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	<title>Ferdinand Adolf Naeff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T02:48:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ferdinand_Adolf_Naeff&amp;diff=1678892&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bph: Literaturangaben und Helveticat-Link ergänzt; Sprache und Form</title>
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		<updated>2024-02-07T14:01:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturangaben und Helveticat-Link ergänzt; Sprache und Form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolf.Naeff.jpg|mini|rechts|Ferdinand Adolf Naeff-Custer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maria.Custer.jpg|mini|rechts|Augusta Maria Naeff-Custer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Naeff.Urenkel.jpg|mini|rechts|Adolf Naeff mit seinen Urenkeln]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Adolf Naeff-Custer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. August]] [[1809]] in [[Altstätten]]; † [[5. Dezember]] [[1899]] in [[St. Gallen]]) war ein [[Schweiz]]er [[Ingenieur]] und [[Unternehmer|Bauunternehmer]]. Er war Mitgestalter der ersten Schweizer [[Eisenbahn]]linie [[Zürich]]–[[Brugg]] (1846/47) und der ersten [[Zahnradbahn]] von Europa, der [[Vitznau-Rigi-Bahn]] (1869/70). Er war Ururgrossvater der ersten Bundesrätin [[Elisabeth Kopp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Adolf Naeff wurde in einer angesehenen [[Kanton St. Gallen|St. Galler]] Familie als elftes von zwölf Kindern geboren. Der Vater [[Johann Matthias Naeff|Johann Matthias Naeff-Dalp]] (1773–1853), ein Textilhändler und [[Liberalismus|liberaler]] Politiker, war  [[Regierungsrat des Kantons St. Gallen|Regierungsrat]] des Kantons St. Gallen. Die Mutter Maria Naeff-Dalp (1778–1811) stammte aus berühmten [[Kanton Graubünden|Bündner]] Familien, aus denen mehrere [[Bürgermeister|Stadtammänner]] und [[Zunft]]meister von [[Chur]] hervorkamen. Ein Urahn von ihr war Hartmann von Planta aus [[Zuoz]], der 1462 den [[Fünf-Siegel-Brief]] unterschrieb, die erste Verfassung des [[Oberengadin (Kreis)|Oberengadins]]. Maria Naeff-Dalp starb bei der Geburt ihrer letzten überlebenden Tochter. Die zehn Kinder (zwei Mädchen verstarben als Baby) wurden vom Vater und der Grossmutter Anna Naeff-Schachtler, Witwe von [[Matthias Naeff]], liebevoll erzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:NaeffDalp.Foto.JPG|Familienbilder]] Maria und Johann Matthias Naeff-Dalp sowie ihre 10 Kinder mit Ehegatten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wilhelm Matthias Naeff]], Mitglied des ersten [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrates]] von 1848, war einer von Adolf Naeffs fünf Brüdern; Adolf Naeffs Ururenkelin [[Elisabeth Kopp]] wurde die erste Bundesrätin der Schweiz. Der erste Bündner Bundesrat [[Simeon Bavier]], Eisenbahningenieur, war ein Enkel von Maria Dalps Schwester, Margaretha Bavier-Dalp, somit ein [[Großcousin|Grosscousin]] von Wilhelm und Adolf Naeff. Caroline Naeff (1807–1886), Schwester von Adolf, war Ehefrau des Architekten [[Felix Wilhelm Kubly]] (1802–1872). Ein anderer Bruder von Adolf, Friedrich August Naeff (1806–1842), wurde [[Staatsanwalt|Amtskläger]] des Kantons St. Gallen, er war auch Gründer und Redaktor der freisinnigen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Rheintaler Bote&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 heiratete Adolf Naeff Augusta Maria Custer (1817–1850), Tochter eines [[Rheineck SG|Rheinecker]] Bankiers (Bankhaus zur Rose), dessen Familie mehrere Stadtammänner von Altstätten und Rheineck (Custer, Messmer, Schachtler) stellte und nachweislich von [[Karl der Große|Karl dem Grossen]] abstammt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Uli W. Steinlin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vorfahren der Familie Steinlin von St. Gallen&amp;#039;&amp;#039;, Eigenverlag, Druckerei Krebs AG, [[Biel-Benken]] und [[Basel]] 2008, ISBN 978-3-85775-001-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Jacob Laurenz Custer]], Finanzminister der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]], war ein [[Grossonkel]] von Maria Custer. Aus der Ehe entsprangen fünf Kinder, Max Adolf (Architekt), Marie Augusta, Antonia Clara, Rosa Cornelia, sowie Eufrosina Irma, die als Baby im gleichen Jahr wie ihre Mutter starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Naeff heiratete aus Liebe zu seiner früh verstorbenen Frau nie wieder. Er reiste später viel mit ihren Kindern und Enkelkindern in der Schweiz und Europa herum. An seinem 89. Geburtstag wurde Naeff von fünf Urenkeln umrahmt (Foto). Zu seinen Urenkeln gehörten auch (nicht auf dem Bild) [[Max Iklé]], Direktor der [[Schweizerische Nationalbank|Schweizerischen Nationalbank]], und [[Hansjürg Steinlin]], [[Rektor]] der [[Albert-Ludwigs-Universität]] von [[Freiburg im Breisgau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium ==&lt;br /&gt;
Adolf Naeff ging in Altstätten in die Schule, danach besuchte er wie seine Brüder die für ihre liberale Ausrichtung bekannte [[Alte Kantonsschule Aarau|Kantonsschule Aarau]]. Von 1828 bis 1830 studierte Naeff in München [[Ingenieurwissenschaft|Ingenieurwesen]] am Institut für Technik der [[Ludwig-Maximilians-Universität|Universität]] sowie [[Technisches Zeichnen]] an der [[Akademie der Bildenden Künste München|Akademie der Bildenden Künste]]. Nach dem Studium absolvierte Naeff von 1831 bis 1833 bei Ingenieur [[Alois Negrelli von Moldelbe]] in [[Bregenz]] und St. Gallen ein dreijähriges Berufspraktikum, das er später als Quelle aller seinen beruflichen Erfolge nannte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Adolf Naeff-Custer 1809-1899 − Aufzeichnungen, Briefe, Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Renate Altwegg-Im Hof, Basel 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seinerseits lobte Negrelli mit „vorzüglicher Zufriedenheit“ die Fähigkeiten und Leistungen seines Studenten. Naeff besuchte während eines Semesters die [[Technische Universität Wien]] ([[Polytechnikum]]) für ein Nachdiplomstudium in der [[Baukunde]], bevor er seinen Beruf voll ausübte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strassenbau ==&lt;br /&gt;
In der ersten Periode (1834–1846) seiner Berufstätigkeit realisierte Naef vorwiegend Strassenbauprojekte in den Kantonen St. Gallen, [[Kanton Appenzell|Appenzell]], [[Kanton Zürich|Zürich]], [[Kanton Schwyz|Schwyz]] und [[Kanton Aargau|Aargau]]. Zu den wichtigsten Bauten gehörten die [[Ruppenpass|Ruppenstrasse]], die zwischen Altstätten und [[Trogen AR|Trogen]] durch die [[Ruppen]] führt, die Rorschacherstrasse zwischen [[Rorschach]] und St. Gallen, der Badeweg Ragaz durch die [[Taminaschlucht]] von [[Bad Ragaz]] bis [[Bad Pfäfers]] und die Strasse zwischen St. Gallen und [[Speicher AR|Vögelinsegg]] Richtung Trogen, durch die die Kantonshauptstadt mit Altstätten direkt verbunden wurde; sie zählte damals zu den schönsten Strassen der Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Erinnerung an die Familie Naeff von Altstätten&amp;#039;&amp;#039;, Zeitung «Der Rheintaler», 27. September 1899.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausserdem plante und leitete Naeff auch die Restrukturierung der Rheinstrasse zwischen [[Laufenburg AG|Laufenburg]] und [[Koblenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eisenbahnbau ==&lt;br /&gt;
; Erste Bahnlinie der Schweiz&lt;br /&gt;
Auf Einladung von Negrelli, der Projektleiter bei der [[Schweizerische Nordbahn|Schweizerischen Nordbahngesellschaft]] (SNB) war, übernahm Naeff Anfang 1846 als Stellvertreter von Negrelli die Stelle des Leitenden Oberingenieurs für den Bau der Eisenbahnstrecke zwischen Zürich und [[Baden AG|Baden]], der ersten Bahnstrecke ganz auf Schweizer Boden. Mit dem Bau wurde im Frühling 1846 begonnen, Naeff musste sich neben technischen Schwierigkeiten auch mit Problemen des Vertragswesens befassen, die er mit Bravour bewältigte. Seine fachlichen und menschlichen Qualitäten um die Realisierung des Projektes wurden von der Direktion der SNB nachdrücklich gelobt. Die Bahnlinie wurde im August 1847 feierlich eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Bahnstrecken und Brücken&lt;br /&gt;
[[Datei:A.Naeff.Lokomotive.JPG|mini|250px|Adolf Naeff bei einer Probefahrt der Rigi-Bahn (neben dem Dampfkessel der Lokomotive)]]&lt;br /&gt;
Später baute Naeff weitere Bahnlinien, u.&amp;amp;nbsp;a. zwischen [[Winterthur]] und St. Gallen, [[Windisch AG|Windisch]] und [[Brugg]], bzw. [[Turgi]] und Koblenz. Er plante auch die zu den Strecken gehörenden Eisenbahnbrücken, so die [[Aare]]-Brücken bei [[Olten]] und [[Kiesen]], die [[Limmat]]-[[SBB-Limmatbrücke Turgi|Brücke bei Turgi]] oder die [[Reuss (Fluss)|Reuss]]-[[SBB-Reussbrücke Turgi|Brücke bei Windisch]]. Naeff baute die Bahnhofgebäude in Olten sowie zusammen mit dem Ingenieur [[Olivier Zschokke]] die Postgebäude in [[Aarau]]. Naeff plante die St. Leonhardsbrücke von St. Gallen, die erst 1901 gebaut wurde. Naeff leitete die St-Galler Filiale der Baufirma [[Locher &amp;amp; Cie]], die 1867 als selbständige Firma von Naeff und Zschokke übernommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Erste Zahnradbahn Europas&lt;br /&gt;
[[Datei:Rigibahn-Gesellschaft 1889, Naeff.jpg|mini| Aktie der Rigibahn-Gesellschaft vom 31. Dezember 1889; signiert vom Verwaltungsrat Adolf Naeff]]&lt;br /&gt;
Ebenso mit Zschokke und dem Ingenieur [[Niklaus Riggenbach]] plante und realisierte Naeff mit der [[Vitznau-Rigi-Bahn|Rigibahn]], die von [[Vitznau]] auf die [[Rigi]] führte, die erste Bergbahn der Schweiz und die erste Zahnradbahn Europas. Die drei Ingenieure gründeten im Mai 1869 unter dem Namen „Naeff, Riggenbach &amp;amp; Zschokke“ eine Gesellschaft für den Bau und Betrieb der Rigi-Zahnradbahn. Die erste Probefahrt mit der Dampflokomotive fand im Mai 1870 statt. An der Eröffnungsfahrt vom 22. Mai 1871 nahmen vier Bundesräte, [[Karl Schenk]], [[Jakob Dubs]], [[Josef Martin Knüsel]] und der Verkehrsminister Wilhelm Matthias Naeff, Bruder von Adolf Naeff, sowie die ganze [[Kanton Luzern|Luzerner]] Kantonsregierung teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Gsell; Daniela Schlettein-Gsell: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte von St. Galler Familien: Gsell, Baerlocher, Naeff, Lutz.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag O. Gsell, St. Gallen 1984.&lt;br /&gt;
* Otto Gsell; Daniela Schlettwein-Gsell; Renate Altwegg-Im Hof: &amp;#039;&amp;#039;Leben zur [[Biedermeier]]zeit. Die Familien Naeff-Schachtler, Custer in Marbach, auf Weinstein und Grünenstein. Die Ahnengallerie im Marbacher Zehntenhaus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Unser Rheintal&amp;#039;&amp;#039; 47 (1990), S. 96–102, mit Stammtafel.&lt;br /&gt;
* {{HLS|49000|Adolf Naeff|Autor= Markus Kaiser}}&lt;br /&gt;
* Peter J. Schaps: &amp;#039;&amp;#039;Familie Naeff, Altstätten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Rheintaler Köpfe – Historisch-biographische Porträts aus fünf Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben vom Verein für die Geschichte des Rheintals, [[Berneck SG|Berneck]] 2004, ISBN 3-033-00265-X, S. 281–287.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Naeff-Haus|Geburtshaus von Adolf Naeff}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=130172170}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130172170|VIAF=77414400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Naeff, Ferdinand Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1809]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Naeff, Ferdinand Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Naeff-Custer, Ferdinand Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Ingenieur und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. August 1809&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Altstätten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Dezember 1899&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Altstätten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bph</name></author>
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