dessen Uraufführung am 10. März 1910 stattfand.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Reise_durch_die_Stadt_der_Engel/XxImCgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Hollywood+Urauff%C3%BChrung+10.+M%C3%A4rz+1910&amp;amp;pg=PA114&amp;amp;printsec=frontcover Torsten Meyer, &amp;#039;&amp;#039;Reise durch die Stadt der Engel&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 114]&amp;lt;/ref&amp;gt; Griffith lobte die dortigen Arbeitsbedingungen, was 1911 insgesamt 15 Filmstudios dazu bewegte, von New York nach Los Angeles umzuziehen. Die [[Filmindustrie]] war entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde im Dezember 1917 die Filmproduktionsgesellschaft [[UFA]] gegründet, die auch als Filmverleih fungierte. Vor und während der beiden Weltkriege wurde sie häufig für [[Propagandafilm]]e – oft in Spielfilmen verpackt – missbraucht, konnte sich jedoch zur größten deutschen Filmproduktionsgesellschaft entwickeln. Nie wieder war der deutsche Film so international und vielsprachig wie in den 1920er und 1930er Jahren, nie wieder hatte er eine solche globale Ausstrahlung. Nach [[Berlin]] und [[Babelsberg]] kamen Filmschaffende aus aller Welt (beispielsweise [[Alfred Hitchcock]] 1924/1925), und als größter europäischer Filmkonzern war die UFA der einzige, der Hollywoods rasch wachsender Dominanz auf dem [[Weltmarkt]] entgegenstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Ufa_international/g04bEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=ufa+1917&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;printsec=frontcover Frederik Lang/Jürgen Kasten/Philipp Stiasny/Ursula von Keitz, &amp;#039;&amp;#039;Ufa international&amp;#039;&amp;#039;, 2021, S. 9]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Markenrecht (Deutschland)|Markenrechte]] an der UFA erwarb im Januar 1964 der [[Medienkonzern]] [[Bertelsmann]].&amp;lt;ref&amp;gt;Frederik Lang/Jürgen Kasten/Philipp Stiasny/Ursula von Keitz, &amp;#039;&amp;#039;Ufa international&amp;#039;&amp;#039;, 2021, S. 395&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch die Kommerzialisierung des Kinofilms auf einem [[Massenmarkt]] ergab sich die Notwendigkeit, die betriebliche Funktion des Vertriebs in eigens gegründete Filmverleih-Unternehmen auszulagern. Der bereits im Jahr 1997 als &amp;#039;&amp;#039;Online-Filmverleih&amp;#039;&amp;#039; gegründete [[Online-Dienst]] [[Netflix]] bietet seit 2007 auch das aktuell so beliebte [[Streaming Media|Streaming]] an. Mittlerweile sind dort nicht mehr nur die Serien und Filme großer Studios international abrufbar, sondern es werden auch [[Eigenproduktion]]en vermarktet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gilmore_Girls_100_Seiten/-j54DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=filmverleih+streaming&amp;amp;pg=PT12&amp;amp;printsec=frontcover Karla Paul, &amp;#039;&amp;#039;Gilmore Girls&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 12]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 wurden in deutschen Kinos 491 Langfilme, davon 391 Spielfilme und 100 Dokumentarfilme erstaufgeführt. Nach dem [[COVID-19-Pandemie|Lockdown]] von November 2020 bis Juni 2021 stieg das Filmangebot im zweiten Halbjahr 2021 überproportional an, der Filmstau wurde abgebaut. Dieser Trend wurde im Jahre 2023 jedoch nicht fortgesetzt. Gegenüber 2019 gelangten 26 % weniger Spielfilme und 39 % weniger Dokumentarfilme auf den Kinomarkt. Von den insgesamt 391 erstaufgeführten Spielfilmen waren 127 deutsch (32 %), 87 US-amerikanisch (22 %), 39 französisch (10 %), 20 türkisch (5 %) und 16 britisch (4 %). Die stärksten Genres waren [[Kinderfilm|Kinder-]] und [[Jugendfilm]]e mit 22,9 %, [[Actionfilm]]e mit 22,5 % und [[Science-Fiction-Film]]e und [[Filmkomödie]]n mit 13,9 % Besucher-[[Marktanteil]]en. 56 % der Besuche von Kinder- und Jugendfilmen wurden 2022 von US-Produktionen generiert, 40 % von deutschen Produktionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spio.de/themen/statistik-marktforschung/filmstatistik/filmverleih/ SPIO Spitzenorganisation der Filmwirtschaft, &amp;#039;&amp;#039;Filmverleih 2022&amp;#039;&amp;#039;, Februar 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldmedia zufolge gab es in Deutschland 2020 insgesamt 736 aktive Film- und Fernsehproduktionsfirmen. Berlin ist mit rund 173 Unternehmen das Bundesland mit den meisten Produktionsfirmen. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 162 aktiven Firmen und Bayern mit 144 Produktionsunternehmen. Zu den größten Film- und Fernsehproduktionsgruppen in Deutschland nach Produktionsvolumen gehören [[All3Media]] (64.900 Minuten), [[Banijay Group]] (51.800 Minuten) sowie die UFA mit rund 50.800 Minuten.&amp;lt;ref&amp;gt;Goldmedia (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Trendmonitor&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als wesentliche Produktionsstandorte haben sich [[Potsdam]] ([[Studio Babelsberg]]) und [[Berlin]] ([[Studio Berlin Adlershof]]), [[Köln]] ([[MMC Studios Cologne]], [[EMG Germany]]) und [[München]] ([[Bavaria Film]], Geiselgasteig) herauskristallisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Der Filmverleih fungiert als Intermediär zwischen Filmproduktion und Kinos. Damit übernimmt er die Rolle des Verlags und wird deshalb zu den Medienunternehmen gerechnet.&lt;br /&gt;
Der Filmverleih ist die inländische Kinoauswertung, während die internationale Auswertung als „[[Filmvertrieb]]“ bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Praxishandbuch_Filmrecht/sNYlBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Filmvorf%C3%BChrungsvertrag&amp;amp;pg=PA255&amp;amp;printsec=frontcover Hans-Jürgen Homann, &amp;#039;&amp;#039;Praxishandbuch Filmrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 252]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interessen der deutschen Verleiher werden vom [[Verband der Filmverleiher]] (VdF) und der [[AG Verleih]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmen ==&lt;br /&gt;
In Europa dominieren US-amerikanische Verleiher. Über die größten Marktanteile verfügen:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|breite=25em|&lt;br /&gt;
* [[Walt Disney Studios Motion Pictures]] (ehemals Buena Vista International)&lt;br /&gt;
* [[Warner Bros.]]&lt;br /&gt;
* [[20th Century Fox]]&lt;br /&gt;
* [[Universal Pictures]]&lt;br /&gt;
* [[Paramount Pictures]]&lt;br /&gt;
* [[Lions Gate Entertainment|Lionsgate]]&lt;br /&gt;
* [[Sony Pictures Entertainment]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Bedeutendste deutsche Verleiher sind:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|breite=25em|&lt;br /&gt;
* [[Constantin Film]]&lt;br /&gt;
* [[Concorde Filmverleih]] (ein Unternehmen der [[Tele München Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Studiocanal GmbH|Studiocanal]] (ehem. [[Kinowelt]])&lt;br /&gt;
* [[Tobis Film]]&lt;br /&gt;
* [[Universum Film]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Deutsche Kleinverleiher (alphabetisch) sind:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste&lt;br /&gt;
|breite = 25em|* 3L Filmverleih&lt;br /&gt;
* Across Nations Filmverleih&lt;br /&gt;
* [[Alamode Filmdistribution]]&lt;br /&gt;
* Alpenrepublik&lt;br /&gt;
* [[Ascot Elite]]&lt;br /&gt;
* [[Arsenal Filmverleih]]&lt;br /&gt;
* [[Basis-Film Verleih]]&lt;br /&gt;
* Camino Filmverleih&lt;br /&gt;
* [[Capelight Pictures]]&lt;br /&gt;
* CCC – Cologne Cine Collective&lt;br /&gt;
* Cinemien&lt;br /&gt;
* [[Crunchyroll (Unternehmen, Deutschland)|Crunchyroll GmbH]]&lt;br /&gt;
* Delphi Filmverleih&lt;br /&gt;
* [[DCM Film Distribution]]&lt;br /&gt;
* Der Filmverleih&lt;br /&gt;
* Drop-Out Cinema&lt;br /&gt;
* eksys’tent distribution&lt;br /&gt;
* farbfilm*filmverleih&lt;br /&gt;
* Film Kino Text&lt;br /&gt;
* Filmwelt Verleihagentur&lt;br /&gt;
* Freebird Pictures&lt;br /&gt;
* Grandfilm&lt;br /&gt;
* [[Kinostar]]&lt;br /&gt;
* [[Koch Films]]&lt;br /&gt;
* [[KOOL Filmdistribution]]&lt;br /&gt;
* Macchiato Pictures&lt;br /&gt;
* [[Majestic Film]]&lt;br /&gt;
* [[MFA+]]&lt;br /&gt;
* mindjazz pictures&lt;br /&gt;
* Movienet Film&lt;br /&gt;
* [[Neue Visionen]]&lt;br /&gt;
* [[NFP*]]&lt;br /&gt;
* [[One Filmverleih]]&lt;br /&gt;
* Pandastorm Pictures&lt;br /&gt;
* [[Pandora Film Verleih]]&lt;br /&gt;
* [[Peppermint Anime]]&lt;br /&gt;
* [[Piffl Medien]]&lt;br /&gt;
* [[polyband Medien]]&lt;br /&gt;
* [[Prokino Filmverleih]]&lt;br /&gt;
* Progress&lt;br /&gt;
* [[Rapid Eye Movies]]&lt;br /&gt;
* RealFiction Filmverleih&lt;br /&gt;
* [[Salzgeber (Filmverleih)]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarz-Weiss Filmverleih]]&lt;br /&gt;
* Sodawasser Pictures&lt;br /&gt;
* [[Splendid Medien]]&lt;br /&gt;
* SquareOne Entertainment&lt;br /&gt;
* Summiteer Films&lt;br /&gt;
* Tempest Film&lt;br /&gt;
* [[Tiberius Film]]&lt;br /&gt;
* [[UCM.ONE]]&lt;br /&gt;
* [[W-film Distribution]]&lt;br /&gt;
* [[Weltkino Filmverleih]]&lt;br /&gt;
* [[Wild Bunch]]&lt;br /&gt;
* X-Verleih (s. [[X Filme Creative Pool]])&lt;br /&gt;
* [[Zorro Film]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Ehemalige deutsche Verleiher:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=25em|* Amazonas Filmverleih&lt;br /&gt;
* CineVox&lt;br /&gt;
* endfilm&lt;br /&gt;
* [[Filmverlag der Autoren]]&lt;br /&gt;
* [[Jugendfilm-Verleih]]&lt;br /&gt;
* [[Scotia Filmverleih]]&lt;br /&gt;
* [[Senator Entertainment|Senator Film Verleih]]&lt;br /&gt;
* Ventura Filmverleih&lt;br /&gt;
* Verleihgenossenschaft der Filmemacher}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.vdfkino.de/ Verband der Filmverleiher e.&amp;amp;nbsp;V. – Auflistung der meisten deutschen Filmverleiher und der Film-Starttermine]&lt;br /&gt;
* [https://www.ag-verleih.de/ AG Verleih – Arbeitsgemeinschaft der unabhängigen Filmverleiher e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.vdfkino.de/leinwand/kino.pdf Kinolandkarte mit Standorten der Filmtheater und Verleihbezirken] (PDF; 6,0&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [https://dfff-ffa.de/index.php?verleiherliste Verleiherliste des Deutschen Filmförderfonds] Abgerufen am 21. Mai 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4351463-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmverleih| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kino]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienunternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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