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	<title>Ferdinand Herold - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T12:08:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ferdinand_Herold&amp;diff=1081676&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Godihrdt: Eigenschreibweise angepasst (DER SPIEGEL → Der Spiegel)</title>
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		<updated>2025-06-08T10:15:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eigenschreibweise angepasst (DER SPIEGEL → &lt;a href=&quot;/index.php/Der_Spiegel&quot; title=&quot;Der Spiegel&quot;&gt;Der Spiegel&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum französischen Komponisten selben Namens siehe [[Ferdinand Hérold]] (1791–1833).}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Joseph Ludwig Herold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. August]] [[1783]], [[Münster]]; † [[24. Februar]] [[1860]], [[Amelsbüren|Amelsbüren-Loevelingloh]]) war ein deutscher [[Apotheker]], [[Botaniker]], [[Chemiker]], [[Unternehmer]] und [[Hochschullehrer]]. Er entwickelte ein Verfahren zur Herstellung von [[Holzkohle]] in geschlossenen Öfen und begründete mit [[Ignaz von Landsberg-Velen und Gemen]] die [[chemische Fabrik]] &amp;#039;&amp;#039;F. Herold &amp;amp; Comp.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Luisenhuette 20080510.JPG|mini|Luisenhütte bei Balve]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wocklum-Schloss2-Asio.JPG|mini|Schloss Wocklum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ferdinand Herold stammte aus einer Apothekerfamilie. Sein Vater Baltasar Herold (1755–1800) hatte 1786 am [[Prinzipalmarkt]] in Münster die [[Apothekenwesen im Hochstift Münster|Löwenapotheke]] erworben und war zudem Garnisonsapotheker. Sein Onkel war der Theologe [[Melchior Herold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferdinand führte nach dem Tod seines Vaters die Löwenapotheke weiter. Zudem absolvierte ein Pharmaziestudium, das er 1806 in Düsseldorf mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] abschloss. 1809 übernahm er einen [[Lehrauftrag]] für praktische und theoretische Pharmazie sowie für pharmazeutische [[Botanik]] an der 1780 eingerichteten [[Medizinische Fakultät|medizinischen Fakultät]] der [[Universität Münster]]. Zudem war er [[Assessor]] im Medizinalkollegium der [[Regierungsbezirk Münster|Bezirksregierung]]. Nach Schließung der Fakultät 1818 endete auch der Lehrauftrag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit entwickelte er ein Verfahren, in geschlossenen Öfen [[Holzkohle]] herzustellen. Eine solche Produktion erwies sich als um ein Drittel billiger als die traditionelle Herstellung in einem [[Kohlenmeiler]], weil neben der Holzkohle weitere gut verkäufliche Nebenprodukte entstanden. 1822 gründete er gemeinsam mit &amp;#039;&amp;#039;Ignaz Reichsfreiherr von Landsberg-Velen und Gemen&amp;#039;&amp;#039;, der seit 1812 die [[Luisenhütte Wocklum]] bei [[Balve]] besaß und zur Eisenerzeugung Holzkohle benötigte, die chemische Fabrik &amp;#039;&amp;#039;F. Herold &amp;amp; Comp.&amp;#039;&amp;#039; und investierte hierzu neben seinen Fachkenntnissen 1.200 [[Reichsthaler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Landsberg-Velen stellte 7.000 Taler sowie die Luisenhütte und sein nahe gelegenes [[Schloss Wocklum]] als Produktions- und Laborstandorte zur Verfügung. Neben dem Hauptprodukt Holzkohle lieferte die Fabrik bis zu 38 verschiedene chemische Produkte, darunter [[Teer]], [[Holzessig]], [[Bleizucker]], [[Schwefelsäure]], [[Glaubersalz]], [[Salzsäure]], [[Chlorkalk]], [[Soda (Mineral)|Soda]], [[Salpetersäure]], [[Pottasche]], [[Seife]]n, [[Gips]] u.&amp;amp;nbsp;a. Die Landsbergschen Wälder gaben Holz als Brenn- und Rohstoff. Wasser lieferten ein Bach und der Hüttenteich. Für die Produktion der Mineralfarben und Metalloxyde konnte man auf die Luisenhütte in Wocklum, die Erzgruben Landsberg-Velens, den Bergbau und das metallverarbeitende Gewerbe im gesamten benachbarten [[Sauerland|Sauer]]-, [[Siegerland|Sieger]]- und [[Bergisches Land|Bergischen Land]] zurückgreifen. Auch [[Kalkstein|Kalk]] kam aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Kochsalz gab es in den gräflichen [[Saline]]n der Familie Landsberg-Velen zu [[Westernkotten]]. Lediglich [[Schwefel]] aus Sizilien und [[Chilesalpeter|Salpeter aus Chile]] und [[Ostindienhandel|Ostindien]] mussten teuer dazu gekauft werden. In [[Iserlohn]], [[Barmen]], [[Hamburg]] und [[Amsterdam]] richtete Herold Lager in Handelshäusern ein. Beliefert wurden zudem [[Wetzlar]], [[Karlsruhe]] und [[Herzogtum Nassau|Nassau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20140601 120848 Haus Loevelingloh, Münster (DSC02065).jpg|mini|Haus Loevelingloh, Amelsbüren]]&lt;br /&gt;
1836 schied Herold einvernehmlich aus dem wachsenden Unternehmen aus. Es [[Firma|firmierte]] danach als &amp;#039;&amp;#039;Freyherrliche von Landsberg Velensche Chemische Fabrick&amp;#039;&amp;#039;. Sein Nachfolger Heinrich Steimmig tätigte umfangreiche weitere Investitionen, die jedoch 1839 zu einer Überschuldung, beinahe zum Bankrott und zu seiner Entlassung führten. Danach führte Reichsfreiherr von Landsberg-Velen den Betrieb selbst weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herold zog sich auf das Landgut seiner Frau Theodora Herold geb. Steinmann, Erbin des Gutes Loevelingloh bei [[Amelsbüren]], zurück und widmete sich botanischen Studien und der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Aus Herolds Ehe mit Theodora Herold geb. Steinmann gingen u. a. hervor:&lt;br /&gt;
* [[Carl Herold]] (1848–1931), Zentrumspolitiker&lt;br /&gt;
* Maria Anna Henriette Clara (1850–1935), Ehefrau von [[Joseph Freusberg (Politiker, 1842)|Joseph Freusberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gitta Böth: &amp;#039;&amp;#039;Johann Ignaz Franz Maria von Landsberg-Velen, ein adeliger Unternehmer im bürgerlichen Zeitalter.&amp;#039;&amp;#039; Waxman, Münster 2009.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Schulte: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Köpfe.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 1977, S. 116 ff.&lt;br /&gt;
* Benno Stieber: &amp;#039;&amp;#039;Die Alternativen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Adel.&amp;#039;&amp;#039; Der Spiegel Geschichte, Ausgabe 6/2019, S. 53 ff.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Walter (Historiker)|Bernd Walter]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Beamtenschaft in Münster zwischen ständischer und bürgerlicher Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 1987, S. 417.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1104158515|LCCN=|VIAF=99146708122900841608}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Herold, Ferdinand}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apotheker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1783]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Herold, Ferdinand&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Herold, Ferdinand Joseph Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Apotheker, Botaniker, Chemiker, Unternehmer und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. August 1783&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Februar 1860&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Godihrdt</name></author>
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