<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Feste_Kaiser_Wilhelm_II.</id>
	<title>Feste Kaiser Wilhelm II. - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Feste_Kaiser_Wilhelm_II."/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feste_Kaiser_Wilhelm_II.&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T15:38:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feste_Kaiser_Wilhelm_II.&amp;diff=810957&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NordNordWest: /* Weblinks */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Feste_Kaiser_Wilhelm_II.&amp;diff=810957&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-03T19:37:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Breuschstellung-map-de.svg|mini|hochkant=1.5|Lage der Feste Kaiser Wilhelm II. und der Großfestung Straßburg, die zusammen die Breuschstellung bildeten]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Festung#Feste|Feste]] Kaiser Wilhelm II.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|auch &amp;#039;&amp;#039;Fort de Mutzig&amp;#039;&amp;#039;}}, vormals {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;Position de Mutzig&amp;#039;&amp;#039;}}) ist eine zwischen 1893 und dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] etwa 20 Kilometer westlich von [[Straßburg]] erbaute Befestigung im [[Reichsland Elsaß-Lothringen]], das von 1871 bis 1918 zum [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] gehörte. Mit einem Umfang von sechs Kilometern war die 254&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] große Festung beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Deutschen Reich die flächengrößte geschlossene Festungsanlage.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fischer, Bour, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und Juni 2014 hieß die Festung offiziell &amp;#039;&amp;#039;Position de Mutzig&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabe ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]]&amp;amp;nbsp;1870/71 gelangten Teile von [[Elsass]]-[[Lothringen]], die seit dem [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] an Frankreich gefallen waren, an das Deutsche Reich. Um diese Gebiete zu sichern, wurden die schon von den Franzosen angelegten Festungen in [[Festung Metz#Deutsche Zeit 1871–1918|Metz]], [[Thionville|Diedenhofen]] (französisch: &amp;#039;&amp;#039;Thionville&amp;#039;&amp;#039;) sowie Straßburg ausgebaut. Ein französischer Angriff hätte sich vor allem von Süden kommend, zwischen den natürlichen Hindernissen [[Vogesen]] und [[Rhein]] hindurch Straßburg nähern oder sogar westlich daran vorbei weiter ins [[Oberrheinische Tiefebene|Rheintal]] vorstoßen können. Eine stark ausgebaute Festung oberhalb der Stadt [[Mutzig]] sollte als rechter Stützpunkt eines Sperrriegels&amp;amp;nbsp;– der sogenannten Breuschstellung&amp;amp;nbsp;– zwischen Vogesen und Rhein fungieren. Darüber hinaus sollte diese Sperrbefestigung der [[Festungsgürtel Straßburg|Großfestung Straßburg]] einen Zeitgewinn zur [[Bewehrung|Armierung]] verschaffen, das [[Bruche (Fluss)|Breuschtal]] abriegeln und letztlich den [[Eisenbahnknoten]]punkt [[Molsheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dort kreuzten sich &lt;br /&gt;
eine Ost-West-Strecke von [[Bahnstrecke Strasbourg–Saint-Dié|Straßburg nach Mutzig]] (heute {{frS|&amp;#039;&amp;#039;Ligne de Strasbourg-Ville à Saint-Dié&amp;#039;&amp;#039;}}) und eine Nord-Süd-Strecke von [[Bahnstrecke Sélestat–Saverne|Wasselonne nach Barr]] (heute {{frS|&amp;#039;&amp;#039;Ligne de Sélestat à Saverne&amp;#039;&amp;#039;}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung und Errichtung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:15-58-30-f-mutzig.jpg|mini|Schaltzentrale in der Festung]]&lt;br /&gt;
In fast 25&amp;amp;nbsp;Jahren entstand etwa 200&amp;amp;nbsp;m über dem Breuschtal (französisch &amp;#039;&amp;#039;[[Bruche (Fluss)|Bruche]]&amp;#039;&amp;#039;), mit den Ortschaften [[Mutzig]] und [[Molsheim]], auf einem in vier Kuppen geteilten Bergzug die Feste Kaiser Wilhelm&amp;amp;nbsp;II. In diesem Zeitraum vollzog der deutsche Festungsbau den großen Wandel vom gemauerten [[Biehler-Fort|Einheitsfort]], in dem [[Infanterie]] und [[Artillerie]] noch eine Einheit bilden, hin zur modernen [[Festung#Feste|Feste]] mit betonierten, aber von den [[Panzerbatterie]]n getrennt errichteten Infanterieräumen. Mit Allerhöchster Kabinetts-Order vom 15.&amp;amp;nbsp;Mai 1884 bestimmte Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] den Bau von Befestigungsanlagen bei Mutzig. Die Planungen kamen vorerst über einen Entwurf nicht hinaus. Der junge, aber bereits sehr am Festungsbau interessierte Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] forderte am 5.&amp;amp;nbsp;November 1891, die Frage nach der Notwendigkeit der Mutziger Anlage nun endgültig zu beantworten. Von den ihm kurz danach vorgelegten Entwürfen entschied er sich für den kostengünstigeren mit nur zwei Forts (Ost und West). Gleichzeitig befahl er eine Überarbeitung der Pläne, da er die vorgesehene [[Lünette (Festungsbau)|Lünetten-Form]] (fünfseitige, [[Sébastien Le Prestre de Vauban|Vaubansche Grundform]]) der Forts ablehnte, stattdessen die modernere Dreieck-Form, wie sie in [[Belgien]] von [[Henri Alexis Brialmont]] geschaffen wurde, bevorzugte. Der endgültige Baubeginn wurde zum 28.&amp;amp;nbsp;April 1893 befohlen. Im Frühjahr 1895 war das Ostfort fast fertig. Das entsprechende Westfort wurde zwischen 1895 und 1897 errichtet. Beide sind nach der vom Kaiser gewünschten Form&amp;amp;nbsp;– das Westfort sogar als einziges im deutschen Festungsbau als reines Dreieck&amp;amp;nbsp;– erbaut. Auch um sein großes Interesse an dem Bauwerk zu dokumentieren, erhielt die Gesamtanlage am 14.&amp;amp;nbsp;Juni 1894 den Namen Feste Kaiser Wilhelm&amp;amp;nbsp;II. Für einen weiteren Ausbau der Artillerie standen vorerst nur beschränkte Geldmittel zur Verfügung, weshalb man 1898/1899 billigere, aber dafür offene und nur leicht gepanzerte Schirmlafetten-Kanonen (Batterie&amp;amp;nbsp;1 auf der Höhe&amp;amp;nbsp;375 und die Batterien&amp;amp;nbsp;2 u. 3 auf der Blottenspitze) errichtete. Durch ihre Position und die hohen Aufbauten waren diese den Küstenbatterien ähnlichen Geschützstellungen für den Feind leicht auszumachen. Erst nach dem Verkauf der Südumwallung in Straßburg war wieder genügend Geld vorhanden, um zwischen 1904 und 1906 eine moderne, völlig unter Panzerschutz stehende Batterie (Nr.&amp;amp;nbsp;6) mit 4&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10-cm-Kanonen auf der Höhe&amp;amp;nbsp;375 fertigzustellen. Damit war der artilleristische Ausbau der Festen abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unterbringung der Mannschaften entstanden drei Kriegskasernen (Nr.&amp;amp;nbsp;2 zwischen 1899 u. 1901, Nr.&amp;amp;nbsp;1 u. 3&amp;amp;nbsp;1901/02) sowie insgesamt 16&amp;amp;nbsp;Stellungen mit betonierten Infanterieräumen. Von 1908 bis 1912 wurde abschließend um die Feste ein 25&amp;amp;nbsp;m breites Drahthindernis errichtet. Weitere Ausbauten und Verbesserungen an den Infanteriestellungen zogen sich noch bis 1916 hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der Anlage ==&lt;br /&gt;
=== Forts ===&lt;br /&gt;
Das auf einer Höhe von 382,4&amp;amp;nbsp;m ü. [[Normalhöhennull|NHN]], in Dreiecksform mit gebrochener rechter Face erbaute Ostfort wird von einem 6&amp;amp;nbsp;m tiefen Graben eingefasst, der durch drei Grabenstreichen gedeckt ist. &lt;br /&gt;
[[Datei:Fort_Mutzig_Grundriss.jpg|mini|Grundriss]]&lt;br /&gt;
Direkt vor der [[Kehle (Festung)|Kehlkaserne]], die eine [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] aufnehmen sollte, befinden sich verschiedene Turmgeschütze (später als Batterie&amp;amp;nbsp;5 bezeichnet), Wachtürme und ein gepanzerter Beobachtungsstand. Das Westfort entstand als fast gleichseitiges Dreieck mit daher nur zwei Grabenstreichen hinter der Blottenspitze auf etwa 390&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;Höhe. Auch hier bildet die Kehlkaserne mit der davor liegenden Geschützstellung (Batterie&amp;amp;nbsp;2) noch eine Einheit. Die Entfernung zwischen beiden Kernwerken beträgt über 900&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewaffnung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:17-16-28-f-mutzig.jpg|mini|Schirmlafetten-Batterie Nr. 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:14-19-25-f-mutzig.jpg|mini|Maschinengewehr]]&lt;br /&gt;
* [[Batterie (Militär)|Batterie]]&amp;amp;nbsp;1 (im Nordwesten, Höhe&amp;amp;nbsp;375) mit 4&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10-cm-Schirm[[Lafette|lafetten]]-Kanonen, 80 mm Kuppelpanzer, Gesamtgewicht 19&amp;amp;nbsp;t, Reichweite 10800&amp;amp;nbsp;m, Feuergeschwindigkeit bis 9&amp;amp;nbsp;Schuss pro Minute (S/min).&lt;br /&gt;
* Batterie&amp;amp;nbsp;2 (im Westfort) mit 4&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;15-cm-[[Haubitze|Haubitzen]] Typ&amp;amp;nbsp;93, 150&amp;amp;nbsp;mm Kuppelpanzer aus Nickelstahl, Gesamtgewicht über 60&amp;amp;nbsp;t, Reichweite 7200&amp;amp;nbsp;m, Feuergeschwindigkeit 2 bis 4&amp;amp;nbsp;S/min.&lt;br /&gt;
* Batterie&amp;amp;nbsp;3 u. 4 (auf der Blottenspitze, Höhe 390&amp;amp;nbsp;m) mit je 3&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10-cm-Schirmlafetten-Kanonen.&lt;br /&gt;
* Batterie&amp;amp;nbsp;5 (im Ostfort) mit 4&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;15-cm-Haubitzen Typ&amp;amp;nbsp;93.&lt;br /&gt;
* Batterie&amp;amp;nbsp;6 (im äußersten Osten, Höhe&amp;amp;nbsp;374) mit 4&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10-cm-Kanonen verstärkt, 150&amp;amp;nbsp;mm Kuppelpanzer aus Nickelstahl, Gesamtgewicht über 60&amp;amp;nbsp;t, Reichweite bis 10800&amp;amp;nbsp;m, Feuergeschwindigkeit 9&amp;amp;nbsp;S/min.&lt;br /&gt;
* 8&amp;amp;nbsp;Verschwindetürme (6&amp;amp;nbsp;im Ost- u. 2&amp;amp;nbsp;im Westfort) mit 5,7-cm-Schnellfeuerkanone für [[Kartätsche (Munition)|Kartätsche]]nmunition als Sturm-Abwehrgeschütz, 150&amp;amp;nbsp;mm Kuppelpanzer aus Nickelstahl, Gesamtgewicht ca. 58&amp;amp;nbsp;t, Reichweite 500&amp;amp;nbsp;m, Feuergeschwindigkeit 25&amp;amp;nbsp;S/min.&lt;br /&gt;
* Die [[Grabenstreiche]]n der beiden Forts waren mit 5,3-cm-Schnellfeuerkanonen bestückt. Dieser Geschütztyp war auch in den [[Fahrpanzer]]n montiert. Mit einer 40&amp;amp;nbsp;mm starken Panzerung versehen, konnten sie auf einem Transportwagen mit 60&amp;amp;nbsp;cm Spurweite je nach Bedarf in die dafür vorgesehenen Stellungen eingesetzt werden. Die Feste besaß 16 solcher Fahrpanzer mit einer Feuergeschwindigkeit von 25&amp;amp;nbsp;Schuss pro Minute und einer Reichweite zwischen 400 und 3000&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versorgung ===&lt;br /&gt;
In der Feste gab es vier Kraftstationen mit [[Deutz AG|Deutz]]-[[Dieselmotor]]en zur Erzeugung der elektrischen Energie (jeweils in den beiden Forts, in der Panzerbatterie (Nr.&amp;amp;nbsp;6) sowie im Infanterieraum 16). Die Wasserversorgung wurde über vier Tiefbrunnen (im Ostfort beispielsweise 223&amp;amp;nbsp;m tief) und [[Zisterne]]n sichergestellt. Die beiden Forts, die Kriegskasernen und die meisten Infanterieräume waren mit Küchen und zum Teil auch mit Bäckereien ausgestattet. Krankenstationen mit [[OP-Saal|OP-Sälen]] waren in den Kriegskasernen, die Infanterieräume waren mit kleineren [[Sanitätsstation|San-Stationen]] ausgestattet. Von den drei für 1620&amp;amp;nbsp;Mann ausgelegten, in die natürlichen Hänge hineingebauten Kriegskasernen sind nur die Rückfronten sichtbar. Die Fensteröffnungen konnten mit schweren Eisenläden verschlossen werden. Die Feste konnte bis zu drei Monate autark betrieben werden. Die relativ komfortable Unterbringung der Besatzung und die lange Autarkie war eine Neuerung im Festungsbau, die später beim Bau der [[Maginot-Linie]] aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Les champs de bataille: Alsace-Moselle |Hrsg=Michelin |Verlag=Michelin Guides Touristiques |Ort=Boulogne-Billancourt |Datum=2013 |ISBN=978-2-067-17985-1 |Seiten=269}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunikation ===&lt;br /&gt;
Nach außen erhielt die Feste bereits 1893 eine [[Telegrafie|Telegraphenverbindung]] zum Fort Bismarck in Straßburg. 1902 wurde im Ostfort eine [[Funkstation]] eingebaut. Erst 1903/04 entstand eine Zufahrtsstraße von [[Soultz-les-Bains|Sulzbad]] auf die Feste, eine zweite in französischer Zeit von [[Dinsheim]] aus. Innerhalb der beiden Forts waren die wichtigsten Teile wie Batterie, Wachtürme und Beobachtungsstände durch [[Sprachrohr]]e miteinander verbunden. 1903 wurden in der Gesamtanlage [[Telefon|Fernsprechverbindungen]] verlegt. Nicht zuletzt wegen des felsigen Untergrundes wurden nur wenige Anlagenteile unterirdisch miteinander verbunden. Ein Gang verbindet die Infanterieräume&amp;amp;nbsp;1 und 16, ein weiterer, 250&amp;amp;nbsp;m langer die Panzerbatterie mit der Kriegskaserne Nr.&amp;amp;nbsp;3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besatzung und Kriegseinsatz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:15-03-40-f-mutzig.jpg|mini|Schlafsaal mit Etagenbetten in der Festung]]&lt;br /&gt;
Insgesamt war die Feste für 6500&amp;amp;nbsp;Mann Besatzung ausgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fischer, Bour, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Alarmfall stellte das III.&amp;amp;nbsp;[[Bataillon]] des [[4. Unter-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr. 143|Infanterie-Regiments 143]] aus Mutzig die Sicherheitsbesatzung. Zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde das Reserve-[[Infanterie]]-[[Regiment]] Nr.&amp;amp;nbsp;60 mit 3&amp;amp;nbsp;Bataillonen, Teilen des Badischen [[Fußartillerie]]-Regiments Nr.&amp;amp;nbsp;14 aus Straßburg sowie die 8.&amp;amp;nbsp;Kompanie des Hohenzollernschen Fußartillerie-Regiments Nr.&amp;amp;nbsp;13 aus [[Breisach]] auf die Feste verlegt. Zur Versorgung der Festung wurde die 8. [[Landsturm]]-Festungs-Train-[[Eskadron]] [[Mobilmachung|mobilgemacht]]. Lediglich am 18.&amp;amp;nbsp;August 1914 gab eine Batterie der Blottenspitze 291&amp;amp;nbsp;Schuss in Richtung [[Urmatt]] ab, an weiteren Kampfhandlungen war die Feste dann nicht beteiligt. 1917 wurde die Hälfte der 10-cm-Schirmlafetten abgebaut und an die Front verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg ging die Anlage ansonsten völlig unbeschädigt in den Besitz Frankreichs über. Eine Untersuchungskommission befürwortete ihre Eingliederung in das geplante System der französischen Rheinverteidigung. 1940 lagen Teile der 155.&amp;amp;nbsp;RAP (Artillerie), des 237.&amp;amp;nbsp;RI (Infanterie) und des 1.&amp;amp;nbsp;Pionier-Regiments auf der Feste. Am 13.&amp;amp;nbsp;Juni 1940 erging der Befehl, die Rheinstellung zu räumen. Auch die Feste wurde wenig später aufgegeben und dabei die meisten Geschütze unbrauchbar gemacht. Deutsche Militärs vermuteten noch französische Truppen auf der Anlage und befahlen einen [[Stuka]]-Angriff des Kampfgeschwaders&amp;amp;nbsp;28. Kurz zuvor war die Feste jedoch von Teilen der 215.&amp;amp;nbsp;Infanterie-[[Division (Militär)|Division]] kampflos besetzt worden. Bei dem dann trotzdem durchgeführten Luftangriff starben über 70 deutsche Soldaten. Im November 1944 näherte sich die [[3. US-Infanteriedivision|3.&amp;amp;nbsp;US-Infanterie-Division]] über das Breuschetal der Feste, die von wenigen deutschen Truppen besetzt war. Am 26.&amp;amp;nbsp;November war die Anlage unter anderem von der E-Kompanie, I.&amp;amp;nbsp;Bataillon, 30.&amp;amp;nbsp;US-Infanterie-Regiment umstellt. Starker Artilleriebeschuss und mehrere [[Luftangriff]]e waren erfolglos. Der Mangel an Nachschub und die aussichtslose Lage zwangen die deutsche Besatzung dann am 5.&amp;amp;nbsp;Dezember 1944 zur Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Festung heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:14-46-35-f-mutzig.jpg|mini|Beleuchteter Tunnel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die Feste zum Übungsgelände der [[Französische Streitkräfte|französischen Armee]]. Teile des Ostforts wurden 1947 zugeschüttet, das Drahthindernis weitgehend entfernt. Die Anlage wurde in den 1960er-Jahren aufgegeben, blieb aber im Besitz des Militärs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Festung nie ernsthaft umkämpft wurde, gehört sie weltweit zu den am besten erhaltenen Festungsbauten aus der Zeit vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Seit 1984 restaurieren Deutsche und Franzosen in ehrenamtlicher Arbeit&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Fort unter der Grasnarbe&amp;#039;&amp;#039; – Badische Zeitung 09. August 2023 – S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;  die Anlage. Erste Erhaltungsarbeiten begannen im nordwestlichen Abschnitt. Die zugänglichen Bereiche werden heute von den kooperierenden Vereinen &amp;#039;&amp;#039;Association Fort de Mutzig&amp;#039;&amp;#039; (Frankreich) und &amp;#039;&amp;#039;Förderverein Feste Kaiser Wilhelm II&amp;#039;&amp;#039; (Deutschland)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fort-mutzig.eu/v_2022/accueil_2022.php?langue=FR&amp;amp;num_page=54# |titel=Bienvenue au Fort de Mutzig, Alsace, France |abruf=2022-08-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; unterhalten. Dadurch nimmt die Festungsanlage heute aktiv an einer friedlichen europäischen Vision teil. Am 11.&amp;amp;nbsp;November 1995 erfolgte die Eröffnung der restaurierten Abschnitte als [[Technikmuseum|Technik-]] und [[Architekturmuseum]] für das Publikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schirmlafetten-Batterie&amp;amp;nbsp;1 sowie der Schützengraben&amp;amp;nbsp;16 können besichtigt werden. Am 1. Mai 2005 wurde ein Original-Geschütz der Schirmlafettenbatterie abgefeuert (Baujahr 1903 Krupp Essen). Ebenso sind zwei [[Infanterie]]bunker &amp;#039;&amp;#039;J1 &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; J16&amp;#039;&amp;#039; wieder funktionsfähig, d.&amp;amp;nbsp;h. Bäckerei, Küchen, Brunnenanlage, [[Elektrischer Generator|Stromgenerator]]en etc. sind wieder restauriert. Eine Führung dauert ca. 2&amp;amp;nbsp;½&amp;amp;nbsp;Stunden. Es werden auch die sehr detailtreuen Gemälde André Brauchs von den Straßburger Festungen ausgestellt. Seit dem 6.&amp;amp;nbsp;Juni 2014 trägt die Festung wieder ihren ursprünglichen Namen nach ihrem Erbauer Kaiser Wilhelm II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Festungsgürtel Straßburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Bernard Bour|Titel=Die Feste Kaiser Wilhelm II|Sammelwerk=Fortifikation|Nummer=Sonderausgabe Nr. 3|Jahr=1996|Seiten=141–154}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Günther Fischer und Bernard Bour|Titel=Die Feste Kaiser Wilhelm II|Ort=Mutzig|Jahr=1980|Kommentar=frz. Ausgabe von 1992}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Rudi Rolf |Titel=Die Entwicklung des deutschen Festungssystems seit 1870 |Ort=Tweede Exloërmond |Jahr=2000 |ISBN=90-76396-08-6 |Online=http://prussia.online/Data/Book/di/die-entwicklung-des-deutschen-festungssystems-seit-1870/Die_Entwicklung_des_deutschen_Festungssystems_EXCERPT.pdf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fort de Mutzig|Feste Kaiser Wilhelm II.}}&lt;br /&gt;
* http://www.fort-mutzig.eu/&lt;br /&gt;
* [http://www.crifa.de/de/architekturaufnahmen/237-feste-kaiser-wilhelm-ii-fort-de-mutzig Innenaufnahmen der Feste KW II]&lt;br /&gt;
* http://www.feste-kaiser-wilhelm.de/&lt;br /&gt;
* http://www.jinxed.de/mutzig/index.php3&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2011/05/Frankreich-Kaiser-Wilhelm-Feste Hightech im Grünen (Artikel in der ZEIT)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/32/52/N |EW=7/27/41/E |type=landmark |region=FR-67}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Koordinaten zentriert in Mitte der Ost- und Westfestenlinie --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4824814-9|VIAF=239222829}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung im Elsass|Kaiser Wilhelm II.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wilhelm II. (Deutsches Reich) als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige militärische Einrichtung (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mutzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Grand Est|Kaiser Wilhelm 2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Département Bas-Rhin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NordNordWest</name></author>
	</entry>
</feed>