<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fettwiese</id>
	<title>Fettwiese - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fettwiese"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fettwiese&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T03:50:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fettwiese&amp;diff=498496&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Karbohut: /* Typen von Fettwiesen */ Weniger Klammern für Lesbarkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fettwiese&amp;diff=498496&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-01T16:49:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Typen von Fettwiesen: &lt;/span&gt; Weniger Klammern für Lesbarkeit&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nürnberg Neunhof Gründlachtal 008.JPG|mini|Noch nicht blühende Fettwiese]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Löwenzahnwiese.jpg|mini|hochkant|Eine typische blühende Fettwiese]]&lt;br /&gt;
Unter einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fettwiese,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; landwirtschaftlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Intensivgrünland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, versteht man eine infolge von [[Düngung]] und seltener [[Bewässerung]] nährstoffreiche [[Wiese (Grünland)|Wiese]]. Liegt eine Weidenutzung vor, spricht man von Fettweide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briemle et al. definieren die Grenze zwischen Mager- und Fettwiese mit einem Ertrag von 3,5 t Trockenmasse/ha und Jahr. Nach dieser Definition können auch ungedüngte Wiesen (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Flussaue|Auen]]) Fettwiesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gottfried Briemle, Dieter Eickhoff, Rudolf Wolf |Titel=Mindestpflege und Mindestnutzung unterschiedlicher Grünlandtypen aus landschaftsökologischer und landeskultureller Sicht: praktische Anleitung zur Erkennung, Nutzung und Pflege von Grünlandgesellschaften |Reihe=Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg Beihefte |NummerReihe=60 |Auflage=Unveränd. Nachdr. |Verlag=Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg |Ort=Karlsruhe |Datum=1993 |ISBN=3-88251-161-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle mitteleuropäischen Wiesen sind Fettwiesen genutzte Flächen, die sich ohne [[landwirtschaftliche Nutzung]] zu anderen Ökosystemen entwickeln würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakterisierung ==&lt;br /&gt;
Traditionell wurden Fettwiesen zur Heugewinnung zwei- oder dreimal im Jahr geschnitten. Intensiv genutzte Fettwiesen werden heute bis zu sechsmal pro Jahr geschnitten, das Schnittgut wird meist nicht als Heu getrocknet, sondern durch [[Silage]] konserviert. Je intensiver die Nutzung ist, desto geringer fällt die [[Artenvielfalt]] einer Fettwiese aus. Traditionell genutzte Fettwiesen werden meist aus ca. 30 Pflanzenarten aufgebaut, trockene Wiesen im Übergang zu Magerwiesen weisen bis zu 40 Arten auf. Die „Goldhaferwiesen“ der Mittelgebirge sind mit 30–40 Arten ähnlich artenreich. Intensiv genutzte Fettwiesen weisen hingegen lediglich 10–20 Arten auf. Charakteristisch für stark gedüngte Fettwiesen ist eine einheitlich gelbe oder weiße Farbe durch das massenhafte Auftreten von [[Gewöhnlicher Löwenzahn|Löwenzahn]], [[Scharfer Hahnenfuß|Scharfem Hahnenfuß]] oder von hochwüchsigen, weiß blühenden Doldenblütlern wie [[Wiesenkerbel]] und [[Wiesen-Bärenklau]]. Durch den hohen [[Stickstoff]]gehalt im Boden kommen große Wuchshöhen der einzelnen Pflanzen zustande. Traditionell genutzte, nur mäßig gedüngte Fettwiesen können hingegen sehr blütenreich und bunt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen von Fettwiesen ==&lt;br /&gt;
Die typischen Fettwiesen werden im pflanzensoziologischen System nach der hochwüchsigen Grasart [[Gewöhnlicher Glatthafer|Glatthafer]] (&amp;#039;&amp;#039;Arrhenatherum elatius&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glatthaferwiesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Arrhenatheretum elatioris&amp;#039;&amp;#039;) genannt, in der Schweiz auch Fromentalwiese. In den höheren Lagen der Alpen und der Mittelgebirge (ab ca. 600 m Höhe) werden sie nach und nach durch die ähnlichen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goldhaferwiesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Verband &amp;#039;&amp;#039;Polygono-Trisetion&amp;#039;&amp;#039;) ersetzt, benannt nach dem [[Wiesen-Goldhafer|Goldhafer]]. Fettwiesen stark vernässter oder quelliger Tallagen gehören zu den [[Feuchtwiese|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sumpfdotterblumen-Wiesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]];im pflanzensoziologischen System der Verband &amp;#039;&amp;#039;Calthion palustris&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Datum=2023-10-31|Abruf=2025-12-01|Titel=Pflanzengesellschaft des Jahres 2024: Die Sumpfdotterblumen-Wiesen (Calthion palustris)|Online=https://www.tuexenia.de/publications/tuexenia/Tuexenia_2023_NS_043_0277-0334.pdf|ISSN=0722-494X|Autor=Simone Schneider, Erwin Bergmeier, Steffen Boch, Jörg Ewald, Werner Härdtle, Thilo Heinken, Norbert Hölzel, Karsten Horn, Silke Lütt, Dominique Remy, Barbara Ruthsatz, Angelika Schwabe, Sabine Tischew, Thomas Becker, Hartmut Dierschke|DOI=10.14471/2023.43.006}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beweidete Bestände aller Feuchtestufen, d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fettweiden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, unterscheiden sich von den Wiesen durch die viel weniger hohe Grasnarbe. Sie werden im Verband &amp;#039;&amp;#039;Cynosurion cristati&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst. Namensgebend ist das [[Wiesen-Kammgras|Kammgras]], &amp;#039;&amp;#039;Cynosurus cristatus&amp;#039;&amp;#039;. Intensiv landwirtschaftlich genutzte Bestände lassen sich durch ihre extreme Artenarmut in dieses System nicht mehr einordnen. Im Extremfall handelt es sich um durch Einsaat begründete &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grasäcker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aus nur einer Grasart, die nur spärlich von Ackerunkräutern begleitet sein kann. Der Übergang zu Feldgraskulturen als Ackerland ist in der Praxis fließend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakterarten der Fettwiesen und -weiden der tieferen Lagen (&amp;#039;&amp;#039;Arrhenatherion&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Wiesenkerbel]], [[Gewöhnlicher Glatthafer]], [[Weiche Trespe]], [[Echter Kümmel|Kümmel]], [[Wiesen-Pippau]], [[Wiesen-Kammgras]], [[Gewöhnliches Knäuelgras]], [[Rohr-Schwingel]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Wiesen-Schwingel]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Weißes Labkraut]], [[Wiesen-Bärenklau]], [[Wolliges Honiggras]], [[Acker-Witwenblume]], [[Italienisches Raygras]], [[Deutsches Weidelgras]], [[Wiesen-Lieschgras]], [[Große Bibernelle]], [[Wiesen-Rispengras]], [[Gewöhnliches Rispengras]], [[Scharfer Hahnenfuß]], [[Wiesen-Sauerampfer]], [[Gewöhnlicher Löwenzahn]], [[Weiß-Klee]], [[Gamander-Ehrenpreis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeiger halbfetter Frischwiesen (&amp;#039;&amp;#039;Festuco-Agrostion&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Rotes Straußgras]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Gänseblümchen]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Rot-Schwingel]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakterarten der Goldhaferwiesen höherer Lagen (&amp;#039;&amp;#039;Polygono-Trisetion&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Spitzlappiger Frauenmantel]], [[Große Sterndolde]], [[Behaarter Kälberkropf]], [[Weichhaariger Pippau]], [[Wald-Storchschnabel]], [[Wald-Vergissmeinnicht]], [[Meisterwurz]], [[Schwarze Teufelskralle]], [[Schlangen-Knöterich]], [[Vielblütiger Hain-Hahnenfuß]], [[Rote Lichtnelke]], [[Trollblume]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie, Standortbedingungen ==&lt;br /&gt;
Durch die günstigen Feuchtigkeits- und Nährstoffverhältnisse im Boden sind gemähte Fettwiesen meist dicht- und hochwüchsig. In etwas weniger stark gedüngten Beständen beobachtet man einen mehrschichtigen Aufbau mit „[[Obergras|Ober-]]“, „Mittel-“ und „[[Untergräser]]n“ sowie Kräutern in verschiedenen Schichten. Stark gedüngte Bestände bestehen fast nur aus Obergräsern und sind einschichtig. In Bodennähe bleibt es durch den dichten Wuchs relativ feucht und kühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Artenschutz, Bedrohung ==&lt;br /&gt;
Die weniger intensiv genutzten, artenreicheren Ausprägungen der Fettwiesen wurden stark zurückgedrängt und sind in vielen Regionen, besonders in tiefen Lagen, selten geworden. Eine repräsentative Auswertung im Bundesland Nordrhein-Westfalen („Ökologische Flächenstichprobe“) ergab zum Beispiel: Intensiv gedüngtes Grünland (Wiesen und Weiden zusammengefasst) hat heute einen Anteil von 93 % an der gesamten Grünlandfläche des Landes. 74 % sind dabei artenarme und nur 19 % artenreiche Fettwiesen. Nicht zu den Fettwiesen gehörendes Grünland, also Feuchtwiesen und Magerwiesen zusammen, erreichen noch einen Anteil von 7 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweiz hat ein nationales Programm zum Schutz der wertvollsten und artenreichsten [[Trockenwiese]]n und [[Trockenweide]]n aufgelegt. Vorangegangen ist eine nationale Kartierung potenziell geeigneter Gebiete.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Eggenberg, T. Dalang, M. Dipner, C. Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Kartierung und Bewertung der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Technischer Bericht. (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe Umwelt.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 325). [[Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft]], 2001. ([https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/publikationen-studien/publikationen/kartierung-und-bewertung-trockenwiesen.html bafu.admin.ch])&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurden auch „trockene, artenreiche Fettwiesen und Weiden (Kartierungsgruppe AE)“ mit bearbeitet. Der naturschützerische Wert dieser „halbfetten“ Wiesen und Weiden wird im Vergleich zu den echten Trockenrasen als gering eingestuft, trotz der meist sehr artenreichen Bestände. Sie sind aber nur in Ausnahmefällen Refugien für seltene oder gefährdete Zielarten des Schutzprogramms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Raymond Delarze, Yves Gonseth, Pierre Galland: &amp;#039;&amp;#039;Lebensräume der Schweiz. Ökologie – Gefährdung – Kennarten.&amp;#039;&amp;#039; Ott, Bern 2. Auflage. 2008, ISBN 978-3-7225-0069-0, Kap. 4.5 Arrhenatheretalia&lt;br /&gt;
* [[Heinz Ellenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; 5., stark veränderte und verbesserte Auflage. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-2696-6, Arrhenatheretalia (5.42).&lt;br /&gt;
* Erich Oberdorfer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Pflanzengesellschaften.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Sand- und Trockenrasen, Heide- und Borstgras-Gesellschaften, alpine Magerrasen, Saum-Gesellschaften, Schlag- und Hochstauden-Fluren.&amp;#039;&amp;#039; G. Fischer, Jena u. a. 1978, {{DNB|790038536}}: Arrhenatheretalia&lt;br /&gt;
* Ladislav Mucina u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Pflanzengesellschaften Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; G. Fischer, Jena u. a. 1993: Arrhenatheretalia&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * CORINE: Mesophile grasslands (38) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* H. Dierschke (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Molinio-Arrhenatheretea.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Arrhenatheretalia.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Heft 3). 1997, {{DNB|958358818}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bafu.admin.ch/tww &amp;#039;&amp;#039;Trockenwiesen und -weiden.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Bundesamt für Umwelt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [https://www.infoflora.ch/de/lebensraeume/45-fettwiesen-und-weiden.html &amp;#039;&amp;#039;Fettwiesen und -weiden&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;InfoFlora Schweiz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzengesellschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Karbohut</name></author>
	</entry>
</feed>