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	<title>Festung Trient - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:25:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Festung_Trient&amp;diff=888837&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-04-28T10:03:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Trient.JPG|mini|Wappen von Stadt und Festung Trient]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bus de Vela.JPG|mini|Die [[Straßensperre Buco di Vela]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Castello Buonconsiglio Back Trento Italy.JPG|mini|Das ehemalige fürstbischöfliche [[Castello del Buonconsiglio]] im Stadtzentrum von Trient war Sitz des k.u.k. Oberkommandos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Festung Trient&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehörte zur Sperrkette der [[Österreichische Festungswerke an der Grenze zu Italien|österreichischen Festungswerke an der Grenze zu Italien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Verlust großer Gebiete in [[Italien]] ([[Lombardei]], [[Venetien]], [[Toskana]]) im 19. Jahrhundert waren auch die beherrschenden Festungen des [[Festungsviereck]]s ([[Verona]], [[Mantua]], [[Peschiera del Garda]], [[Legnano]]) an der Südgrenze der [[Habsburgermonarchie]] verloren gegangen. Um diese ungedeckte Grenze des Landes zu schützen, wurde die Festung Trient zwischen 1860 und 1900 ausgebaut. Hauptaufgabe war die Verhinderung eines Durchbruchs durch das [[Etschtal]] bzw. in der linken Flanke durch das Suganertal (Val Sugana) – hier befanden sich vorgeschobene Werke am [[Caldonazzosee]]. Nach der rechten Flanke gegen [[Mailand]] wurde Trient von der Festung [[Riva del Garda|Riva]] gedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Ausbauphasen ==&lt;br /&gt;
Der Ausbau Trient zur Festung erfolgte in mehreren Abschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Festungswerke 1848–1859, 1860–62, 1870–1873 ===&lt;br /&gt;
Bereits 1848–1859 wurde der Doss Trento befestigt und in der Folgezeit gelegentlich als Zitadelle bezeichnet. Nach dem Verlust der Lombardei wurden 1860–1862 die Straßensperren Buco di Vela und Doss di Sponde im Westen errichtet, um die Straße von [[Riva del Garda|Riva]] am [[Gardasee]] kurz vor Trient zu sichern; nach dem Verlust [[Venetien]]s 1866 folgte 1870–1873 die Werkgruppe [[Civezzano]], um die Straße aus dem [[Valsugana]] zu sperren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau zur Gürtelfestung 1878–1884 ===&lt;br /&gt;
1878–1884 wurde Trient durch die Anlage zahlreicher neuer Werke zur [[Gürtelfestung]] ausgebaut. Die meisten Anlagen wurden im sogenannten „Trientiner Stil“ errichtet, womit eine vergleichsweise leichte und sparsame Bauweise bezeichnet wird. Die Geschütze standen meist auf offenen Wällen, die Mannschaften waren in Unterkunftsblöcken aus Naturstein untergebracht. Als letztes und zugleich modernstes Werk wurde 1880–1884 San Rocco auf der besonders gefährdeten Südseite errichtet, das mit einem Panzerturm der [[Grusonwerk|Grusonwerk AG Buckau]] mit zwei Minimalschartenkanonen ausgerüstet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neue Einheitswerke 1890–1894 und 1896–1900 ===&lt;br /&gt;
1890–1894 wurde das Brentatal durch die Sperre Tenna am [[Caldonazzosee]] mit den Werken [[Werk Tenna|Tenna]] und [[Werk Colle delle benne|Colle delle benne]] befestigt, die deutlich vor der Werkgruppe Civezzano lag, 1896–1900 wurde die Südseite der Festung Trient durch die Werke [[Werk Romagnano|Romagnano]] und [[Werk Mattarello|Mattarello]] verstärkt. Dabei handelte es sich um Einheitswerke der [[Österreichische Festungswerke an der Grenze zu Italien#Die Bauperiode „Vogl“ von 1884 bis 1900|„Periode Vogl“]], die mit 12&amp;amp;nbsp;cm-Minimalschartenkanonen in Panzerkasematten und 15&amp;amp;nbsp;cm-Mörsern in Panzerdrehkuppeln bewaffnet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ausbau im Ersten Weltkrieg 1914–1915 ===&lt;br /&gt;
Die Festung Trient wurde durch den Direktor des [[Genietruppen|Genies]] von Trient, [[Generalmajor]] [[Franz Seraphin Edler von Steinhart]] ab dem 9. Oktober 1914 zu einer der größten und am schwersten bewaffneten Festungen [[Europa]]s ausgebaut. In seinem ergänzenden Befehl vom 9. Dezember 1914 ließ er alle Verteidigungsanlagen der Sicherungs[[armierung]] unter dem schützenden Felsen der umliegenden Berge verschwinden (Kavernen[[Batterie (Militär)|batterien]] und Panzerhaubitzbatterien) und gewann damit das Rennen gegen die schwere [[Artillerie]]. Die bombensicher eingegrabene Festung Trient brachte bis Ende 1915 295 [[Geschütz]]e der Sicherungsarmierung nebst mehr als 100 [[Maschinengewehr]]en und mehr als 50 Schnellfeuerkanonen in Stellung. In den ausgebauten Stellungen und [[Kaverne]]nanlagen um die Stadt Trient war Platz für zwei komplette [[Infanteriedivision]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben beschriebenen alten Werke und Stellungen wurden vollständig entwaffnet, da sie nicht beschussfest waren. In den [[Munition]]smagazinen der Festung, die den italienischen Angriff erwartete, waren insgesamt mehr als 110.000 Granaten aller [[Kaliber]] zusammen mit etwa 5,6 Millionen Schuss Infanteriemunition für MG und Gewehre als Erstdotation eingelagert.&lt;br /&gt;
Die Festung war bezüglich ihrer Bewaffnung und Größe dreimal so groß wie die Festung [[Verdun]] in Frankreich. Sie hätte niemals erobert werden können, da ihre Verteidigungslinien als innerer Festungsgürtel komplett auf den umliegenden Gebirgsmassiven als durchgehende Verteidigungslinie eingerichtet waren. Aus diesen weit überlegenen Positionen hätte sie jede Angriffsvorbereitung seitens des Feindes vereitelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Verdienst des Generalmajors Steinhart, einer der brillantesten und fähigsten [[Offizier]]e der [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg|k.u.k.-Armee]], war die konsequente Einführung des [[Stahlbeton]]s im [[Festungsbau]] bereits im Jahre 1915; er führte diese Technologie erstmals mit industrialisierter und rationalisierter Methodik ein. Der Stahlbeton ist hochfest und beschusssicher auch gegen schwere Kaliber. Dem italienischen Gegner war der Ausbau der Festung Trient bekannt. [[Luigi Cadorna|General Cadorna]] vermied jede [[Angriffskrieg|Offensive]] durch das Etschtal in Richtung [[Brennerpass]]; eine derartige Abnutzungsoffensive gegen diese mächtige Festung zu führen, war die italienische Armee weder gerüstet noch in der Lage. Die Festung Trient erfüllte damit ihren politisch-militärstrategischen Zweck. Sie verschoss nie eine Granate gegen den Feind; allein ihre Existenz genügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits war sie ein Aderlass und ungeheurer Ressourcenfresser für die k.u.k-Monarchie; das verbaute Material und ihre militärische Ausrüstung wäre an der Front wichtiger gewesen. Aufgrund der stabilen Lage an der Südfront des Rayon III–Tirol wurde sie Ende Februar 1916 entwaffnet, nur zwei Monate nach ihrer Fertigstellung; das kriegswichtige Material wurde an die Front geschafft. Generalmajor Steinhart wurde Kommandant der [[Pustertal]]-Division (spätere 49. Infanterietruppendivision) und verteidigte Tirol als [[Feldmarschallleutnant]] erfolgreich bis zum Ende des Krieges. Er ist in Wilten bei [[Innsbruck]] begraben. Er verließ seine [[Militär|Truppe]] nicht und ging in [[Kriegsgefangenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Garnison 1914 ===&lt;br /&gt;
* Stab 16. Infanterie [[Brigade]][[Kommando (militärische Dienststelle)|kommando]]&lt;br /&gt;
*: Brigade Kommandant: Generalmajor Emil Herzberg&lt;br /&gt;
* Stab 121. Infanterie Brigadekommando&lt;br /&gt;
*: Brigade Kommandant: Generalmajor Eduard Schatzl-Zlinsky von Mühlfort&lt;br /&gt;
* Stab / I. / II. Bataillon des Tiroler Jäger Regiments Nr. 1 ([[k.u.k. Kaiserjäger|Kaiserjäger]])&lt;br /&gt;
*: Regiments Kommandant: Oberst [[Guido Novak von Arienti]]&lt;br /&gt;
* IV. Bataillon des Tiroler Jäger Regiments Nr. 3 (Kaiserjäger)&lt;br /&gt;
*: Regiments Kommandant: Oberst [[Heinrich Vonbank]]&lt;br /&gt;
* Stab / I. / III. Bataillon des Tiroler Jäger Regiments Nr. 4 (Kaiserjäger)&lt;br /&gt;
*: Regimentskommandant: Oberst Ernst Dietrich&lt;br /&gt;
* Stab / I. Bataillon k.k. [[Kaiserschützen|Landesschützen]] Regiment Nr. I&lt;br /&gt;
*: Regimentskommandant: [[Oberst]] Adolf Sloninka von Holodów&lt;br /&gt;
* Reitende Tiroler Landesschützendivision (Bataillonsstärke)&lt;br /&gt;
*: Kommandant: [[Oberstleutnant]] Moritz Srnka&lt;br /&gt;
* Festungsartillerie-Bataillon Nr. 5&lt;br /&gt;
*: Kommandant: Oberstleutnant Hugo Müller&lt;br /&gt;
* Gebirgsartillerie-Regiment Nr. 14&lt;br /&gt;
*: Kommandant: Oberst Ernst Edler von Terboglaw&lt;br /&gt;
* [[Sappeur]] Bataillon Nr. 14&lt;br /&gt;
*: [[Kommandeur|Kommandant]]: [[Major]] Ferdinand Korb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Artillerie – Kriegsbesatzung 1914 ===&lt;br /&gt;
* [[Niederösterreich]]isch-[[Mähren|Mährisches]] Festungsartillerie-Regiment „KAISER“ Nr. 1 (Wien)&lt;br /&gt;
*: mit 24 Kompanien&lt;br /&gt;
* [[Oberösterreich]]isch-[[Salzburg]]isches Festungsartillerie-Bataillon Nr. 1 ([[Brixen]])&lt;br /&gt;
*: mit 7. Kompanie und 1.–4. Marschkompanie&lt;br /&gt;
* [[Festungsartillerie]]-Bataillon Nr. 4 ([[Riva del Garda]])&lt;br /&gt;
*: mit 4. Kompanie und 4. Marschkompanie&lt;br /&gt;
* Festungsartillerie Bataillon Nr. 5 (Trient)&lt;br /&gt;
*: mit 1.–4. Reservekompanie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erwin Anton Grestenberger: &amp;#039;&amp;#039;K.u.k. Befestigungsanlagen in Tirol und Kärnten 1860–1918.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Österreich u. a., Wien 2000, ISBN 3-8132-0747-1.&lt;br /&gt;
* Gian Maria Tabarelli: &amp;#039;&amp;#039;I forti austriaci nel Trentino e in Alto Adige.&amp;#039;&amp;#039; TEMI Editrice, Trento 1990.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Nußstein: &amp;#039;&amp;#039;Militärgeschichtlicher Reiseführer. Dolomiten.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Hamburg 1997, ISBN 3-8132-0496-0.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Kurt Mörz de Paula&lt;br /&gt;
   |Titel=Der österreichisch-ungarische Befestigungsbau 1820–1914&lt;br /&gt;
   |Reihe=Österreichische Militärgeschichte&lt;br /&gt;
   |BandReihe=Sonderband [1995]&lt;br /&gt;
   |Auflage=2&lt;br /&gt;
   |Verlag=Stöhr&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=1997&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-901208-11-9}}&lt;br /&gt;
* [[Österreichisches Staatsarchiv]] / Kriegsarchiv Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fortezza di Trento|Festung Trient}}&lt;br /&gt;
* [http://www.moesslang.net/trento.htm moesslang.net]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste österreichische Festungswerke an der Grenze zu Italien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisches Festungswerk an der Grenze zu Italien|Trient]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung im Trentino|Trient]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa|T]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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