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	<title>Ferdinand von Radziwill - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T15:30:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-10T11:09:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aretin89-ferdinand-fürst-von-radziwill-zw.jpg|mini|Ferdinand Fürst von Radziwill (1834–1926). Photographie von Heinrich Graf, Berlin. um 1874]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Fürst Radziwill&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Polnische Sprache|polnisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferdynand Fryderyk książę Radziwiłł&amp;#039;&amp;#039;; * [[19. Oktober]] [[1834]] in [[Berlin]]; † [[28. Februar]] [[1926]] in [[Rom]]) war [[Familienfideikommiss|Fideikommiss]]besitzer, [[Standesherr]] der Grafschaft [[Przygodzice]] ([[Provinz Posen]]) und einer der führenden Politiker der [[Polen in Deutschland#Geschichte|polnischen Minderheit]] im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war von 1874 bis 1918 [[Mitglied des Reichstages]], dort ab 1889 Vorsitzender der [[Polnische Fraktion|Polnischen Fraktion]], sowie von 1879 bis 1918 Mitglied des [[Preußisches Herrenhaus|Preußischen Herrenhauses]]. Nach der Wiederherstellung der polnischen Unabhängigkeit war er von 1919 bis 1922 Mitglied der [[Polnische Verfassunggebende Nationalversammlung (1919–1922)|Verfassunggebenden Nationalversammlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und privates Leben ==&lt;br /&gt;
Er war der älteste Sohn von [[Boguslaw Fürst von Radziwill]] und dessen Frau Leontyna Gräfin von Clary und Aldringen. Einer der Brüder war [[Edmund Prinz von Radziwill]]. Die Familie [[Radziwiłł]] gehörte zum [[Polen-Litauen|polnisch-litauischen]] Hochadel ([[Magnat#Polen|Magnaten]]). Der Zweig, dem Ferdinand entstammte, hatte sich seit den [[Teilungen Polens|Polnischen Teilungen]] eng mit [[Königreich Preußen|Preußen]] und den [[Hohenzollern]] verbunden. So war sein Großvater [[Antoni Henryk Radziwiłł]] nach 1815 preußischer Statthalter im [[Großherzogtum Posen]] und seine Großmutter [[Luise von Preußen (1770–1836)|Luise]] eine preußische Prinzessin. Somit war Ferdinand von Radziwill ein Cousin 3. Grades von Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]], der zudem in seiner Jugend in Radziwills Tante [[Elisa Radziwiłł|Elisa]] verliebt war. Sein Vetter [[Anton von Radziwill]] war langjähriger Generaladjutant des Kaisers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000001265|Fürst Janusz Radziwill}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radziwill studierte [[Rechtswissenschaften]] und absolvierte den üblichen [[Vorbereitungsdienst]] als [[Auskultator]] am Berliner Stadtgericht und [[Juristenausbildung in Deutschland#Dreistufige Ausbildung in Preußen ab 1750|Regierungsreferendar]] in Potsdam. 1855 wurde er Mitglied des Katholischen Lesevereins Berlin, jetzt [[KStV Askania-Burgundia Berlin]] im [[Kartellverband|KV]]. Seinen Wehrdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]] leistete er 1855 beim 7. Husaren-Regiment. Er verwaltete anschließend die Familiengüter. Als Majoratsherr von [[Olyka]] in [[Wolhynien]] (damals im Russischen Reich, heute Ukraine) sowie weiterer Besitzungen war er Großgrundbesitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1864 heiratete er Prinzessin Pelagia [[Sapieha (Adelsgeschlecht)|Sapieha]] (1844–1929). Das Paar hatte fünf Kinder. Einer der Söhne war der spätere polnische Politiker [[Janusz Radziwiłł (Politiker)|Janusz Radziwiłł]]. Die Familie lebte in Berlin sowie auf Schloss [[Antonin (Powiat Ostrowski)|Antonin]] im [[Kreis Adelnau]] (Provinz Posen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radziwill hatte familiäre Verbindungen zum Haus der Hohenzollern und Kontakt zu maßgeblichen Würdenträgern in Deutschland und Russland. Als [[Reserveoffizier]] beim 1. Brandenburgischen Ulanen-Regiment stieg er zum [[Oberstleutnant]] der Reserve auf. Im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] wurde er 1870 verwundet. 1879 wurde er zum [[Generalmajor]] der Kavallerie [[à la suite]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Von 1874 bis 1918 war Radziwill Mitglied des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstages]] als Abgeordneter des Wahlkreises [[Regierungsbezirk Posen]] 10 (Adelnau - Schildberg),&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Specht, Paul Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 61; siehe auch Carl-Wilhelm Reibel: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Bündnisse, Ergebnisse, Kandidaten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 15). Halbband 1, Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4, S. 299–301.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er jeweils mit Stimmenanteilen zwischen 74 und 85 Prozent gewählt wurde. Im Reichstag war er von 1889 bis zum Ende der Monarchie Vorsitzender der [[Polnische Fraktion|polnischen Fraktion]]. Dem [[Preußisches Herrenhaus|preußischen Herrenhaus]] gehörte er seit 1879 an. Er hatte einen erblichen Sitz auf Grund des Besitzes der Herrschaft [[Przygodzice]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des [[Kulturkampf]]es war Radziwill als Katholik entschiedener Gegner von [[Otto von Bismarck]]. Sein Haus in Berlin galt zeitweise als Zentrum der Opposition gegen die Kirchenpolitik der Regierung. Aus Furcht vor gesellschaftlichen Nachteilen gingen Teile der katholischen und sogar polnischen Oberschicht auf Distanz zu Radziwill.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner fast dreißig Jahre dauernden Führung der polnischen Fraktion arbeitete Radziwill stets eng mit der [[Zentrumspartei]] zusammen. Wegen der geringen Zahl der Fraktionsmitglieder war sie auf Unterstützung anderer Fraktionen insbesondere des Zentrums angewiesen. Im Parlament vertrat Radziwill einen gemäßigten Kurs und versuchte die Rechte der Minderheiten zur freien Religionsausübung und das Sprechen der eigenen Sprache zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1917 gab Radziwill im Herrenhaus noch einmal ein Loyalitätsbekenntnis der Polen für das Deutsche Reich ab, verlangte aber auch einen grundlegenden Wandel der preußischen Polenpolitik. Namens der Regierung sagte [[Paul von Breitenbach]] zu, die Enteignungsgesetze aufzuheben und den Gebrauch der polnischen Sprache zu erleichtern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Riezler: &amp;#039;&amp;#039;Tagebücher, Aufsätze, Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen, S. 413 ([https://books.google.de/books?id=c4KPnYTxELQC&amp;amp;pg=PA413 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] und dem Wiederentstehen des polnischen Staates war Radziwill Mitglied der [[Polnische Verfassunggebende Nationalversammlung (1919–1922)|Verfassunggebenden Nationalversammlung]] &amp;#039;&amp;#039;(Sejm Ustawodawczy)&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1919 war er [[Alterspräsident]] (Seniormarschall) der Versammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Protokolle des preußischen Staatsministeriums.&amp;#039;&amp;#039; Band 10 ([https://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/Band%2010.pdf Digitalisat]; PDF; 2,9&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Hermann Krüger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chronik des preußischen Herrenhauses. Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an das dreißigjährige Bestehen des Herrenhauses.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1885, S. 195&lt;br /&gt;
* Eligiusz Janus: {{Webarchiv |url=http://www.ludwig-windthorst-stiftung.de/download/070919VortragJanus.pdf |wayback=20090823151109 |format=PDF |text=&amp;#039;&amp;#039;Ludwig Windthorst aus polnischer Sicht. Eine Bestandsaufnahme.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig-Windhorst-Stiftung.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Ferdynand Radziwiłł}}&lt;br /&gt;
* {{thepeerage|p6790.htm#i67897|Prince Ferdinand Radziwill |Kommentar= |Zugriff=2023-05-15}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|117686042}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117686042|VIAF=5714896}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Radziwill, Ferdinand Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der polnischen Fraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Polnischen Verfassunggebenden Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Radziwiłł|Ferdinand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnischer Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titularfürst (Radziwiłł)|Ferdinand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1834]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Radziwill, Ferdinand von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Radziwill, Ferdinand Fürst; Radziwill, Ferdynand Fryderyk książę (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnisch-deutscher Majoratsherr und Politiker, MdR, Mitglied des Sejm&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Oktober 1834&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Februar 1926&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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