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	<title>Ferdinand Bloch-Bauer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T20:38:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ferdinand_Bloch-Bauer&amp;diff=920110&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-17699-0: Rechtschreibkorrektur</title>
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		<updated>2025-07-17T19:28:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibkorrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Ferdinand Bloch|Zum Zeichner siehe [[Felix Bloch (Zeichner)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Bloch-Bauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geb. [[16. Juli]] [[1864]] in [[Mladá Boleslav|Jungbunzlau]]/[[Böhmen]]; gest. [[13. November]] [[1945]] in [[Zürich]]; gebürtig &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Bloch&amp;#039;&amp;#039;) war ein österreichisch-tschechischer Zuckerfabrikant und Kunstliebhaber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Ferdinand Bloch wurde 1864 als der dritte Sohn des jüdischen Zuckerfabrikanten und Bankiers David Bloch (1820–1892) in Mladá Boleslav geboren&amp;lt;ref&amp;gt;[http://katalog.ahmp.cz/pragapublica/permalink?xid=1E010CAD23A911E08F90005056C00008&amp;amp;scan=1#scan1/ Wohnheimantrag der Prager Magistrat]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er besuchte die [[Handelsakademie]] in Prag und Finanzkurs in Berlin. Sodann arbeitete er im Familienbetrieb, der unter seiner Leitung zu einem europäischen Großunternehmen expandierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heirat mit Adele Bauer und Freundschaft mit Klimt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gustav Klimt 046.jpg|mini|[[Adele Bloch-Bauer|Adele Bauer]] von [[Gustav Klimt]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PanenskeBrezany0.jpg|mini|Schloss [[Panenské Břežany]] (deutsch: Jungfern-Breschan) bei [[Prag]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Palais Mayr Elisabethstr 18.JPG|mini|Zeitweise Wohnort in Wien, Elisabethstraße 18]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 lernte Ferdinand Bloch im Alter von 35 Jahren die 18-jährige [[Adele Bloch-Bauer|Adele Bauer]] kennen, Tochter von Moritz Bauer (1840–1905), Generaldirektor des [[Wiener Bankverein]]s und Präsident der [[Chemins de fer Orientaux|Orientbahnen]]. Noch im Dezember des Jahres heirateten die beiden. Adele Bloch-Bauer erlitt zwei Totgeburten und ihr drittes Kind starb zwei Tage nach der Geburt. Bei der Eheschließung entschied das Paar, gemeinsam den Familiennamen Bloch-Bauer zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferdinand Bloch-Bauer und seine Frau waren angesehene Persönlichkeiten des Wiener [[Fin de siècle]] und der österreichischen Ersten Republik. In ihren Räumlichkeiten in der Schwindgasse 10 im 4. [[Wiener Gemeindebezirke|Wiener Gemeindebezirk]] [[Wieden (Wien)|Wieden]] und später in der [[Elisabethstraße (Wien)|Elisabethstraße]] 18 in der [[Innere Stadt (Wien)|Inneren Stadt]] verkehrten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur wie [[Karl Renner]], [[Julius Tandler]] und [[Stefan Zweig]], mit denen besonders die intellektuell äußerst regsame und der [[Sozialdemokratie]] zugeneigte Adele Bloch-Bauer intensive Kontakte pflegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spezielle Beziehung hatte das Paar zu dem österreichischen Maler [[Gustav Klimt]], für den Adele häufig Modell stand und den Ferdinand finanziell unterstützte. Im Palais der Familie Bloch-Bauer in der Elisabethstraße befanden sich diverse Bilder von Klimt wie &amp;#039;&amp;#039;[[Adele Bloch-Bauer I]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Apfelbaum I]],&amp;#039;&amp;#039; die von Ferdinand Bloch-Bauer in Auftrag gegeben worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 erwarb Bloch-Bauer die Güter „[[Odolena Voda|Odolenswasser]]“ und „[[Panenské Břežany|Jungfern Breschan]]“ in [[Böhmen]], auf dem er im Unteren Schloss wohnte und seine Kunstsammlungen unterbrachte. Er kümmerte sich um die Instandsetzung der Denkmäler, so ließ er beispielsweise 1914 die Barockkirche von  [[Kilian Ignaz Dientzenhofer|Dientzenhofer]] in [[Odolena Voda|Odolenswasser]] reparieren. Nach dem [[Zerfall der Habsburgermonarchie]] optierte er 1918/1919 für die [[Tschechoslowakei|tschechoslowakische]] Staatsbürgerschaft und führte dieses Gut bei Prag als Hauptwohnsitz. 1919 erwarb er ein Palais in der Wiener [[Elisabethstraße (Wien)|Elisabethstraße]] 18.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Ferdinand Bloch-Bauer|Ferdinand Bloch-Bauer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod von Adele Bloch-Bauer und Vertreibung ==&lt;br /&gt;
Am 24. Januar 1925 starb Adele Bloch-Bauer an einer [[Meningitis|Gehirnhautentzündung]] und bat in ihrem [[Testament]], dass ihr Mann ihre Klimt-Bilder nach seinem Tod der [[Österreichische Galerie Belvedere|Österreichischen Staatsgalerie]] vermache. Nach 1945 stützte die Republik Österreich ihren Besitzanspruch auf diesen Passus und behauptete, dass er eine bindende Verfügung enthielt. Bloch-Bauer gab im [[Verlassenschaftsverfahren]] für seine verstorbene Frau an, die gemeinten Bilder seien ohnedies immer sein Eigentum gewesen (implizit: seine Frau habe daher nicht darüber verfügen können). Wichtige Gemälde kamen in der NS-Zeit somit ohne Genehmigung Bloch-Bauers schon zu seinen Lebzeiten in die spätere Österreichische Galerie Belvedere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bloch-Bauer urn-grave.jpg|mini|Urnengrab Bloch Bauer in Wien, Feuerhalle Simmering]]&lt;br /&gt;
Dem Wunsch seiner Frau kam Ferdinand Bloch-Bauer teilweise nach und verschenkte bereits vor seinem Tod einige Gemälde. 1927 erwarb das [[Nordböhmisches Gewerbemuseum|Nordböhmische Gewerbemuseum]] eine Gemälde- und Zeichnungssammlung von Bloch. 1936 ließ sich Bloch-Bauer vom Maler [[Oskar Kokoschka]] porträtieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.oskar-kokoschka.ch/1020/1229/Ferdinand%20Bloch-Bauer |titel=Fondation Oskar Kokoschka - Online Werkkatalog - Online Werkkatalog |abruf=2024-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“, den Bloch-Bauer auch durch Unterstützung der NS-Gegner abzuwenden versuchte, wurde er von den Nazis vertrieben und musste sein gesamtes Vermögen zurücklassen. Seine bedeutende, rund 450 Stück umfassende Porzellansammlung wurde im Palais in Wien beschlagnahmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://editionhansposse.gnm.de/wisski/navigate/4623/view |titel=Bloch-Bauer, Ferdinand {{!}} Kommentierte Online-Edition der fünf Reisetagebücher Hans Posses (1939 -1942) |abruf=2025-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kunstsammlung umfasste u.&amp;amp;nbsp;a. Werke von [[Ferdinand Georg Waldmüller]], [[Emil Jakob Schindler]], [[Franz Alt (Maler)|Franz Alt]] und [[Gustav Klimt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.proveana.de/de/sammlung/sammlung-adele-und-ferdinand-bloch-bauer |titel=Sammlung Adele und Ferdinand Bloch-Bauer {{!}} Proveana |abruf=2025-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Besitz in Jungfern Breschan wurde nach der [[Zerschlagung der Rest-Tschechei|NS-Okkupation der so genannten „Rest-Tschechei“]] [[Arisierung|beschlagnahmt]]; das Untere Schloss war 1939–1942 Sitz des [[Protektorat Böhmen und Mähren|Reichsprotektors für Böhmen und Mähren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferdinand Bloch-Bauer floh zunächst nach Prag, im Herbst 1938 durch Paris nach Zürich, wo er im Hotel Belle Rive wohnte und am 13. November 1945 verarmt starb. Sein Leichnam wurde, wie von ihm testamentarisch gewünscht, im [[Krematorium Sihlfeld D]] verbrannt. Seine [[Bestattungsurne|Urne]] wurde später in Wien neben der seiner Frau im Familiengrab im Urnenhain der [[Feuerhalle Simmering]] bestattet (Abteilung MR, Gruppe 47, Nummer 1G). Das Grab besteht auf Friedhofsdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsstreit um die Klimt-Gemälde ==&lt;br /&gt;
Bloch-Bauer vermachte sein Vermögen testamentarisch den Kindern seines Bruders Gustav Bloch: Die Hälfte seines Vermögens ging an seine Lieblingsnichte Louise Baronin Gutmann (1907–1998), die andere Hälfte zu gleichen Teilen an seinen Neffen Robert Bloch-Bauer Bentley (1903–1987) und seine Nichte Maria Altmann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://sz-magazin.sueddeutsche.de/kunst/adele-und-ferdinand-bloch-bauer-76083 |titel=Adele und Ferdinand Bloch-Bauer |datum=2009-02-05 |sprache=de |abruf=2025-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit um die Gemälde zwischen den Erben und der Republik Österreich, der 2006 mit der [[Restitution (Österreich)|Restitution]] der von den Nazis beschlagnahmten Gemälde an [[Maria Altmann]], der letzten noch lebenden Nichte, und ihre Miterben endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
* 1934 Komturkreuz des [[Österreichischer Verdienstorden (1934)|österreichischen Verdienstordens]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwj|27|10|1934|9|Auszeichnung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2016 Straßenbenennung &amp;#039;&amp;#039;Bloch-Bauer-Promenade&amp;#039;&amp;#039;, nach Adele und Ferdinand Bloch-Bauer, in Wien, [[Favoriten (Wiener Bezirksteil)|Favoriten]] nahe dem neuen [[Wien Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wien.orf.at/news/stories/2767448/ &amp;#039;&amp;#039;Wien benennt Straße nach Maria Lassnig.&amp;#039;&amp;#039;] orf.at, 8. April 2016, abgerufen am 8. April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160408_OTS0055/mailath-maria-lassnig-strasse-beschlossen &amp;#039;&amp;#039;Mailath: Maria-Lassnig-Straße beschlossen.&amp;#039;&amp;#039;] Presseaussendung Stadt Wien, 8. April 2016, abgerufen am 8. April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hubertus Czernin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Fälschung.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Bloch-Bauer.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Bloch-Bauer und das Werk Gustav Klimts.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Band III der &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek des Raubes&amp;#039;&amp;#039;. Czernin Verlag, Wien 1999, ISBN 3-7076-0000-9.&lt;br /&gt;
* Tobias Natter, Gerbert Frodl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klimt und die Frauen.&amp;#039;&amp;#039; Katalog der Österreichischen Galerie Belvedere, Köln/Wien 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122136853}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.adele.at/Leben_und_Wirken_der_Familie_B/leben_und_wirken_der_familie_b.htm| wayback=20001006235826 | text=Detaillierte Beschreibung des Lebens von Ferdinand und Adele Bloch-Bauer}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.adele.at/| wayback=20000830111408 | text=Die Causa Bloch-Bauer: Dokumente zum Rechtsstreit und zahlreiche weitergehende Informationen (teilweise englisch)}}&lt;br /&gt;
* http://biography.hiu.cas.cz/Personal/index.php/BLOCH-BAUER_Ferdinand_16.7.1864-19.11.1945 | text=Ferdinands Biographie in Biographisches Lexikon des Historisches Institutes der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (tschechisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122136853|LCCN=n/00/6753|VIAF=55374110}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:BlochBauer, Ferdinand}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstsammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zuckerherstellung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Restitution von NS-Raubgut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Komturkreuzes des österreichischen Verdienstordens (1934)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tscheche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1864]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bloch-Bauer, Ferdinand&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bloch, Ferdinand (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-tschechischer Zuckerfabrikant und Kunstliebhaber&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Juli 1864&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. November 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-17699-0</name></author>
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