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	<title>Ferdinand Piontek - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ferdinand_Piontek&amp;diff=840523&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JoWer am 11. Februar 2025 um 16:02 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bischof-Piontek.jpg|mini|hochkant|Kapitelsvikar Ferdinand Piontek]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Weihbischof Ferdinand Piontek.jpg|mini|198x198px|Bischöfliches Wappen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Nikolaus Andreas Piontek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. November]] [[1878]] in [[Leobschütz]], [[Landkreis Leobschütz]], [[Provinz Schlesien]]; † [[2. November]] [[1963]] in [[Görlitz]], [[DDR]]) war [[Kapitularvikar]] des [[Erzbistum Breslau|Erzbistums Breslau]], dessen [[Jurisdiktion (Kirche)|Jurisdiktion]] sich nach abverlangter Verzichtsleistung lediglich auf den westlich der Oder und Neiße gelegenen Teil des Erzbistums erstreckte, mit Sitz in Görlitz und [[Titularbischof]] von &amp;#039;&amp;#039;[[Titularbistum Barca|Barca]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Libyen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Görlitz - An der Jakobuskirche - Jakobuskathedrale ex 05 ies.jpg|mini|hochkant|Grabstätte von Ferdinand Piontek in der Domherrengruft Görlitz]]&lt;br /&gt;
Ferdinand Piontek entstammte einer [[Oberschlesien|oberschlesischen]] Familie. Seine Kindheit verbrachte er in [[Głubczyce|Leobschütz]] und anschließend ab Sommer 1889 in [[Racibórz|Ratibor]], wo er ab 1890 das königliche Gymnasium besuchte. Nach dem Abitur studierte er von 1899 bis 1902 [[Philosophie]] und [[Katholische Theologie]] an der [[Universität Breslau]]. Nach der Vorbereitungszeit im Fürstbischöflichen [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] wurde er am 20. Juni 1903 vom Breslauer [[Fürstbischof]], [[Georg von Kopp|Georg Kardinal von Kopp]], zusammen mit seinem Freund [[Joseph Wittig]], zum [[Priester (Christentum)|Priester]] [[Weihesakrament#Presbyterat|geweiht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner ersten Kaplanstätigkeit in [[Berlin-Weißensee]] verfasste er seine [[Dissertation]], mit der er 1907 von der Breslauer Katholisch-Theologischen Fakultät zum [[Doctor theologiae|Doktor der Theologie]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde. Von 1906 bis 1910 war er [[Kaplan]] in [[Berlin-Lichterfelde|Lichterfelde]] und anschließend von 1910 bis 1921 [[Pfarrer]] in [[Koszalin|Köslin]]/[[Provinz Pommern|Hinterpommern]]. Dort war er gleichzeitig [[Militärseelsorge]]r für die Garnisonen Köslin und [[Białogard|Belgard]]. 1921 wurde er Breslauer [[Domkapitular]] und [[Domprediger]] und erhielt eine Ratsstelle im [[Ordinariat (Behörde)|Generalvikariat]] und im [[Konsistorium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er sich schon längere Zeit für den [[Bonifatiuswerk#Geschichte|Bonifatiusverein]] engagiert hatte, wurde er 1923 dessen Diözesanleiter. Außerdem war er von 1928 bis 1936 Kurator der [[Provinz Schlesien]] für die Kongregation der Marienschwestern sowie der [[Arme Schulschwestern|Armen Schulschwestern]]. 1931 wurde er von [[Adolf Bertram|Adolf Kardinal Bertram]] zum Dompfarrer in Breslau berufen und bekam am 26. November 1933 von [[Papst]] [[Pius XI.]] den [[Päpstliche Ehrentitel|Titel]] eines &amp;#039;&amp;#039;Hausprälaten Seiner Heiligkeit&amp;#039;&amp;#039; verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Annuario Pontificio]] per l’anno 1953&amp;#039;&amp;#039;, Città del Vaticano 1953, S. 1106.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1936 wurde er Verwaltungsdirektor des Generalvikariats und 1939 [[Domdechant|Domdekan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anordnung der [[Gestapo|Geheimen Staatspolizei]] musste er Anfang Februar 1945 Breslau verlassen. Er begab sich in das Kloster der Magdalenerinnen nach [[Lubań|Lauban]], aus welchem er nach drei Wochen wegen der Kriegsereignisse fliehen musste. Das Kriegsende erlebte er im nordböhmischen [[Bistum Leitmeritz|Leitmeritz]]. Von dort begab er sich am 1. Juni 1945 über Görlitz und [[Legnica|Liegnitz]] in das zerstörte Breslau, das er erst nach 42 Tagen erreichte. Da der amtierende [[Erzbischof]], Adolf Kardinal Bertram, am 6. Juli gestorben war, wählte das Breslauer [[Domkapitel]] am 16. Juli den noch abwesenden Ferdinand Piontek, der die polnische Sprache beherrschte, zum Kapitelsvikar des Erzbistums Breslau. Piontek erfuhr von seiner Wahl nach seiner Ankunft am 23. Juli und wurde tags darauf vereidigt. Da sich noch neun Mitglieder des Domkapitels, darunter der [[Propst|Dompropst]] Blaeschke und der Weihbischof [[Joseph Ferche]], in Breslau befanden, wurden regelmäßig Kapitelsitzungen gehalten, um die Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhls vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. August 1945 erschien jedoch der [[Primas (römisch-katholisch)|Primas]] von Polen, Kardinal [[August Hlond]], in Breslau und forderte Piontek – unter Berufung auf angebliche [[Heiliger Stuhl|vatikanische]] Sondervollmachten – zur [[Resignation]] vom Amt des Kapitularvikars für die Diözesangebiete &amp;#039;&amp;#039;östlich&amp;#039;&amp;#039; der neuen [[Oder-Neiße-Grenze]] auf. Gleichzeitig teilte Hlond das Bistum in die drei Verwaltungsbezirke: Breslau, [[Oppeln]] und [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg an der Warthe]]. Bereits am 15. August 1945 ernannte er drei Administratoren, die mit Wirkung vom 1. September des Jahres in ihr Amt eingesetzt wurden. Wie sich später herausstellen sollte, bezogen sich Hlonds Sondervollmachten nicht auf die ehemals deutschen Diözesen, so dass sie keine [[kirchenrecht]]liche Grundlage hatten. Die von Hlond durchgesetzten Maßnahmen wurden vom Vatikan nie offiziell anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Piontek blieb weiterhin in Breslau, da er zur Unterstützung des neu eingesetzten Administrators [[Karol Milik]] zur Verfügung stehen sollte. Außerdem kümmerte er sich um die verbliebenen deutschen Priester und Gläubigen und um die Auflösung der deutschen Diözesanverwaltung. Um Pionteks Position zu stärken, verlieh ihm am 28. Februar 1946 Papst [[Pius XII.]] die Rechte eines residierenden Bischofs. Trotzdem beschloss er, am 9. Juli 1946 Breslau mit einem Flüchtlingszug zu verlassen, da die Zahl der deutschen Priester und ihrer Gemeinden immer geringer wurde. Er wohnte einige Monate in [[Peine]], um von dort aus besser für die ihm trotz Flucht und Vertreibung noch unterstehenden Priester des Erzbistums Breslau ein neues Tätigkeitsfeld organisieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1947 ließ er sich in Görlitz nieder, wo seit Oktober 1945 eine Zweigstelle des Erzbischöflichen Ordinariats Breslau eingerichtet worden war, und nahm seine Position als Kapitularvikar für die deutschen Restgebiete der Erzdiözese Breslau &amp;#039;&amp;#039;westlich&amp;#039;&amp;#039; der Oder-Neiße-Grenze auf, die er in sechs Dekanate aufgliederte. Trotz der schwierigen kirchenpolitischen Situation in der damaligen [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] konnte er schon 1948 in [[Neuzelle]] das Priesterseminar Bernardinum und die Katecheten-Seminare in Görlitz und [[Cottbus]] gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinem 50-jährigen Priesterjubiläum 1953 erhielt Ferdinand Piontek das Recht, den Bischofsstab zu tragen und den bischöflichen Segen zu spenden. Nachdem er am 23. Mai 1959 zum Titularbischof von Barca in Libyen ernannt worden war, nahm der [[Bistum Meißen|Meißener]] Bischof [[Otto Spülbeck]] am 24. Juni 1959 die [[Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe]] vor. [[Konsekration|Mitkonsekratoren]] waren die Weihbischöfe [[Alfred Bengsch]] aus [[Erzbistum Berlin|Berlin]] und [[Friedrich Maria Rintelen]] aus [[Bistum Magdeburg|Magdeburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich Pionteks diamantenen Priesterjubiläums verlieh ihm Papst [[Paul VI.]] am 9. Juli 1963  den [[Päpstliche Ehrentitel|Ehrentitel]] &amp;#039;&amp;#039;[[Päpstlicher Thronassistent]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Acta Apostolicae Sedis|AAS]] 55 (1963), n. 13, p. 784.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferdinand Piontek starb am 2. November 1963 und wurde in der Domherrengruft der Görlitzer [[Kathedrale St. Jakobus (Görlitz)|Jakobuskirche]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Katholische Kirche und die häretischen Apostelgeschichten bis zum Ausgange des 6. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Max Sdralek]], Kirchengeschichtliche Abhandlungen, Bd. 6, Breslau 1908, 1–71&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die drei besonderen Merkmale der schlesischen Diaspora&amp;#039;&amp;#039;. In: Ostdeutsches Pastoralblatt 1. 1930, 331 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Familie des Spediteurs Ferdinand Piontek in Ratibor (Oberschlesien)&amp;#039;&amp;#039;. Breslau 1931&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hirtenworte und Hirtenbriefe, Bischof Dr. Ferdinand Piontek&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1961&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Józef Pater: &amp;#039;&amp;#039;Die Neubesiedelung Niederschlesiens im Kontext der Neugründung des Bistums Breslau in den Jahren 1945 bis 1951&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kulturen in Begegnung. Collegium Pontes&amp;#039;&amp;#039;, Wrocław·Görlitz 2004, ISBN 83-7432-018-4&lt;br /&gt;
* [[Josef Negwer]]: &amp;#039;&amp;#039;Kapitelsvikar Dr. Ferdinand Piontek 50 Jahre Priester&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Tag des Herrn&amp;#039;&amp;#039; Nr. 25/26, 1953, S. 103&lt;br /&gt;
* [[Georg May (Theologe)|Georg May]]: &amp;#039;&amp;#039;Kapitelsvikar Ferdinand Piontek&amp;#039;&amp;#039;, Siegburg 2001, Verlag Franz Schmitt, ISBN 978-3-87710-264-0&lt;br /&gt;
* [[Konrad Hartelt]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Piontek (1878–1963) : Leben und Wirken eines schlesischen Priesters und Bischofs&amp;#039;&amp;#039;, Forschungen und Quellen zur Kirchen- und Kulturgeschichte Ostdeutschlands, Band 39, Köln/Weimar 2008, Böhlau Verlag, ISBN 978-3-412-20143-2&lt;br /&gt;
* [[Thomas R. Elßner]]: &amp;#039;&amp;#039;Vor hundert Jahren – die Priesterweihe Ferdinand Pionteks in Breslau. Eine Station auf dem Weg von Leobschütz nach Görlitz&amp;#039;&amp;#039;, in: Stadtverwaltung Görlitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Görlitzer Magazin&amp;#039;&amp;#039;, 16/2003, {{ISSN|1439-2690}}.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=ferdinand-piontek|lemma=Piontek, Ferdinand|autor=Bernd Schäfer|band=2|idNum=2661}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629054229/http://www.bautz.de/bbkl/p/piontek_f.shtml |band=23|spalten=1102-1111|autor=Thomas R. Elßner|artikel=PIONTEK, Ferdinand}}&lt;br /&gt;
* Gerhard Scheuermann: &amp;#039;&amp;#039;Das Breslau-Lexikon, Band 2.&amp;#039;&amp;#039; Laumann-Verlag, Dülmen 1994, ISBN 3-87466-157-1, S. 1238–1240.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|107004763}}&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Bischof|bpiontek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;keiner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[Adolf Bertram|Adolf Kardinal Bertram]]),&amp;lt;br /&amp;gt;([[Erzbischof]] von [[Erzbistum Breslau|Breslau]])|NACHFOLGER=[[Gerhard Schaffran]]|AMT=[[Liste der Bischöfe, Apostolischen Administratoren und Kapitelsvikare von oder in Görlitz|Kapitularvikar des Erzbischöflichen Ordinariats Breslau/Zweigstelle Görlitz, später Erzbischöfliches Amt Görlitz]]|ZEIT=1946–1963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=107004763|LCCN=no/2009/45007|VIAF=71900004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Piontek, Ferdinand}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihbischof in Görlitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Militärseelsorger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titularbischof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Päpstlicher Thronassistent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domprediger am Breslauer Dom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Piontek, Ferdinand&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Piontek, Ferdinand Nikolaus Andreas (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Kapitularvikar von Breslau und Titularbischof von Barca&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. November 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leobschütz]], [[Landkreis Leobschütz]], [[Provinz Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. November 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Görlitz]], [[DDR]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JoWer</name></author>
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