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	<title>Fetialen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fetialen&amp;diff=18889&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jjkorff: Fetialrecht hinzugefügt, weil das wort in mehreren artikeln vorkommt</title>
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		<updated>2026-04-03T21:03:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fetialrecht hinzugefügt, weil das wort in mehreren artikeln vorkommt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fetialen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;fetiales&amp;#039;&amp;#039;; Singular &amp;#039;&amp;#039;fetialis&amp;#039;&amp;#039;) waren eine Priesterschaft im [[Römisches Reich|antiken Rom]], die vor allem in früher Zeit (frühe und mittlere [[Römische Republik]]) für die [[Ius gentium|völkerrechtlichen]] Außenbeziehungen Roms und deren Zeremonien verantwortlich waren. Sie prägten das &amp;#039;&amp;#039;ius fetiale&amp;#039;&amp;#039; (Fetialrecht).&amp;lt;ref&amp;gt;Hauptquellen: [[Titus Livius]], &amp;#039;&amp;#039;[[Ab urbe condita (Livius)|Ab urbe condita]]&amp;#039;&amp;#039; 1,24 und 1,32; [[Dionysios von Halikarnassos]], &amp;#039;&amp;#039;Antiquitates Romanae&amp;#039;&amp;#039; 2,72; [[Marcus Terentius Varro]], &amp;#039;&amp;#039;De lingua Latina&amp;#039;&amp;#039; 5,86. [[Marcus Tullius Cicero]], &amp;#039;&amp;#039;[[De legibus]]&amp;#039;&amp;#039; 2,9,21.&amp;lt;/ref&amp;gt; In früher Zeit übten sie auch eine Richtertätigkeit &amp;#039;&amp;#039;(iudices)&amp;#039;&amp;#039; in völkerrechtlichen Fragen aus, aber diese Funktion ging im Verlauf der frühen Republik an den [[Römischer Senat|Senat]] verloren. Die Anzahl der in [[Kooptation]] ergänzten Priesterschaft betrug 20 Priester. Die Priesterschaft war wahrscheinlich auch [[Plebejer]]n zugänglich. Die Gründung der Priesterschaft wird in der Überlieferung verschiedenen [[Römische Königszeit|römischen Königen]] ([[Numa Pompilius]], [[Tullus Hostilius]] oder [[Ancus Marcius]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Titus Livius]] schildert ausführlich (&amp;#039;&amp;#039;Ab urbe condita&amp;#039;&amp;#039; 1,32) die Einführung der rituellen Kriegserklärung durch Ancus Marcius und stellt das Priestergremium der Fetialen als „Übernahme von dem alten Volk der Äquikoler“ dar.&amp;lt;/ref&amp;gt;) zugeschrieben. Der rechtsarchäologische Befund und die Überlieferung zu den Insignien bzw. Werkzeugen der &amp;#039;&amp;#039;fetiales&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[sagmina]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;vasa&amp;#039;&amp;#039; vom [[Kapitol (Rom)|Kapitol]] genommen) legt eine Datierung des überlieferten &amp;#039;&amp;#039;ius fetiale&amp;#039;&amp;#039; in das 6. Jahrhundert v. Chr. nahe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint, dass sich die gesamte Tätigkeit der &amp;#039;&amp;#039;fetiales&amp;#039;&amp;#039; lediglich auf Vertragspartner Roms bezog und der Kern des &amp;#039;&amp;#039;ius fetiale&amp;#039;&amp;#039; darin bestand, vertragliche Bindungen Roms gegenüber den Schwurgöttern zu bewahren bzw. zu pflegen und förmlich zu lösen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dionysios von Halikarnass, &amp;#039;&amp;#039;Antiquitates Romanae&amp;#039;&amp;#039; 2,72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;fetiales&amp;#039;&amp;#039; sollten ungerechte Kriege gegen römische Bundesgenossen verhindern, Genugtuungsgesandtschaften an die Bundesgenossen übernehmen und Kriege bestätigen. Sie entschieden über Klagen der römischen Bundesgenossen gegenüber Rom und übernahmen gegebenenfalls Sühneleistungen bzw. veranlassten sie. Über Verstöße gegen das &amp;#039;&amp;#039;ius legationum&amp;#039;&amp;#039; urteilten sie. Die von Rom eingegangenen Bündnisverpflichtungen bewahrten sie.  Über vertragswidrige Handlungen der römischen Feldherren urteilten sie und veranlassten angemessene Sühneleistungen (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[deditio noxae]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schlossen Friedensverträge und besondere &amp;#039;&amp;#039;[[Foedus|foedera]]&amp;#039;&amp;#039; unter Anwendung eines altertümlichen Eidopfers, bei dem ein Schwein unter Hersagen einer Fluchformel vom &amp;#039;&amp;#039;[[pater patratus]]&amp;#039;&amp;#039; mit einem &amp;#039;&amp;#039;[[Feuerstein|silex]]&amp;#039;&amp;#039; erschlagen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Titus Livius, &amp;#039;&amp;#039;Ab urbe condita&amp;#039;&amp;#039; 1,24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben waren sie für die &amp;#039;&amp;#039;bellicae ceremoniae&amp;#039;&amp;#039; zuständig, mit denen ein Krieg gegenüber römischen Verbündeten förmlich eröffnet wurde. Den Ablauf einer solchen Kriegserklärung schildern [[Titus Livius]] und [[Dionysios von Halikarnassos]] aus gemeinsamer Quelle ausführlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Titus Livius, &amp;#039;&amp;#039;Ab urbe condita&amp;#039;&amp;#039; 1,32; Dionysios, &amp;#039;&amp;#039;Antiquitates Romanae&amp;#039;&amp;#039; 2,72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach mehrmaligen &amp;#039;&amp;#039;res repetere&amp;#039;&amp;#039; („Schadenersatz fordern, Genugtuung fordern“) wurde zuletzt der Krieg gegen Vertragspartner vom &amp;#039;&amp;#039;fetialis&amp;#039;&amp;#039; erklärt – unter Hersagen bestimmter Formelworte. Nach dem Kriegsbeschluss des Senats und der Volksversammlung &amp;#039;&amp;#039;([[lex de bello indicendo]])&amp;#039;&amp;#039; eröffnete ein &amp;#039;&amp;#039;fetialis&amp;#039;&amp;#039; im Beisein von drei erwachsenen Zeugen an der Grenze zum Kriegsgegner die Kriegshandlungen, indem er eine in Blut getränkte Lanze &amp;#039;&amp;#039;([[hasta]] fetialis)&amp;#039;&amp;#039; aus Kornellkirschholz über die Grenze zum Feindstaat hinüberwarf – dabei sprach er bestimmte Formelworte. Diese Lanzenwurfzeremonie markierte die förmliche Eröffnung der Kriegshandlungen und war kein Bestandteil der völkerrechtlich erheblichen förmlichen Kriegserklärung. Als im 3. Jahrhundert v. Chr. die Kriegsgegner Roms nicht mehr eine gemeinsame Grenze mit Rom hatten, konnte deshalb die Kriegseröffnungszeremonie des Lanzenwurfes an die &amp;#039;&amp;#039;[[bellica columna]]&amp;#039;&amp;#039; vor dem [[Tempel der Bellona]] im Gebiet des späteren [[Circus Flaminius]] nach Rom verlegt werden. Ein gefangener Soldat des [[Pyrrhos I.|Pyrrhos]] hatte hier ein Stück Land kaufen müssen, das fortan als Feindesland betrachtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ovid]], &amp;#039;&amp;#039;[[Fasti (Ovid)|Fasti]]&amp;#039;&amp;#039; 6,205–208; Servius und Scholia Danielis Comm. zur [[Aeneis]] 9,52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 3. bis 1. Jahrhundert v. Chr. verliert die Tätigkeit der &amp;#039;&amp;#039;fetiales&amp;#039;&amp;#039; ihre politische Bedeutsamkeit. Die aktive Teilnahme an Gesandtschaften und ebenso ihre Insignien ([[sagmina]], verbena und vasa) gingen an die säkularen &amp;#039;&amp;#039;[[Legatus|legati]]&amp;#039;&amp;#039; über. Die &amp;#039;&amp;#039;fetiales&amp;#039;&amp;#039; begegnen nur noch als Gutachter und Zeremonienmeister in außenpolitischen Dingen strittigen Inhalts, wobei die politischen Entscheidungen allerdings vom Senat gefällt werden bzw. ihm überlassen werden. Dennoch behält das &amp;#039;&amp;#039;ius fetiale&amp;#039;&amp;#039; seine prägende Wirkung auf die völkerrechtlichen Rechtanschauungen der Römer, was man insbesondere bei der Ausgestaltung der Konzeption des &amp;#039;&amp;#039;[[Gerechter Krieg|bellum iustum]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Marcus Tullius Cicero]], Livius und Dionysios von Halikarnassos beobachten kann. [[Augustus|Octavian]] erneuerte den alten Brauch, indem er im Herbst 32 v. Chr. anlässlich der Kriegseröffnung gegenüber [[Kleopatra VII.|Kleopatra]] selbst als Fetiale auftrat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cassius Dio]] 50,4,4 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch [[Mark Aurel]] leitete im Jahr 178 als Fetiale die gegen die vertraglich gebundenen [[Jazygen]], [[Quaden]] und [[Roxolanen]] gerichtete &amp;#039;&amp;#039;expeditio Germanica secunda&amp;#039;&amp;#039; ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Cassius Dio [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cassius_Dio/72*.html#71-33 72,33,3].&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine letzte Erwähnung der Fetialen findet sich bei [[Ammianus Marcellinus]] im späten 4. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ammianus Marcellinus [http://www.tertullian.org/fathers/ammianus_19_book19.htm#C2 19,2,6].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- chronologisch absteigend --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Frederico Santangelo: &amp;#039;&amp;#039;I feziali fra rituale, diplomazia e tradizioni inventate.&amp;#039;&amp;#039; In: Gianpaolo Urso (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sacerdos. Figure del sacro nella società romana&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;I convegni della Fondazione Niccolò Canussio.&amp;#039;&amp;#039; Band 12). Edizioni ETS, Pisa 2014, S. 83–103.&lt;br /&gt;
* Andreas Zack: &amp;#039;&amp;#039;Studien zum „Römischen Völkerrecht“. Kriegserklärung, Kriegsbeschluß, Beeidung und Ratifikation zwischenstaatlicher Verträge, internationale Freundschaft und Feindschaft während der römischen Republik bis zum Beginn des Prinzipats.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Edition Ruprecht, Göttingen 2007.&lt;br /&gt;
* John Rich: &amp;#039;&amp;#039;The fetiales and Roman International Relations.&amp;#039;&amp;#039; In: James H. Richardson, Federico Santangelo (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Priests and State in the Roman World&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Potsdamer altertumswissenschaftliche Beiträge.&amp;#039;&amp;#039; Band 33). Steiner, Stuttgart 2011, S. 187–242.&lt;br /&gt;
* Giovanni Turelli: &amp;#039;&amp;#039;„Audi Iuppiter“: il collegio dei feziali nell’esperienza giuridica romana.&amp;#039;&amp;#039; Giuffrè, Mailand 2011.&lt;br /&gt;
* {{RE|VI,2|2259|2265|Fetiales|[[Ernst Samter]]|RE:Fetiales}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://imperiumromanum.com/religion/antikereligion/fetiales_01.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (römische Religion)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jjkorff</name></author>
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