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	<title>Festhaltetherapie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T18:14:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Festhaltetherapie&amp;diff=407448&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Trace OB: Linkfix wegen Verschiebung von Einwilligung</title>
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		<updated>2025-10-21T11:36:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix wegen Verschiebung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Einwilligung&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Einwilligung (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Einwilligung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Festhaltetherapie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde von [[Martha Welch]] entwickelt und von [[Jirina Prekop]] ins Deutsche übertragen. Sie ist eine nicht anerkannte Form der [[Psychotherapie]], bei der durch intensives „aggressionsfreies“ Festhalten [[Bindungstheorie|Bindungsstörungen]] aufgelöst werden sollen. Die Therapie wurde ursprünglich mit Unterstützung des [[Verhaltensforscher]]s und Nobelpreisträgers [[Nikolaas Tinbergen]] für Kinder mit Bindungsstörungen entwickelt und wurde von Prekop auch im Rahmen der [[Familientherapie]] bei Erwachsenen angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ansicht einiger Psychologen und Psychotherapeuten beinhaltet die Therapie Gewalt gegenüber den behandelten Kindern und kann traumatisierend wirken. Die Anwendung der Therapie erfüllt unter&amp;amp;nbsp;Umständen Straftatbestände ([[Körperverletzungsdelikt|Körperverletzung]], [[Misshandlung von Schutzbefohlenen]], [[Nötigung]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Festhaltetherapien sollen gestörten Kindern helfen – aber womöglich haben sie üble Folgen im Griff der Eltern&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;; {{Toter Link |url=http://www.berliner-zeitung.de/festhaltetherapien-sollen-gestoerten-kindern-helfen--aber-womoeglich-haben-sie-ueble-folgen-im-griff-der-eltern-15461212 |date=2024-02-26 |bot=2024-02-26 19:34:15 TabellenBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielgruppe ==&lt;br /&gt;
Die Therapie wurde für [[Geistige Behinderung|Menschen mit geistiger Behinderung]], [[Autismus]], [[Problemverhalten]] oder [[Psychische Störung|psychischen Störungen]] entwickelt, bei denen angenommen wird, dass die Bearbeitung einer Bindungsstörung therapeutisch hilfreich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[William Sears (Mediziner)|William Sears]], der Begründer des [[Attachment Parenting]], empfiehlt die Methode auch, um mit kindlichen [[Wut]]anfällen umzugehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.askdrsears.com/topics/parenting/discipline-behavior/bothersome-behaviors/temper-tantrums/helping-toddlers-handle |titel=Helping Toddlers Handle Tantrums |abruf=2015-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgehensweise ==&lt;br /&gt;
In der Festhaltetherapie sollen sich Erwachsene in gegenseitiger [[Umarmung]] solange in die Augen schauen und festhalten, bis in dieser Konfrontation zuerst schmerzliche Gefühle, aggressive Impulse oder Ängste auftauchen und ausgedrückt werden und dann solange, bis sich die negativen Gefühle auflösen und das Festhalten zur liebevollen Umarmung wird. Kinder werden von einer engen [[Bezugsperson]], selten auch von einem [[Therapeut]]en in einer Umarmung festgehalten.  Der Therapeut soll dann den Ausdruck von auftauchenden [[Erregung (Medizin)|Erregungszuständen]] und [[Aggression]]en unterstützen, indem er dazu ermuntert, sich „auszuschimpfen und auszuweinen“ (Prekop 1992). Die Dauer des Festhaltens soll vom Prozess, &amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039; zeitliche Beschränkung, bestimmt werden und sollte in einer &amp;#039;&amp;#039;bequemen&amp;#039;&amp;#039; Lage stattfinden, meist im Sitzen oder Liegen. Idealerweise soll der Prozess so lange dauern, bis sich die Erregung legt und sich eine Bereitschaft zum „freudige[n] Erleben der [[Zärtlichkeit]]“ einstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Prekop darf das Festhalten nicht zur Bestrafung oder Züchtigung angewendet werden und auch nicht von einer Bezugsperson, die auf das Verhalten des Kindes innerlich aggressiv oder ablehnend reagiert oder früher das Kind misshandelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Die Methode ist scharf kritisiert worden. Angeführt werden verschiedene Gründe, unter anderem wird den Anhängern der Methode eine Fehlinterpretation der Bezugsliteratur vorgeworfen. Der Bremer Erziehungswissenschaftler [[Georg Feuser]] meint, dass die Therapie auf irrationalen Annahmen und individuellen Erfahrungen ihrer Vertreter beruhe; sie stelle keine schlüssige therapeutische Konzeption dar und habe demzufolge keinerlei nachweisbaren therapeutischen Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Feuser: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte einer Kritik des Verfahrens des „erzwungenen Haltens“ (Festhaltetherapie) bei autistischen und anders behinderten Kindern und Jugendlichen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Behindertenpädagogik&amp;#039;&amp;#039;, Heft 2, Mai 1988, 27. Jahrgang [http://bidok.uibk.ac.at/library/feuser-festhalten.html uibk.ac.at]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Georg Theunissen]] konstatiert, hier trete ein „unreflektiertes statisches Denken zutage, das den [[Geistige Behinderung|geistig behinderten]] Menschen einzig und allein von seinen Mängeln her [betrachte]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Theunissen: &amp;#039;&amp;#039;Pädagogik bei geistiger Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Klinkhardt Verlag, S. 153 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich werden noch [[Ethik|ethisch]]-[[Menschlichkeit|humane]] Gründe angeführt: Die Methode beruhe auf der Anwendung von [[Gewalt]] und sei mit den [[Persönlichkeitsrechte]]n des Therapierten nicht vereinbar. Zweifelhaft sei, wie ein „echter“ [[Dialog]] über gewaltsames Vorgehen erreicht werden könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Würdigung ==&lt;br /&gt;
Eine Person gegen ihren Willen festzuhalten bzw. zu fixieren kann verschiedene [[strafrecht]]liche [[Tatbestand|Tatbestände]] erfüllen. Eine Person mit Gewalt festzuhalten ist eine unangemessene Behandlung, die das körperliche Wohlbefinden nicht nur unerheblich beeinträchtigt. Mithin handelt es sich also je nach Täter um eine [[Körperverletzungsdelikt|Körperverletzung]] oder [[Misshandlung von Schutzbefohlenen]]. Hier wäre jedoch der [[Rechtfertigungsgrund]] der [[Einwilligung (Strafrecht)|Einwilligung]], im Falle von Kindern durch die Eltern, sowie beim Festhalten zur Abwehr eines selbstschädigenden Verhaltens der [[Notwehr (Deutschland)|Nothilfe]] zu berücksichtigen. Eine endgültige Klärung kann also mithin nur im Einzelfall erfolgen, insbesondere wäre zu prüfen, ob Therapeuten diese Therapie in einer Art und Weise anwenden, die gegen die guten Sitten verstößt, und somit die Einwilligung unerheblich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Fabricius: &amp;#039;&amp;#039;Heilung oder Kindesmisshandlung?&amp;#039;&amp;#039; Der praktische Fall – Strafrecht. In: &amp;#039;&amp;#039;JuS&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 393–399.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Problematik stellt der Rechtfertigungsgrund des [[Züchtigungsrecht]]s der Eltern dar, welches mit dem [[Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung]] vom 2. November 2000 stark eingeschränkt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Strafgesetzbuch – Leipziger Kommentar. 11. Auflage. Hans Lilie, § 223, Rz. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Festhaltetherapie zu Zwecken der Züchtigung missbraucht wird, handelt es sich je nach Ausführung um eine verbotene körperliche Bestrafung, sowie eine entwürdigende Erziehungsmaßnahme im Sinne des § 1631 BGB.&amp;lt;ref&amp;gt;Staudinger, Ludwig Salgo (2002)&amp;lt;!-- was soll das sein ????? Bibliografie mangelhaft --&amp;gt;, § 1631 BGB Inhalt und Grenzen der Personensorge Rz. 86, 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Eltern grundsätzlich kein Züchtigungsrecht für ihre Kinder haben, können sie es auch nicht auf Dritte, hier den Therapeuten, übertragen. Dritte haben auch grundsätzlich kein Züchtigungsrecht. Wer als Dritter Kinder oder unter Vormundschaft stehende Personen körperlich bestraft oder entwürdigend behandelt, handelt mithin stets rechtswidrig.&amp;lt;ref&amp;gt;Staudinger, Ludwig Salgo (2002)&amp;lt;!-- was soll das sein ????? Bibliografie mangelhaft --&amp;gt;, § 1631 BGB Inhalt und Grenzen der Personensorge, Rz. 90-92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Anrechenbarkeit der Festhaltetherapie bei der Pflegeversicherung stellte die zweite Kammer des Sozialgerichtes Ulm fest, dass die Zeiten für diese im Falle eines elfjährigen, [[Hyperaktivität|hyperaktiven]] schwerhörigen Kindes mit Störungen der Feinmotorik, mäßiger [[Geistige Behinderung|geistiger Retardierung]] sowie Rückstand in der sozialen Kontaktaufnahme und Sprachentwicklung dem Zeitbedarf für die Grundpflege hinzuzurechnen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;SG Ulm 2. Kammer, S 2 P 251/96 vom 17. Oktober 1996, verfügbar [https://openjur.de/u/2191243.html auf openjur]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang März 2010 wurde aufgrund der Anwendung der Festhaltetherapie ein Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter einer Wohngruppe für lern- und geistig behinderte sowie verhaltensauffällige Kinder wegen körperlicher Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung eingeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/News/article6703980/Verdacht-auf-Kindesmisshandlung-bei-Diakonie.html &amp;#039;&amp;#039;Verdacht auf Kindesmisshandlung bei Diakonie.&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Welt|Welt Online]], 9.&amp;amp;nbsp;März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bonding (Psychotherapie)]]&lt;br /&gt;
* [[Flooding (Psychotherapie)]]&lt;br /&gt;
* [[Komplexe posttraumatische Belastungsstörung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schwerpunktheft zur Festhaltetherapie. &amp;#039;&amp;#039;Behindertenpädagogik – Vierteljahresschrift für Behindertenpädagogik und Integration Behinderter in Praxis, Forschung und Lehre&amp;#039;&amp;#039;. 27. Jg., Heft 2/1988; Landesverband Hessen e.&amp;amp;nbsp;V. im Verband Deutscher Sonderschulen, Fachverband für Behindertenpädagogik, Psychosozial-Verlag, Gießen, {{ISSN|0341-7301}} (mehrere kritische Aufsätze).&lt;br /&gt;
* Irina Prekop: &amp;#039;&amp;#039;Festhalten und Festhaltetherapie&amp;#039;&amp;#039;. In: Susanne Fikar: &amp;#039;&amp;#039;Körperarbeit mit Behinderten&amp;#039;&amp;#039;. 2. erw. Auflage. Wittwer Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-87919-223-5 (= Lernen durch Handeln: Pädagogische Schriftenreihe, Band 10).&lt;br /&gt;
* Georg Theunissen: &amp;#039;&amp;#039;Pädagogik bei geistiger Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten: ein Kompendium für die Praxis&amp;#039;&amp;#039;. 4., neu bearb. und stark erw. Auflage. Klinkhardt Verlag, Bad Heilbrunn 2005, ISBN 3-7815-1355-6 (= Prävention – Integration – Rehabilitation).&lt;br /&gt;
* Irina Prekop: &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Tyrann: welchen Halt brauchen Kinder?&amp;#039;&amp;#039;. Vollst. Taschenbuchausgabe, 1. Auflage. Goldmann Verlag, München 2006, ISBN 3-442-16885-6 (= Goldmann, 16885; Mosaik bei Goldmann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.prekop-festhalten.de/ GFH Gesellschaft zur Förderung des Festhaltens als Lebensform und Therapie e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* Monika Krenner: {{Webarchiv |url=http://www.sonderpaedagogik-g.uni-wuerzburg.de/mixed/work/mkrenner1.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Ein Erklärungsmodell zur „Festhaltetherapie“ nach Jirina Prekop&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20090210091258}} Universität Würzburg, 1999; Beschreibung und kritische Auseinandersetzung.&lt;br /&gt;
* Georg Feuser: [http://bidok.uibk.ac.at/library/feuser-festhalten.html Thesen und Aufruf zum „Erzwungenen Halten“.] uibk.ac.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Alternativmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Trace OB</name></author>
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