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	<title>Ferraris-Zähler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:55:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ferraris-Z%C3%A4hler&amp;diff=310965&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-41085-6: Klarere Beschreibung – Zähler ist die ganze Einheit, ein spezielles Zählwerk wurde bereits benannt</title>
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		<updated>2025-09-18T14:33:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klarere Beschreibung – Zähler ist die ganze Einheit, ein spezielles Zählwerk wurde bereits benannt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zaehleroffen2.jpg|mini|hochkant=1.2|Ferraris-Drehstromzähler (geöffnet) mit zwei starr gekoppelten Ferraris-Scheiben:&amp;lt;br /&amp;gt;1 – Rollenzählwerk&amp;lt;br /&amp;gt;2 – justierbare Wirbelstrombremse (Dauermagnet)&amp;lt;br /&amp;gt;3 – eine der drei Stromspulen&amp;lt;br /&amp;gt;4 – eine der drei Spannungsspulen (die dritte versteckt sich links oben hinter dem Zählwerk)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ferraris-Zähler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach [[Galileo Ferraris]], oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Induktionszähler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[elektromechanisch]]es [[Messgerät]] für [[elektrische Energie]], umgangssprachlich  ein [[Stromzähler]]. Er wird zur Anzeige der konsumierten, selten auch der eingespeisten, elektrischen Energie bei ein- oder mehrphasiger [[Wechselspannung]] in [[Niederspannungsnetz]]en verwendet. Er besteht aus einer speziellen Form von [[Asynchronmotor]], dem [[Ferrarisläufer]] (auch Ferraris-Scheibe genannt), der die Form einer kreisförmigen  [[Aluminium]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;scheibe hat, in Verbindung mit einem mechanischen [[Zählwerk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ElectricityMeterMechanism.jpg|mini|hochkant=1.2|Nordamerikanischer Ferraris-Zähler für das dort übliche [[Einphasen-Dreileiternetz]]. Man beachte die unterschiedlichen Drehrichtungen der einzelnen Dezimalstellen in der Anzeige]]&lt;br /&gt;
Der Ferrarisläufer ist eine drehbar gelagerte Aluminiumscheibe, die durch die [[Wechselfeld]]er zweier [[Erregersysteme für Synchronmaschinen|Erreger]][[Spule (Elektrotechnik)|spulen]] läuft:&lt;br /&gt;
* die eine Spule ist ausgeführt als &amp;#039;&amp;#039;Strompfad&amp;#039;&amp;#039; mit ganz wenigen Windungen; durch sie fließt auch  der durch die [[Elektrischer Verbraucher|Verbraucher]] fließende [[Elektrischer Strom|elektrische Strom]]&lt;br /&gt;
* die andere Spule ist ausgeführt als &amp;#039;&amp;#039;Spannungspfad&amp;#039;&amp;#039; mit sehr vielen Windungen und hoher [[Impedanz]]; an dieser Spule liegt die [[elektrische Spannung]] ([[Netzspannung]]).&lt;br /&gt;
Bei [[Dreiphasenstrom|Mehrphasensystemen]] ist für jeden [[Außenleiter]] eine eigene Spule im Strom- und Spannungspfad notwendig, deren Felder sich addieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Magnetkern|Kerne]] der Spulen des Strom- bzw. des Spannungspfades sind an der Aluminiumscheibe so angeordnet, dass sie zusammen ein magnetisches [[Drehfeld]] erzeugen, welches die Scheibe über in ihr induzierte [[Wirbelstrom|Wirbelströme]] wie bei einem Asynchronmotor antreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geometrische Anordnung der Spulen und den Umstand, dass der [[Phasenwinkel]] im Spannungspfad aufgrund der [[Induktivität]] um&amp;amp;nbsp;90° verschoben ist, ist das  [[Drehmoment]] &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt;, das von den Magnetfeldern auf die Scheibe ausgeübt wird, in jedem Augenblick [[proportional]] zum Produkt aus Strom &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt; und Spannung &amp;lt;math&amp;gt;U&amp;lt;/math&amp;gt;, d.&amp;amp;nbsp;h. zur elektrischen [[Wirkleistung]] &amp;lt;math&amp;gt;P&amp;lt;/math&amp;gt;, mit der [[Winkelgeschwindigkeit]] &amp;lt;math&amp;gt;\omega&amp;lt;/math&amp;gt; der Aluminiumscheibe als [[Proportionalitätsfaktor]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\begin{alignat}{2}&lt;br /&gt;
&amp;amp;M \cdot \omega &amp;amp;&amp;amp;= U \cdot I = P\\&lt;br /&gt;
\Rightarrow &amp;amp;M &amp;amp;&amp;amp;\propto U \cdot I = P&lt;br /&gt;
\end{alignat}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Justage]] ist die korrekte [[Phasenverschiebung]] im Spannungspfad im Rahmen der [[Kalibrierung]] am Zähler einstellbar. Die [[Blindleistung]] führt dann im zeitlichen Mittel zu keinem Drehmoment und wird nicht gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter sind oft Kurzschlussbügel aus Widerstandsdraht vorhanden, mit denen das Drehmoment für verschiedene Leistungsstufen abgeglichen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ferraris-Zähler arbeitet nur korrekt, wenn&lt;br /&gt;
# die [[Netzfrequenz]] konstant ist, und&lt;br /&gt;
# die Geschwindigkeit der Scheibe sehr viel kleiner als die des Wanderfeldes ist, und&lt;br /&gt;
# die Lage der Aluminiumscheibe horizontal ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin muss es ein drehzahlproportionales Bremsmoment geben, sodass sich das [[Integral]] der Momentanleistung (Drehmoment) über die Zeit als Zahl der Umdrehungen pro Energiebetrag ergibt. Das Bremsmoment wird durch eine [[Wirbelstrombremse]] mit einem [[Permanentmagnet]]en erreicht, durch dessen Feld sich die Scheibe ebenfalls bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reibung]] im Zählwerk und in den Lagern muss durch ein Hilfsdrehmoment ausgeglichen werden, damit die [[Drehzahl]] der Scheibe proportional zum antreibenden Moment des Wanderfeldes bzw. zur elektrischen Wirkleistung ist. Hierfür wird z.&amp;amp;nbsp;B. die Spannungsspule durch eine Metallschraube oder einen Kupferbügel [[Asymmetrisch|unsymmetrisch]] gemacht, sodass ein selbstständiges Wanderfeld entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sicherzugehen, dass der Zähler steht, wenn keine Wirkleistung bezogen wird, trägt die Achse der Zählscheibe eine Hemmfahne, welche von einem [[Gegenstück]] auf den ruhenden Teilen angezogen wird, sodass die Scheibe zum Stillstand kommt, wenn eine bestimmte Mindestleistung unterschritten wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Stöckl, K. H. Winterling |Titel=Elektrische Meßtechnik |Auflage=6. |Verlag=Teubner |Ort=Stuttgart |Datum=1978 |Seiten=71}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Bastian u. a. |Titel=Fachkunde Elektrotechnik |Auflage=18. |Verlag=Europa-Lehrmittel |Ort=Haan-Gruiten |Datum=1990 |Seiten=338}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis die [[Ruhelage|Ruhestellung]] erreicht ist, kann die Scheibe sowohl vorwärts als auch rückwärts laufen, obwohl kein Strom verbraucht wird. Wenn im [[Leerlauf]] die (meist rote) Markierung auf der Scheibe mittig im [[Sichtfenster]] des Zählers zu sehen ist, muss die Scheibe stoppen – ansonsten gilt der Zähler als defekt.&amp;lt;ref&amp;gt;Physikalisch-Technische Bundesanstalt: [https://www.ptb.de/cms/fileadmin/internet/fachabteilungen/abteilung_2/2.3_elektrische_energiemesstechnik/2.34/erste_Hilferegeln.pdf 7 erste Hilferegeln bei Zählersorgen], Seite 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ferrarisläufer treibt über einen [[Schneckentrieb]] ein [[Rollenzählwerk]], das die Anzahl der Scheiben-Umdrehungen als Energie ([[Kilowattstunde]]n) anzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Rückeinspeisung elektrischer Energie in das Netz läuft ein Ferraris-Zähler normalerweise rückwärts, sofern keine mechanischen Sperren vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für höhere Ströme wird die Stromspule über einen [[Stromwandler]] angeschlossen, für höhere Spannungen wird die Spannungsspule an einen [[Spannungswandler (Energietechnik)|Spannungswandler]] angeschlossen. Für die Messung von [[Blindleistung]] kann die Phase des Stromes durch die Spannungsspule, z.&amp;amp;nbsp;B. durch eine [[Hummelschaltung]], um 90° gedreht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elektromechanischen Ferraris-Zähler werden seit Anfang der 2000er&amp;amp;nbsp;Jahre durch [[Intelligenter Zähler|digitale Energiezähler]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller ==&lt;br /&gt;
Ein großer Hersteller von Ferraris-Zählern war u.&amp;amp;nbsp;a. das Schweizer Unternehmen [[Landis+Gyr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein führender deutscher Hersteller war die [[AEG]] mit ihrer Zählerfabrik in Hameln.&amp;lt;ref&amp;gt;Historisches Fotoportal Hameln: [https://zeitreise.dewezet.de/fotos/industrie/121-aeg-zaehlerwerke]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=P. M. Pflier&lt;br /&gt;
   |Titel=Elektrizitätszähler. Tarifgeräte, Meßwandler, Schaltuhren. Ein Buch für Zählerfachleute&lt;br /&gt;
   |Auflage=1.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Springer&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin u. a.&lt;br /&gt;
   |Datum=1954}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrotechnisches Messgerät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zähler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Electricity meter#Electromechanical meters]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-41085-6</name></author>
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