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	<title>Fernlenkboot - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T09:24:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fernlenkboot&amp;diff=2206441&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-16275-24: /* Entwicklungsgeschichte */ gab vier Kriegsministerien - das entscheidente war das preußische</title>
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		<updated>2026-03-15T12:05:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entwicklungsgeschichte: &lt;/span&gt; gab vier Kriegsministerien - das entscheidente war das preußische&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schiff&lt;br /&gt;
| Schiffskategorie     = Kriegsschiff&lt;br /&gt;
| Name                 = Fernlenkboot (FL)&lt;br /&gt;
| Bild                 = Fernlenboot der kaiserlichen Marine.jpg&lt;br /&gt;
| Bildtext             = Vereinfachte Seitendarstellung des &amp;#039;&amp;#039;FL&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Basis&lt;br /&gt;
 | AbJahr              = &lt;br /&gt;
 | Land                = {{DEU-SK-1903}}&lt;br /&gt;
 | andere Schiffsnamen = &lt;br /&gt;
 | Schiffstyp          = [[Sprengboot]]&lt;br /&gt;
 | Schiffsklasse       = &lt;br /&gt;
 | Rufzeichen          = &lt;br /&gt;
 | Heimathafen         = &lt;br /&gt;
 | Eigner              = &lt;br /&gt;
 | Bauwerft            = [[Lürssen|Lürssenwerft]] [[Vegesack|Bremen-Vegesack]]&lt;br /&gt;
 | Stapellauf          = 1915&lt;br /&gt;
 | Verbleib            = &lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Daten&lt;br /&gt;
 | AbJahr      = &lt;br /&gt;
 | Länge       = 13,0&lt;br /&gt;
 | Lpp         = &lt;br /&gt;
 | KWL         = &lt;br /&gt;
 | Breite      = 1,86&lt;br /&gt;
 | Seitenhöhe  = &lt;br /&gt;
 | Tiefgang    = 0,66&lt;br /&gt;
 | Verdrängung = 6&lt;br /&gt;
 | Vermessung  = &lt;br /&gt;
 | Besatzung   = keine&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Antrieb&lt;br /&gt;
 | AbJahr            = &lt;br /&gt;
 | Antrieb           = 2 × [[Maybach-Motorenbau|Maybach]] Luftschiff-Benzin-Motor&lt;br /&gt;
 | Maschinenleistung = 210&lt;br /&gt;
 | Geschwindigkeit_M = 30&lt;br /&gt;
 | Propeller         = 2&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fernlenkboot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;FL&amp;#039;&amp;#039; genannt, war das erste entwickelte [[Sprengboot]] der [[Deutsches Kaiserreich|deutschen]] [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]]. Es wurde im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] im [[November 1915]] konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges traten u.&amp;amp;nbsp;a. die Firmen [[Siemens]], With, Giesler und Goldbach an das [[Preußisches Kriegsministerium|Preußische Kriegsministerium]] sowie an das [[Reichsmarineamt]] heran, um ihre zahlreichen [[Patent]]e und Vorplanungen der Kriegsführung zur Verfügung zu stellen. Nach Auswertung der Vorschläge, die unter der Leitung von [[Ferdinand Graf von Zeppelin]] standen, erhielten die &amp;#039;&amp;#039;Verkehrstechnische Kommission des Kriegsministeriums&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Technische Versuchskommission der Marine&amp;#039;&amp;#039; sowie das &amp;#039;&amp;#039;[[Torpedo-Versuchskommando]]&amp;#039;&amp;#039; am 13. November 1914 den Auftrag, Fernlenkversuche mit Luftschiffen, Flugzeugen, Booten und Torpedos anzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere die Entwicklung eines Fernlenkbootes aus Spantenholz stand im Hinblick auf die [[Seeblockade|britische Seeblockade]] im Vordergrund. Die ersten und noch etwas unbeholfenen Versuche fanden im Frühjahr 1915 auf dem [[Müggelsee]] bei [[Berlin]] statt, danach auch in [[Travemünde]] und [[Kiel]]. Nach den Auswertungen der Versuche kam man zu folgenden Schlussfolgerungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Äußerst schwierige Unterbringung der großen Fernsteueranlagen in Kleinst-Booten.&lt;br /&gt;
* Verzicht auf die Entwicklung eines ferngelenkten [[Torpedo]]s.&lt;br /&gt;
* Konzentration aller Kräfte und Ressourcen auf ein offenes Fernlenkboot.&lt;br /&gt;
* Verzicht auf eine Funksteuerung (zu störanfällig) und Rückgriff auf eine Kabelfernsteuerung.&lt;br /&gt;
* Errichtung hochliegender Leitstände im Einsatzgebiet; Versuche vom [[Leuchtturm Bülk]] aus hatten gezeigt, dass Versuchsboote bei klarer Sicht bis zu 15&amp;amp;nbsp;km von der Leitstelle geführt werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1915 wurde der Bau von 12 Booten angeordnet. Vier sollten dabei weiteren Seeerprobungen und Tests unterzogen werden, und acht sollten umgehend nach [[Flandern]] verlegt werden, um die dort kreuzenden englischen [[Monitor (Schiffstyp)|Monitore]] anzugreifen. Gleichzeitig erging der Befehl zur Errichtung 30 m hoher Leitstellen, die in [[Ostende]] und [[Zeebrügge]] eingerichtet wurden. Im Februar 1916 wurden weitere fünf Boote bestellt, die für den Raum [[Liepāja|Libau]]-[[Kurland|Nord-Kurland]] vorgesehen waren. Die insgesamt 17 Boote erhielten nach ihrer Fertigstellung die Bezeichnungen FL (Fernlenkboot) 1–17.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bugbereich war eine 700&amp;amp;nbsp;kg schwere Sprengladung untergebracht, die mittels einfachen [[Aufschlagzünder]]s detonierte. Bei Versagen konnte die Sprengladung ferngezündet werden. Um ein [[Aufbringen]] funktionsloser oder defekter Sprengboote durch feindliche Einheiten zu verhindern, waren an den Deckverschlüssen des Boots Kontakte angebracht, die beim Öffnen ohne Betätigung der verdeckten Sperren die Explosion der Sprengladung auslösten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Siemens gelieferte Steueranlage war bis zu 6 Stunden betriebsbereit. Die Trommel mit 20&amp;amp;nbsp;km Kabel wog 800&amp;amp;nbsp;kg. Das Kabelende war an die Leitzentrale angeschlossen. Diese konnte folgende Befehle an das Sprengboot übermitteln:&lt;br /&gt;
* Herstellen der Betriebsbereitschaft der Kommandogeräte&lt;br /&gt;
* Anlassen des Motors (woraufhin das Boot sofort Fahrt aufnahm, da es keine Motorkupplung besaß) und Motorstopp&lt;br /&gt;
* [[Ruder]]lage bis zur „Hartlage“ stufenlos steuerbar&lt;br /&gt;
* Selbstvernichtung&lt;br /&gt;
* Heckleuchte aufleuchten lassen, damit das Boot in der Leitstelle bei Dunkelheit erkennbar war&lt;br /&gt;
* An- und Abstellen der [[Nebeleinrichtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterentwicklungen ==&lt;br /&gt;
Die Fernsteuerung von einem Leitstand aus mit Kabel erwies sich alsbald als unzureichende Lösung, so dass die Leitstellen in der Folge auf Torpedobooten montiert wurden, die dem Sprengboot in sicherem Abstand folgen sollten. Weiterhin erfolgte der Einbau auch in [[Luftschiff|Luftschiffe]], die etwa 5.000 Meter hinter dem Boot die Kommandos über eine nun auf 50&amp;amp;nbsp;km verlängerte Kabeltrommel sendeten. Darüber hinaus gab es ab 1918 erneut Bemühungen, eine sichere drahtlose Verbindung aufzubauen, die von einem Flugzeug aus gehalten werden konnte. Die Entwicklung kam jedoch zu spät, um noch von militärischem Nutzen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbleib und Erfolge der FL-Sprengboote ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* FL 1: Raum [[Flandern]]&lt;br /&gt;
* FL 2: Raum Flandern&lt;br /&gt;
* FL 3: Raum Flandern, 24. April 1916, Versagen der Leitanlage, Selbstzerstörung&lt;br /&gt;
* FL 4: Raum [[Kurland]], 3. November 1917 bei Angriffsfahrt von einem [[Zerstörer]] durch Artilleriefeuer versenkt&lt;br /&gt;
* FL 5: Raum Flandern, 25. September 1916, Motorbrand bei Angriffsfahrt, Selbstzerstörung&lt;br /&gt;
[[File:HMS Erebus I02.jpg|thumb|HMS Erebus I02]]&lt;br /&gt;
* FL 6: &lt;br /&gt;
* FL 7: Raum Flandern, 1. März 1917, Sprengung von 50 Metern der [[Mole]] von [[Nieuwpoort]] mit anschließendem Ausfall der französischen und englischen Artillerieleitstände&lt;br /&gt;
* FL 8: 6. September 1917, bei Angriffsfahrt auf ein englisches Monitorschiff durch Artilleriefeuer versenkt&lt;br /&gt;
* FL 9: Raum Kurland, kein Einsatz&lt;br /&gt;
* FL 10: Raum Kurland, 28. Mai 1918, Drahtlosangriff von einem Flugzeug aus, der jedoch infolge Ausfalls der Flugzeugantenne abgebrochen werden musste&lt;br /&gt;
* FL 11: Raum Kurland, kein Einsatz&lt;br /&gt;
* FL 12: Raum Flandern, 28. Oktober 1917, Angriffsfahrt auf den Monitor HMS &amp;#039;&amp;#039;[[Erebus (Schiff, 1916)|Erebus]]&amp;#039;&amp;#039; (8.000 t), Versagen des Aufschlagzünders, durch Flugzeugleitstand Sprengladung ausgelöst, die jedoch nur geringe Schäden am Schiff verursachten&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Branfill-Cook: &amp;#039;&amp;#039;Torpedo. The Complete History of the World&amp;#039;s Most Revolutionary Naval Weapon.&amp;#039;&amp;#039;, 2014, ISBN 9781848322158, S. 31–32 ([https://www.google.de/books/edition/Torpedo/9lquBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Luppis&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;printsec=frontcover online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* FL 13: unbekannt&lt;br /&gt;
* FL 14: Raum Kurland, kein Einsatz&lt;br /&gt;
* FL 15: Raum Kurland, kein Einsatz&lt;br /&gt;
* FL 16: unbekannt&lt;br /&gt;
* FL 17: Raum Flandern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der anhaltenden Erfolglosigkeit der FL-Boote beschloss man Anfang 1918, das Bauprogramm zu stoppen, obwohl das [[Reichsmarineamt]], das Marinekorps sowie der Chef der [[Marineflieger]] erfolgversprechendes Entwicklungspotential sahen.&lt;br /&gt;
Ein weiteres geplantes Sprengboot, das 40 [[Knoten (Einheit)|kn]] Höchstgeschwindigkeit erreichen sollte, wurde nicht mehr realisiert, und auch der [[Österreichische Marine|österreichischen Marine]], die sehr am Einsatz von Sprengbooten interessiert war, wurde geraten, nicht mit entsprechenden Versuchen anzufangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Fock: &amp;#039;&amp;#039;Marine-Kleinkampfmittel. Bemannte Torpedos, Klein-U-Boote, Kleine Schnellboote, Sprengboote gestern – heute – morgen.&amp;#039;&amp;#039; Nikol, Hamburg 1996, ISBN 3-930656-34-5, S. 103–104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard P. Groß]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg zur See 1914–1918. Der Krieg in der Nordsee&amp;#039;&amp;#039;, Band 7. &amp;#039;&amp;#039;Vom Sommer 1917 bis zum Kriegsende 1918&amp;#039;&amp;#039;. Kritische Edition, Hamburg/Berlin/Bonn (Verlag E. S. Mittler &amp;amp; Sohn), 2006. ISBN 3-8132-0855-9. Die ursprüngliche Ausgabe war von Admiral a. D. [[Walter Gladisch]] bearbeitet worden und erschien in Frankfurt am Main 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kleinkampfmittel der deutschen Marinen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärschiffsklasse (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinkampfmittel (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengboot]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-16275-24</name></author>
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