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	<title>Fili - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel| behandelt das ehemalige russische Dorf. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Fili (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Церковь Покрова в Филях.jpg|miniatur|[[Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche zu Fili]], am Moskwa-Ufer gelegen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fili&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Фили́}}; {{Audio|Ru-Metro-Fili.ogg|Aussprache}}) ist ein ehemaliges Dorf in [[Russland]] und seit dem frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine industriell geprägte Ortslage innerhalb der Hauptstadt [[Moskau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gehört heute zum Moskauer [[Westlicher Verwaltungsbezirk (Moskau)|Verwaltungsbezirk West]] und schließt administrativ die Stadtteile &amp;#039;&amp;#039;[[Fili-Dawydkowo]]&amp;#039;&amp;#039; (russ. {{lang|ru|Фили-Давыдково}}) und &amp;#039;&amp;#039;[[Filjowski Park]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Филёвский Парк}}) sowie einen Teil des Stadtteils &amp;#039;&amp;#039;[[Dorogomilowo]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Дорогомилово}}) ein. Nördlich und westlich grenzt Fili an den [[Moskwa]]-Fluss, im Norden wird der Stadtteil Filjowski Park durch den namensgebenden [[Fili-Park]] vom in diesem Bereich relativ steilen Flussufer getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Dorf Fili war unter seinem Namen, welcher wahrscheinlich vom Flüsschen &amp;#039;&amp;#039;Chwyli&amp;#039;&amp;#039; (das in diesem Bereich in die Moskwa mündet) abgeleitet wurde, bereits seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bekannt. Bis zum Anfang des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gehörte die Ortschaft der [[Bojaren]]familie Mstislawski, deren Mitglieder dem [[Großfürstentum Moskau|Großfürsten]]- und später dem [[Zarentum Russland|Zarenhof]] sehr nahestanden. Im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ging das Anwesen an den Fiskus über, und etwa zur gleichen Zeit fand die Hauptkirche des Ortes – die damals hölzerne &amp;#039;&amp;#039;Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche zu Fili&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Церковь Покрова Пресвятой Богородицы в Филях}}) – erste Erwähnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 schenkte Zar [[Peter I. (Russland)|Peter I.]] die Ortschaft seinem Onkel Lew Naryschkin, welcher wenig später das angrenzende Dorf [[Kunzewo (Moskau)|Kunzewo]] dazukaufte und im Laufe der 1690er Jahre beide Ortschaften erheblich ausbauen ließ. Als besonders bemerkenswertes Baudenkmal, das bis heute erhalten ist, entstand dabei der Neubau der Schutz-und-Fürbitte-Kirche, der vom Stil her als eines der typischen Beispiele des sogenannten [[Naryschkin-Barock]]s (oder auch &amp;#039;&amp;#039;Moskauer [[Barock]]s&amp;#039;&amp;#039;) angesehen wird. Zur gleichen Zeit entstanden in Fili ein neues Herrenhaus sowie erstmals in der Ortsgeschichte eine [[Fähre|Fährverbindung]] über die Moskwa. Auch nach Lew Naryschkins Tod blieb Fili noch weit bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hinein im Besitz des Geschlechts Naryschkin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Изба совета в Филях.jpg|miniatur|Die Kutusow-Hütte in Fili (Gemälde von [[Alexei Kondratjewitsch Sawrassow|Alexei Sawrassow]] 1885)]]&lt;br /&gt;
Eine größere Bekanntheit erlangte das Dorf Fili im frühen 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert: Während des [[Russlandfeldzug 1812|Napoleon-Feldzugs]] gegen das [[Russisches Kaiserreich|Russische Reich]] im Jahr 1812 lag der Ort, damals ein westlicher Vorort Moskaus, auf dem Weg zwischen letzterem und dem [[Schlacht von Borodino|Schlachtfeld von Borodino]]. Aus diesem Grund ließ hier der russische Generalfeldmarschall [[Michail Illarionowitsch Kutusow|Michail Kutusow]] in einer kleinen Dorfhütte ein Stabsquartier einrichten, und dort traf am 13. September 1812 der Militärrat um Kutusow und [[Michael Andreas Barclay de Tolly|Barclay]] die strategische Entscheidung, Moskau nach der für das russische Heer sehr verlustreich verlaufenen Schlacht [[Napoléon Bonaparte|Napoleon]] zu überlassen. Das seither als &amp;#039;&amp;#039;Kutusow-Hütte&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Кутузовская изба}}) bekannte Häuschen war 1868 abgebrannt und wurde zwei Jahrzehnte später als Museum originalgetreu nachgebaut. In seiner Nähe entstand 1962 das [[Panoramamuseum der Schlacht von Borodino]], das unter anderem ein Panoramagemälde [[Franz Roubaud]]s beherbergt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wandelte sich Fili zunehmend zu einem [[Datsche]]n-Vorort Moskaus. Die noch erhaltenen Reste der Naryschkinschen Anwesen wurden von Mitgliedern der Familie verkauft, Teile des Dorfes – darunter die wiederhergestellte Kutusow-Hütte – gingen in Staatsbesitz über. 1871 wurde die wichtige [[Eisenbahn]]linie Moskau–[[Smolensk]] durch Fili verlegt, dabei entstand eine heute denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke über die Moskwa. Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, noch vor der [[Oktoberrevolution]], entstanden in Fili die ersten industriellen Großbetriebe. Dies war der Anfang für die massenhafte Industrialisierung des verkehrsgünstig gelegenen Ortes, die bis ins spätere 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hinein andauerte. In der frühen [[Sowjetunion|Sowjetzeit]] wurde Fili zu einer sogenannten Arbeitersiedlung ausgebaut, die im Jahr 1935 offiziell nach Moskau eingemeindet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts stieg die allgemeine Wertschätzung von Fili als Wohngegend stark an, was vor allem auf die Verlegung der wichtigen Ausfallstraße &amp;#039;&amp;#039;[[Kutusow-Prospekt]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Кутузовский проспект}}) durch das ehemalige Dorf zurückzuführen ist. Noch zur [[Josef Stalin|Stalin]]-Zeit wurde die Straße regelmäßig von Mitgliedern der Partei- und Staatsführung auf dem Weg zwischen dem [[Moskauer Kreml|Kreml]] und ihren Vorstadt-Datschen befahren, weswegen diese mehrspurige Schnellstraße samt näherer Umgebung überaus repräsentativ bebaut wurde. Auch heute noch gehören die Viertel rund um den Kutusow-Prospekt zu den teuersten Wohn- und Geschäftslagen der russischen Hauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Industriebetriebe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:P42345701.jpg|miniatur|Eingangsbereich des Werksgeländes des GKNPZ Chrunitschew]]&lt;br /&gt;
Große Teile von Fili, vor allem nördlich der Moskau-Smolensker Bahnstrecke und westlich des [[Fili-Park]]s gelegen, sind bis heute Standort zahlreicher Fabriken, die zum großen Teil in den 1920er und 1930er Jahren erbaut wurden und die Ortschaft maßgeblich prägen. Zu den ältesten gehören das Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gegründete Werk zur Herstellung von [[Dachpappe]] sowie die seit 1917 entstandenen, damals aus [[Riga]] verlegten ehemaligen Anlagen des ersten russischen Automobilherstellers [[Russo-Balt]], in denen seit 1959 und bis heute unter dem Firmennamen [[GKNPZ Chrunitschew]] Raketen- und Raumfahrzeugtechnik produziert wird. Zwischen 1922 und 1926 wurden hier in einem staatlichen Joint-Venture-Unternehmen mit [[Hugo Junkers]] über 200 Flugzeuge sowie Triebwerke hergestellt. 1937 ging in Fili die erste sowjetische [[Speiseeis]]fabrik in Betrieb, die heute unter der Markenbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ice-Fili&amp;#039;&amp;#039; überregional firmiert. Sehr bekannt war zu Sowjetzeiten die Fernsehgerätefabrik &amp;#039;&amp;#039;Rubin&amp;#039;&amp;#039;, deren ehemaliges Werksgebäude seit 2000 die Markthalle &amp;#039;&amp;#039;[[Gorbuschka]]&amp;#039;&amp;#039;, einen bedeutenden Markt für Tonträger und DVDs, beherbergt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Areal zwischen der Bahnstrecke, dem Fili-Park und der Moskwa stellt heute in architektonischer Hinsicht ein markantes Denkmal der frühsowjetischen Industrialisierung dar, da die meisten der hiesigen Bauwerke in den 1920er und 1930er Jahren entstanden. Zu ihnen gehören außer den eigentlichen Werksgebäuden auch die für die damalige Zeit typischen Arbeiter-Wohnblocks sowie eine der ersten Moskauer „[[Fabrik-Küche]]n“, eine [[Konstruktivismus (Kunst)|konstruktivistisch]] geprägte Bauart frühsowjetischer Großküchen und [[Kantine]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bahnhof Fili ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fili railstation Moscow.jpg|miniatur|Bahnhof Fili (Bahnsteig in westlicher Richtung). Ganz hinten sind die Hochhäuser des Geschäftsviertels [[Moskau City]] am gegenüberliegenden Ufer der Moskwa zu sehen.]]&lt;br /&gt;
Der Personenbahnhof Fili entstand im Jahr 1902, einige Jahre nach dem Bau der Eisenbahnstrecke von [[Moskau]] nach [[Smolensk]] und weiter nach [[Minsk]], [[Brest (Belarus)|Brest]] und [[Warschau]]. Er dient heute als Haltepunkt für die meisten Nahverkehrszüge (auch [[Elektritschka|Elektritschki]] genannt), die, vom [[Moskau Belarussischer Bahnhof|Belarussischen]] und zum Teil auch vom [[Sawjolowoer Bahnhof]] kommend, unter anderem die Städte [[Odinzowo]], [[Kubinka]], [[Swenigorod]], [[Moschaisk]] und [[Gagarin (Smolensk)|Gagarin]] ansteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweigleisige Bahnhof verfügt über ein historisches, heute nicht mehr als solches genutztes Empfangsgebäude sowie einen Kassen- und Eingangspavillon an der nördlichen Seite der Gleise. Dort, unmittelbar neben dem [[Seitenbahnsteig]] Richtung Smolensk, befindet sich auch einer der beiden Eingänge zur gleichnamigen Metrostation. Der zweite Seitenbahnsteig, an dem die Züge in Richtung Moskau halten, liegt etwas westlich versetzt, an der gegenüberliegenden Seite der Gleise, und ist vom Bahnsteig in Richtung Smolensk bzw. vom Metroausgang über eine Fußgängerbrücke oder alternativ über eine Unterführung zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== U-Bahnhof Fili ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fili (Metro Moskau)}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fili-mm.jpg|miniatur|Metrostation Fili]]&lt;br /&gt;
1959 erhielt Fili mit der gleichnamigen Station erstmals Anschluss an das [[Metro Moskau|Moskauer Metronetz]]. Die Station entstand als Teil der zum großen Teil in den 1950er und frühen 1960er Jahren verlegten [[Filjowskaja-Linie]] und ist, wie alle zur damaligen Zeit errichteten Stationen dieser Linie, sehr sachlich und schlicht gehalten. Sie liegt oberirdisch in einem Einschnitt, an den sich unmittelbar südlich ein Tunnelstück unter den Eisenbahngleisen anschließt. Es gibt zwei Seitenbahnsteige und Treppen an deren beiden Enden. Der Nordausgang befindet sich nahe der Wohn- und Industrieviertel Filis, während der unmittelbar an die Eisenbahnstation angrenzende südliche Ausgang vorwiegend als Übergang zu den Vorortzügen genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Moskauer Verwaltungsbezirke und Stadtteile]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fili-Davydkovo|Stadtteil Fili-Dawydkowo}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Filyovsky park|Stadtteil Filjowski Park}}&lt;br /&gt;
* [http://felee.narod.ru Ausführliche Geschichte von Fili] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://fili-davyd.zao.mos.ru/ Offizielle Website der Verwaltung von Fili-Dawydkowo] (russisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.filipark.ru/ Offizielle Website der Verwaltung von Filjowski Park] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://engl.mosmetro.ru/pages/page_6.php?id_page=204&amp;amp;id_text=101#idt101 U-Bahnhof Fili auf der offiziellen Website der Moskauer Metro] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=55/45/0/N|EW=37/30/0/E|type=city|region=RU-MOW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Moskau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westlicher Verwaltungsbezirk (Moskau)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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