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	<title>Fetuin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-23T08:17:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fetuin&amp;diff=532383&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-06-24T12:57:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fetuine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Blut[[protein]]e, die in der [[Leber]] gebildet und ins Blut [[Sekretion|sezerniert]] werden. Sie gehören zur großen Gruppe der Bindeproteine im Blut, die Transport und Verfügbarkeit von Substanzen verschiedenster Art im [[Blutkreislauf]] bewerkstelligen. Bekanntester Vertreter dieser Transportproteine ist das Serum-[[Albumin]], das mengenmäßig häufigste Protein im [[Blutserum]] erwachsener Tiere. Fetuin kommt dagegen in [[Fetus|fötalem]] Blut in besonders großen Mengen vor. Daher stammt auch der Name Fetuin (lat. &amp;#039;&amp;#039;fetus&amp;#039;&amp;#039;). In fötalem Rinderserum ist beispielsweise mehr Fetuin als Albumin enthalten, im Serum erwachsener Tiere dagegen viel mehr Albumin als Fetuin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FetuinAKnockout.jpg|gerahmt|rechts|Röntgenbilder einer Fetuin-A &amp;#039;&amp;#039;knockout&amp;#039;&amp;#039; Maus (-/-) im Vergleich zu einer normalen Maus (+/+), dem sogenannten Wildtyp]]&lt;br /&gt;
Fetuine sind Mitglieder einer Familie von Proteinen, die in der Evolution durch [[Genduplikation|Genverdopplung]] und Austausch von Gensegmenten aus dem kleineren Protein [[Cystatin]] hervorgingen. Fetuine gehören damit zur sogenannten Cystatin-Superfamilie von Proteinen, zu denen auch das Histidin-reiche [[Glykoprotein]] (HRG) und die Kininogene (KNG) gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Humanes α&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-HS-Glykoprotein (genetisches Symbol AHSG) ist synonym bekannt als α&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-HS, A2HS, AHS, HSGA und Fetuin-A. Fetuin-A ist in einer Kopie im [[Genom]] vorhanden. 2000 wurde im Mensch-, Ratten- und Mausgenom das eng verwandte Fetuin-B entdeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biochem J. 2000&amp;quot;&amp;gt;E. Olivier, E. Soury, P. Ruminy, A. Husson, F. Parmentier, M. Daveau, J. P. Salier: &amp;#039;&amp;#039;Fetuin-B, a second member of the fetuin family in mammals.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biochem J.&amp;#039;&amp;#039; 2000 Sep 1;350, S. 589–597. PMID 10947975.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie Fetuin-A wird Fetuin-B überwiegend von der Leber gebildet, aber auch von einer Reihe weiterer sekretorischer Organe. Fetuine gibt es in allen bisher untersuchten Wirbeltier-Genomen einschließlich Fischen und Reptilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertreter ==&lt;br /&gt;
Es sind derzeit zwei verschiedene Fetuine bekannt: Fetuin-A und Fetuin B.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biochem J. 2000&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fetuin-A ===&lt;br /&gt;
Die Funktion von Fetuin-A im Körper wurde durch [[Knockout-Maus|Gen-&amp;#039;&amp;#039;knockout&amp;#039;&amp;#039;]] in Mäusen aufgeklärt. Die Verfütterung einer mineralreichen [[Diät]] rief in diesen Mäusen [[Kalkablagerung|Kalzifizierung]] von [[Lunge]], Herz und Nieren hervor. Drastische Ausmaße erreichte die Kalzifizierung, als der Fetuin-A &amp;#039;&amp;#039;knockout&amp;#039;&amp;#039; in Mäuse dem genetischen Hintergrund DBA/2 eingekreuzt wurde. Dieser Mausstamm neigt von Natur aus dazu, verletztes Gewebe zu verkalken. Der Fetuin-A-Mangel verstärkte die Verkalkungsneigung ganz dramatisch und zwar völlig ohne mineralreiche Diät. Daher wird Fetuin-A als ein potenter [[Inhibitor|Hemmstoff]] gegen Verkalkung im Blut angesehen. Diese Art der Verkalkung ist extrem selten und lässt sich am ehesten mit dem Krankheitsbild der [[Calciphylaxie]] vergleichen. Sie hat mit der landläufig bekannten Arterienverkalkung, der [[Arteriosklerose]] nur indirekt zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fetuin-A wird in einer [[Fettleber|verfetteten Leber]] vermehrt gebildet. Fetuin-A hemmt [[Adiponektin]] und erhöht den Spiegel von [[Tumornekrosefaktor|Tumor-Nekrose-Faktor-alpha]] (TNFα),&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Wilbrand: [http://blog.adipositas-stiftung.com/2009/01/22/fetuin-a-konzentration-markiert-kardiovaskulaeres-risiko/ &amp;#039;&amp;#039;Fetuin-A-Konzentration markiert kardiovaskuläres Risiko.&amp;#039;&amp;#039;] Adipositas Stiftung Deutschland, 22. Januar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; welcher eine inflammatorische (entzündungsfördernde) Wirkung auf die Blutgefäße hat. Fetuin-A bindet an Insulinrezeptoren in [[Muskulatur]] und Fettzellen und trägt zu einer [[Insulinresistenz]] bei. Personen mit hohen Fetuin-A Werten weisen ersten Studien zufolge ein etwa 3- bis 4-fach erhöhtes Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Weikert, N. Stefan, M. B. Schulze u. a. |Titel=Plasma fetuin-a levels and the risk of myocardial infarction and ischemic stroke |Sammelwerk=Circulation |Band=118 |Nummer=24 |Datum=2008-12 |Seiten=2555–2562 |DOI=10.1161/CIRCULATIONAHA.108.814418 |PMID=19029462}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Studie an [[Hämodialyse|Dialysepatienten]] zeigte bei Probanden mit aufgrund eines genetischen [[Polymorphismus]] erniedrigten Fetuin-A-Werten auch eine signifikant erhöhte Entzündungsaktivität, Gefäßverkalkung und ein erhöhtes Risiko für einen kardiovaskulär und auch nicht kardiovaskulär bedingten Tod.&amp;lt;ref&amp;gt;Stenvinkel P, Wang K, Qureshi AR, Axelsson J, Pecoits-Filho R, Gao P et al.: &amp;#039;&amp;#039;Low fetuin-A levels are associated with cardiovascular death: Impact of variations in the gene encoding fetuin.&amp;#039;&amp;#039; Kidney Int. 2005 Jun;67(6):2383-92. PMID 15882283 [[doi:10.1111/j.1523-1755.2005.00345.x]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Entwicklung eines geeigneten Laborstandards ist Fetuin-A damit möglicherweise als unabhängiger Marker für kardiovaskuläre Risiken geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fetuin-B ===&lt;br /&gt;
Fetuin B besitzt eine wichtige Rolle bei der Regulation der [[Zona pellucida]]; das Protein hemmt dabei [[Ovastacin]], welches die Zona pellucida auch schon vor dem Eindringen eines Spermiums verhärten lässt. Weibliche Mäuse ohne Fetuin-B sind – trotz normaler Entwicklung und Funktion der Eierstöcke – unfruchtbar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://news.doccheck.com/de/article/214204-fruchtbarkeit-wichtiger-mechanismus-gefunden Fruchtbarkeit: Wichtiger Mechanismus gefunden.]&amp;#039;&amp;#039; Meldung bei DocCheck vom 19. April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Eileen Dietzel u. a.: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.cell.com/developmental-cell/abstract/S1534-5807%2813%2900132-9 Fetuin-B, a Liver-Derived Plasma Protein Is Essential for Fertilization.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Developmental Cell.&amp;#039;&amp;#039; Vol.&amp;amp;nbsp;25(1), S.&amp;amp;nbsp;106–112, 4. April 2013, [[doi:10.1016/j.devcel.2013.03.001]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.biointerface.rwth-aachen.de/Web-Site/Die_Fetuin_Homepage_de.html &amp;#039;&amp;#039;Fetuin&amp;#039;&amp;#039;] auf den Seiten des Institut für Biomedizinische Technologien, Abteilung Zell- und Molekularbiologie an Grenzflächen, des [[Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik|Helmholtz-Instituts für Biomedizinische Technik]] in Aachen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transportprotein| Fetuin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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