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	<title>Festung Peitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T09:29:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Festung_Peitz&amp;diff=259168&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-09-09T14:45:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karte der Festung Peitz (um 1690).tif|mini|Plan der Festung Peitz (um 1690)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Festungsturm Peitz.jpg|mini|Der Festungsturm]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Festung Peitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine frühere [[Festung]]sanlage der [[brandenburg]]ischen Stadt [[Peitz]], die sich über den Bereich der heutigen Altstadt erstreckte. Der einzig erhaltene oberirdische Bau ist der mächtige, auch &amp;#039;&amp;#039;Dicker Turm&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Beschreibung in der Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg&amp;lt;/ref&amp;gt; genannte, etwa 36 Meter hohe Festungsturm, der zugleich das älteste Bauwerk der Peitzer Region ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 14. bis 16. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die Stadt und Burg Peitz wurde das erste Mal am 3.&amp;amp;nbsp;August 1301 in einer Verkaufsurkunde, die in [[Dahme/Mark|Dahme]] ausgestellt wurde, als &amp;#039;&amp;#039;Pizne opidum et castrum&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Damals verkaufte Theoderich der Jüngere&amp;lt;!--Die [[Liste der Herrscher von Thüringen]] nennt [[Dietrich IV. (Lausitz)]] als Landgraf von Thüringen; auch die [[Liste der Markgrafen der Lausitz]] nennt [[Dietrich IV. (Lausitz)]] für das Jahr 1301--&amp;gt;, Landgraf von Thüringen, Markgraf des Ostens und der [[Lausitz]], die Grenzmark Lausitz für 6.000 Mark in Silber an den [[Magdeburg]]er Erzbischof, Burchard III.&amp;lt;!--Die [[Liste der Erzbischöfe von Magdeburg]] nennt um 1301 [[Burchard II. von Blankenburg]] als Magdeburger Erzbischof--&amp;gt; Neben Peitz sind in dieser Urkunde (das Original befindet sich im Böhmischen Kronarchiv in [[Prag]]) 23 weitere Städte, Burgen und Ortschaften erwähnt. Neben dieser Verkaufsurkunde gibt es eine weitere Urkunde, die am selben Tag in Dahme ausgestellt wurde. In dieser belehnt Erzbischof Burchard von Magdeburg, Theoderich den Jüngeren mit der zuvor von ihm gekauften Grenzmark. Diese beiden Verträge wurden jedoch nie rechtswirksam, da die staatsrechtlich erforderliche Lehnsauflassung der Lausitz vor dem deutschen König infolge des Kriegszustandes zwischen dem Reich und dem Markgrafen von Thüringen nicht zustande kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab diesem Zeitpunkt hatte die Lausitz und somit auch die Stadt Peitz eine unruhige und wechselvolle Geschichte, denn über das Land regierten in den nächsten Jahrzehnten ständig wechselnde Landesherren. Von 1323 bis 1353 war Peitz und die Lausitz im bayrischen Besitz, da König [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] die Lausitz erworben hatte. Peitz und die Lausitz gerieten 1353 unter sächsische Herrschaft, unter der sie 15 Jahre verblieben, um schließlich 1368 unter böhmische Herrschaft zu fallen. Am 30.&amp;amp;nbsp;April 1415 wurde der [[Hohenzollern]]fürst [[Friedrich I. (Brandenburg)|Friedrich&amp;amp;nbsp;VI. Burggraf zu Nürnberg]], in Konstanz im Rahmen des [[Konzil von Konstanz|Konstanzer Konzils]] durch König [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] mit der [[Mark Brandenburg]] belehnt und trat seine Regentschaft als Kurfürst Friedrich&amp;amp;nbsp;I. von Brandenburg an. Durch die wiederholten [[Hussiten]]einfälle in die Lausitz, stellten sich am 28.&amp;amp;nbsp;Dezember 1431 Heinrich und Albrecht [[Schenk von Landsberg|Schenken von Landsberg]], die seit 1418 Pfandinhaber von Peitz waren, unter den Schutz des Kurfürsten Friedrich&amp;amp;nbsp;I.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Landvogt]] [[Hans von Polenz|Johann von Polenz]] aus [[Senftenberg]], der die Lausitz 1422 von König Sigismund gekauft hatte, stimmte diesem Schutzvertrag nicht zu, da er befürchtete, dass Peitz durch diesen Schutzvertrag über kurz oder lang in den Herrschaftsbereich der Brandenburger Kurfürsten gelangen würde. Da sich die [[Schenk von Landsberg|Schenken von Landsberg]] weigerten, diesen Schutzvertrag zu beenden, schloss Polenz mit Abgesandten des Herzogs von Sachsen ein Bündnis, dessen Ziele die Rückeroberung von Peitz und die Beendigung des Schutzbündnisses waren. Am 8.&amp;amp;nbsp;August 1436 eroberte der sächsische Hauptmann Querfurt nach einer Belagerung mit ca. 160 Mann die Burg und Landvogt Johann von Polenz zog feierlich in die Stadt ein. Dann wandte sich Heinrich Schenk von Landsberg an seinen Schutzherren, den brandenburgischen Kurfürsten, und bat ihn um Hilfe. Dieser schickte den [[Geschichte des Johanniterordens|Johanniterordensmeister]] Hans [[Waldow (Adelsgeschlecht)|von Waldow]] als Fürsprecher zum Landvogt nach Peitz. Polenz erkannte, dass er sich einen Krieg mit dem mächtigen brandenburgischen Nachbarn nicht leisten konnte und erklärte sich bereit, die Burg wieder an Heinrich Schenk von Landsberg zu übergeben, wenn dieser ihn als seinen Herrn und des Kaisers Amtmann anerkennen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Tod des Königs [[Albrecht II. (HRR)|Albrecht]] entbrannte im Reich ein langer Kampf um die böhmische Krone. In dieser Zeit versuchten sowohl die Sachsen als auch die Brandenburger, ihre Macht- und Einflusssphäre zu vergrößern und zu festigen. Dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich&amp;amp;nbsp;II. gelang es durch geschickte Finanzdiplomatie, am 11.&amp;amp;nbsp;August 1442 den Pfandbrief von Heinrich Schenk von Landsberg zu erwerben. Kurz darauf erschienen brandenburgische Reiter vor den Stadttoren von Peitz und nahmen Burg und Stadt für den Kurfürsten in Besitz. Heinrich wurde als Burgvogt eingesetzt und mit der weiteren Verwaltung der Vogtei Peitz beauftragt. 1448 erwarb Kurfürst Friedrich&amp;amp;nbsp;II. die [[Herrschaft Cottbus]]. Im selben Jahr gelang es ihm, im Rahmen des sogenannten „Lübbener Kaufvertrags“ (29. September 1448) die Lausitz von den Gebrüdern Polenz zu erwerben. Diese händigten ihm den Majestätsbrief aus, durch den der Kurfürst [[de jure]] zum rechtmäßigen Besitzer der Grenzmark Lausitz wurde. Daraufhin ließ er sich in den Städten [[Lübben (Spreewald)|Lübben]], [[Guben]], [[Forst (Lausitz)|Forst]], [[Sorau]], [[Spremberg]] und [[Luckau]] huldigen. Doch dieser Gebiets- und Machtzuwachs erregte den Argwohn des böhmischen Königs [[Georg von Podiebrad|Podiebrad]], da die Mark Lausitz immer noch böhmisches Kronlehen war. Er forderte die Rückgabe der Lausitz unter Rückzahlung des Kaufgeldes. Da sich beide Seiten trotz längerer Verhandlungen nicht einigen konnten, kam es zu militärischen Gewaltakten. Diese fanden im &amp;#039;&amp;#039;Gubener Friedensvertrag&amp;#039;&amp;#039; am 5. Juni 1462 ihr Ende. Resultat des Friedensvertrags war, dass das Haus Brandenburg die vor dem Lübbener Kaufvertrag erworbenen Besitzungen in der Lausitz behielt, die Lausitz jedoch unter Erstattung des Kaufgeldes wieder herausgeben musste. Somit verblieben die Herrschaft Cottbus, die Vogtei Peitz, das [[Schenkenländchen]] [[Teupitz]] und [[Bärwalde (Niederer Fläming)|Bärwalde]] bei den Brandenburgern und wurden zur brandenburgischen [[Exklave]] in der böhmischen Lausitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Festungsbau 1559 bis 1562 ===&lt;br /&gt;
Markgraf [[Johann von Küstrin]] beschloss im Jahr 1557, in Peitz eine Festung zu errichten, wie es der brandenburgische Chronist [[Nikolaus Leutinger|Nicolaus Leuthinger]] berichtet. Ausschlaggebend für den Festungsbau wird wohl die exponierte Lage der damaligen Exklave Peitz / Cottbus gewesen sein. Durch die schutzlose Nähe zu Böhmen bestand in kriegerischen Zeiten immer die Gefahr der Besetzung durch gegnerische Armeen. Aber auch die drohende Gefahr durch die „Turken, Muscowiten unnd andern“ (Begründung des Markgrafen in einem Schreiben an den Kaiser in Wien vom 24. Februar 1561) war ein ausschlaggebender Grund für den Bau der Festung in Peitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man die beiden Festungsanlagen Peitz und [[Festung Küstrin|Küstrin]], so lagen diese auf einer Verteidigungslinie und schützten durch ihre starken Waffenplätze die Ländereien des Markgrafen. Nimmt man noch die Spandauer Festung hinzu, die sein Bruder Kurfürst [[Joachim II. (Brandenburg)|Joachim&amp;amp;nbsp;II.]], im Jahr 1560 zu bauen begann, so ergibt sich ein Festungsdreieck, welches einen unüberwindbaren Schutz darstellte. Auch Kurfürst Joachim&amp;amp;nbsp;II. führte ebendiese oben erwähnte [[Türkengefahr]] als Begründung für den Bau der [[Zitadelle Spandau|Spandauer Zitadelle]] gegenüber den Landständen an. Bau- oder Festungspläne existieren aus dieser frühen Zeit nicht. Es gibt zwar eine undatierte, deutsch beschriftete Federskizze im [[Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz|Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz]] in Berlin, die sich bei den Akten über den Peitzer Festungsbau befindet, jedoch sind die darin angegebenen Maße (mit Ausnahme des Festungsturms) nicht auf die späteren Festungspläne zu übertragen. Ob es sich dabei um eine Planung zum Umbau der Peitzer Burganlage oder um den Entwurf zur Errichtung eines festungsähnlichen Bauwerks handelt, kann zurzeit noch nicht abschließend beantwortet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1559 waren die Planungen für den Festungsbau soweit fortgeschritten, dass mit dem Bau begonnen werden konnte. Markgraf Johann erließ am 18.&amp;amp;nbsp;Dezember 1559 eine Bauordnung für Peitz. In ihr wurde detailliert festgelegt, welche Aufgaben und Pflichten die jeweiligen Arbeiter hatten. Gearbeitet wurde sechs Tage die Woche von Montag bis Samstag, Sonntag war Ruhetag. Die Arbeiter wurden am Morgen mit einer Baustellenglocke zur Arbeit gerufen; ebenso wurden jeweils der Beginn und das Ende der Pausen durch die Glocke angezeigt. Der erste Arbeitsabschnitt umfasste drei bis vier Stunden, je nach Tageslänge. Dann gab es eine Pause von einer halben Stunde. Nach weiteren drei Stunden gab es eine Pause von einer Stunde. Wiederum nach drei Stunden wurde wieder eine Pause von einer Stunde gewährt. Danach hatten die Arbeiter bis zum Einbruch der Dunkelheit zu arbeiten. Doch nicht nur die Arbeitszeit war genau fixiert worden, sondern auch die Entlohnung für gewisse Arbeitsleistungen und natürlich auch Strafen. So verlor ein Arbeiter seinen halben Wochenlohn, wenn er am Montag nicht zur Arbeit erschien. Kam er erst am Dienstag auf die Baustelle, verlor er seinen gesamten Lohn. Erschien ein Arbeiter nach dem Läuten der Arbeitsglocke bis zu einer halben Stunde zu spät, wurde er von einer Aufsichtsperson in der nächsten Ruhepause ausgepeitscht. Bei Leibesstrafe durfte niemand seinen Dienst bis [[Martinstag|Martini]] (11.&amp;amp;nbsp;November) aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit bei diesem Festungsbau ist darin zu sehen, dass die Arbeiten nicht im Frühjahr begannen, sondern mitten im Winter. Aus einem Schreiben des damaligen Peitzer Festungsbaumeisters Jeronismus Arkanat vom 24.&amp;amp;nbsp;Januar 1560 an den Markgraf Johann von Küstrin geht hervor, „das mann die gründe angefangen hat zu graben“ und „so balde wetter würde kande man den grundt legen zu der vierunge“. Des Weiteren beklagte sich Arkanat beim Markgrafen darüber, dass er sich „viel mühe“ und „fremde sorgen auf mich geladen“ und bat untertänigst „in ansehunge des grossen gewaltigen baws, mich mit einem baw herrn der aller dinge mechtig sein mecht“ gnädiglich zu versehen. Arkanat selbst war als Baumeister bis mindestens zum 13.&amp;amp;nbsp;November 1560 nachweisbar in Peitz, dann verliert sich seine Spur. Als neuer Baumeister wurde der Italiener [[Francesco Chiaramella de Gandino]] durch Markgraf Johann berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zitadelle (Oberfestung) wurde im Bereich der alten Burg errichtet. Dort vorhandene Ziegelbauwerke wurden abgerissen und die daraus gewonnenen Mauersteine zum Festungsbau verwendet. So erwartete man laut einem Aktenkonvolut der damaligen Zeit, das 600.000 Steine aus der alten Mauer und dem Grund gewonnen werden konnten. 100.000 Ziegelsteine sollten aus dem Abtragen des alten Turms erzielt werden, wenn man ihn um 10–12 Schuh (ca. 3–3,6 m) abtragen würde. 500.000 Ziegelsteine sollten beim Ziegelofen in Peitz gebrannt werden. 100.000 Ziegelsteine sollten aus [[Lieberose]] vom Adelsgeschlecht [[Schulenburg (Adelsgeschlecht)|Schulenburg]] geliefert werden und der Rat der Stadt Cottbus sollte 85.000 Ziegelsteine liefern. Somit hatte man zu Baubeginn die stattliche Summe von 1.385.000 Mauersteinen zur Verfügung. Weitere 450.000 Mauersteine sollten nach und nach die Ziegelöfen in Peitz, Cottbus und Lieberose produzieren, so dass zum Schluss insgesamt 1.835.000 Mauersteine vorhanden waren. Eine weitere Berechnung in diesem Aktenkonvolut zeigt, dass ein Maurer pro Tag 500 Mauersteine verarbeitete. Bei einer sechstägigen Arbeitswoche waren dies 3.000 Steine. 16 Maurer verarbeiteten 48.000 Mauersteine. Bei einer unterstellten Arbeitsdauer von 34 Wochen wurden insgesamt 1.632.000 Steine für die 16 Maurer angesetzt. Um einen kleinen Überblick über die Arbeitsleistung dieser 16 Maurer in einer Woche zu geben, sei an dieser Stelle erwähnt, dass sie mit den 48.000 Mauersteinen bei einer damaligen Steinstärke von 27&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;14&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;cm ohne Mörtelfuge eine Mauer von 108 Metern Länge und 12 Metern Höhe in einer Woche errichtet hätten. Daran erkennt man deutlich, welche imposanten Arbeitsleistungen damals bewerkstelligt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der gleichen Zeit wurden aus [[Kostrzyn nad Odrą|Küstrin]] 4.450 Zentner und aus [[Beeskow]] 4.794 Zentner Kalk für den Bau herangeschafft. Nach einer eigenen Berechnung des Markgrafen waren in Stoßzeiten auf dieser Baustelle bis zu 1.200 Arbeitsleute eingesetzt. Die Zitadelle wurde mit einem ca. 675 Meter langen Wassergraben versehen. Der Festungswall am Wassergraben sollte durch 751 Pfähle geschützt werden. Jeder Pfahl sollte eine Gesamtlänge von ca. 5,4&amp;amp;nbsp;Metern haben. Die Pfähle wurden ca. 4,2&amp;amp;nbsp;Meter tief eingerammt, so dass zum Schluss noch rund 1,2&amp;amp;nbsp;Meter je Pfahl aus dem Boden ragte und somit als Sturmhindernis diente. Zur selben Zeit wurde die Stadt (Unterfestung) durch ein aufwändiges System von [[Bastei (Festung)|Basteien]], Erdwällen und Wassergräben gesichert. Beide Bereiche, die Unterfestung (befestigte Stadt) und die Zitadelle (Oberfestung), bildeten nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 1562 die Festung Peitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Festung Peitz.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Accurater Plan der Brandenburgischen Vestung Peiz. wie solche von denen Kayserl. Königl. Trouppen, unter Commando des Generals von Laudon den 25.&amp;amp;nbsp;Aug. A.&amp;amp;nbsp;1758 besezt worden.&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätere Geschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte der Festung Peitz (um 1755).tif|mini|Karte der Festung Peitz (um 1755)]]&lt;br /&gt;
Zwischen 1590 und 1595 wurden umfangreiche Festungsanlagen um die gesamte Stadt erbaut. Namhafte Baumeister von europäischem Rang wie Chiramella, Arkanat und vor allem [[Rochus zu Lynar (Baumeister)|Rochus zu Lynar]] waren am Bau beteiligt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] bot Peitz vielen Adligen und kirchlichen Würdenträgern Schutz. Im Winter 1636/37 suchte sogar der brandenburgische Kurfürst [[Georg Wilhelm (Brandenburg)|Georg Wilhelm]] mit seinem Hofstaat Peitz auf und nahm diesen als Regierungssitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 100 Jahre später, im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]], sollte die Peitzer Festung erweitert werden. Finanzielle Gründe zwangen, diese „Modernisierung“ abzubrechen. 1758 und 1759 nahmen österreichische Truppen die Festung ein. Im Jahre 1759 sollten sämtliche Bauten im Festungsbereich durch Sprengung vernichtet werden. Wie durch ein Wunder löschte ein Gewitterregen die schon brennenden Lunten und bewahrte zunächst die Festung vor der totalen Zerstörung. König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] gab 1767 den Befehl zum Abriss der Festung. Dennoch besitzt Peitz neben dem Turm auch heute noch andere, wertvolle Zeugen aus der Festungszeit.&amp;lt;!-- und die wären???--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutige Nutzung ===&lt;br /&gt;
Der Festungsturm dient heute als [[Museum]] und bietet vom begehbaren etwa 35 Meter hohen Dachreiter einen guten Ausblick auf die Stadt Peitz. Der große Festsaal wird für Konzerte, Feierlichkeiten und auch für Eheschließungen genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gouverneure ==&lt;br /&gt;
* 1584–1596 [[Rochus zu Lynar (Baumeister)|Rochus zu Lynar]] (1525–1596)&lt;br /&gt;
* 1596–1600 Hans von Buch der Ältere (1503–1600)&lt;br /&gt;
* 1620–1622 Wigand von Hacke&lt;br /&gt;
* 1638–1638 [[Hans Caspar von Klitzing]] (1594–1644)&lt;br /&gt;
* 1640–1666 [[Georg Friedrich von Trott]] (1604–1666)&lt;br /&gt;
* 1674–1677 [[Brostrup Jacobsen von Schört]] (1622–1703)&lt;br /&gt;
* 1678–1678 [[Hans Heinrich von Schlabrendorf]] (1646–1692)&lt;br /&gt;
* 1678–1685 [[Hans Albrecht von Barfus]] (1635–1704)&lt;br /&gt;
* 1685–1693 [[Ernst von Weiler]] (1620–1693)&lt;br /&gt;
* 1693–1701 [[Johann Christoph von Goetze]] (1637–1703)&lt;br /&gt;
* 1701–1703 Freiherr [[Otto von Schlabrendorf]] (1650–1721)&lt;br /&gt;
* 1703–1715 [[Anton von Pannewitz]] (1659–1731)&lt;br /&gt;
* 1715–1717 [[Jacques L’Aumonier]] Marquis de Varenne (1642–1717)&lt;br /&gt;
* 1718–1726 [[Andreas Reveillas du Veyne]] (1653–1726)&lt;br /&gt;
* 1726–1731 [[Gottfried Albrecht von Bredow]] (1650–1730)&lt;br /&gt;
* 1731–1741 [[Kurt Christoph von Schwerin]] (1684–1757)&lt;br /&gt;
* 1741–1752 [[Joachim Christoph von Jeetze]] (1673–1752)&lt;br /&gt;
* 1752–1755 [[Ferdinand von Braunschweig]] (1721–1792)&lt;br /&gt;
* 1755–1758 [[Karl Christoph von Schmettau]] (1696–1775)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Festungen in Deutschland#Brandenburg|Liste der Festungen in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dirk Redies (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Peitz&amp;#039;&amp;#039;. Peitz 1994.&lt;br /&gt;
* Stadtgeschichtliches Museum Spandau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Vestungen. Die brandenburgisch-preußischen Festungen Spandau – Peitz – Küstrin&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2001 (Redaktion: Ralf Gebuhr, Andrea Theissen, Martin Winter).&lt;br /&gt;
* Christoph Malcherowitz: &amp;#039;&amp;#039;Streifzug durch die Peitzer Geschichte vom 14. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= Geschichte und Geschichten aus Peitz, Heft 1). Förderverein für Peitzer Museen e.&amp;amp;nbsp;V., Peitz 2001.&lt;br /&gt;
* [[Daniel Burger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Landesfestungen der Hohenzollern in Franken und Brandenburg im Zeitalter der Renaissance&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte, Band 128), München 2000.&lt;br /&gt;
* Daniel Burger: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlösser in den Renaissancefestungen der Kurfürsten und Markgrafen von Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Stefan Breitling]] / Christof Krauskopf / [[Franz Schopper]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burgenlandschaft Brandenburg&amp;#039;&amp;#039; (= Berliner Beiträge zur Bauforschung und Denkmalpflege, Band 10), Petersberg 2013, S. 164–181.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg|09125234}}&lt;br /&gt;
* [https://historischer-verein-peitz.de/peitz-in-der-geschichte/ Geschichte von Festung und Stadt Peitz] Historischer Verein zu Peitz e. V.&lt;br /&gt;
* [https://www.festungpeitz.de/ Festung Peitz] – private Webseite zur Festung mit Grundriss und Animation&lt;br /&gt;
* [https://www.burgenwelt.org/deutschland/peitz/object.php Festung Peitz auf Burgenwelt.org] (deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turm&amp;quot;&amp;gt;[https://tourismus.peitz.de/de/museum/festungsturm Festungsturm] auf der Webseite des Amtes Peitz&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51.85749 |EW=14.40962 |type=landmark |region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Brandenburg|Peitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Peitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Peitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa|Peitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteinarchitektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum im Landkreis Spree-Neiße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aussichtspunkt in Brandenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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