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	<title>Fertigungstiefe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T01:56:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fertigungstiefe&amp;diff=199991&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TechArtGer: Die letzte Textänderung von Sniemetz wurde verworfen - keine Verbesserung</title>
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		<updated>2025-05-07T20:46:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Sniemetz&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Sniemetz&quot;&gt;Sniemetz&lt;/a&gt; wurde verworfen - keine Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fertigungstiefe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Produktionstiefe&amp;#039;&amp;#039;) ist in der [[Betriebswirtschaftslehre]] bei [[Unternehmen]] eine [[Kosteneinflussgröße]], die den Anteil der [[Eigenfertigung]] im [[Produktionsprozess]] von [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütern]] wiedergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Fertigung ist die [[Herstellung]] von Gütern unter Einsatz von [[Produktionsfaktor]]en, Tiefe bezeichnet die vertikale Ausdehnung der Produktion, inwieweit [[Vorleistungsgut|Vorleistungsgüter]] wie [[Halbfabrikat]]e oder [[Zwischenprodukt]]e vom Markt bezogen ([[Fremdfertigung]]) oder selbst hergestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 1984, Sp. 1494.&amp;lt;/ref&amp;gt; Je mehr Eigenfertigung ein Unternehmen betreibt, umso höher ist seine Fertigungstiefe. Sie beginnt mit der [[Vorfertigung]] von Produktionsmaterial. Beispielsweise stellt ein [[Automobilhersteller]] im Regelfall [[Fahrgestell]]e, [[Karosserie]]n und [[Motor]]en selbst in Eigenfertigung her. Er verringert seine Fertigungstiefe, wenn er die Motorenherstellung durch [[Outsourcing]] auf ein anderes Unternehmen verlagert und erhöht sie, wenn er [[Insourcing]] vornimmt, indem er Vorleistungsgüter selbst herstellt. Eine vollständige Eigenfertigung (= Fertigungstiefe von 100 %) ist selten, der Automobilhersteller müsste [[Automobilelektronik]], [[Autoglas]] oder auch [[Autoreifen]] selbst herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ermittlung ==&lt;br /&gt;
Die Fertigungstiefe errechnet sich wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Huth: &amp;#039;&amp;#039;Strategische Planung der Fertigungstiefe bei Unsicherheit und Dynamik.&amp;#039;&amp;#039; Springer Gabler, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-06830-1, S. 60. [https://books.google.de/books?id=2k1DBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=fertigungsstufe+Fertigungstiefe&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwibjqz5gtnlAhWx16YKHU0QBgYQ6AEIQTAD#v=onepage&amp;amp;q=fertigungsstufe%20Fertigungstiefe&amp;amp;f=false (books.google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Fertigungstiefe in Prozent} = \frac{\text{Eigenfertigung}}{\text{Eigenfertigung + Fremdfertigung}} \cdot 100\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Je höher der Anteil von Fremdfertigung und Outsourcing sind, umso geringer ist die Fertigungstiefe und umgekehrt. In Unternehmen mit hoher Fertigungstiefe sind meist mehrere [[Fertigungsstufe]]n vorhanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Klaus, Winfried Krieger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Logistik.&amp;#039;&amp;#039; 2000, ISBN 3-409-29502-X, S. 144. [https://books.google.de/books?id=0cz1BQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA144&amp;amp;dq=fertigungsstufe+Fertigungstiefe&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwibjqz5gtnlAhWx16YKHU0QBgYQ6AEIOjAC#v=onepage&amp;amp;q=fertigungsstufe%20Fertigungstiefe&amp;amp;f=false (books.google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Fertigungstiefe von 0 % bedeutet, dass das Unternehmen weder eine eigene Produktion, nicht die [[Raffination|Veredelung]] von Produkten durchführt noch [[Lohnauftrag]]geber ist, sich also allein auf den [[Handel]] konzentriert. Eine Fertigungstiefe von 100 % würde bedeuten, dass das Unternehmen ohne jeglichen [[Fremdbezug]] von [[Bauteil (Technik)|Komponenten]] oder [[Rohstoff (Produktion)|Rohstoffen]] in vollständiger Unabhängigkeit Produkte herstellt, z.&amp;amp;nbsp;B. wenn in einem einzigen Unternehmen eine gesamte [[Wertschöpfungskette]], vom [[Erz]] über mehrere Fertigungsstufen bis zu einer [[Nockenwelle]] oder einem Kochtopf, abgebildet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Porsche]] beispielsweise hat eine Fertigungstiefe, die bei den Sportwagenmodellen [[Porsche 911|911]] und [[Porsche Boxster|Boxster]] etwa 20 %, beim [[Porsche Cayenne|Cayenne]] 10 % und bei dem 2009 erschienenen Modell [[Porsche Panamera|Panamera]] etwa 15 % beträgt.&lt;br /&gt;
Ein Unternehmen mit einer vergleichsweise hohen Fertigungstiefe ist dagegen die [[Volkswagen AG]], die unter anderem eine hauseigene Gießerei im [[Volkswagenwerk Hannover|Werk Hannover]] mit etwa 1.300 Mitarbeitern besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zu verwandten Sachverhalten ==&lt;br /&gt;
=== Leistungstiefe ===&lt;br /&gt;
Unter der [[Leistungstiefe]] eines Unternehmens versteht man den Anteil an den Verwaltungs- und administrativen Aufgaben des Unternehmens, welches es selbst erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertikale Integration ===&lt;br /&gt;
[[Vertikale Integration]] ist die Zusammenfassung bzw. Kombination von technologisch eigenständigen Prozessen bzw. funktionalen Einheiten, welche in der Wertschöpfungskette vor- oder nachgelagert sind. Ein Papierproduzent beispielsweise ist vertikal integriert, indem er ein Sägewerk oder ein Zeitungsunternehmen kauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Fertigungstiefe beschränkt sich die Konzeption der vertikalen Integration nicht nur auf die produktionswirtschaftliche Sichtweise, sondern ist auch Untersuchungsobjekt der [[Organisationstheorie]], der [[Volkswirtschaft]] und der strategischen [[Unternehmensführung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vertikale Integrationsgrad beschreibt, wie hoch der Anteil der von einem Unternehmen selbst erbrachten Leistungen innerhalb der [[Wertschöpfungskette]] ist. Je höher der vertikale Integrationsgrad ist, desto mehr Aktivitäten übernimmt das Unternehmen selbst; ist der vertikale Integrationsgrad niedriger, werden viele Aktivitäten von Partnerunternehmen bzw. Vertragspartnern durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Outsourcing ===&lt;br /&gt;
Mit [[Outsourcing]] wird die Auslagerung von Unternehmensaufgaben an Drittunternehmen bezeichnet. Ziel des Outsourcing ist es, am Unternehmensstandort ineffizient oder zu teuer ausführbare Aufgaben von spezialisierten Dienstleistern erledigen zu lassen. Darüber hinaus kann man durch Auslagerung eine Entlastung der Tätigkeiten des Unternehmens erreichen, sodass dieses sich fortan ganz auf seine Kernkompetenzen fokussieren kann. Kernkompetenzen sind unternehmensspezifische Tätigkeiten, die nicht imitierbar und nicht substituierbar sind und dadurch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Konkurrenz]] darstellen. Deshalb sollten sie keinesfalls ausgelagert werden. Für Auslagerung bieten sich dagegen [[Support (Dienstleistung)|Supportprozesse]] an, die imitierbar und substituierbar sind und von der Konkurrenz billiger und/oder besser erbracht werden können, z.&amp;amp;nbsp;B. durch die Nutzung von Größeneffekten und/oder Spezialisierung. Ein Beispiel für einen typischen Supportprozess stellt die [[Verwaltung]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Make-or-Buy Entscheidung ===&lt;br /&gt;
Unter [[Eigenfertigung oder Fremdbezug|Make-or-Buy]] („mob“) versteht man die Entscheidung zwischen Eigenfertigung oder Fremdbezug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung über die Fertigungstiefe umfasst die Festlegung auf die Bereitstellung von Teilprozessen, wozu sich auch der Problemkreis der Make-or-Buy Entscheidung zuordnen lässt. Der Unterschied zwischen Make-or-Buy und Fertigungstiefenentscheidung besteht darin, dass bei letzterer der Untersuchungsbereich auf den Produktionsbereich beschränkt ist, bei ersterer das Anwendungsspektrum grundsätzlich offen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann somit die Fertigungstiefe als das Resultat einer gesamtproduktionsprozessbezogenen Make-or-Buy Entscheidung bezeichnen. Das Ergebnis einer Make-or-Buy Entscheidung beeinflusst nicht notwendigerweise die Fertigungstiefe, während eine Veränderung der Fertigungstiefe immer auf eine Make-or-Buy Entscheidung zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukaufanteil ===&lt;br /&gt;
* Zukaufanteil ist der fremdgefertigte, also der bezogene Teil der Fertigung&lt;br /&gt;
* der Begriff wird im Zusammenhang mit der &amp;#039;&amp;#039;mob&amp;#039;&amp;#039; und folglich der Fertigungstiefe gebraucht, z.&amp;amp;nbsp;B. im Kennzahlenkompass [[VDMA]]; allgemein ist die Tendenz steigend, der Durchschnitt im Maschinenbau beträgt 55 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Fertigungsstufe ===&lt;br /&gt;
Fertigungsstufen sind im [[Produktionsprozess]] ein verfahrenstechnisch in sich abgeschlossener [[Ablaufabschnitt]] während der Produktion, dem weitere [[Ablauffolge]]n bis zur Herstellung des [[Endprodukt]]es folgen müssen. Die Fertigungstiefe kann mehrere Fertigungsstufen umfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Im deutschen Umsatzsteuerrecht wurde bis 1967 die [[Umsatzsteuer]] bei jedem Verkauf von Zwischenprodukten fällig. Dadurch wurden Großunternehmen mit großer Fertigungstiefe erheblich bevorteilt.&lt;br /&gt;
Vorher: Kaufte ein Unternehmer Vorprodukte (z.&amp;amp;nbsp;B. ein Autohersteller Batterien), so musste er auf den Kaufpreis Umsatzsteuer zahlen. Auf das ganze Auto (also auch auf die Batterie) fiel dann erneut Umsatzsteuer an.&lt;br /&gt;
Auf die vom Batterienhersteller gekaufte Batteriesäure wurde insgesamt dreimal Umsatzsteuer gezahlt. Je länger die Produktionskette wurde, umso stärker stieg kaskadenartig die Steuerbelastung.&lt;br /&gt;
Im April 1967 wurden die ersten beiden MwSt-Richtlinien erlassen, mit denen eine allgemeine, mehrstufige, aber nicht-kumulative [[Umsatzsteuer]] eingeführt wurde. Diese Neuregelung wurde in der [[Finanzwissenschaft]] und [[Wirtschaft]] einhellig begrüßt, da der Kaskadeneffekt nun vermieden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. Legner, T. Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Leveraging Web Services for Implementing Vertical Industry Standards: A Model for Service-Based Interoperability.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Electronic Markets.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 18, No. 1, 2008, S. 39–52.&lt;br /&gt;
* Manfred Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Planung der Fertigungstiefe : ein hierarchischer Ansatz.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Universitätsverlag, 1993, ISBN 3-8244-0147-9.&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Fertigungstiefe|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4314943-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionswirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TechArtGer</name></author>
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