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	<title>Fibrinolyse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:22:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fibrinolyse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Fibrinspaltung&amp;#039;&amp;#039;) ist die Bezeichnung für die körpereigene Auflösung eines Blutgerinnsels ([[Thrombus]]) durch das [[Enzym]] [[Plasmin]]. Dabei spaltet Plasmin die [[Fibrin]]polymere, welche den Thrombus zusammenhalten, in kleine Fibrinabbauprodukte und der Thrombus zerfällt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wichtiger Teilaspekt der [[Hämostase|Hämostase (Blutgerinnung)]] unterliegt die Fibrinolyse einer aufwendigen Regulierung durch gegenläufige biochemische Prozesse (Aktivierung, Inhibition der Aktivierung, Inaktivierung), um das physiologische Optimum zwischen den beiden unvorteilhaften Extremen [[Blutung]] und [[Thrombose]] zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivierung der Fibrinolyse ==&lt;br /&gt;
Die Aktivierung der Fibrinolyse ist weit weniger komplex als die Aktivierungskaskade der Blutgerinnung und beinhaltet im Wesentlichen lediglich die Umwandlung (Aktivierung) des inaktiven Vorläuferproteins [[Plasminogen]] in die aktive [[Serinprotease]] Plasmin. Die Fibrinolyse wird bereits gleichzeitig mit der Blutgerinnung aktiviert, setzt aber langsamer ein, was zur Regulation der Hämostase beiträgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Plasminogenaktivierung unterscheidet man zwischen der physiologischen Aktivierung durch körpereigene Aktivatoren sowie der nichtphysiologischen Aktivierung durch körperfremde Substanzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwei körpereigene Aktivatoren, den [[Gewebespezifischer Plasminogenaktivator|gewebespezifischen Plasminogenaktivator (tPA)]] und die [[Urokinase|Urokinase (uPA)]]. Die wichtigsten nichtphysiologischen Aktivatoren von Plasminogen sind [[Staphylokinase]] aus [[Staphylokokken]] und [[Streptokinase]] aus [[Streptokokken]]. Die beiden körpereigenen Aktivatoren sind ebenfalls [[Peptidasen|Proteasen]], während die körperfremden Aktivatoren selber keine enzymatische Aktivität besitzen, sondern mit Plasminogen oder Plasmin einen Komplex bilden, welcher dann Plasminogen aktiviert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Aktivatoren können auch therapeutisch zur [[Thrombolyse]] (Auflösung von Thromben) eingesetzt werden. Insbesondere werden gentechnisch hergestellter (rekombinanter) gewebespezifischer Plasminogenaktivator (rtPA, [[Alteplase]]) und Urokinase verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhibitoren der Fibrinolyseaktivierung ==&lt;br /&gt;
Bis jetzt konnten 4 verschiedene [[Inhibitor]]en von Plasminogenaktivatoren identifiziert werden, welche alle zu der Familie der [[Serpine]] gehören und als PAI-1 bis PAI-4 (Plasminogenaktivator Inhibitor) bezeichnet werden. Wichtigster Inhibitor ist PAI-1, welcher in normalem [[Blut]] sowohl den gewebespezifischen Plasminogenaktivator als auch Urokinase hemmt. PAI-1 ist ein 52000 [[Dalton (Einheit)|Dalton]] großes [[Glykoprotein]], welches von den [[Endothel]]zellen hergestellt wird. Die Hemmung durch PAI-1 folgt dem allgemeinen [[Reaktionsmechanismus]] der Serpine.&lt;br /&gt;
Der größte Teil des PAI-1 (etwa 90 % des gesamten PAI-1 des Blutes) wird von den [[Thrombozyt]]en gespeichert. Werden die Thrombozyten aktiviert, setzen sie die PAI-1-Moleküle frei und sorgen so für eine stark erhöhte Konzentration von PAI-1 am Ort der Thrombusbildung, was die Stabilität des Thrombus gegenüber der Fibrinolyse erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung der Fibrinpolymere ==&lt;br /&gt;
Ist einmal aktives Plasmin entstanden, so bindet dieses an das [[Fibrin]] und spaltet die vernetzten Fibrinpolymere in lösliche Fibrinabbauprodukte (FDP, engl. fibrin degradation products). Die [[Aminosäure]]ketten von Fibrin enthalten diverse plasminsensitive Schnittstellen und es entstehen dabei verschiedene Abbauprodukte mit unterschiedlicher Struktur und Masse. Die löslichen Fibrinabbauprodukte werden durch die Blutzirkulation abtransportiert und anschließend aus dem Blutstrom entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inaktivierung der Fibrinolyse ==&lt;br /&gt;
Die Hemmung der Fibrinolyse beruht, nebst der Hemmung der Fibrinolyseaktivierung, hauptsächlich auf der Hemmung des aktiven Plasmins. Wichtigster Hemmer von Plasmin ist das [[Enzym]] [[alpha-2-Plasmininhibitor]] (Antiplasmin). Im [[Blutplasma]] wird Plasmin praktisch sofort durch den alpha-2-Plasmininhibitor gehemmt und unschädlich gemacht, wogegen fibringebundenes Plasmin gegenüber dem alpha-2-Plasmininhibitor besser geschützt ist und eine viel längere [[Halbwertszeit]] hat. Während der [[Blutgerinnung]] wird aber der alpha-2-Plasmininhibitor durch das Enzym Faktor XIII an die Fibrinpolymere des Thrombus quervernetzt, wodurch der Thrombus gegenüber der Auflösung durch die Fibrinolyse stabilisiert wird. Zudem können auch Thrombozyten auf ihrer Oberfläche eine [[Katalyse|katalytische]] Umgebung bereitstellen, welche die Quervernetzung des alpha-2-Plasmininhibitors an den Thrombus ohne Einwirkung von Faktor XIII ermöglicht.&lt;br /&gt;
Ein weiterer Inhibitor von Plasmin ist [[Makroglobulin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Künstliche Hemmer des Plasmin bzw. Plasminogen sind die &amp;#039;&amp;#039;ε-Aminocarbonsäuren&amp;#039;&amp;#039; [[ε-Aminocapronsäure]], [[para-Aminomethylbenzoesäure]] (&amp;#039;&amp;#039;PAMBA&amp;#039;&amp;#039;) und [[Tranexamsäure]]. Alle diese Stoffe besitzen eine ähnliche räumliche Anordnung der beiden [[Funktionelle Gruppe|Funktionellen Gruppen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Aminogruppe|Amino-]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Carboxygruppe]]&amp;#039;&amp;#039; wie das [[Lysin]]. Sie binden an den Lysinbindungsplatz des Plasmin, das damit inaktiviert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Aktories, U. Förstermann, W. Forth: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage, Elsevier, Urban &amp;amp; Fischer; 2006, S. 547, ISBN 9783437444906&amp;lt;/ref&amp;gt; Als [[Arzneistoffe]] zählen die ε-Aminocarbonsäuren daher zur Gruppe der [[Antifibrinolytikum|Antifibrinolytika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Die entstandenen Fibrinabbauprodukte (FDP) hemmen [[Thrombin]] und verlangsamen damit die Umwandlung von [[Fibrinogen]] in Fibrin (verlangsamen also die Gerinnselbildung). Bei Patienten mit einer aktiven Fibrinolyse kann dieser Effekt mittels der TCT (Thrombin Clotting time) nachgewiesen werden. Gleichzeitige Heparintherapie beeinflusst allerdings die TCT und macht diesen Test damit unbrauchbar. FDPs hemmen außerdem die Thrombozytenfunktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[D-Dimer]], ein spezifisches FDP, kann mithilfe eines immunologischen Tests nachgewiesen werden. Damit kann das Bestehen einer Fibrinolyse erkannt werden. Ein weiterer Test zum Nachweis einer Fibrinolyse ist der Euglobulin Lyse Test (ELT).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Thromboelastometrie (TEM) kann ein sehr rascher Nachweis einer bestehenden Fibrinolyse, insbesondere eine Hyperfibrinolyse, sogar bei heparinisierten Patienten durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hämatologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orangenhirn</name></author>
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