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	<title>Ferdinand Piëch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T18:42:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ferdinand_Pi%C3%ABch&amp;diff=113129&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nicole Graf: Kategorie Absolvent ETH ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ferdinand_Pi%C3%ABch&amp;diff=113129&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-20T12:30:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie Absolvent ETH ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ferdinand Piech by Stuart Mentiply.jpg|mini|hochkant|Ferdinand Piëch (2008)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Karl Piëch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈpiɛç}}] (* [[17. April]] [[1937]] in [[Wien]]; † [[25. August]] [[2019]] in [[Rosenheim]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tod 1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Focus Online |url=https://focus.de/finanzen/boerse/ehemaliger-vw-chef-bericht-ferdinand-piech-ist-tot_id_11072870.html |titel=Ehemaliger VW-Chef Ferdinand Piëch ist tot |abruf=2019-08-26 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[österreich]]ischer [[Manager (Wirtschaft)|Manager]] und Großaktionär der [[Porsche Automobil Holding]] SE. Von 1993 bis 2002 war er [[Vorstandsvorsitzender]] der [[Volkswagen AG]] und danach bis 2015 deren [[Aufsichtsrat]]svorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Ferdinand Piëch war das dritte Kind des Wiener Anwalts [[Anton Piëch]] und dessen Frau [[Louise Piëch|Louise]], Tochter von [[Ferdinand Porsche]]. Sein älterer Bruder Ernst Piëch (*&amp;amp;nbsp;1929) ist Schwiegersohn des ersten VW-Generaldirektors [[Heinrich Nordhoff]]. Die Schwester Louise Daxer-Piëch (1932–2006) war in der Geschäftsführung des österreichischen VW/Porsche-Generalimporteurs (heute: [[Porsche Holding]]) in Salzburg tätig. Der jüngere Bruder Hans-Michel Piëch (*&amp;amp;nbsp;1942) ist Rechtsanwalt in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1952 bis 1958 besuchte Ferdinand Piëch das Schweizer Internat [[Lyceum Alpinum Zuoz]] im Engadin. Nach dem Studium des [[Maschinenbau]]s an der [[ETH Zürich]] –&amp;amp;nbsp;mit einer Diplomarbeit zur Entwicklung eines [[Formel 1|Formel-1]]-Motors&amp;amp;nbsp;– begann er 1963 seine Karriere unter seinem Onkel [[Ferry Porsche]] bei der [[Porsche|Dr.&amp;amp;nbsp;Ing.&amp;amp;nbsp;h.c. F.&amp;amp;nbsp;Porsche&amp;amp;nbsp;KG]]&amp;lt;!--bis 1972 noch Kommanditgesellschaft --&amp;gt; in [[Zuffenhausen]]. Dort leitete er ab 1965 die Entwicklungsabteilung und wurde 1971 &amp;#039;&amp;#039;Technischer Geschäftsführer&amp;#039;&amp;#039;. Während dieser Zeit leitete er unter anderem ab 1966 für VW die Entwicklung eines Kompaktwagens ([[Volkswagen EA 266]]) mit dem Motor unter der Rücksitzbank, der Nachfolger des [[VW Käfer|Käfers]] werden sollte. Das Projekt wurde 1971 beendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/44914883 &amp;#039;&amp;#039;Große Wäsche.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 46/1971, Seite 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Vieweg: [https://www.zeit.de/mobilitaet/2016-06/vw-kaefer-nachfolger-ea-266-golf &amp;#039;&amp;#039;Vergeblicher Hoffnungsträger.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1972 mussten sich aufgrund eines Familienbeschlusses alle Familienmitglieder aus der Geschäftsführung bei Porsche zurückziehen. Piëch gründete daraufhin in Stuttgart ein eigenes Konstruktionsbüro, das für Daimler-Benz den Fünfzylinder-Dieselmotor [[Mercedes-Benz OM 617|OM 617]] entwickelte, der 1974 im [[Mercedes-Benz /8|Mercedes 240 D 3.0]] (W 115) erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1972 wurde Piëch bei der VW-Tochtergesellschaft [[Audi AG|Audi NSU Auto Union AG]] im Werk [[Ingolstadt]] Hauptabteilungsleiter für Sonderaufgaben in der technischen Entwicklung und war ab 1975 Vorstandsmitglied für Technik. Auf seine Initiative brachte Audi NSU 1976 den ersten Pkw mit [[VW EA828|Fünfzylinder]]-Ottomotor ([[Audi 100 C2|Audi 100 5E]]) auf den Markt. Am 1.&amp;amp;nbsp;September 1983 zum stellvertretenden Audi-NSU-Vorstandsvorsitzenden ernannt, übernahm Ferdinand Piëch am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1988 als Nachfolger von [[Wolfgang R. Habbel]] den Posten des Vorstandsvorsitzenden des seit 1985 unter dem Namen Audi&amp;amp;nbsp;AG firmierenden Unternehmens, wo er das neue Audi-Markenbild maßgeblich mitgestaltete. Es wurden einige Studien und [[Prototyp (Technik)|Prototypen]] entwickelt, die es nicht zur Serienreife schafften, jedoch auch für Audi bedeutende Neuerungen wie der permanente [[quattro-Antrieb|&amp;#039;&amp;#039;quattro&amp;#039;&amp;#039;-Allradantrieb]] (1980) und der [[TDI (Motorentechnik)|TDI-Motor]] mit Dieseldirekteinspritzung (1989).&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Brügge: [https://www.autobild.de/klassik/artikel/prototypen-von-audi-5705911.html &amp;#039;&amp;#039;Geheime Autos mit vier Ringen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Auto Bild]]&amp;#039;&amp;#039;, 15. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit bei Volkswagen ==&lt;br /&gt;
=== Im Management ===&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1993 wurde Ferdinand Piëch als Nachfolger von [[Carl Horst Hahn|Carl Hahn]] Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, die damals hohe Verluste erwirtschaftete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfons Frese |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Wer ist Ferdinand Piëch?&amp;#039;&amp;#039; |Datum=2006-03-06 |Sammelwerk=[[Tagesspiegel]] |Online=https://web.archive.org/web/20210413165119/https://www.tagesspiegel.de/zeitung/wer-ist-ferdinand-piech/690290.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er adressierte vor allem drei Bereiche: Erstens sollten die Produktion und die Beschaffung optimiert werden. Zweitens sollten bei der Qualität keine Kompromisse mehr eingegangen werden, und drittens dehnte er das Angebot des VW-Konzerns in zusätzliche Bereiche wie Hochpreissegment und Lastwagengeschäft aus. Bis 2002 war Ferdinand Piëch Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, danach bis April 2015 Vorsitzender des Aufsichtsrates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Produktionsoptimierung, Beschaffung ===&lt;br /&gt;
Piëch holte 1993 [[José Ignacio López de Arriortúa|José Ignacio López]] und sieben seiner Mitarbeiter von [[General Motors]] (GM) zum Volkswagen-Konzern nach [[Wolfsburg]], wo dieser den neuen Vorstandsbereich &amp;#039;&amp;#039;Produktionsoptimierung und Beschaffung&amp;#039;&amp;#039; übernahm. Auf Grund der Umstände des Übertritts – Lopéz hatte offenbar GM-Firmeninterna mitgenommen – erstattete Opel bzw. General Motors Strafanzeige gegen die neuen VW-Mitarbeiter. Parallel wurde in den USA eine Klage auf Grundlage des [[Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act|RICO-Acts]], eines Gesetzes, das ursprünglich zur Bekämpfung organisierten Verbrechens geschaffen wurde, erhoben, von der auch Piëch betroffen war. In beiden Fällen unterstellte General Motors Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen und [[Wirtschaftsspionage|Industriespionage]]. Die Klagen wurden nach einem Vergleich zurückgezogen. Piëch musste dazu López 1996 zum Rücktritt drängen, außerdem zahlte VW 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz an GM und bezog für 1 Milliarde US$ Bauteile von GM.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/wirtschaft/article868486/Verdaechtige-bei-Opel-Oracle-und-Ferrari.html &amp;#039;&amp;#039;Industriespionage. Verdächtige bei Opel, Oracle und Ferrari&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Mai 2007.&amp;lt;br /&amp;gt;Heinz Blüthmann: [https://www.zeit.de/1997/04/lopez.txt.19970117.xml &amp;#039;&amp;#039;López hat VW mehr gebracht als geschadet.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. Januar 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden flexiblere Arbeitszeitmodelle eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit umfangreichen [[Restrukturierung|Umstrukturierungs]]- und [[Rationalisierung (Ökonomie)|Rationalisierungsmaßnahmen]] zur Kostensenkung gelang es Piëch, den Volkswagen-Konzern in den ersten Jahren wieder in die Gewinnzone zu bringen.&amp;lt;ref name=verflixt&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=8849014 |Titel=Das verflixte fünfte Jahr |Autor=[[Richard Rickelmann]], Dietmar Hawranek |Jahr=1997 |Nr=52}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualität ===&lt;br /&gt;
Vor allem im US-amerikanischen Geschäft wirkten sich in den 1980er Jahren anfängliche Qualitätsprobleme vor allem beim Golf (dort Rabbit genannt) verheerend aus. Der durch den Käfer erarbeitete gute Ruf war schnell aufgebraucht, der mit dem Käfer erlangte mehrjährige Vorsprung gegenüber der japanischen Konkurrenz wurde verspielt und VW schloss die Produktion in den Vereinigten Staaten. Nach seinem Amtsantritt 1993 ging Piëch nur noch wenig Kompromisse bei der Qualität ein. Der 1991 eingeführte Golf III litt noch an Qualitätsproblemen, die durch Piëchs und Lopez’ Sparbemühungen noch verstärkt wurden. In manchen Fällen führten diese Qualitätsansprüche dazu, dass die Auslieferung um Monate verzögert wurde. Piëch war sehr interessiert, die Ursache für Fertigungsprobleme zu kennen und sie zu beseitigen. So wurde z. B. 1997 die [[Fahrzeugsäule|B-Säule]] beim [[VW Golf IV|Golf IV]] verstärkt und teilweise von Hand gefertigt, um beim Seitenaufpralltest nicht schlechter als die Mercedes A-Klasse zu sein.&amp;lt;ref name=grösseralsnötig&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13523246.html &amp;#039;&amp;#039;„Der Schaden wird größer als nötig“&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. August 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=steilbergab&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13526946.html &amp;#039;&amp;#039;Steil bergab.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 23. November 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=verflixt /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/motor/article160308325/Mehr-als-nur-solide-und-wertstabil.html &amp;#039;&amp;#039;Mehr als nur solide und wertstabil.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Geschäftsbereiche ===&lt;br /&gt;
In Piëchs Amtszeit als Vorstandsvorsitzender bei Volkswagen kam es auch zum Einstieg ins Hochpreissegment. 1997 wurde die Firma [[Rolls-Royce Motor Cars]] gekauft, allerdings ohne die Rechte an der Marke &amp;#039;&amp;#039;Rolls-Royce&amp;#039;&amp;#039;, die an [[BMW]] gingen. Deshalb konnte nur die Marke [[Bentley]] für die Luxusmodelle verwendet werden. 1998 wurde die Marke &amp;#039;&amp;#039;Bugatti&amp;#039;&amp;#039; gekauft und [[Bugatti Automobiles]] gegründet. Ebenfalls 1998 übernahm die Volkswagen-Tochter Audi AG die italienische Firma [[Lamborghini]]. Im Mai 2002 kam das Oberklasse-Modell &amp;#039;&amp;#039;[[VW Phaeton|Phaeton]]&amp;#039;&amp;#039; heraus. Die Modellpalette wurde mit Touareg, Touran und New Beetle erweitert. Im Nutzfahrzeugbereich wurden [[Scania]] und [[MAN]] übernommen. Mit [[Italdesign Giugiaro]] wurde im Jahr 2010 das Unternehmen übernommen, dessen Gründer [[Giorgetto Giugiaro]] den Golf I entworfen hatte. Schließlich folgte noch die Übernahme von [[Ducati]] und damit der Einstieg ins Zweiradgeschäft.&amp;lt;ref name=chronik19922012&amp;gt;{{Webarchiv|text=Volkswagen Chronik, 1992–2012, Die Globalisierung des Mobilitätskonzerns |url=http://www.chronik.volkswagenag.com/inc/pdf.php?year=1992&amp;amp;lang=de |wayback=20150704073143}}, Volkswagen, zugegriffen am 31. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Horrmann]]: [https://www.welt.de/print-welt/article624422/Ueber-eine-Fusion-duerfen-Sie-spekulieren.html „Über eine Fusion dürfen Sie spekulieren“] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Wittich: [https://www.auto-motor-und-sport.de/news/vw-uebernimmt-italdesign-zu-mehr-als-90-prozent-giugiaro-gehoert-nun-lamborghini/ &amp;#039;&amp;#039;Giugiaro gehört nun Lamborghini.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[auto motor und sport]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschied von VW ===&lt;br /&gt;
Am 10. April 2015 machte er öffentlich, er sei zu [[Martin Winterkorn]], dem Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG und Porsche Automobil Holding SE, „auf Distanz“.&amp;lt;ref&amp;gt;spiegel.de vom 10. April 2015: [http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-ag-ferdinand-piech-kritisiert-martin-winterkorn-a-1027921.html „Ich bin auf Distanz zu Winterkorn“].&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 25. April 2015 trat Piëch von allen Mandaten im Volkswagen-Konzern mit sofortiger Wirkung zurück, weil die Mitglieder des Präsidiums des Aufsichtsrats der Volkswagen AG das für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendige wechselseitige Vertrauen nicht mehr gegeben sahen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Erklärung des Aufsichtsratspräsidiums der Volkswagen AG |url=http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/news/2015/04/AR_PM.html |wayback=20150614194449}} (25. April 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rainer Hank]], Georg Meck: [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/im-portraet-ferdinand-piech-das-abrupte-ende-einer-patriarchenkarriere-13559619.html &amp;#039;&amp;#039;Das böse Ende eines guten Lebens.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermögen, Vermächtnis, Privates ==&lt;br /&gt;
=== Verträge ===&lt;br /&gt;
Das Vermögen des Gründers Ferdinand Porsche wurde zu gleichen Teilen auf die Familien Piëch und Porsche verteilt. Die Zusammenarbeit ist in einem Vertrag geregelt, in dem die acht Enkel und Marlene Porsche, die geschiedene Frau von Gerd Porsche, neun Gesellschaftergruppen bilden. Ferdinand Piëch übertrug im September 2010 seine Anteile an der &amp;#039;&amp;#039;[[Porsche Automobil Holding]]&amp;#039;&amp;#039; sowie die Anteile an dem Salzburger Autohandelsunternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[Porsche Holding]] GmbH&amp;#039;&amp;#039; an die beiden Privatstiftungen &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Karl Alpha&amp;#039;&amp;#039; (betr. Porsche Stuttgart) und &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Karl Beta&amp;#039;&amp;#039; (betr. Porsche Salzburg) mit Sitz in Wien. In zwei je 38-seitigen Stiftungsurkunden versuchte er, eine [[Nachhaltigkeit|nachhaltige]] Lösung für die gesicherte Zukunft der Unternehmen zu schaffen. Demzufolge behielt Piëch zeitlebens allein die Verfügungsgewalt; ferner übernahm Ehefrau Ursula bei Einhaltung gewisser Klauseln eine bedeutende Rolle im Stiftungsrat und eheliche Kinder haben mehr Stimmrechte als nichteheliche.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/v2/stories/2015283 &amp;#039;&amp;#039;Nachlass auf 38 Seiten genau geregelt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[ORF]]&amp;#039;&amp;#039;, 18. September 2010 unter Berufung auf [[Focus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2017 verkaufte Piëch den größten Teil seiner Stammaktien der Porsche Automobil Holding SE an die Familien Porsche und Piëch. Außerdem legte er sein Aufsichtsratsmandat bei der Gesellschaft nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.paz-online.de/Nachrichten/Volkswagen/Ex-VW-Patriarch-Piech-legt-sein-letztes-Automandat-nieder |wayback=20190827215736 |text=&amp;#039;&amp;#039;Ex-VW-Patriarch legt sein letztes Automanadat nieder.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Peiner Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Porsche und Volkswagen ===&lt;br /&gt;
Die Familien Porsche und Piëch kontrollieren die Porsche Automobil Holding SE. Ferdinand Piëch allein besaß mindestens 14 Prozent der Stammaktien. In der Zeit seines Aufsichtsratsvorsitzes bei der Volkswagen AG und seiner gleichzeitigen Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bei der Porsche AG erwarb die Porsche AG Anfang des Jahres 2005 einen Anteil von zirka 21 Prozent der [[Aktie|Stammaktien]] der Volkswagen AG und baute diesen bis Oktober 2008 auf gut 42,6 Prozent aus, was einer faktischen Mehrheit auf der Hauptversammlung des Konzerns entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/autokonzerne-porsche-bringt-vw-unter-seine-kontrolle-a-578552.html &amp;#039;&amp;#039;Porsche bringt VW unter seine Kontrolle.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. September 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Presseberichten ermittelte die Staatsanwaltschaft Stuttgart seit Februar 2013 gegen Piëch im Zusammenhang mit dem Erwerb der VW-Aktien durch Porsche in den Jahren 2005 bis 2008. Es ging um den Vorwurf, Porsche habe 2008 in öffentlichen Erklärungen fälschlicherweise seine Absicht zur Aufstockung der VW-Beteiligung dementiert. Piëch wurde – wie auch andere seinerzeitige Mitglieder des Aufsichtsrats – der Beihilfe zur [[Marktmanipulation]] beschuldigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Ruhkamp: [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/staatsanwalt-ermittelt-ferdinand-piech-wird-der-taeuschung-beschuldigt-12060499.html &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Piëch wird der Täuschung beschuldigt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Ferdinand Piëch hatte nach eigenen Angaben zwölf&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-399710.html &amp;#039;&amp;#039;Umstrittene Krawatten und unbekannte Kinder.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[manager magazin]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. Februar 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kinder aus vier Beziehungen, davon drei aus der im September 1984 geschlossenen (letzten) Ehe mit [[Ursula Piëch]].&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Appel: [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/ursula-piech-von-der-gouvernante-zur-konzernlenkerin-11038886.html &amp;#039;&amp;#039;Von der Gouvernante zur Konzernlenkerin.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; 20. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fünf Kinder stammen aus der ersten Ehe mit Corina Piëch, geb. von Planta. Zwei Kinder stammen aus einer zwölf Jahre langen Verbindung mit Marlene Porsche aus der [[Porsche (Familie)|Familie Porsche]], der später geschiedenen Frau seines Vetters Gerhard Porsche.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Helmer: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Unberührt und ungerührt.&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/ferdinand-piech-unberuehrt-und-ungeruehrt-1381535.html |wayback=20141228045031}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. Dezember 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei weitere Kinder entstammen einer weiteren Beziehung. Laut einer Erklärung der Witwe Ursula Piëch hinterließ er – abweichend – dreizehn Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/dokumentation-die-erklaerung-der-witwe-ursula-piech-im-wortlaut/24945126.html &amp;#039;&amp;#039;Die Erklärung der Witwe Ursula Piëch im Wortlaut.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handelsblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. August 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde erstmals der Öffentlichkeit bekannt, dass Piëch einen 1973 geborenen Sohn Hans aus seiner Beziehung mit Marlene Porsche hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jan Dams |Titel=Ferdinand Piëch: Hans Porsche ist sein 13. Kind |Datum=2019-08-31 |Online=https://www.welt.de/wirtschaft/article199475926/Ferdinand-Piech-Hans-Porsche-ist-sein-13-Kind.html |Abruf=2019-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Marlene Porsche: Sohn Hans ist 13. leibliches Kind von Piëch |Datum=2019-08-31 |Online=https://www.sn.at/panorama/international/marlene-porsche-sohn-hans-ist-13-leibliches-kind-von-piech-75575968 |Abruf=2023-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Anton Piëch stellte beim Automobilsalon in Genf im Frühjahr 2019 den elektrisch angetriebenen Sportwagen [[Piëch Mark Zero]] vor, der 2022 auf den Markt kommen sollte. Ferdinand Piëch legte aber Wert auf die Feststellung, dass er mit diesem Projekt nichts zu tun gehabt habe und haben werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Claus Hecking]] |titel=Ingenieur der Macht |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2019-08-27 |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ferdinand-piech-ingenieur-der-macht-nachruf-auf-den-ex-vw-chef-a-1283790.html |abruf=2019-08-27 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einem Zeitungsartikel vom Februar 2019 hatte Ferdinand Piëch nur mit dem jüngsten seiner Kinder, dem Sohn Gregor, eine engere Beziehung.&amp;lt;ref&amp;gt;Timo Völker: [https://diepresse.com/home/motor/elektroautos/5584733/Piechs-Mark-Zero_Nicht-unbedingt-nach-Papas-Geschmack &amp;#039;&amp;#039;Piëchs Mark Zero: Nicht unbedingt nach Papas Geschmack&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[DiePresse.com]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. Februar 2019, abgerufen am 27. August 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Piëch starb am 25. August 2019 im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus in Rosenheim, nachdem er während eines Restaurantbesuchs in der &amp;#039;&amp;#039;[[Heinz Winkler (Koch)#Ab 1991: Residenz Heinz Winkler|Residenz Heinz Winkler]]&amp;#039;&amp;#039; in Aschau im Chiemgau kollabierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tod 2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maximilian Kettenbach, Marcel Görmann |url=https://www.merkur.de/wirtschaft/ferdinand-piech-tot-drama-um-ex-vw-chef-bei-starkoch-wollte-wasser-und-aspirin-zr-12947753.html |titel=Drama um Ex-VW-Chef Piëch: Er brach in Restaurant zusammen – Starkoch nennt Details |werk=[[Münchner Merkur]] |abruf=2019-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tod 1&amp;quot; /&amp;gt; Die Beisetzung fand in der Gemeinde [[Piesendorf]], [[Land Salzburg|Bundesland Salzburg]], statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Nerger |url=https://knerger.de/html/piechferunternehmer_72.html |titel=Das Grab von Ferdinand Piëch |werk=knerger.de |abruf=2022-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anerkennung und Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Leistungen ===&lt;br /&gt;
Als Leistungen Piëchs im VW-Konzern können unter anderem der (während seiner Zeit als VW-Vorstandsvorsitzender jedoch wieder relativierte) Aufbau von Audi als Premium-Marke und der Auf- und Ausbau von [[Seat]] und [[Škoda Auto|Škoda]] genannt werden. Anzuführen sind auch die Entwicklungen des kommerziell relativ erfolglosen &amp;#039;&amp;#039;Dreiliter&amp;#039;&amp;#039;-[[VW Lupo|Lupo]] und die Studie des straßentauglichen [[Niedrigenergiefahrzeug|Einliterautos]] [[VW XL1]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.derstandard.at/story/1363706923043/piech-im-1-liter-auto-am-anfang-war-der-pinguin |titel=Piëch im 1-Liter-Auto: Am Anfang war der Pinguin| zugriff=5. April 2013 |datum=5. April 2013 |autor=Herbert Völker |werk=[[Der Standard]] }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Kauf der Nobelmarken [[Bentley]] und [[Bugatti Automobiles]] fiel unter seine [[Ägide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Detailversessenheit auf geringe [[Spaltmaß]]e, die nur bei hoher Karosseriesteifigkeit möglich sind und daher ein Qualitätsmerkmal darstellen, erhielt er den Spitznamen &amp;#039;&amp;#039;Fugen-Ferdl&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=20074227|Titel=Der Rowdy steckt in uns allen|Autor=[[Rafaela von Bredow]]|Jahr=2001|Nr=37|Seiten=148}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geringe Spaltmaße senken außerdem den [[Strömungswiderstandskoeffizient|Cw-Wert]] von Autos.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auto-motor-und-sport.de/karosserie/luftwiderstand-an-kraftfahrzeugen/ &amp;#039;&amp;#039;Aerodynamik &amp;amp; Luftwiderstand&amp;#039;&amp;#039;] (2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
* 1984: [[Ehrendoktor]] der [[Technische Universität Wien|TU Wien]]&lt;br /&gt;
* 1999: Ehrendoktor der [[ETH Zürich]]&lt;br /&gt;
* 1999: Ehrenbürger von [[Zwickau]]&lt;br /&gt;
* 2001: Ehrenbürger von [[Ingolstadt]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://archive.today/2015.04.28-180801/http://www2.ingolstadt.de/index.phtml?NavID=1842.28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2002: Ehrenbürger von [[Wolfsburg]]&lt;br /&gt;
* 2014: Ehrenbürger von [[Braunschweig]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.braunschweig.de/leben/stadtportraet/geschichte/stadtchronik.html?id4=2014 Stadtchronik Braunschweig 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1999 wurde Piëch von der Global Automotive Elections Foundation zum &amp;#039;&amp;#039;Automobilmanager des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;James G. Cobb: [https://www.nytimes.com/1999/12/24/automobiles/this-just-in-model-t-gets-award.html &amp;#039;&amp;#039;This Just In: Model T Gets Award&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times]]&amp;#039;&amp;#039;, 24. Dezember 1999 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2002 erhielt er die [[Wilhelm-Exner-Medaille]].&lt;br /&gt;
* 2003: [[Liste der Inhaber einer Grashof-Denkmünze|Grashof-Denkmünze]] des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereins Deutscher Ingenieure]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=„Die höchste Auszeichnung des VDI hat für viele den Ruf eines Nobelpreises für Technik“ |Sammelwerk=VDI nachrichten |Nummer=20 |Datum=2003-05-16 |ISSN=0042-1758 |Seiten=35}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2011 wurde er von der Branchen- und Wirtschaftszeitung &amp;#039;&amp;#039;Automobilwoche&amp;#039;&amp;#039; mit dem &amp;#039;&amp;#039;Auto-Star des Jahrzehnts&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.automobilwoche.de/article/20110116/NACHRICHTEN/110119959/automobilwoche-leser-wahlen-ferdinand-k-pi%C3%ABch-zur-personlichkeit-des-jahrzehnts &amp;#039;&amp;#039;Automobilwoche-Leser wählen Ferdinand K. Piëch zur Persönlichkeit des Jahrzehnts.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Automobilwoche&amp;#039;&amp;#039;, 16. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2011 wurde Piëch vom &amp;#039;&amp;#039;[[Manager Magazin]]&amp;#039;&amp;#039; zum &amp;#039;&amp;#039;wichtigsten Manager seit 1971&amp;#039;&amp;#039; gewählt. Eine Jury aus Unternehmensberater [[Roland Berger]], dem Deutschland-Chef der Investmentbank [[Goldman Sachs]], [[Alexander Dibelius]], den Unternehmensberatern Hermann Simon und Reinhard K. Sprenger, dem Wirtschaftsanwalt und Ferrostaal-Aufsichtsratsvorsitzenden Georg Thoma sowie &amp;#039;&amp;#039;manager-magazin&amp;#039;&amp;#039;-Chefredakteur Arno Balzer würdigte damit seine Leistungen für die deutsche [[Wirtschaft]] und [[Automobilindustrie]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-792662.html &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Piëch zum wichtigsten Manager seit 1971 gewählt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Manager Magazin]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. Oktober 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2012: Honorarprofessor für Kraftfahrzeugtechnik an der [[Westsächsische Hochschule Zwickau|Westsächsischen Hochschule Zwickau]]&amp;lt;ref&amp;gt;WHZ-Pressemitteilung vom 26. November 2012 {{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://www.fh-zwickau.de/index.php?id=9170&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=2121&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=529&amp;amp;cHash=e8870c3ebc |wayback=20130116072407}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2014: [[Liste der Ehrensenatoren der Technischen Universität Wien|Ehrensenator der Technischen Universität Wien]]&lt;br /&gt;
* 2014: Aufnahme in die &amp;#039;&amp;#039;Automotive Hall of Fame&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.automotivehalloffame.org/honoree/ferdinand-piech/ |titel= Ferdinand Piech {{!}} Automotive Hall of Fame |abruf=2020-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik ===&lt;br /&gt;
==== Kauf von Rolls-Royce ====&lt;br /&gt;
Der Kauf der [[Rolls-Royce Motor Cars]] vom Rüstungskonzern [[Vickers]] erwies sich als problematische Investition. Volkswagen führte sie zunächst als &amp;#039;&amp;#039;Rolls-Royce &amp;amp; Bentley Motor Cars Ltd.&amp;#039;&amp;#039; weiter. Da aber die Namensrechte an Rolls-Royce indirekt bei [[BMW]] lagen, musste Volkswagen die prestigeträchtige Marke Rolls-Royce an BMW verkaufen und konnte selbst nur den Markennamen Bentley nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fehlentwicklungen im VW-Konzern ====&lt;br /&gt;
Entwicklung und Bau des Oberklassemodells [[VW Phaeton|Phaeton]] sowie der Kauf und Aufbau der Luxusmarke Bugatti erwiesen sich trotz technischer Innovationen als wirtschaftliche Misserfolge und kosteten Volkswagen jährlich große Beträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für den Passat W8. Obwohl die Entwicklung schon weit fortgeschritten war, wechselte Piëch beim 1996 präsentierten Mittelklassemodell [[VW Passat B5|Passat]] von einer am VW Golf orientierten Plattform auf die des Audi A4 und somit vom Quereinbau des Motors zum Längseinbau, um auch in dieser Klasse Fahrzeuge mit mehr als sechs [[Zylinder (Technik)|Zylindern]] anbieten zu können. Mit enormem Aufwand wurde eigens für diesen Zweck ein Achtzylindermotor in [[W-Motor|W-Form]] entwickelt. Dieses W8-Modell wurde selten verkauft und der Motor wurde in keinem anderen Konzernmodell eingesetzt, was die anschließende Einstellung der Produktion bedingte. Der ab 2005 gebaute [[VW Passat B6|Passat B6]] und seine Nachfolger sind wieder Fahrzeuge mit quer eingebautem Motor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Qualitätsprobleme ====&lt;br /&gt;
Darüber hinaus führte die Sparpolitik unter Piëch mit dem neu geschaffenen Vorstandsbereich &amp;#039;&amp;#039;Produktionsoptimierung und Beschaffung&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung von [[José Ignacio López de Arriortúa|Ignacio López]] zu erheblichen Qualitätsproblemen, insbesondere bei den VW Golf IV der ersten Produktionsjahre (zum Beispiel [[Zahnriemen]]schäden, gerissene [[Motorblock|Motorblöcke]] und Lack- und Karosseriemängel), die durch hohe [[Gewährleistung]]skosten den VW-Konzern belasteten und zu Imageproblemen führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Personalpolitik ====&lt;br /&gt;
Als Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG war er mitverantwortlich für die Entlassung zahlreicher Angestellter des oberen Managements sowie einer Vielzahl von Vorständen, sowohl bei Volkswagen als auch insbesondere bei Audi. Beispiele:&lt;br /&gt;
* der Audi-Chef [[Franz-Josef Kortüm]], der 1993 schon nach 13 Monaten verabschiedet wurde, weil Piëch mit den Absatzzahlen nicht zufrieden war.&lt;br /&gt;
* Auch dessen Nachfolger [[Herbert Demel]] musste den Posten nach wiederholten Auseinandersetzungen mit Piëch bald wieder räumen.&lt;br /&gt;
* Darauf folgte [[Franz-Josef Paefgen]]. Piëch entließ ihn 2001; zuvor hatte er ihm in einem FAZ-Interview &amp;#039;&amp;#039;Stillstand&amp;#039;&amp;#039; bei Audi vorgeworfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ_20060305&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/ferdinand-piech-die-intrigen-des-porsche-enkels-1308039.html |titel=Die Intrigen des Porsche-Enkels |autor=Henning Peitsmeier |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |datum= 2006-03-05 |zugriff= 2015-04-28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Diskussion um die Zukunft des VW-Vorstandschefs [[Bernd Pischetsrieder]] Anfang 2006, der einst von Piëch als dessen Nachfolger aufgebaut wurde, wurde von einer Aussage Piëchs angestoßen. Dieser stellte im Februar 2006 öffentlich die Unterstützung Pischetsrieders seitens der Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat von VW in Frage. Dennoch wurde der Vertrag Pischetsrieders im Mai 2006 verlängert. Das hinderte den Aufsichtsrat allerdings nicht daran, Pischetsrieder zum 31. Dezember 2006 seines Vorstandspostens zu entheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== VW-Abgasskandal ====&lt;br /&gt;
Piëchs Rolle im [[Abgasskandal|VW-Abgasskandal]] ist ungeklärt, vor allem, wann er von den Vorwürfen erfahren hat. Piëch behauptete, er habe Mitglieder des [[Aufsichtsrat]]s wie den [[Ministerpräsident]]en von Niedersachsen, [[Stephan Weil]], und den Betriebsratsvorsitzenden [[Bernd Osterloh]] frühzeitig über Unstimmigkeiten im Bereich der Software informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/vw-piech-belastet-winterkorn-a-1133081.html |titel=Piech belastet Winterkorn in Abgasaffäre |werk=[[Manager Magazin]] |datum=2017-02-03 |zugriff=2017-02-11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Februar 2017 lehnte er es ab, als Zeuge vor dem [[Abgasskandal#Untersuchungsausschuss des Bundestages|Bundestags-Untersuchungsausschuss]] auszusagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/piech-lehnt-erscheinen-vor-u-ausschuss-zum-vw-skandal-ab-14872261.html |titel=Piëch will nicht vor Bundestagsausschuss zum VW-Skandal aussagen |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |datum=2017-02-11|zugriff=2017-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.strate.net/de/dokumentation/Piech-Schreiben-an-Untersuchungsausschuss-2017-02-19.pdf Schreiben] (pdf) von Piëchs Anwalt [[Gerhard Strate]] an den 5. Untersuchungsausschuss (19. Februar 2017)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Fürweger]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Piëch – der Automanager des Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Ueberreuter, Wien 2011, ISBN 978-3-8000-7495-2.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Fürweger: &amp;#039;&amp;#039;Die PS-Dynastie: Ferdinand Porsche und seine Erben.&amp;#039;&amp;#039; Ueberreuter, Wien 2007, ISBN 978-3-8000-7271-2.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Grässlin]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Piëch: Techniker der Macht.&amp;#039;&amp;#039; Droemer, München 2000, ISBN 3-426-27182-6.&lt;br /&gt;
* Ferdinand Piëch: &amp;#039;&amp;#039;Auto. Biographie&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 2002, ISBN 3-455-09336-1.&lt;br /&gt;
* Rita Stiens: &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Piëch – der Auto-Macher.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, München 2001, ISBN 3-548-70027-6.&lt;br /&gt;
* Eckhard Schimpf: &amp;#039;&amp;#039;Porsche und Piech – Die Rennwagen des Ferdinand Piech von 1963 bis 1972.&amp;#039;&amp;#039; Delius Klasing, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-7688-3593-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Radio-Feature ===&lt;br /&gt;
* [[Walter Filz]]: &amp;#039;&amp;#039;Pieta Piëch. Ein Dokumentarpassionsspiel.&amp;#039;&amp;#039; [[Südwestrundfunk]], 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Podcast mit Erlebnissen von Zeitgenossen Ferdinand Piechs: [https://www.youtube.com/watch?v=sj4lJBL_S4s]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121676854}}&lt;br /&gt;
* {{Exner-db|Name=Ferdinand Piëch}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/616926/ „Piech außer Kontrolle“], [[Deutschlandfunk]], 19. April 2007&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www1.ndr.de/wirtschaft/vwanklage14.html | wayback=20090517082408 | text=„Piëchs Rolle in VW-Affäre wird neu beleuchtet“}}, [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]], 26. November 2007&lt;br /&gt;
* Hendrik Ankenbrand: [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/porsche/ferdinand-piech-mit-aller-macht-1830087.html &amp;#039;&amp;#039;Mit aller Macht&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Juli 2009 (Porträt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Naviblock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorstandsvorsitzender der Audi AG&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121676854|LCCN=n00110736|VIAF=27933673}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Piech, Ferdinand}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manager (Automobilindustrie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Automobilbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinenbauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Zwickau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Niedersächsischen Landesmedaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Wilhelm-Exner-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Zwickau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Wolfsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Ingolstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Braunschweig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Technischen Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der ETH Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der ETH Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Volkswagen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Audi)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Porsche|Ferdinand Piech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2019]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Piëch, Ferdinand&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Piëch, Ferdinand Karl (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Manager in Deutschland und Aufsichtsratsvorsitzender des VW-Konzerns&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. April 1937&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. August 2019&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rosenheim]] oder [[Aschau im Chiemgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nicole Graf</name></author>
	</entry>
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