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	<title>Fideismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Perennis: Kategorie</title>
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		<updated>2026-03-07T10:57:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fideismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|fides}} „Glaube“) ist eine Glaubenshaltung bzw. eine religionsphilosophische Erkenntnislehre, wonach sich [[Glaube (Religion)|Glaube]] und [[Vernunft]] prinzipiell ausschließen und dennoch – wider die Vernunft – am religiösen Glauben festzuhalten sei. Dem Glauben wird also ein absoluter Vorrang vor der Vernunft beigemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Philosoph [[Thomas Metzinger]] schreibt in seinem Essay {{&amp;quot;|Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit}}:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{&amp;quot;|Fideismus nennt man in der Philosophie die Idee, dass es völlig legitim ist, an einer Überzeugung auch dann festzuhalten, wenn es keine guten Gründe oder Evidenzen für sie gibt, sogar angesichts überzeugender Gegenargumente. Der Fideismus ist also der reine Glaubensstandpunkt. Für den Fideisten ist es legitim, an bestimmten Überzeugungen festzuhalten, nicht nur ohne irgendwelche positiven Argumente oder Evidenzen für sie, sondern selbst angesichts starker Gegenargumente und starker empirischer Belege gegen eigene Überzeugungen.}} Vgl.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://www.philosophie.fb05.uni-mainz.de/files/2014/04/TheorPhil_Metzinger_SIR_2013.pdf#page=16 |autor=Thomas Metzinger |titel=Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit |datum=2014-04 |seiten=16 |format=PDF |abruf=2022-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fideismus wurde von der katholischen Kirche offiziell verworfen, spielt aber in der evangelischen Tradition eine wichtige Rolle. Fideismus als [[Religionsphilosophie|religions-]] und [[Glaubensphilosophie|glaubensphilosophischer]] Begriff geht auf [[Joseph de Maistre]] und [[Louis-Gabriel-Ambroise de Bonald|Louis de Bonald]] zurück und wurde später von [[Félicité de Lamennais]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|Essai sur l’indifferénce en matière de religion}}&amp;#039;&amp;#039; I–IV, 1817–1823.&amp;lt;/ref&amp;gt; weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Vertreter einer fideistischen Religionsphilosophie sind unter anderem [[Tertullian]] (entsprechend dem ihm zugeschriebenen geflügelten Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Credo, quia absurdum est]]&amp;#039;&amp;#039;) und in der evangelischen Tradition [[Martin Luther]] (Vernunft als Hure), [[Søren Kierkegaard]] (der absurde Sprung in den Glauben, Glaube als existentielles Wagnis) und [[Karl Barth]]. Auch [[Ludwig Wittgenstein|Wittgenstein]] wird des Öfteren als Fideist verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gegenbegriff zum Fideismus kann der [[Rationalismus]] betrachtet werden, wonach alle (auch religiöse) Erkenntnis für die menschliche Vernunft zugänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Fideismus wurde durch Joseph de Maistre und Louis de Bonald begründet, dann durch Félicité de Lamennais (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|Essai sur l’indifférence en matière de religion}}&amp;#039;&amp;#039; I–IV, 1817–1823) weiter entwickelt. Ähnliches findet sich auch bei [[Louis Eugène Marie Bautain]]. Diese Theologen waren der Ansicht, dass einzige Quelle des Glaubens und deswegen auch Ursprung des religiösen Wissens eine übernatürliche Offenbarung sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch Theologie&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.fernkurs-wuerzburg.de/glossary/fideismus.html |wayback=20141024140444}}. Website fernkurs-wuerzburg.de. Abgerufen am 25. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bautain vertrat wie [[Immanuel Kant]] die Auffassung, dass die begrenzte Vernunft das Suprarationale nicht erfassen könne. Infolgedessen müsse jede Erkenntnis in religiösen Fragen durch die Bezugnahme auf die Offenbarung gewonnen werden. Ähnlich vertrat Lamennais eine im Ansatz skeptische Theologie, demnach Gott für den Menschen nicht erkannt werden könne, einzig er habe sich ihnen offenbart und es seien darüber Quellen hinterlassen worden. Das traditionalistische Argument lautet, dass in der Niederschrift und Weitergabe jener Offenbarung ein Zugang zu Erkenntnissen über Gott möglich sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lehre, die eine Grenze der Vernunft in übernatürlichen Fragen akzeptierte und somit im Gegensatz zur [[Natürliche Theologie|natürlichen Theologie]] steht, wurde in der folgenden Zeit von der katholischen Kirche bekämpft und 1838 offiziell verurteilt. Im Jahre 1840 musste Bautain eine Erklärung unterschreiben, die ihm von Papst [[Gregor XVI.]] vorgelegt wurde. Darin musste er anerkennen, dass es neben der Offenbarung auch „auf dem Weg einer rein natürlichen Erkenntnis [eine] Gewißheit über das Dasein Gottes“ geben könne.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Neuner]], [[Heinrich Roos (Theologe)|Heinrich Roos]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Karl Rahner]], Friedrich Pustet, Regensburg 1965 (7. Auflage), S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fideismus fand vor allem in [[Frankreich]], aber auch in [[Deutschland]] und [[Belgien]] Anklang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablehnung durch die Katholische Kirche ==&lt;br /&gt;
Die Kritik, die letztlich zur Ablehnung des Fideismus als [[Häresie]] führte, machte sich an der substantiellen Vorordnung der [[Gotteserkenntnis]] im [[Glauben]] vor derjenigen in der [[Vernunft]] fest. Dadurch würde die [[Theologie]] jedwede argumentativ darstellbare Grundlage verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fideismus wird in der [[Enzyklika]] &amp;#039;&amp;#039;[[Fides et ratio]]&amp;#039;&amp;#039; (Glaube und Vernunft) von [[Johannes Paul II.|Papst Johannes Paul II.]] aus dem Jahr 1998 ausdrücklich verworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vatican.va/edocs/DEU0074/_PC.HTM &amp;#039;&amp;#039;Fides et Ratio, Ziff. 52&amp;#039;&amp;#039;]. Website des Vatikans. Abgerufen am 25. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[katholische Kirche]] vertritt die Möglichkeit der [[Natürliche Theologie|natürlichen Theologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterentwicklungen ==&lt;br /&gt;
Im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Symbolfideismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der evangelischen Theologen [[Auguste Sabatier (Theologe)|Auguste Sabatier]] und [[Eugène Ménégoz]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Pariser Schule&amp;#039;&amp;#039; genannt) wurde die strikte Vorordnung der [[Offenbarung]] und die Heilswirksamkeit des Glaubens beibehalten, die einzelnen Dogmen jedoch, wie alle anderen religiösen Begriffe, nun aber als [[Symbol]]e interpretiert. Diese bewusst vorgenommene Relativierung sollte eine Vermittlung zwischen [[Orthodoxie]] und [[Liberale Theologie|Liberaler Theologie]] ermöglichen, blieb aber Episode.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.museeprotestant.org/de/notice/der-symbolfideismus/ &amp;#039;&amp;#039;Der Symbolfideismus&amp;#039;&amp;#039;] im [[Virtuelles Museum des Protestantismus|Virtuellen Museum des Protestantismus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/fideism/}}&lt;br /&gt;
* [https://www.schwabeonline.ch/schwabe-xaveropp/elibrary/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27verw.fideismus%27%20and%20%40outline_id%3D%27hwph_verw.fideismus%27%5D Fideismus] (Historische Wörterbuch der Philosophie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Theologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apologetik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Perennis</name></author>
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