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	<title>Fianna - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T18:49:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fianna&amp;diff=139607&amp;oldid=prev</id>
		<title>185.103.225.152: /* Moralregeln */</title>
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		<updated>2022-12-28T20:21:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Moralregeln&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fianna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Singular &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fian&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fianna na hÉireann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fenier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, sind umherziehende Kriegergruppen in der mittelalterlichen [[Irischsprachige Literatur|irischen Literatur]]. Das einzelne Mitglied der Fianna wird &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;fénnid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie und Etymologie ==&lt;br /&gt;
Fianna ist der Plural des [[Irische Sprache|irischen Wortes]] &amp;#039;&amp;#039;fian&amp;#039;&amp;#039;, das so viel wie Kriegerschar bedeutet. Im [[Finn-Zyklus]] handelt es sich um eine umherziehende Gruppe von Männern ohne festen Wohnsitz, die sich der Jagd und mitunter dem bezahlten Kriegshandwerk widmen. Ihr bedeutendster Anführer und Hauptheld ist [[Fionn mac Cumhaill]] (auch Finn mac Cumhail), der den Oberbefehl nach seinem Sieg über den Dämonen [[Aillén]] erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jeweilige Anführer wurde &amp;#039;&amp;#039;rígfhéinnid&amp;#039;&amp;#039; (etwa „König der Fianna“) genannt, und diese Gruppe von Kriegern wird in den Brehon-Gesetzestexten (vgl. [[Brehon Laws]]) als Männer bezeichnet, „die niemandem untertan, landlos, aber keine Ausländer“ waren. Sie standen somit außerhalb der Gesellschaft, wurden zur Verteidigung der Freiheit [[Irland (Insel)|Irlands]] eingesetzt und boten deshalb einen guten Anlass für Geschichten, z.&amp;amp;nbsp;B. über ihre Beherrschung der Magie des &amp;#039;&amp;#039;[[fíth-fáth]]&amp;#039;&amp;#039;. Diese Rolle als Freiheitsbewahrer geht wohl auf eine Zeit vor der Ankunft der norwegischen Wikinger (8. und 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) zurück, aber reicht nicht bis zu den Einfällen der Normannen (12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert). Fianna treten in vielen Erzählungen auf, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Duanaire Finn]]&amp;#039;&amp;#039; („Finns Liederbuch“) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Acallam na Senórach]]&amp;#039;&amp;#039; („Die Erzählungen der Alten“), aber auch außerhalb des Finn-Zyklus, etwa in einer Fassung der Erzählung über die Empfängnis [[Conchobar mac Nessa|Conchobars]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Compert Conchobuir]]&amp;#039;&amp;#039;) aus dem [[Ulster-Zyklus]]. Ein regelmäßiges Auftreten der Fianna in [[Provinz Ulster|Ulster]] ist allerdings nicht belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufnahme eines Kandidaten ==&lt;br /&gt;
Die [[Initiation]] in die Fianna war sehr schwer, die Prüfungen wurden in einer &amp;#039;&amp;#039;Aufzählung von Finns Leuten&amp;#039;&amp;#039; – wohl übertrieben – genannt. Der Anwärter musste sich auf die &amp;#039;&amp;#039;zwölf Bücher der Dichtkunst&amp;#039;&amp;#039; verstehen, in einer hüfttiefen Grube stehend nur mit seinem Schild und einem ellenlangen Stock den Speerangriff von neun Kriegern abwehren, in einem Geländelauf alle Verfolger abschütteln, ohne dass seine Frisur im Geäst hängen blieb, im vollen Lauf über einen mannshohen Ast springen und unter einem kniehohen durchschlüpfen, sowie einen Dorn im Laufen mit den Fingernägeln aus dem Fuß ziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot;&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;1044&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moralregeln ==&lt;br /&gt;
Jeder &amp;#039;&amp;#039;fénnid&amp;#039;&amp;#039; hatte etliche Ge- und Verbote (&amp;#039;&amp;#039;[[Geis (Mythologie)|gessi]]&amp;#039;&amp;#039;) zu beachten. Er durfte niemandem Nahrung verweigern, vor keiner Übermacht von bis zu neun Gegnern flüchten und musste zur Verteidigung des Landes immer bereit sein. Bei der Verheiratung einer jungen Frau hatte ein &amp;#039;&amp;#039;fénnid&amp;#039;&amp;#039; stets die erste Wahl und erst nach dreimaliger vergeblicher Aufforderung an die Fianna durfte das Mädchen einen anderen nehmen, sie konnte allerdings von dieser Pflicht freigekauft werden. Wurde ein &amp;#039;&amp;#039;fénnid&amp;#039;&amp;#039; ermordet, durfte seine Sippe ihn nicht rächen, war er der Täter, so war seine Sippe umgekehrt ebenfalls vor der Rache geschützt. In der kalten Jahreszeit (von [[Samhain]] bis [[Beltane|Beltaine]], etwa 1.&amp;amp;nbsp;November bis 1.&amp;amp;nbsp;Mai) wurden die Fianna von der Bevölkerung verpflegt, die andere Zeit des Jahres ernährte sie sich von der Jagd.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Begriff ==&lt;br /&gt;
Im irischen [[Freiheitskämpfer|Freiheitskampf]] gegen Großbritannien wurde die Fianna immer wieder als Symbol des [[Widerstand (Politik)|Widerstands]] angeführt, allerdings der Name zum [[Neologismus]] „Fenian“ weitergeformt. Diese wurde 1804 durch Charles Vallancey ins Leben gerufen, der ihn als anglisierte Form für &amp;#039;&amp;#039;fianna&amp;#039;&amp;#039; verwendete. Die Bezeichnung Fenian wurde von republikanischen Iren vor allem auch in den [[Vereinigte Staaten|USA]] verwendet, insbesondere für die anti-britischen Geheimbünde namens [[Irische Republikanische Bruderschaft|Irish Republican Brotherhood]] und [[Fenian Brotherhood]]. Jetzt bezeichnet das Wort vor allem die Anhänger irisch-republikanischen, anti-britischen Verhaltens, nicht zuletzt in Nordirland. Aus der Irish Republican Brotherhood ging später die [[Irish Volunteers|Irish Republican Army]] (I.R.A.) hervor, die auch diesen Beinamen übernahm. Den Namen der Fianna findet man heute auch noch im Namen einer großen irischen Partei, der 1926 gegründeten [[Fianna Fáil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Macgnímartha Finn]] („Fionns Jugendtaten“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Birkhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5.&lt;br /&gt;
* James MacKillop: &amp;#039;&amp;#039;Oxford Dictionary of Celtic Mythology&amp;#039;&amp;#039;. OUP&amp;amp;nbsp;2000, S.&amp;amp;nbsp;209 (&amp;#039;&amp;#039;Féni&amp;#039;&amp;#039;), 210 (&amp;#039;&amp;#039;Fenian&amp;#039;&amp;#039;), 221 (&amp;#039;&amp;#039;Fianna&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Kim McCone: &amp;#039;&amp;#039;Werewolves, cyclopes Díberga and Fíanna: juvenile deliquency in early Ireland&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Cambridge Medieval Celtic Studies 12&amp;#039;&amp;#039;, 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finn-Zyklus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.103.225.152</name></author>
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