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	<title>Fiktiver Erscheinungsort - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:22:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fiktiver_Erscheinungsort&amp;diff=1442511&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kolja21 am 30. März 2023 um 20:57 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;fiktive Erscheinungsort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff aus dem  Verlagswesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fiktive [[Erscheinungsort]]e kamen im 16. Jahrhundert auf und wurden ab dem 19. Jahrhundert wieder seltener. Territoriale Schwerpunkte waren das deutschsprachige Gebiet, [[Frankreich]], [[Italien]], seltener [[England]]. Neben der Verwendung von [[Pseudonym|Pseudonymen]] und [[Anonym|Anonymen]] war der fiktive Erscheinungsort ein wirksames Mittel, den Literaturhersteller (Verleger, Drucker) vor der Verfolgung durch die [[Obrigkeit]] zu schützen. In manchen Fällen wurde zusätzlich noch der Name des Druckers und des Verlegers fingiert (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;[[Pierre Marteau]], Cologne&amp;#039;&amp;#039;, manchmal verdeutscht zu: &amp;#039;&amp;#039;Peter Hammer, Köln&amp;#039;&amp;#039;). Die Fiktion wurde gelegentlich auch dazu benutzt, um den Autor zu täuschen, wenn der Verleger einen Nachdruck oder eine Neuauflage plante, von der dieser nichts erfahren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ortsnamen wurden zunächst Städte mit umfangreichem Buchgewerbe wie [[Amsterdam]], [[London]] verwendet, um die [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] zusätzlich zu erschweren. Weiterhin gab es Anspielungen auf Zeitereignisse zum&amp;amp;nbsp;Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Austerlitz]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Constantinopel]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Philadelphia]]&amp;#039;&amp;#039; (in der amerikanisch-antibritischen Freiheitsbewegung). Ein nicht unwesentlicher Anteil der fiktiven Erscheinungsorte lässt sich in die Klasse derer einordnen, bei der der Autor einen Hinweis auf den [[Tenor (Urteil)|Tenor]] seines Werkes liefern wollte. Beispiele hierfür sind Zusammensetzungen mit &amp;#039;&amp;#039;Wahr-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Frei-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fried(en)-&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Rom&amp;#039;&amp;#039; wurde gern als Erscheinungsort antikatholischer Schriften fingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bedeutender Analyst fiktiver Erscheinungsorte gilt der deutsche Verleger [[Emil Weller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Emil Weller]]: &amp;#039;&amp;#039;Die falschen und fingierten Druckorte&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1864–1867 [Nachdruck Hildesheim 1960]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlagswirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kolja21</name></author>
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