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	<title>Fidel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T11:06:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fidel&amp;diff=165385&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: Änderung 265353390 von ~2026-16850-76 rückgängig gemacht; Vandalismus gesichtet</title>
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		<updated>2026-03-17T15:19:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265353390&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265353390&quot;&gt;265353390&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-16850-76&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-16850-76&quot;&gt;~2026-16850-76&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Vandalismus gesichtet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Saint-Denis - Basilique Saint-Denis - Portail central -18.JPG|mini|Einer der 24 [[Älteste (Apokalypse)|Ältesten]] der Apokalypse, Portal der [[Kathedrale von Saint-Denis]] (um 1200)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vielle.jpg|mini|Spiel auf der Fidel, Buch-Illustration aus den &amp;#039;&amp;#039;Cantigas de Santa Maria&amp;#039;&amp;#039; (um 1300)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Viella2.jpg|mini|Rekonstruktion einer Memling-Fidel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CHE Stein COA.svg|mini|Wappen von [[Stein AG]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fidel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fiedel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;fidula&amp;#039;&amp;#039;, [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;fidel, fyddel, videl&amp;#039;&amp;#039;), ist ein Oberbegriff für zahlreiche mit dem [[Bogen (Streichinstrument)|Bogen]] gestrichene [[Lauteninstrument]]e, die nicht notwendig in der Form, aber in ihrer Spieltechnik und Haltung der [[Violine]] ähneln. Hierzu gehören zu den Sattelknopfinstrumenten gerechnete Streichinstrumente, die im Mittelalter von der [[Rebec]] oder [[Crwth|Rotta]] unterschieden wurden. Darüber hinaus werden weltweit in der Volksmusik oder traditionellen Musik verwendete kleine Streichinstrumente unspezifisch als &amp;#039;&amp;#039;Fidel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Englisch &amp;#039;&amp;#039;[[Fiddle]]&amp;#039;&amp;#039; steht für nicht-klassische Spielweisen der Violine in zeitgenössischen populären und ethnischen Traditionsmusiken, wie dem [[Folk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schreibweise und verwandte Wörter ==&lt;br /&gt;
Vor dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war die Schreibweise nicht vereinheitlicht. Es finden sich neben &amp;#039;&amp;#039;fidel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;fiedel&amp;#039;&amp;#039; auch Schreibweisen mit beginnendem &amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;. Die Wortherkunft kann bis zum [[Altprovenzalisch]]en zurückverfolgt werden. Eine Verwandtschaft mit &amp;#039;&amp;#039;[[Bratsche|Viola]]&amp;#039;&amp;#039; (italienisch &amp;#039;&amp;#039;viola&amp;#039;&amp;#039;) ist wahrscheinlich, die Details sind jedoch umstritten. Ein Zusammenhang mit [[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;viella&amp;#039;&amp;#039;, [[Spanische Sprache|spanisch]] &amp;#039;&amp;#039;vihuela&amp;#039;&amp;#039;, [[Französische Sprache|franz.]] &amp;#039;&amp;#039;vièle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;vielle&amp;#039;&amp;#039; ist dagegen nicht herzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Musikwissenschaft&amp;lt;ref&amp;gt;Beispielsweise:&lt;br /&gt;
* Alec Robertson, Denis Stevens: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Musik in drei Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. München 1965, S. 197 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Musikinstrumente der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Prisma, Gütersloh 1981, S. 202 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der Musikinstrumente.&amp;#039;&amp;#039; Humboldt TB 1973, S. 36: „DIE FIDEL (fidule, vielle), das wichtigste mittelalterliche Streichinstrument&amp;amp;nbsp;…“&lt;br /&gt;
* David Reck: &amp;#039;&amp;#039;Musik der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1991, S. 119: „Gestrichene Lauten (Gattungsbezeichnung: Fidel) sind in ebenso verblüffender Vielfalt wie die gezupften Langhals- und Kurzhalslauten anzutreffen.“&lt;br /&gt;
* Eberhard Thiel: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Musik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 210). 3., verbesserte Auflage. Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-21003-7, S. 153: „Fidel“&amp;lt;/ref&amp;gt; hat sich weitgehend auf die Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Fidel&amp;#039;&amp;#039; für historische Streichinstrumente festgelegt, so das Lexikon &amp;#039;&amp;#039;[[Musik in Geschichte und Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039; (MGG).&amp;lt;ref&amp;gt;{{MGG2|Verfasser=Rainer Ullreich|Lemma=Fidel|Band=S3|ID=mgg15378}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso die Basler Hochschule [[Schola Cantorum Basiliensis]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.scb-basel.ch/index/110329 |wayback=20081018191054 |text=Liste der Instrumente, die an der Schola Cantorum Basiliensis unterrichtet werden |archiv-bot=2023-12-23 07:24:38 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; wahrscheinlich die weltweit einzige Musikhochschule, an der man Fidel als Hauptfach studieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Fiedel&amp;#039;&amp;#039; wird ebenso wie &amp;#039;&amp;#039;Fidel&amp;#039;&amp;#039; für violinenähnliche Streichinstrumente von Volksmusikstilen und außereuropäische Streichinstrumente unabhängig von ihrer Bauart verwendet. Das [[Englische Sprache|englische]] Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Fiddle]]&amp;#039;&amp;#039; steht besonders für eine Streichlaute, die in der [[Country-Musik|Country-]] und [[Folk]]-Musik anstelle der modernen [[Geige]] verwendet wird. Namensverwandte Streichinstrumente sind [[Vihuela]], [[Nyckelharpa|Schlüsselfidel]] und [[Fiðla]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Fideln ==&lt;br /&gt;
Als Streichinstrument der [[Musik des Mittelalters|Mittelalter]]- und [[Musik der Renaissance|Renaissancemusik]] war neben der Fidel vor allem die [[Rebec]] von Bedeutung. Während die mittelalterliche Fidel einen flachen Boden und ein Wirbelbrett mit senkrecht vorn oder hinten aufgesetzten [[Wirbel (Bauteil)|Stimmwirbeln]] hatte, besaß die Rebec einen gewölbten Rücken und zur Seite abstehende Stimmwirbel. Der Bogen bestand aus einem gebogenen Stab, der die Rosshaarbespannung straff hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;historische Fidel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (genannt auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fidula&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Valentin: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musikinstrumentenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Bosse, Regensburg 1954, S. 427.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist schon im 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nachweisbar; im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert tauchen Fideln häufig in [[Tympanon (Architektur)|Portaltympana]] als Instrumente der 24 [[Älteste (Apokalypse)|Ältesten]] der [[Apokalypse]] auf. Fideln besaßen meist fünf bis sieben [[Saite]]n in [[Quinte|Quint]]- und [[Quarte|Quartstimmung]] (sowohl mit als auch – als Vorläufer der Großgeigen – ohne [[Bordun]]saiten), von vorne oder hinten gesteckte Wirbel und einen ovalen oder taillierten Korpus. Die Fidel war das wichtigste Instrument der [[Trobador|Troubadoure]] und [[Minnesänger]], Hieronymus von Moravia überliefert im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die meistverbreiteten Stimmungen der Fidel, beginnend (eingeklammert) mit dem [[Resonanzsaite|Bordun]]:&lt;br /&gt;
# (d-)G-g-d&amp;#039;-d&amp;#039;&lt;br /&gt;
# (d-)G-g-d&amp;#039;-g&amp;#039;&lt;br /&gt;
# (G-)G-d-c&amp;#039;-c&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stimmung (Musik)|Stimmungen]] 1 und 3 scheinen darauf hinzuweisen, dass die Fidel mitunter Doppelsaiten verwendete, somit rein musikalisch gesehen manchmal nur über drei Spielsaiten verfügte, ähnlich wie das Rebec. Im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entwickelte sich aus der Fidel die [[Lira da Braccio|Lira da braccio]], die zusätzlich zu den fünf Spielsaiten zwei neben dem Griffbrett befindliche [[Bordunsaite]]n hatte. Die Stimmung dieses Instrumentes war &amp;lt;span style=&amp;quot;white-space: nowrap&amp;quot;&amp;gt;d-d′-g-g′-d′-a′-e″.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Fidel und Rebec entwickelten sich die Streichinstrumente. Die [[Viola da braccio]] des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war der heutigen Violine schon sehr ähnlich. Zu Nachfahren mittelalterlicher Fideln in der osteuropäischen Volksmusik siehe: [[Husle#Verbreitung der mittelalterlichen Fideln|Husle]]. Eine bis Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in Polen gespielte, alte Form einer Fidel ist die [[Suka (Streichinstrument)|Suka]]. Seit den 1990er Jahren wird der in Zeichnungen überlieferte Typ der Suka wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Herstellern von Fideln im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gehörten beispielsweise die &amp;#039;&amp;#039;Werkstatt für Historische Musikinstrumente und Fidelbau&amp;#039;&amp;#039; von Emmo Koch in Bremen und in Mittenwald Karl Frank (sechssaitige, in Quarten gestimmten und im Schoß zu spielende &amp;#039;&amp;#039;Mittenwalder Fideln&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Valentin (Musikwissenschaftler)|Erich Valentin]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musikinstrumentenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Bosse, Regensburg 1954, S. 455 ff. (&amp;#039;&amp;#039;Instrumentenbauer&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Fideln ==&lt;br /&gt;
Gebräuchlich ist der Name &amp;#039;&amp;#039;Fidel&amp;#039;&amp;#039;, früher auch &amp;#039;&amp;#039;Neue Fidel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Valentin (Musikwissenschaftler)|Erich Valentin]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musikinstrumentenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Bosse, Regensburg 1954, S. 426.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, auch für ein Streichinstrument, das erst im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aufkam. Es handelt sich um eine modernisierte Form der [[Viola da Gamba]], eines historischen Streichinstrumentes, welches im Zuge der historische Aufführungspraxis im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wiederentdeckt wurde. Die Fidel entspricht ihrer historischen Vorlage in Spielweise und Stimmung. Mitte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entwickelten Geigenbauer mit der Fidel eine robustere, kostengünstigere Form der Gambe, um Anfängern den Zugang zu diesem Instrument zu erleichtern. An einigen Musikschulen wird sie noch als Einstiegsinstrument unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fideln gibt es in verschiedenen Tonlagen, am meisten verbreitet ist sie in der hohen Diskantlage. Im Unterschied zur [[Gambe]] wird die Fidel mit Stahlsaiten bespannt. Viele Fideln werden über Mechaniken statt über Wirbel gestimmt, es gibt aber auch Varianten mit Wirbeln und Feinstimmern, ähnlich wie bei Geigen. Gespielt wird sie wie die Diskantgambe zwischen den Beinen gehalten oder mit dem Korpus auf den Schoß gestellt. Der Hals ragt dabei nach oben. Fideln haben fünf bis sechs Saiten in Quart-Terz-Stimmung und ein mit Bünden versehenes Griffbrett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übliche Stimmung:&lt;br /&gt;
* 5-saitig: g-c′-e′-a′-d″&lt;br /&gt;
* 6-saitig: d-g-c′-e′-a′-d″&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MGG2|Verfasser=Rainer Ullreich|Lemma=Fidel|Band=S3|ID=mgg15378}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vielle|Fidel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4154312-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikinstrument (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauteninstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Streichinstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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