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	<title>Fernorchester - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fernorchester&amp;diff=1375585&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gnom: etwas gegliedert.</title>
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		<updated>2018-12-26T14:24:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;etwas gegliedert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fernorchester&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine Gruppe von [[Musikinstrument]]en, die bei der Aufführung eines musikalischen Werkes separat vom eigentlichen [[Orchester]] aufgestellt sind, oftmals hinter dem Podium oder am entgegengesetzten Ende des [[Konzertsaal]]s. Um ein präzises Zusammenspiel mit dem Hauptorchester zu erreichen, ist entweder der Einsatz eines eigenen (Hilfs-)[[Dirigent]]en für das Fernorchester nötig, oder der Dirigent auf der Hauptbühne wird per Kamera auf einen Monitor, oder auch per Spiegel, zum Ort des Fernorchesters übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Verwandt mit diesem Begriff ist Verwendung von [[Bühnenmusik]] bei der [[Oper]]. Aus diesem Grund werden im Sprachgebrauch der Orchesterpraxis die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Bühnenmusik&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Fernorchester&amp;#039;&amp;#039; gelegentlich auch synonym gebraucht. Während es bei der &amp;#039;&amp;#039;Bühnenmusik&amp;#039;&amp;#039; jedoch um die Einbeziehung der Musik in die Bühnenhandlung geht, steht beim Einsatz von Fernorchestern eher die Erzeugung von Klangeffekten und – wie schon in der [[Venezianische Mehrchörigkeit|venezianischen Mehrchörigkeit]] – die Einbeziehung des Raums im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Fernorchester gibt es vor allem in der Spätromantik Werke mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fernchor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die in gleicher Weise ein entfernt aufgestelltes vokales Ensemble enthalten, so zum Beispiel in [[Gustav Holst]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Planeten]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Pjotr Iljitsch Tschaikowski|Peter Tschaikowskis]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Nussknacker|Nussknacker]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Claude Debussy]]s &amp;#039;&amp;#039;Nocturnes&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Frühe Beispiele für Ferninstrumente in diesem Sinn sind die hinter der [[Bühne (Theater)|Bühne]] postierten [[Trompete]]n in [[Ludwig van Beethoven]]s &amp;#039;&amp;#039;3. Leonorenouvertüre&amp;#039;&amp;#039;  (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Fidelio]]&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Georges Bizet]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Carmen (Oper)|Carmen]]&amp;#039;&amp;#039;. [[Hector Berlioz]] nutzte in seinem [[Requiem (Berlioz)|Requiem]] vier Fernorchester aus Trompeten und Posaunen. Er orientierte sich an Vorbildern in der französischen Musik um 1800. In geistlichen Werken und Kantaten von [[François-Joseph Gossec]] und [[Étienne-Nicolas Méhul]], die für eine Aufführung im Pariser [[Invalidendom]] konzipiert wurden, fanden bereits früher Fernorchester auf den [[Empore]]n Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der Musik der [[Spätromantik]] findet das Fernorchester gehäuft Verwendung. Besonders [[Gustav Mahler]] setzt in seinen Werken immer wieder Ferninstrumente mit differenzierten Anweisungen zur Aufstellung ein: „in weiter Entfernung“ ([[1. Sinfonie (Mahler)|1. Sinfonie]]), „aus entgegengesetzter Richtung“ ([[2. Sinfonie (Mahler)|2. Sinfonie]]), „in der Ferne (Entfernung) aufgestellt“ ([[3. Sinfonie (Mahler)|3. Sinfonie]]), „in der Höhe postiert“ (3. Sinfonie), „in Entfernung aufgestellt“ ([[6. Sinfonie (Mahler)|6.]] und [[7. Sinfonie (Mahler)|7. Sinfonie]]), „isoliert postiert“ ([[8. Sinfonie (Mahler)|8. Sinfonie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts werden der Konzertraum und dessen akustische Möglichkeiten in vielen Werken von vornherein einbezogen, so etwa in Kompositionen von [[Karlheinz Stockhausen]]. Auch der Raumklang elektronischer Musik spielt hier eine Rolle, aber eben auch weiterhin die Wirkung von weit entfernt voneinander aufgestellten Instrumenten oder eben Fernorchestern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Werke mit Fernorchester ==&lt;br /&gt;
* [[François-Joseph Gossec]]: &amp;#039;&amp;#039;Missa pro defunctis&amp;#039;&amp;#039; (1760), &amp;#039;&amp;#039;Requiem&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Étienne-Nicolas Méhul]]: &amp;#039;&amp;#039;Chant National du 14 juillet 1800&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Jean-François Lesueur]]: &amp;#039;&amp;#039;Chant du 1er Vendémiaire&amp;#039;&amp;#039; (1801)&lt;br /&gt;
* [[Hector Berlioz]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Requiem (Berlioz)|Requiem]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Gustav Mahler]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das klagende Lied (Mahler)|Das klagende Lied]]&amp;#039;&amp;#039;, 1., 2., 3., 6., 7. und 8. Sinfonie&lt;br /&gt;
* [[Richard Strauss]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Eine Alpensinfonie]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[György Kurtág]]: Klavierkonzert „Quasi una fantasia“&lt;br /&gt;
* [[Krzysztof Penderecki]]: &amp;#039;&amp;#039;Credo&amp;#039;&amp;#039; für 5 Solisten, Knabenchor, Chor, Orchester und Fernorchester (1998)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachbegriff (Orchester)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gnom</name></author>
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