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	<title>Fiduziarität - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:16:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fiduziarit%C3%A4t&amp;diff=195326&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-14T15:56:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fiduziarität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;fiducia&amp;#039;&amp;#039; „Vertrauen“, „Selbstvertrauen“, „Unterpfand“; &amp;#039;&amp;#039;fiduciarius&amp;#039;&amp;#039; „auf Treu und Glauben anvertraut“) bezeichnet [[Treuhand|treuhänderisches]] [[Eigentum]] an einer [[Sache (Recht)|Sache]] sowie die treuhänderische Inhaberschaft einer [[Forderung]] oder eines anderen Rechts. Dies bedeutet, dass ein treuhänderisch übertragener Gegenstand später an einen anderen herausgegeben werden muss. Ein fiduziarischer Erbe ist beispielsweise ein einstweiliger [[Vermächtnis]]nehmer oder [[Nießbrauch]]serbe, der das Ererbte an den [[Familienfideikommiss|Fideikommissar]] abzugeben hat. Der Treuhänder bei einem fiduziarischen Geschäft wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fiduziar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sachenrecht ==&lt;br /&gt;
Unter einer fiduziarischen Sicherheit wird im Kreditgewerbe im Unterschied zu den [[Akzessorietät|akzessorischen Sicherheiten]] eine nicht-akzessorische Sicherheit verstanden, die nicht vom Bestehen einer Forderung oder einer Verbindlichkeit abhängig ist,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Kreditsicherheiten&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.economics.phil.uni-erlangen.de/lehre/bwl-archiv/lehrbuch/kap2/kredsich/kredsich.PDF |wayback=20160304081251}}. Im Original veröffentlicht in: &amp;#039;&amp;#039;Finanzmanagement/Finanzwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Online-Lehrbuch, Kapitel 2: &amp;#039;&amp;#039;Marktprozesse.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; deren Verwertung jedoch nur bei [[Schuldnerverzug (Deutschland)|Verzug]] des Schuldners erfolgen darf. Solche Sicherungsrechte sind das [[Eigentumsvorbehalt (Deutschland)|Vorbehaltseigentum]], das [[Sicherungsübereignung|Sicherungseigentum]], die zur Sicherung erlangte Forderung ([[Abtretung (Deutschland)|Sicherungszession]]) und die [[Grundschuld]]. Nicht-akzessorische Sicherheiten bleiben bestehen, auch wenn die ursprüngliche Forderung getilgt wurde, und können somit als Sicherheiten für neue Verbindlichkeiten herangezogen werden. Für welche Forderungen die Sicherheit dienen soll, ergibt sich aus einer zugrundeliegenden schuldrechtlichen [[Sicherungsvertrag|Sicherungsabrede]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In Abgrenzung zum Personalkredit ([[Bürgschaft#Geschichte|Bürgschaft]]), kannte das [[Römisches Recht|römische Recht]] zwei Typen von Realsicherungen, einerseits die [[Sicherungsübereignung#Geschichte|Sicherungsübereignung]] &amp;#039;&amp;#039;(fiducia)&amp;#039;&amp;#039;, andererseits das [[Pfandrecht|Pfand]] &amp;#039;&amp;#039;(pignus)&amp;#039;&amp;#039;. Die &amp;#039;&amp;#039;fiducia&amp;#039;&amp;#039; war als Sicherungstreuhand (&amp;#039;&amp;#039;fiducia cum creditore contracta&amp;#039;&amp;#039;; im Interesse des Nehmers), und gleichzeitig als Verwaltungstreuhand (&amp;#039;&amp;#039;fiducia cum amico contracta&amp;#039;&amp;#039;; im Interesse des Gebers) ausgestaltet. Die Rechtsfigur hatte große Bedeutung im [[Klassik (Jurisprudenz)|klassischen Recht]]. Belegt ist sie durch literarische, urkundliche, inschriftliche und juristische Quellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Nachweise bei [[Dietmar Schanbacher]]: In: [[Ulrike Babusiaux]], [[Christian Baldus]], [[Wolfgang Ernst (Rechtswissenschaftler)|Wolfgang Ernst]], [[Franz-Stefan Meissel]], [[Johannes Platschek]], [[Thomas Rüfner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Römischen Privatrechts]]. Band 1 §§&amp;amp;nbsp;1–58.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5, S.&amp;amp;nbsp;1152–1163 (1153).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Regelungszweck entsprach weitestgehend dem der heutigen modernen Rechtsordnungen. Ein gravierender Unterschied bestand allerdings darin, dass der Gläubiger eine formal stärkere Rechtsposition erhielt: er wurde Volleigentümer der fiduziarisch hingegebenen Sache. Daneben wurde ursprünglich dann noch eine [[Lex commissoria|Verfallsklausel]] bei Nichtbegleichung der Schuld vereinbart. Ziel war ein endgültiges Behaltendürfen der Sache. Später trat neben die Verfallsklausel die Befriedigungsform des Pfandverkaufs &amp;#039;&amp;#039;(pactum de vendendo)&amp;#039;&amp;#039; und löste sie schließlich ab. Eine Pfandbefriedigung sollte nur aus dem Erlös stattfinden. Hatte der Schuldner seine Verbindlichkeit aber getilgt, so erhielt er abredegemäß einen Anspruch auf Rückübereignung des Sicherungsguts, den er im Streitfall mit der &amp;#039;&amp;#039;[[actio fiduciae]]&amp;#039;&amp;#039; verfolgen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jan Dirk Harke]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht. Von der klassischen Zeit bis zu den modernen Kodifikationen&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57405-4 (&amp;#039;&amp;#039;Grundrisse des Rechts&amp;#039;&amp;#039;), § 15 Rnr. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[spätantike]]n [[Römisches Recht|Recht]] verliert sich zwar nicht die Bedeutung der &amp;#039;&amp;#039;fiducia&amp;#039;&amp;#039;, aber der Begriff verschwindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Iulius Paulus]] 18 &amp;#039;&amp;#039;Ad edictum libri LXXX&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;Digesten&amp;#039;&amp;#039; 9,4,22pr.; vgl. [[Otto Lenel]]: &amp;#039;&amp;#039;Palingenesia juris civilis&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, S.&amp;amp;nbsp;997 (Paulus frg. 288).&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Justinian I.|Justinian]] ließ ihn in seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Pandekten|Digesten]]&amp;#039;&amp;#039; entfernen, sofern die dort eingebrachten Quellen ihn verwendeten. Inhaltlich ging die Rechtsfigur – nicht immer klar identifizierbar – im [[Pfandrecht]] &amp;#039;&amp;#039;(pignus)&amp;#039;&amp;#039; auf, das bereits damals die Rechtswirkung einer [[Akzessorietät|akzessorischen]], [[Dingliches Recht|beschränkt dinglichen Belastung]] aufwies. Auch die [[Hinterlegung (Recht)|Hinterlegung]] &amp;#039;&amp;#039;(depositum)&amp;#039;&amp;#039; und die [[Leihvertrag|Leihe]] &amp;#039;&amp;#039;(commodatum)&amp;#039;&amp;#039; erzielten ihre vordergründigen Wirkungen. Im ebenfalls auf Justinian zurückgehenden &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Iustinianus|Codex]]&amp;#039;&amp;#039; scheint die &amp;#039;&amp;#039;fiducia&amp;#039;&amp;#039; häufig durch &amp;#039;&amp;#039;hypotheca&amp;#039;&amp;#039; ersetzt worden zu sein, einem besitzlosen Pfandrecht.&amp;lt;ref&amp;gt;max Kaser: &amp;#039;&amp;#039;Studien zum römischen Pfandrecht.&amp;#039;&amp;#039; 1968 (Neudruck mit Nachträgen 1982). S.&amp;amp;nbsp;107–125, 229, 231.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stiftung]]&lt;br /&gt;
* [[Treuhand]]&lt;br /&gt;
* [[Mandat (Recht)]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Nationalhymne#Text und Melodie|Deutsche Nationalhymne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Federica Bertoldi: &amp;#039;&amp;#039;Materialien zur fiducia im Lichte der Interpolationenkritik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; (Romanistische Abteilung), Band 142, Heft 1, 2025, S.&amp;amp;nbsp;491–534.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Honsell]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht.&amp;#039;&amp;#039; 7., ergänzte Auflage. Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2010, ISBN 978-3-642-05306-1. §§ 24 und 25, S.&amp;amp;nbsp;76–80.&lt;br /&gt;
* [[Max Kaser]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge der manumissio und das fiduziarisch gebundene Eigentum&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Romanistische Abteilung, Band 61 (1941), Heft 1, S.&amp;amp;nbsp;153–186.&lt;br /&gt;
* [[Karlheinz Muscheler]], Anke Schewe, Dieter Krimphove: &amp;#039;&amp;#039;BGB III: Kreditsicherungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, München 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|fiduziarisch}}&lt;br /&gt;
* [https://gfds.de/unterpfand/ Gesellschaft für deutsche Sprache: &amp;#039;&amp;#039;Was bedeutet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterpfand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in der deutschen Nationalhymne?&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fiduziaritat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachenrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuldrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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