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	<title>Feuerstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feuerstein&amp;diff=72191&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HГq am 17. Februar 2026 um 15:25 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-17T15:25:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:flintstone.jpg|mini|Aufgeschlagene Feuersteinknolle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuersteinhalbkugel, Chalzedon.jpg|mini|Aufgeschlagene, hohle Feuersteinknolle aus dem [[Malm]], [[Klettgau]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feuerstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flint&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Chert (Gestein)|Kieselgestein]] und besteht nahezu ausschließlich aus [[Siliciumdioxid]] (SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;). Das Siliciumdioxid liegt hierbei in Form von sehr feinkörnigem (mikrokristallinem) [[Quarz]] ([[Chalcedon (Mineral)|Chalcedon]]) und [[Mogánit]] oder in Form von [[Opal]] vor. Hinzu kommen [[Akzessorien|akzessorische]] Minerale, zum Beispiel [[Hämatit]], die dem Gestein eine bestimmte Farbe verleihen können. Bevorzugt werden solche Bildungen als „Feuerstein“ bezeichnet, die [[Diagenese|diagenetisch]] in feinkörnigen [[Marines Sediment|marinen]] [[Kalkstein]]en entstanden sind. Der Name „Feuerstein“ verweist auf seine historische Bedeutung für das [[Feuermachen]]. Die „Feuersteine“, die in modernen Feuerzeugen eingesetzt werden, sind allerdings aus einer Metalllegierung (Cer-Eisen, siehe [[Auermetall]]), werden [[Zündstein]]e genannt und [[Zerspanen|zerspant]]. Daneben werden in Feuerzeugen [[Piezokristall]]e angeschlagen, um elektrische Funken zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Feuerstein im engeren Sinne gelten jedoch nur diagenetische SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Aggregate, die Ablagerungen des untersten [[Tertiär]] ([[Danium]]) und der [[Oberkreide]] entstammen. Typische Fundplätze sind u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Ostsee]]küste (Baltischer Feuerstein), die [[Rügener Kreide|Kreidefelsen von Rügen]], die [[Maastricht]]er Region und die [[Burgund]]er Region. Diagenetische SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Aggregate aus älteren Ablagerungen (in Mitteleuropa insbesondere aus dem [[Jura (Geologie)|Jura]], [[Keuper]], [[Muschelkalk]] und [[Zechstein]]) werden als [[Hornstein (Gestein)|Hornsteine]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fintstonep.jpg|mini|Aufgesägte, kleine Feuersteinknolle mit deutlich ausgeprägter hellerer Rinde]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bänderfeuerstein.jpg|mini|Bänderfeuerstein aus norddeutschem Geschiebe. Die Bänder gehen auf eine rhythmische Einkieselung bei der Entstehung des Feuersteins zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Gripp]]: &amp;#039;&amp;#039;Erdgeschichte von Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 1964.&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung von Feuerstein ist nach wie vor nicht vollständig geklärt. Vermutlich sorgen [[Kieselsäuren|kieselsäurehaltige]] Lösungen bei der [[Diagenese]] (Kompaktions- und Umwandlungsprozesse während der Gesteinsbildung) für eine Verdrängung von [[Carbonate|Karbonaten]]. Relikte von [[Skelett]]en von Kiesel[[schwämme]]n und [[Kieselalgen]] (Diatomeen) in [[Klapperstein|Feuersteinknollen]] belegen den organischen Ursprung. Feuerstein besteht primär aus dem faserigen [[Chalcedon (Mineral)|Chalcedon]], ähnlich wie [[Jaspis]] (ein kryptokristalliner, jedoch nicht faseriger, sondern körniger [[Quarz]], mit Korngröße kleiner als 1 [[Meter#Mikrometer|Mikrometer]]). Die Feuerstein-Diagenese verläuft in der Regel über [[Opal]]-A (amorph), Opal-CT (wie Kreide leicht zu bearbeiten) zu Feuerstein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Serge von Bubnoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Erdgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Akademie-Verlag, Berlin 1956, S. 21 ([http://www.geokniga.org/bookfiles/geokniga-bubnoff1956.pdf PDF] auf geokniga.org).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Dehydrierung]] der Kieselsäure erfolgt von innen nach außen, wodurch die Feuersteinknollen oft eine zwiebelartige Struktur aufweisen. Deutlich erkennbar ist oft die poröse helle Außenschicht (die so genannte Rinde oder Cortex). Es handelt sich um die diagenetische Vorstufe zu Feuerstein (SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; · nH&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O), das sog. Opal-CT. Diese ist leicht zu bearbeiten. Die Umwandlung von Opal-CT zu Feuerstein erfordert Jahrmillionen. Die äußeren Schichten können im geringen Maße Wasser aufnehmen, wodurch eine Verwitterung der Oberfläche begünstigt wird. &amp;lt;!-- Für die deutliche Abgenzung zwischen Rinde und Feuersteinkern ist das noch keine Erklärung. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feuerstein hat eine [[Mohshärte]] von 6,5 bis 7. Er besitzt eine [[Isotropie|isotrope]] oder [[Amorphes Material|amorphe]] Struktur, das heißt, eine Vorzugsorientierung fehlt. Wenn großer [[Druck (Physik)|Druck]] langsam ansteigend oder schlagartig auf einen Punkt des Feuersteins ausgeübt wird, wird die [[kinetische Energie]] vom Gestein aufgenommen und breitet sich konzentrisch kegelförmig vom Schlagpunkt ausgehend aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausreichend hoher Schlagenergie wird das Gestein durch die sich ausbreitenden Schlagwellen gespalten. Die hierbei entstehende Bruchfront hat meist eine muschelige Form, wie sie auch an zerbrochenem Glas beobachtet werden kann. Im Bereich einer Bruchstelle weist der Feuerstein auch Schlagwellen auf, die [[Wallner-Linien]]. Sie entstehen vor allem bei gezielt abgespaltenen Teilen des Steins, die als [[Abschlag (Archäologie)|Abschläge]] bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frischer Feuerstein hat meistens eine schwarze bis graue Färbung. Durch Verwitterung wird er zunehmend milchiger; außerdem können auch gelbliche bis bräunliche Verfärbungen durch Eisenoxid auftreten. Roter Feuerstein ist eher selten; er findet sich in Mitteleuropa beispielsweise an den Stränden der [[Düne (Insel)|Düne von Helgoland]]. Die rote Färbung ist das Ergebnis von Einlagerungen dreiwertiger [[Eisen]]verbindungen (zum Beispiel [[Hämatit]]). Der rote Feuerstein entstammt untermeerisch anstehendem Kreidegestein des [[Turonium|Turons]] (Oberkreide) in der Umgebung der Insel.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schmidt, Christian Späth: &amp;#039;&amp;#039;Feuerstein-Typen der Oberkreide Helgolands, ihr stratigraphisches Auftreten und ihr Vergleich mit anderen Vorkommen in N.-W. Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Staringia.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6, 1981, {{ZDB|186344-7}}, S.&amp;amp;nbsp;35–38, ([http://natuurtijdschriften.nl/record/568080 natuurtijdschriften.nl])&amp;lt;!--CC BY 3.0!--&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Helgoland wird der rote [[Helgoländer Feuerstein]] als Schmuckstein verarbeitet gefasst und verkauft, als polierte Scheibe, als Ringstein ([[Cabochon]]) geschliffen oder kugelförmig als Kette aufgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feuerstein ist arm an Begleitmineralien. WETZEL (1968) erwähnt lediglich Quarzkristalle, Calcit, Mangan- oder Eisendendriten und Schwefelkies. KUDIELKA (1973) bezeichnet zwei knapp zentimetergroße Calcitkristalle als Seltenheiten. NEUBAUER (1978) entdeckte in Hohltäumen und Reißklüftchen spanischer Feuersteine nadelförmige Coelestinkristalle von maximal 6,5&amp;amp;nbsp;mm Länge auf winzigen Quarzkriställchen, nachdem er an der Küste einen Feuerstein mit millimetergroßen Coelestinepimorphosen gefunden hatte. Es wird vermutet, dass dieses eher seltene Mineral aus einer Anhäufung von Radiolarienpanzern entstanden ist, die Strontiumsulfat als Gerüstsubstanz enthielten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christiane Goos |Titel=Quellen- und Literaturverzeichnis |Sammelwerk=»Ich habe mich geschämt, daß ich zu denen gehöre…« |Verlag=v. Hase &amp;amp; Koehler 1797 |Ort=Weilerswist-Metternich  |Datum=2020 |ISBN=978-3-7489-4313-6 |DOI=10.5771/9783748943136-365 |Seiten=365–384}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung in Europa ==&lt;br /&gt;
Feuersteinvorkommen finden sich in zahlreichen [[Jura (Geologie)|jura-]] und [[Kreide (Geologie)|kreidezeitlichen]] Ablagerungen. Meist liegen die Knollen mit einer Größe von bis zu 30&amp;amp;nbsp;cm [[Durchmesser]] eingebettet in Kreideablagerungen. Es kommen auch Platten mit Dicken bis zu 20&amp;amp;nbsp;cm vor. Durch spätere Umlagerungsprozesse finden sie sich auch herausgelöst aus ihrem ursprünglichen [[Stratigraphie (Geologie)|stratigraphischen]] Entstehungszusammenhang. So sind Feuersteine in [[Eiszeitalter|eiszeitlichen]] [[Sedimentation|Sedimenten]] als Bestandteil von [[Grundmoräne|Grund-]] und [[Endmoräne]]n sowie auch innerhalb von Schmelzwasserablagerungen sehr häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung in Deutschland ===&lt;br /&gt;
Anstehend im Muttergestein kommt der Feuerstein in Deutschland vor allem in der Kreide von [[Düne (Insel)|Helgoland Düne]], [[Rügen]], [[Lägerdorf]] (Schleswig-Holstein) und [[Hemmoor]] (Niedersachsen) vor. Sekundär umgelagert findet er sich im gesamten nordmitteleuropäischen Verbreitungsgebiet, dort lokal auch extrem angereichert ([[Feuersteinfelder]] im [[Naturschutzgebiet Steinfelder in der Schmalen Heide und Erweiterung]]). Im südniedersächsischen Bergland findet sich Feuerstein als [[Kaltzeit|eiszeitliches]] [[Geschiebe]] bis an den [[Harz (Mittelgebirge)|Harzrand]] und im [[Leine (Aller)|Leinetal]] bis etwa [[Freden (Leine)|Freden]], nördlich der so genannten [[Feuersteinlinie]]. Außerdem kommt er in weißverwitterter Form in tertiären Sanden des [[Miozän]]s des [[Solling]] vor und ist als Hornstein aus dem Mittleren Muschelkalk ([[Göttingen]] bis [[Einbeck]]), Korallenoolith/[[Heersumer Schichten]] ([[Thüster Berg]]) und Hilssandstein bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprung dieser sekundären Umlagerung war die [[Elster-Kaltzeit|Elster-Eiszeit]], deren Eismassen bis an den Nordrand der [[Fahner Höhe]]n vordrangen und große Mengen Gesteinsmaterial aus dem nördlichen Europa mit sich führten. Als das [[Gletschereis]] schmolz, blieben die [[Findling]]e und Feuersteine im [[Geschiebemergel]] zurück. Die Erosion sowie die nachfolgenden Eiszeiten, Saale- und Weichsel-Eiszeiten, verwischten die ursprünglichen Lagerstätten, die Feuersteinlinie.&lt;br /&gt;
[[Datei:EisrandlagenNorddeutschland.png|mini|250px|Schematische Darstellung der jeweils maximalen Gletschervorstöße ([[Geschiebe]]) der drei letzten Eiszeiten im [[Norddeutsches Tiefland|norddeutschen Tiefland]]:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rote Linie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; = [[Eisrandlage]] der [[Weichsel-Kaltzeit]];&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;gelbe Linie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; = Eisrandlage der [[Saale-Kaltzeit]];&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;blaue Linie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; = Eisrandlage der [[Elster-Kaltzeit]]]]&lt;br /&gt;
In anderen Gegenden Deutschlands tritt Feuerstein ebenfalls auf, allerdings seltener, wurde aber auch dort gefunden und verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopold&amp;quot;&amp;gt;Matthias Leopold, Jörg Völkel: &amp;#039;&amp;#039;Neolithic flint mines in Arnhofen, southern Germany: a ground‐penetrating radar survey.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archaeological Prospection.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 11, Nr. 2, 2004, {{ISSN|1075-2196}}, S. 57–64, [[doi:10.1002/arp.222]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kienlin&amp;quot;&amp;gt;Tobias L. Kienlin, [[Paweł Valde-Nowak]]: &amp;#039;&amp;#039;Neolithic transhumance in the Black Forest mountains, SW Germany.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Field Archaeology.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 29, Nr. 1/2, 2004, {{ISSN|0093-4690}}, S. 29–44, [[doi:10.1179/jfa.2004.29.1-2.29]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Tonnenschwere Feuersteinblöcke, die wohl im [[Trossingen-Formation|Knollenmergel]] entstanden sind, finden sich am [[Flinsberg (Mainhardter Wald)|Flinsberg]] bei [[Oberrot]], [[Baden-Württemberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard H. Bachmann, Horst Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Nordwürttemberg. Stuttgart, Heilbronn und weitere Umgebung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sammlung geologischer Führer.&amp;#039;&amp;#039; 90). Borntraeger, Stuttgart 1998, ISBN 3-443-15072-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Dieter B. Seegis, Matthias Goerik: &amp;#039;&amp;#039;Lakustrine und pedogene Sedimente im Knollenmergel (Mittlerer Keuper, Obertrias) des Mainhardter Waldes (Nordwürttemberg).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins.&amp;#039;&amp;#039; NF Bd. 74, 1992, S. 251–302, {{DOI|10.1127/jmogv/74/1992/251}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Feuersteinbänder Møns Klint.jpg|In den Kreideklippen der Insel [[Møn]] sind Schichten von Feuersteinknollen als schwarze Bänder erkennbar.&lt;br /&gt;
 Flintbeach.jpg|Aus Kreidefelsen ausgewaschene Feuersteine auf [[Rügen]]&lt;br /&gt;
 Feuersteinfelder Mukran 05.jpg|Feuersteinfelder in der Schmalen Heide auf Rügen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerstein-bruch.jpg|mini|Scharfkantige Feuersteinabschläge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner großen Härte, seiner in hohem Maße berechenbaren Spaltbarkeit und der äußerst scharfen Schlagkanten war der Feuerstein in der Steinzeit ein wichtiges Rohmaterial, um schneidende Werkzeuge und Waffen herzustellen. Große Bedeutung erlangte er mit der Entdeckung, dass man mit seiner Hilfe Funken erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuerschlagen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:FeuerMachen2010Rhof.ogg|mini|thumbtime=57|Feuermachen mit Feuerstein, Stahl und Zunder – Freilichtmuseum [[Roscheider Hof]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen populärer Vorstellungen können durch Aneinanderschlagen zweier Feuersteine keine Funken zum Feueranzünden erzeugt werden. Es entstehen dabei zwar Funken, diese sind aber nicht heiß genug, um ein Feuer entfachen zu können. Stattdessen dient die scharfe Kante des Feuersteins dazu, Funken aus [[Eisen(II)-disulfid]] (FeS&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) in Form von [[Pyrit]], [[Markasit]] oder [[Stahl]] herauszuschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein steinzeitliches [[Schlagfeuerzeug]] bestand aus einem Feuerstein, leicht brennbarem Pulver bzw. einfach entzündbarer Faser (dem [[Zunder]]), und Pyrit bzw. Markasit. Der eigentliche funkenerzeugende Stein ist dabei der Pyrit/Markasit, von dem mittels des Feuersteins kleine Späne abgeschlagen werden, die durch die Aufschlagenergie und die beim Aufschlag entstehende [[Reibungswärme]] entzündet werden – die [[Funke (Verbrennung)|Funken]]. Feuerstein (Flint) ist als [[Schlagstein (Archäologie)|Schlagstein]] nicht zwingend erforderlich, Gangquarz oder [[Quarzit]] sind dafür ebenfalls geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe von Feuerstein und [[Stahl]] lassen sich ebenfalls Funken schlagen. Der Stahl muss einen vergleichsweise hohen [[Kohlenstoff]]anteil (1,5–2 %) aufweisen; dieser findet sich z.&amp;amp;nbsp;B. im Stahl einer Feile (siehe dazu: [[Feuerstahl]]). Dabei schabt der Stein, analog zum Vorgang bei Pyrit/Markasit, winzige Späne vom Stahl ab, die sich durch die dabei entstehende Wärme entzünden. Bis zum Aufkommen der [[Streichholz|Streichhölzer]] im 19. Jahrhundert waren Stahl und Stein das einzig gängige [[Feuerzeug]]. Man versuchte daher, die Glut in den Öfen über Nacht zu erhalten, um sich das mühselige Feuerschlagen zu ersparen. In einem modernen Gas- oder Benzinfeuerzeug wird der Funke mit einem Reibrad aus einem [[Zündstein]] geschlagen, wobei die Härte des Reibrads größer ist als die Eisen-Cer-Legierung des Zündsteins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert diente Feuerstein (genannt auch Flint, „Flinsstein“ und „Flintenstein“&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hassenstein, [[Hermann Virl]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und Büchsenmeisterei.&amp;#039;&amp;#039; Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Übertragung ins Hochdeutsche und Erläuterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, München 1941, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; – vgl. englisch &amp;#039;&amp;#039;flintstone&amp;#039;&amp;#039; und [[Flinte#Begriffsentstehung]]) in [[Steinschloss]]waffen als Zündhilfe. Ein am Hahn der Waffe befestigter kleiner Feuerstein schlug beim Betätigen des [[Abzug (Waffe)|Abzugs]] mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Stahlsporn (Batterie). Die dabei entstehenden Funken entzündeten das [[Schwarzpulver]] auf der darunter angebrachten Pfanne, dessen Flamme auf das Schwarzpulver im Lauf übergriff, dessen Verbrennungsgase die Kugel aus dem Lauf trieben. Wegen der früheren Verwendung in Schusswaffen ist im Französischen {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;pierre à fusil&amp;#039;&amp;#039;}} („[[Büchse]]nstein“, vgl. auch [[Füsillade]]) ein Synonym für {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;silex&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.cnrtl.fr/etymologie/silex Silex]&amp;#039;&amp;#039; im etymologischen Online-Wörterbuch des Centre Nationale de Ressources Textuelles et Lexicales (CNRTL), Université Nancy-II.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schmuck und Amulette ===&lt;br /&gt;
Feuersteinknollen mit einem natürlich entstandenen Loch, so genannte „Hühnersteine“ oder „[[Hühnergott|Hühnergötter]]“, fanden und finden besonders als [[Talisman]]e Verwendung (zur Theorie über das Entstehen der Löcher siehe [[Paramoudra]]). Als Schmuckstein findet er bis heute Verwendung, ebenso für vielfältige dekorative Anwendungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Verwendungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St Mary&amp;#039;s, Hadleigh 4.jpg|mini|[[St Mary’s Church (Hadleigh)|St Mary’s Church]], [[Hadleigh (Suffolk)|Hadleigh]]]]&lt;br /&gt;
Vor allem in England wird seit der Antike Feuerstein als Baumaterial für fast alle Arten von Gebäuden verwendet. Heute spielt der Feuerstein als Rohstoff eine untergeordnete Rolle. Im Straßenbau wird er in zermahlener Form dem [[Asphalt]] zugemischt, um die reflektierenden Eigenschaften von Straßenbelägen zu verbessern. Fein gemahlen dient er als [[Schleifmittel]], wurde aber durch [[Aluminiumoxid|Elektrokorund]] weitgehend ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Russland besteht ein alter, tief verwurzelter Volksglaube, dass der Schwarze Feuerstein aufgrund seiner chemischen Beschaffenheit Wasser reinigt und für den menschlichen Konsum brauchbar macht. In Apotheken wird Feuersteinbruch in Päckchen von 10, 50 oder 150&amp;amp;nbsp;g mit einer genauen Gebrauchsanweisung verkauft: 50&amp;amp;nbsp;g Feuersteinbruch abwaschen, in einen Behälter mit 5 l Wasser füllen, 3 Tage stehen lassen. Danach könne das Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen, für Pflanzen und Aquarien verwendet werden. Nach 6 bis 8 Monaten sei es wünschenswert, die Feuersteine zu erneuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Flintstone-ordinary.JPG|Feuerstein aus der Ostsee ([[Boltenhagen]])&lt;br /&gt;
 Kleine feuersteine.jpg|Kleine Feuersteinknollen&lt;br /&gt;
 Feuersteinplatterp.jpg|Plattenförmige Feuersteinablagerungen&lt;br /&gt;
 Feuerstein mit Loch-Huehnergott.jpg|Feuerstein mit Loch&lt;br /&gt;
 Feuerstein.JPG|Feuerstein-Scheibe aus Polen&lt;br /&gt;
 Polierter roter Feuerstein von Helgoland.jpg|Polierter roter Feuerstein von Helgoland&lt;br /&gt;
 Gebel el-Arak knife mp3h8783-black.jpg|[[Messer vom Gebel el-Arak|Ägyptisches Prunkmesser vom Gebel el-Arak]], [[Prädynastik (Ägypten)|Prädynastik]] um 3300–3200 v. Chr. mit [[Elfenbein]]griff und Feuersteinklinge&lt;br /&gt;
 Hindsgavl dagger, Funen, Denmark (black backgr).jpg|[[Fischschwanzdolch]] aus Hindsgavl, Dänemark&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urgeschichtliche Bearbeitungstechniken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Flintstone1.jpg|mini|Feuerstein aus Südfrankreich mit Spuren von Abschlägen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuersteinaxt.jpg|mini|Feuersteinbeil („Flintbeil“), [[Trichterbecherkultur]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maya eccentric.jpg|mini|Unregelmäßiges Feuersteinmesser &amp;#039;&amp;#039;(eccentric flint)&amp;#039;&amp;#039; mit [[Maya-Zivilisation|Maya]]-Kopf im Profil und Kopfschmuck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Steinzeit wurden zahlreiche Techniken entwickelt und optimiert, um aus Feuerstein und anderen [[Gestein]]en Geräte oder Waffen herzustellen wie [[Klinge]]n im Sinne des Messers oder [[Faustkeil]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Johanna E. Ziehaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Silexindustrie der Gravettien-Fundstelle Krems – Wachtberg (NÖ), Grabung 2005.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Universität Wien, Oktober 2008 ([http://othes.univie.ac.at/2572/1/2008-11-02_9907739.pdf auf othes.univie.ac.at]) hier S. 115–125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses [[Handwerk]] erreichte in der späten [[Jungsteinzeit]] vielerorts (beispielsweise in [[Dänemark]]) einen hohen Grad der Kunstfertigkeit. Der Höhepunkt der Bearbeitungskunst findet sich bei den Maya in den unregelmäßigen Feuersteinen. Bearbeitet wurden auch andere Varietäten wie [[Obsidian]] oder [[Chalcedon (Mineral)|Chalzedon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlagtechniken ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bipolarer Klingenkern aus Feuerstein.jpg|mini|Bipolarer Klingenkern aus Feuerstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen einige der wesentlichen steinzeitlichen Techniken zur Bearbeitung von Feuerstein kurz erläutert werden. Vorgestellt werden hier nur Techniken der sogenannten Grundformproduktion (bzw. Abschlagherstellung). Dabei entstehen die beiden Grundformen [[Kern (Archäologie)|Kern]] und [[Abschlag (Archäologie)|Abschlag]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Direkte harte Technik&amp;#039;&amp;#039;: Mit einem geeigneten [[Schlagstein (Archäologie)|Schlagstein]] (zum Beispiel [[Quarzit]]geröll) wird der Feuerstein (Kern) direkt bearbeitet. Bei dieser Technik entstehen meist relativ große Abschläge.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Picktechnik&amp;#039;&amp;#039;: Die Picktechnik ist eine Variante der direkten harten Technik. Der Schlagstein ist hier aus sehr hartem Gestein (beispielsweise auch ein Feuerstein) und wird mit einer hohen Schlagfrequenz auf die Oberfläche des [[Werkstück]]s geschlagen. Hier wird der Stein durch das flächige Entfernen einer großen Menge kleinster Partikel geformt. Diese Schlagspuren sind deutlich zu erkennen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Direkte weiche Technik&amp;#039;&amp;#039;: Auch hier wird das Werkstück mit direkten Schlägen bearbeitet. Allerdings wird als Schlaggerät ein weicheres Material (zum Beispiel Geweihschlägel) verwendet. Abgetrennte Abschläge sind meist dünn und leicht gewölbt. Mit dieser Technik lassen sich auch gut lange, schmale Abschläge herstellen, sogenannte Klingen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drucktechnik&amp;#039;&amp;#039;: Bei der Drucktechnik wird der Druck nicht schlagartig auf den Feuerstein ausgeübt, sondern langsam zunehmend bis ein Abschlag abgetrennt wird. Hierzu können beispielsweise Druckstäbe aus [[Holz]] mit [[Geweih]]spitze verwendet werden. Mit einer Drucktechnik, bei der das Gewicht des Oberkörpers genutzt wird, können lange, schmale Klingen erzeugt werden. Andere Drucktechniken eignen sich, um eine gleichmäßige Oberfläche zum Beispiel bei [[Dolch]]en zu gestalten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Punchtechnik&amp;#039;&amp;#039;: Bei der Punchtechnik kommt ein Zwischenstück aus Geweih zum Einsatz, auf das mit einem ebenfalls aus Geweih bestehenden Schlägel geschlagen wird. Diese Technik ermöglicht eine hohe Energieeinwirkung auf einen bestimmten Punkt. Auf diese Weise können sehr präzise Abschläge hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Bearbeitungstechniken ===&lt;br /&gt;
[[Datei:NMW - Keulenkopf.jpg|mini|[[National Museum Cardiff]], Neolithischer [[Keule]]nkopf aus Feuerstein mit Bohrung (3.000–2500 v. Chr.), aus Maesmor, [[Denbighshire]]]]&lt;br /&gt;
Neben den Schlagtechniken wurden noch weitere Techniken eingesetzt, um den Feuersteingeräten die gewünschte Form zu geben oder die Oberfläche zu optimieren und [[Schäftung]]svorrichtungen zu erstellen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schleiftechnik&amp;#039;&amp;#039;: Bei dieser Technik wird der Feuerstein auf einem harten, körnigen Gestein (z.&amp;amp;nbsp;B. einem Sandsteinblock) glattgeschliffen. Belegt ist diese Methode bei [[Jungsteinzeit|neolithischen]] Steinbeilen der [[Trichterbecherkultur]] und der [[Kugelamphoren-Kultur]]. Diese wurden entweder komplett oder beidseitig entlang der Schneide überschliffen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bohrtechnik&amp;#039;&amp;#039;: [[Bohren|Bohrtechniken]] wurden seit dem Neolithikum bei [[Axt|Äxten]] aus Felsgestein (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Basalt]] oder [[Amphibolit]]) eingesetzt. Feuerstein ist extrem hart und wurde daher nur sehr selten gebohrt. Als Bohrmittel wurde [[Quarzsand]] verwendet. Feuersteinbeile und Klingen wurden anfangs nur in der Hand verwendet, daher der Ausdruck [[Faustkeil]]. Mit einem [[Schäftung (Vor- und Frühgeschichte)|Schaft]] verbunden wurden sie durch Einklemmen oder Festbinden zu Werkzeugen und Waffen weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hitzebehandlung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Tempern von Feuerstein}}&lt;br /&gt;
Eine nicht formgebende, sondern die Materialeigenschaften beeinflussende Prozedur besteht im [[Tempern]], d. h. der Stein wird Hitze ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuersteinverbreitung in der Früh- und Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Verbreitungskarte des Silex aus der Region Schaffhausen-Singen lässt erkennen, dass die dortigen Varietäten fast nur an Siedlungen der Hornstaader Gruppe der [[Pfyner Kultur]] weitergegeben wurden, die in der Region [[Hochrhein]]-[[Bodensee]] ansässig war. In das Gebiet am [[Zürichsee]], wo zeitgleich die [[Cortaillod-Kultur]] beheimatet war, gelangten diese Rohstoffe nur selten. Die Siedlungen an den Zürcher Seen wurden dagegen vorrangig mit Silex aus der Region an der [[Lägern]] oder aus dem Raum [[Olten]] versorgt. Somit scheint die Verbreitung von Rohstoffen in Bezug zum Kulturraum zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die qualitativ gleichwertigen Knollen aus dem Lägernsilex&amp;lt;ref&amp;gt;Im Juli 2010 wurden bei Grabungen an der Lägern (zwischen Dielsdorf und Baden) Bergbauspuren aus der Steinzeit (4000 v. Chr.) entdeckt.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind deutlich größer als die Schaffhauser Silexknollen, wodurch sie für die Herstellung größerer Geräte geeignet waren. Trotz dieses Vorteils gelangte Lägernsilex jedoch um 4000 v. Chr. nicht in nennenswerter Menge über die Kulturgrenze hinweg an den Bodensee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies lässt darauf schließen, dass Silexrohstoffe im Untersuchungsgebiet nicht kommerziell gehandelt wurden, sondern dass die Verbreitung auf einer anderen Grundlage erfolgte. Der Bezug zwischen dem Hauptverbreitungsgebiet des Rohstoffs und den archäologischen Kulturräumen spricht dafür, dass er nach bestimmten gesellschaftlichen Prämissen verbreitet wurde. Vorstellbar ist ein zeremonieller Austausch von Rohstoffen, Halb- und Fertigprodukten, wobei der soziale Aspekt im Vordergrund stand. Vergleichbare Formen konnten Ethnologen in [[rezent]]en und subrezenten Gesellschaften beobachten. Dort dient die Weitergabe von Sachgütern und Rohstoffen primär der Festigung sozialer und politischer Bindungen. Ähnliche Verhältnisse sind offenbar auch für das ältere [[Jungneolithikum]] im nördlichen Alpenvorland anzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuersteinbergwerk ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Feuersteinbergwerk}}&lt;br /&gt;
In Europa sind rund 100 prähistorische Feuersteinbergwerke bekannt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leopold&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kienlin&amp;quot; /&amp;gt; steinzeitliche Gruben, in denen mit einfachsten Mitteln Rohmaterial für die Herstellung von Feuersteingeräten und -waffen gewonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Feuersteinstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Levalloistechnik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kurt Altorfer: &amp;#039;&amp;#039;Silexknollen, Bohrer, Perlen. Neue Einblicke in die Nutzung der Schaffhauser Silexvorkommen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;AS. Archäologie Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 33, Nr. 3, 2010, S. 14–21, {{DOI|10.5169/seals-176961}}.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Binsteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichtlicher Silexbergbau in Europa. Geologische und lagerstättenkundliche Betrachtungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bayerische Vorgeschichtsblätter]].&amp;#039;&amp;#039; 62, 1997, S. 221–229.&lt;br /&gt;
* Sabine Gayck: &amp;#039;&amp;#039;Urgeschichtlicher Silexbergbau in Europa. Eine kritische Analyse zum gegenwärtigen Forschungsstand&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; 15). Beier &amp;amp; Beran, [[Langenweißbach#Gemeindegliederung|Weißbach]] 2000, ISBN 3-930036-22-3 (Zugleich: Köln, Universität, Magisterarbeit, 1993).&lt;br /&gt;
* Walter Leitner: &amp;#039;&amp;#039;The oldest silex and rock crystal mining traces in high alpine regions.&amp;#039;&amp;#039; In: Stefano Grimaldi, Jean Guilaine, Thomas Perrin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mountain Environments in Prehistoric Europe. Settlement and mobility strategies from Palaeolithic to the Early Bronze Age&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the XV World Congress UISPP (Lisbon, 4–9 September 2006).&amp;#039;&amp;#039; Bd. 26 = &amp;#039;&amp;#039;BAR. International Series.&amp;#039;&amp;#039; 1885). Archaeopress, Oxford 2008, ISBN 978-1-4073-0365-9, S. 115–120.&lt;br /&gt;
* [[Michael Rind|Michael M. Rind]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Feuerstein. Rohstoff der Steinzeit. Bergbau und Bearbeitungstechnik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Archäologisches Museum der Stadt Kelheim. Museumsheft.&amp;#039;&amp;#039; 3). Leidorf, Buch am Erlbach 1987, ISBN 3-924734-60-7.&lt;br /&gt;
* [[Gerd Weisgerber]], [[Rainer Slotta]], Jürgen Weiner: &amp;#039;&amp;#039;5000 Jahre Feuersteinbergbau. Die Suche nach dem Stahl der Steinzeit. Ausstellung im Deutschen Bergbau-Museum Bochum vom 24. Oktober 1980 bis 31. Januar 1981.&amp;#039;&amp;#039; Deutsches Bergbau-Museum, Bochum 1980, ISBN 3-921533-20-1.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Otto Wetzel |Titel=Feuerstein – der Stein der Steine |Verlag=Wachholtz |Ort=Neumünster |Datum=1968 |DNB=458638080 |Reihe=Wandernes Museum Schleswig-Holstein |NummerReihe=2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=W. Kudielka |Titel=Seltener Calcit-Fund im Nordischen Geschiebe |Sammelwerk=Der Aufschluss |Band=24 |Nummer=5 |Verlag=Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie |Ort=Heidelberg |Datum=1972 |ZDB=502640-4 |Seiten=200}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Dieter Neubauer |Titel=Ein Vorkommen von Coelestinkristallen in Feuersteinen |Sammelwerk=Der Aufschluss |Band=29 |Nummer=9 |Ort=Heidelberg |Datum=1978 |ZDB=502640-4 |Seiten=281}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Flint (rock)|Feuerstein}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Ueber den färbenden Bestandtheil des Feuersteins, Carneols und Amethystes}}&lt;br /&gt;
* [http://www.flintsource.net/ Englischsprachige Datenbank zu Feuersteinvorkommen in Europa]&lt;br /&gt;
* [http://www.budstone.de/feuerstein/feuerstein.htm Feuerstein-Sammlung]&lt;br /&gt;
* [http://www.chemieunterricht.de/dc2/pyrit/inhalt1.htm Chemie und Anwendungen des Feuerstein]&lt;br /&gt;
* [http://flintknappinginfo.webstarts.com/flintknappers_exchange.html „Flintknapper&amp;#039;s Exchange“] – Englischsprachige Zeitschrift zum Schlagen von Feuersteinen (PDFs der Jahrgänge 1978–1979)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4154279-4|LCCN=sh85049132}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feuermittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagenese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feuerstein| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
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