<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fernand_de_Brinon</id>
	<title>Fernand de Brinon - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Fernand_de_Brinon"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fernand_de_Brinon&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T08:09:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fernand_de_Brinon&amp;diff=674250&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-23853-44: Der Patronym lautet &quot;de Brinon&quot; und nicht &quot;Brinon&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fernand_de_Brinon&amp;diff=674250&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-18T07:50:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Der Patronym lautet &amp;quot;de Brinon&amp;quot; und nicht &amp;quot;Brinon&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Brinon, Fernand.jpg|mini|Fernand de Brinon (1940)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-J15385, Katyn, Öffnung der Massengräber, Gräber polnischer Generale.jpg|mini|Brinon (Mitte) 1943 bei den umgebetteten Gräbern der beiden polnischen Generale Mieczysław Smorawiński und  Bronisław Bohatyrewicz, Opfer des [[Massaker von Katyn|Massakers von Katyn]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fernand de Brinon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. August]] [[1885]] in [[Libourne]], [[Département Gironde]]; † [[15. April]] [[1947]] in [[Arcueil]], [[Département Seine]], heute [[Département Val-de-Marne|Val-de-Marne]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Rechtsanwalt]] und [[Journalist]]. Er war einer der Architekten der [[Kollaboration in Frankreich (1940–1944)|französischen Kollaboration]] mit [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Nazideutschland]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Familie ===&lt;br /&gt;
Geboren in einer wohlhabenden, seit dem 14. Jahrhundert nachweisbaren&amp;lt;ref&amp;gt;In der Bibliothèque historique de la ville de Paris (ms 1223, fol. 644) existieren Aufzeichnungen über einen 1400 gestorbenen Parlamentsadvokaten Guillaume Brinon.&amp;lt;/ref&amp;gt;, katholisch-konservativen [[Adel]]sfamilie, studierte [[Graf|Comte]] Fernand de Brinon zunächst [[Rechtswissenschaft|Jura]] und [[Politische Wissenschaften]] in [[Paris]]. Vor Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] schlug er eine Karriere als Journalist ein. Brinon lag im Ersten Weltkrieg vier Jahre lang im Schützengraben und zog nach seiner eigenen Erklärung aus dem Erleben dieser vier Jahre den Schluss, dass Heil und Zukunft Europas allein in einer wirklichen Verständigung zwischen den Völkern zu sichern seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000000778|Abruf=2023-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1934 heiratete er Jeanne Louise Rachel Franck, geschiedene Ullmann, aus einer belgisch-jüdischen Industriellenfamilie, die zwei Söhne in die Ehe mitbrachte. 1938 erbte de Brinon den [[Markgraf #Frankreich|Marquis]]-Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufsleben ===&lt;br /&gt;
De Brinon schrieb nach dem Ersten Weltkrieg hauptsächlich für das „Journal des Débats“, eine Zeitung der Erz- und Stahl-Industriellen [[Familie de Wendel|de Wendel]]. Nach 1918 war er für das Blatt zu Interviews mit [[Walther Rathenau]], [[Maximilian Harden]], [[Gustav Stresemann]], [[Fritz Thyssen]] auch nach Deutschland gefahren. &amp;#039;&amp;#039;Ich wurde als der einzige französische Journalist, dem er Zutritt gewähren wollte, ... von [[Hugo Stinnes]] empfangen.&amp;#039;&amp;#039; Er veröffentlichte aber auch in der „L’Information“ und in den 1930er Jahren im „Le Matin“ Artikel. Darin trat er wiederholt für einen Ausgleich mit Deutschland ein um den Frieden in Europa nachhaltig zu sichern. Zur Amtszeit [[Heinrich Brüning]]s suchte er diesen in einer geheimen Mission im Auftrag des Ministerpräsidenten [[Pierre Laval]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. September 1933 wurde de Brinon durch Vermittlung [[Joachim von Ribbentrop]]s als erster französischer Journalist überhaupt von [[Adolf Hitler]] zu einem Gespräch in [[Berchtesgaden]] empfangen, dessen Inhalt er in einem in Frankreich weithin beachteten Artikel im &amp;#039;&amp;#039;[[Le Matin (Frankreich)|Le Matin]]&amp;#039;&amp;#039; wiedergab. Ihm wurde vom deutschen Reichskanzler gesagt: „Man beleidigt mich, indem man fortfährt zu behaupten, ich wolle Krieg. ... Der Krieg regelt nichts. Er könnte den Zustand der Welt nur verschlimmern. ... nach der Regelung der Saarfrage es nichts mehr gibt, ... was Deutschland und Frankreich in Opposition zueinander bringen könnte.“ Die führende [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-Zeitung, der [[Völkischer Beobachter|Völkische Beobachter]], verschwieg dieses Gespräch allerdings.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1955_3_2_kluke.pdf Paul Kluke: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Europaideologie&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; Heft 3/1955, S. 245 (Fn. 23)], (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB), abgerufen am 11. Juli 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Maximilian Scheer]] ist der Ansicht, dass er das Hitler-Interview nach Absprache verzögerte und so platzierte, dass die Börse heftig reagierte. Er meint, dass die hinter der Zeitung stehenden Finanzkreise, in letzter Instanz die französische Niederlassung der [[Royal Dutch Shell]] und Deterding selbst, durch diese Kursbewegungen stark profitierten und dass das ein Lockmittel der Nazis an die französische Politik und Wirtschaft gewesen ist, ebenfalls den Weg zum Faschismus einzuschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1935 und 1937 wurde de Brinon, zu dieser Zeit schon zum Kern der „besseren Gesellschaft“ in Paris zählend, noch weitere fünf Mal von Hitler empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
1935 gründete de Brinon zusammen mit Georges Scapini, einem hochdekorierten [[Kriegsblinder|Kriegsblinden]] und unabhängigen Parlamentsabgeordneten&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www2.assemblee-nationale.fr/sycomore/fiche/(num_dept)/6328 Biographie auf der Website der französischen Nationalversammlung], abgerufen am 11. Juli 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das bis 1940 bestehende Comité France-Allemagne zur Vertiefung des geistigen Austausches mit Deutschland, sowohl auf wissenschaftlichem wie auf politischem Gebiet, dessen Vizepräsident er war.&lt;br /&gt;
Nach der [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|Niederlage von 1940]] machte sich de Brinon zum Anwalt einer französischen Kollaboration mit dem [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]]. Pierre Laval, jetzt Ministerpräsident des [[Vichy-Regime]]s, bat ihn im Juli 1940, die französische Regierung beim deutschen Oberbefehlshaber in Paris zu repräsentieren. Sein Sitz war das beschlagnahmte &amp;#039;&amp;#039;Hôtel de Breteuil&amp;#039;&amp;#039; in Paris (12 [[Avenue Foch]]). Dabei kam de Brinon die lange Bekanntschaft mit dem deutschen Botschafter [[Otto Abetz]] zugute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thankmar Freiherr von Münchhausen |Titel=Paris: Geschichte einer Stadt seit 1800 |Verlag=DVA |Ort=München |Datum=2017 |ISBN=978-3-641-21430-2 |Online=https://books.google.de/books?id=W-KmDQAAQBAJ&amp;amp;pg=PT444&amp;amp;lpg=PT444&amp;amp;dq=Fernand+de+Brinon+++Botschafter&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=F948oPL1s4&amp;amp;sig=1z8V23Wu2tdrxvVJTL |Abruf=2018-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Marschall [[Philippe Pétain]] verlieh ihm 1942 den Titel eines Staatssekretärs. Als Nachfolger für das Comité France-Allemagne organisierte de Brinon im September 1940 die Groupe Collaboration, die zeitweise 38.000 Mitglieder hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karen Fiss |Titel=Grand Illusion: The Third Reich, the Paris Exposition, and the Cultural Seduction of France |Verlag=University of Chicago Press |Ort=Chicago |Datum=2009 |ISBN=978-0-226-25201-8 |Seiten=201}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1944 setzte er sich mit der Vichy-Regierung ins [[Schloss Sigmaringen]] ab und wurde dort im September 1944 [[Commission gouvernementale de Sigmaringen|Präsident der Vichy-Exilregierung]]. Er wurde am 8. Mai 1945 von US-Soldaten an der [[Grenze zwischen Österreich und der Schweiz|österreichisch-schweizerischen Grenze]] verhaftet und nach Frankreich überstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1947 wurde de Brinon vom Obersten Gerichtshof in Versailles wegen [[Kollaboration in Frankreich (1940–1944)|Kollaboration]] mit den Deutschen und „nationaler Würdelosigkeit“ [[Todesstrafe in Frankreich|zum Tode verurteilt]] und am 15. April 1947 im [[Fort de Montrouge]] [[Erschießung|füsiliert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Corinna Franz: &amp;#039;&amp;#039;Fernand de Brinon und die deutsch-französischen Beziehungen 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Bouvier, Bonn 2000, ISBN 3-416-02907-0 ([https://perspectivia.net/publikationen/phs/franz_beziehungen Online] auf perspectivia.net), Rezension&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sehepunkte.de/2002/07/druckfassung/2863.html |titel=Druckversion: Rezension von: Fernand de Brinon und die deutsch-französischen Beziehungen 1918-1945 - Ausgabe 2 (2002), Nr. 7/8 |werk=Sehepunkte |abruf=2023-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Martin Jungius: &amp;#039;&amp;#039;Der verwaltete Raub: Die „Arisierung“ der Wirtschaft in Frankreich in den Jahren 1940 bis 1944.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Ostfildern 2008, ISBN 978-3-7995-7292-7.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kowalsky: &amp;#039;&amp;#039;Kulturrevolution? Die Neue Rechte im neuen Frankreich und ihre Vorläufer.&amp;#039;&amp;#039; Leske und Budrich, Opladen 1991, ISBN 3-8100-0914-8.&lt;br /&gt;
* Roland Ray: &amp;#039;&amp;#039;Annäherung an Frankreich im Dienste Hitlers? [[Otto Abetz]] und die deutsche Frankreichpolitik 1930–1942.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2000, ISBN 3-486-56495-1.&lt;br /&gt;
* Maximilian Scheer: &amp;#039;&amp;#039;So war es in Paris.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Verlag der Nation, Berlin 1972, S. 82–84.&lt;br /&gt;
* Martin Mauthner: &amp;#039;&amp;#039;Otto Abetz and His Paris Acolytes. French Writers Who Flirted with Fascism, 1930–1945.&amp;#039;&amp;#039; Sussex Academic Press, Brighton u.&amp;amp;nbsp;a. 2016, ISBN 978-1-84519-784-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/002507}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122105079|LCCN=nr/2003/2774|VIAF=69801600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brinon, Fernand De}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (französische Kollaboration)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wegen Kollaboration im Zweiten Weltkrieg hingerichtete Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brinon, Fernand de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Politiker und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM= 26. August 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT= [[Libourne]], [[Département Gironde]], [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM= 15. April 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Arcueil]], [[Département Val-de-Marne]], [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-23853-44</name></author>
	</entry>
</feed>